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 Second Life, Second Chance

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Second Life, Second Chance   Mo 31 Aug 2015, 23:12

Seit drei Wochen war Stefan jetzt wieder in Mystic Falls, aber so recht konnte er es immer noch nicht glauben. Sein erster Besuch vor Wochen war eher ein Zufall gewesen. Hin und wieder zog es ihn hierher zurück, auch wenn mit diesem Ort viele dunkle Erinnerungen verbunden waren. Er hatte das Haus besuchen wollen, Zach wieder sehen und dann wieder verschwinden. Aber dann war alles anders gekommen.... an seinem ersten Abend war er über die Mystic Bridge gelaufen und Zeuge geworden, als ein Auto von der Bahn abkam und im See landete. Ohne darüber nachzudenken war er ins Wasser gesprungen, um zu helfen. Er hatte nur die Tochter der Familie retten können, doch als er die junge Frau an Land gebracht hatte, traut er seinen Augen nicht. Vor ihm lag die Ehefrau seines Bruders ... die seit über 100 Jahren tot war. Im ersten Schreck war er verschwunden, sobald die Rettungskräfte eingetroffen waren, doch die Sache ließ ihn nicht los. Nachdem er tagelang mit sich gerungen hatte, war er dann doch wieder nach Mystic Falls gekommen. Der Sommer war fast vorbei, aber er musste einfach heraus finden, was hier vor sich ging. Seit Damon seine Frau verloren hatte, hatte er sich verändert. Sehr verändert. Wenn er hier die Chance fand seinen Bruder zurück zu bekommen, dann musste er sie einfach nutzen. Außerdem hatte Stefan durchaus ein schlechtes Gewissen, weil er auch seinen Teil zu der Tragödie beigetragen hatte.
Seit er diesen Entschluss gefasst hatte, waren nun zwei Monate vergangen. Stefan wohnte bei Zach im Salvatoreanwesen und ging zu High School. War ein seltsames Gefühl, aber es brachte ihn seinem Ziel näher: Elena kennen lernen. Immer noch hatte Stefan keine Erklärung dafür, warum sie hier einfach so aufgetaucht war und warum sie sich scheinbar an nichts erinnerte, aber inzwischen war ihm klar: Das hier war die Elena, die er auch schon als Mensch gekannt hatte und die dann unter tragischen Umständen den Tod gefunden hatte, als Damon und er verwandelt worden war. Was Stefan aber nicht wusste war: Wie sollte er das seinem Bruder beibringen? Nach vielen Tagebucheinträgen hatte er beschlossen nicht nach Damon zu suchen, so lange er keine Antwort auf diese Frage hatte. Erstmal beschäftigte er sich damit Elena besser kennen zu lernen und das funktionierte auch ganz gut. Inzwischen hatten sie ein paar Mal was zusammen unternommen und auch wenn es ihrem Freund nicht gefiel, schien Elena ihn zu mögen.
Heute jedoch war kein Treffen geplant, weshalb Stefan sich mit ein paar Büchern die Zeit vertrieb, als plötzlich jemand im Wohnzimmer stand, mit dem er hier nicht gerechnet hatte: Damon!


Nach der Schule hatte Elena eigentlich mit Matt, Caroline und den Anderen zum See fahren wollen. Irgendwie war ihr dann aber doch nicht danach, weshalb sie sich rausredete und auf den Friedhof fuhr, um das Grab ihrer Eltern zu besuchen. Eine ganze Weile hatte sie dort gesessen, in ihr Tagebuch geschrieben und über die vergangenen Wochen nachgedacht. Sie wollte weiter machen, sie wollte ihr Leben genießen, aber das war nicht so einfach. Nichts war, wie es vorher war.
Allerdings .... gab es da einen Lichtblick. Seit Stefan aufgetaucht war, fiel es ihr leichter ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Deswegen entschied sie nun auch spontan zu ihm zu fahren, konnte ja nicht schaden...
Am Haus der Salvatores angekommen, kam sie sich doch ein bisschen dämlich vor. Sie kannte Stefan bisher kaum, war noch nie hier gewesen und auch nicht eingeladen worden. Aber .... wo sie schon mal hier war .... Elena haderte ein bisschen mit sich, klopfte dann aber schließlich doch an die Türe.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 01 Sep 2015, 10:21

Dieser Tag war... langweilig. Echt langweilig. Genauso langweilig wie dieses Tagebuch. Ein einziges Gejammer und viel zu viele Adjektive. Damon pfefferte Stefans Tagebuch ins Eck und streckte sich auf dem Bett seines Bruders aus. Natürlich hatte er die Biker Boots die er immer trug an gelassen. Onkel Zach lag nun unten im Keller, tot... der Trottel hatte doch echt geglaubt er könne ihn in seinen Eisenkraut Knast im Keller sperren. Weit gefehlt. Nun verrottete der da unten, aber Saubermann Stefan würde nachher sicher aufräumen. Nachdem er Joe dem Einhörnchen sein Leid geklagt und diesen ausgesaugte hatte. Himmel war machte Damon hier überhaupt?
Ach ja, er hatte Stefan ja die Ewigkeit voller Qualen versprochen und daran arbeitete er nun wieder mit Volldampf. Aber eben war sein kleiner Bruder wohl noch beim Footballtraining. Glaubte er echt, dass er einfach so als 17 Jähriger Teenager durchging? Die Frage war nur: Wie lange? Dank Damon wohl nicht mehr allzu lange. Er würde herausfinden wer seine Freunde waren und dann würde sie das gleiche Schicksal erwarten wie dem guten alten Zach unten im Keller. Stefan war selber Schuld, warum hatte er damals auch Katherine Pierce in ihr Leben gelassen. Sie hatte ihnen alles genommen, vor allem die Liebe von Damons Leben: Elena.

Er hatte seine Gefühle abgeschaltet und ließ nichts und niemand an sich heran. Erst recht nicht den Schmerz der mit Elenas Verlust einher gegangen war. Als Vampir intensivierte sich alles, jedes Gefühl und erst recht die Trauer. Es zerfraß einen lediglich. So war alles leichter. Damon trank, Bourbon und Blut, er schnappte sich jedes Mädchen was er wollte auch mit Manipulation. Gerade jedoch langweilte er sich.
Ehe er sich nun wieder richtig langweilen konnte, klopfte es an der Tür und schon stand der Vampir an selbiger und grinste verschlagen. Mit diesem Grinsen öffnete er die Tür und schon gefror es in seinem Gesicht. Er hatte dieses Gesicht über 140 Jahre lang nicht gesehen, aber er erkannte es sofort, selbst in 1000 Jahren hätte er es noch erkannt. Vor ihm stand eine moderne Kopie seiner Frau Elena. „Elena,...“ rutschte es Damon heraus und dabei war sein Tonfall regelrecht sanft.
Dieser Moment war aber schnell vorbei. Er war nicht mehr der naive kleine Junge der er mal gewesen war. Er hatte damals nicht gewusst, dass es Vampire, Werwölfe und Hexen gab. Sogar Urvampire, die andere Vampire manipulieren konnten. Und genau das musste das hier sein... ein Trick. Eine Hexe oder ein Urvampir hatte ziemlich sicher die Finger im Spiel. Darum lehnte er sich nun wieder lässig in den Türrahmen und verschränkte die Arme. „Ha, ha sehr witzig“, trällerte Damon und verdrehte die Augen. „Kannst nun raus kommen Stef, hab selten so gelacht!“ rief er in die Gegend und grinste dieses Trugbild weiter herablassend an.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 01 Sep 2015, 20:18

Kaum hatte sie geklopft, wollte Elena auch schon wieder umdrehen. Wieso hatte sie sich nicht vorher überlegt, was sie überhaupt sagen wollte? Das war echt verdammt schlecht geplant und eigentlich wollte sie gerade die Flucht ergreifen, als die Türe auch schon geöffnet wurde. Offenbar hatte jemand ganz in der Nähe gestanden, denn sonst wäre das niemals so schnell gegangen. Warum auch immer, Elena hatte fest damit gerechnet, dass Stefan ihr öffnen würde. Dem war aber nicht so, weshalb sie gleich einen halben Schritt zurück wich. Elena wusste, dass Stefan hier mit seinem Onkel wohnte. Zach Salvatore. Der war schon länger hier in Mystic Falls, besonders viel wusste das Mädchen aber nicht über ihn. Der Mann der nun vor ihr stand war allerdings zu jung, um Damons Onkel zu sein und außerdem sah er nicht aus wie Zach. Wer aber konnte das sonst sein? Elena kramte in ihrem Hirn, ob Stefan nochmal irgendjemanden erwähnt hatte, doch da tauchte nichts auf. Deswegen stand sie allerdings einen Moment einfach nur da und starrte den jungen Mann an. Die schwarzen Haare, die stechenden blauen Augen und dieses fast schon überhebliche Grinsen. Er wirkte ein bisschen wie der typische Sunnyboy. Dann aber veränderte sich irgendwas in seinem Gesicht, er wirkte einen Moment lang wie erstarrt, doch Elena konnte dafür keinen Grund erkennen. "Ich ... also..", setzte sie an, wusste aber nicht so recht was sie sagen sollte.
Noch ehe sie sich vorstellen konnte, nannte der junge Mann sie beim Namen. Woher kannte er den? Nun war es Elena, die verwirrt die Augenbrauen zusammen zog. Hatte Stefan ihm etwa von ihr erzählt? Und wenn ja, war das nun was Gutes oder was Schlechtes? "Ja .... genau, Elena Gilbert!", stellte sie sich trotzdem noch vor. "Ist...?" Stefan da, wollte sie eigentlich fragen. Aber auch dazu kam sie nicht, denn der Mann fing an zu lachen und machte sich scheinbar über irgendwas lustig. Schon wieder zog Elena die Augenbrauen zusammen. Ob der betrunken war? Sein Blick war herablassend, kühl und distanziert. Elena fühlte sich unwohl und wollte nun eigentlich lieber gehen, aber so ein bisschen Neugierde blieb eben doch. "Heißt das Stefan ist da?", fragte sie, weil der Mann meinte er solle rauskommen. Was trieben die denn gerade? "Ich wollte aber wirklich nicht stören .... vielleicht .... komme ich einfach ein anderes Mal wieder!" Gute Entscheidung, aber trotzdem warf sie dem Mann nochmal einen Blick zu. Irgendwas an ihm war seltsam.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 01 Sep 2015, 21:00

Da stand sie wie zur Salzsäule erstarrt und sah Damon mit großen Rehaugen an. Wie auch immer diese Illusion erzeugt wurde... gut gemacht war es. Kurz hatte es ihn erwischt, aber das reichte natürlich nicht aus um die über hundert Jahre alten Barrieren, die Damon um sich herum errichtet hatte einfach so wieder einzureißen. „Bitte keine Schnappatmung bekommen... mein erster Hilfe Kurs ist schon ne Weile her.... aber für Mund zu Mund Beatmung bin ich immer zu haben.“ Besser sie wusste das. Um das zu unterstreichen, wackelte Damon gleich mal aufreizend mit den Augenbrauen. Süß war sie ja die Kleine. Schmecken tat sie sicher auch gut, aber wenn sie durch einen magischen Trick oder Manipulation entstand, dann war sie sicher mit Eisenkraut präpariert.
Dann begann sie erbärmlich herum zu stottern und Damon verdrehte wieder die Augen: „Erst die großen, dann die kleinen Buchstaben. Subjekt, Prädikat, Objekt. Is gar nicht so schwer. Probiers ruhig mal“, dozierte er vor sich hin und fühlte sich doch irgendwie innerlich mies dafür, dass er sie so abwertend behandelte. Warum denn dass? Sonst waren ihm andere durch auch schnurz piep egal.
Er musste aber gleich wieder lachen. „Klar Elena Gilbert also... lass mich raten, du hast einen Bruder der Jeremy heißt und einen Papa der Arzt ist und Grayson heißt. Du magst Pferde und hast sicher ein Pferdeposter über dem Bett.“ Diesmal brach er echt fast ab vor Lachen. Egal wer ihn hier ärgern wollte, dieser jemand hatte seine Hausaufgaben gemacht und sich mit seiner Vergangenheit beschäftigt.
„Stefan ist nicht da.... schätze ich, keine Ahnung“, antwortete Damon, doch da wollte sie gehen. Neeee so einfach war das nicht. Nun wollte er auch wissen was dahinter steckte. Damon trat vor sie und das recht schnell und sah sie herausfordernd an. „Was denn? Du willst schon gehen? Komm rein, warte einfach drinnen auf Stefan. Ich bin übrigens sein Bruder Damon. Hat mich sicher mal erwähnt. Ich bin der besser aussehende Bruder“, zwinkerte er überheblich. Na warte, das würde er Stefan heimzahlen. Sie sah wirklich aus wie Elena. Die langen, geschwungenen Wimpern, der Schwung ihrer Lippen, ihr Geruch.... nichts davon würde er je vergessen. Aber all das lag längst verrottet in einem alten Grad draußen im Wald. Allein bei diesem Gedanken wurde sein Blick wieder eiskalt.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 01 Sep 2015, 21:36

Nachdem sie sich von ihrem ersten Schrecken erholt hatte, musste Elena feststellen, dass sie es ihr wohl mit einem ziemlich überheblichen Idioten zu tun hatte. Was genau der bei Stefan wollte wusste sie zwar nicht, aber die beiden passten definitiv nicht zusammen. Scheinbar war auch im aufgefallen, dass sie einen Moment lang ziemlich perplex gewesen war. Sein Kommentar dazu war allerdings nicht besonders nett und während er noch mit den Augenbrauen wackelte, konnte Elena nur innerlich die Augen verdrehen. "Nein danke, darauf verzichte ich doch lieber!" Sie hatte schließlich einen festen Freund! Den hatte sie heute zwar noch nicht besucht, aber darum ging es ja gerade nicht. Deswegen zurück zum Thema: Stefan. Noch immer wusste Elena nicht, ob er denn nun da war oder nicht. Sie kam aber nicht dazu nochmal nachzufragen, denn erstmal gab es einen Vortrag zur Satzbildung. Was sollte denn das? "Sehr nett .... und sie wollen sich dann wohl als Deutschlehrer bewerben?", riet sie nicht ganz ernst gemeint. Würde definitiv nicht zu ihm passen, aber scheinbar war er ja ein kleiner Klugscheißer. Dieser Vortrag hatte allerdings zur Folge, dass Elena sich nun langsam aus ihrer Starre löste und somit auch in der Lage war sich wieder auszudrücken.
Irgendwas an ihrem Namen war scheinbar sehr lustig und danach wurde es noch seltsamer. Der ihr völlig fremde Mann zählte Tatsachen aus ihrem Leben auf, die er gar nicht wissen konnte. Hatte Stefan echt so viel erzählt? Darüber sollte sie wohl mal mit ihm reden.. "Ja ich habe einen jüngeren Bruder .... meine Eltern sind aber seit einem halben Jahr tot und was über meinem Bett hängt geht dich ja wohl gar nichts an!" Das wäre ja noch schöner. Wieso sollte sie einem Fremden sowas verraten? Aber noch viel wichtiger: Woher wusste dieser Fremde das? Weil ihr der Typ irgendwie unsympathisch und Stefan wirklich nicht da war, wollte Elena nun lieber gehen. Würde sie ihn eben mal anrufen.... So weit kam es aber nicht, denn der Mann stellte sich ihr in den Weg und nun sah sie ihn doch ein bisschen erstaunt an. Besonders einladend klang das nicht, aber .... wenn er Stefans Bruder war? Der letzte Satz brachte Elena dazu einmal an ihm runter zu sehen und dann die Augenbrauen zu heben. "Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten!", bemerkte sie knapp und ging dann einfach ins Haus. Gut ja, er sah verdammt gut aus. Aber das wusste Damon scheinbar schon, also brauchte sie es ihm ja nicht auch noch auf die Nase zu binden. Drinnen sah sie sich ein bisschen um, wollte nun aber auch nicht einfach durchs ganze Haus laufen, weshalb sie ein bisschen unschlüssig im Gang stehen blieb. "Und nein ... er hat dich nicht erwähnt. Bist du schon lange hier?"
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 01 Sep 2015, 22:40

„Dir entgeht was“, flötete Damon ihr zu, als sie sagte, sie würde verzichten. Langsam löste sich ihre Starre und sie versuchte sogar zu kontern. Deutschlehrer? Sie Siezte ihn? Wie niedlich. „Du kannst ruhig du zu mir sagen. Den Namen hab ich dir ja schon genannt. Lohnt sich den zu merken.“ Damon fiel wieder völlig in sein altes zynisches Verhalten zurück. „Aber danke nein... ich führe ein Leben auf der Überholspur. Wie man so schön sagt, während mein Bruder noch nicht mal die Auffahrt findet“, plapperte er weiter und grinste dabei weiter. Armes Ding... interessierte sie sich echt für den unvorteilhafteren Salvatore.
„Man wird ja wohl noch träumen dürfen“, entschuldigte sich Damon, der sich schon sehr für ihr Bett interessieren würde. Das was drüber war und drunter war und drinnen war.... Offenbar lag er mit seiner Einschätzung nicht verkehrt. Bis auf die toten Eltern. Wieder riss ihm kurz etwas im Inneren, was man früher wohl Mitgefühl genannt hatte, aber es erstarb schnell wieder. „Oh das tut mir aber Leid.... jede Manipulation hat wohl ihre Grenzen“, bedauerte er und tat eins auf mitfühlend, aber das Glitzern in seinen Augen verriet ihn wohl. Er tat es mit der Tatsache ab, dass eh nichts an dieser Pseudo- Elena echt war.
Immerhin wurde sie noch lockerer und sah ihn an. „Wenn du mich nackt sehen willst, musst du nur fragen“, konterte er ihre Geschmacksfrage. Man sah auch regelrecht die Zweifel als sie überlegte ob sie bleiben sollte oder nicht. Fest stand, Damon begann dieses Spiel Spaß zu machen und schließlich kam sie mit hinein und er folgte diesmal artig. „Nein, erst seit vorgestern. Wir haben uns lange nicht gesehen... Familienstreitigkeiten“, ließ er sie zwinkernd wissen und goß sich Bourbon ein. „Was kann ich dir anbieten. Das hier oder nen Kaffee? Ich fürchte was anderes hat Onkel Zach nicht im Haus.“ In Zukunft würde Onkel Zach eh nie wieder was im Haus brauchen, aber das wusste Elena ja nicht.
„Also du bist Stefans Freundin? Oder die mögliche Freundin, oder das Mädchen von neben an, das mit ihm Hausaufgaben macht? Hoffe dich erschreckt das Chaos in seine Zimmer nicht.“ Damon frotztelte ein wenig herum in der Hoffnung mehr zu erfahren, was das Ganze sollte. „Ich nehme an, er hat dir gesagt, dass er meine Frau auf dem Gewissen hat? Tja und darum.... haben wir nicht das beste Verhältnis.“ Vielleicht funktionierte ja die Mitleids Tour bei ihr.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 02 Sep 2015, 19:48

So langsam fragte Elena sich wirklich, wie man so sehr von sich selbst überzeugt sein konnte. Damons Ego reichte scheinbar für drei, wobei so ein Verhalten oftmals nur Fassade war. Elena jedenfalls konnte bisher keinerlei Gemeinsamkeit mit Stefan feststellen. Die Brüder schienen also sehr unterschiedlich zu sein. Ob sie überhaupt zusammen aufgewachsen waren? Die nächste Beleidigung für Stefan holte Elena wieder aus ihren Gedanken und ließ sie eine Augenbraue heben. "Und wo willst du so schnell hin?", stieg sie mal auf seine Überholspur-Metapher ein. Pluspunkte sammelte er damit definitiv nicht und doch ... einfach gehen konnte sie eben auch nicht, sonst würde sie nun garantiert nicht durch den Hausflur laufen. Warum genau sie das machte fragte Elena sich ja schon, aber die Neugier war einfach größer.
Sein geheucheltes Mitgefühl war nicht besonders überzeugend und für Elena ein völlig neues Gefühl. Jeder bemitleidete sie für den Tod ihrer Eltern, jeder versuchte ihr beizustehen oder sie zu unterstützen. Sarkasmus war dafür eine vollkommen neue Reaktion und auch wenn es sie erstmal ein bisschen verwirrte, es ließ sie zumindest nicht wieder in diesen tranceartigen Zustand fallen. Als sie ihn nun aber nochmal genauer ansah, war da doch dieses kleine Funkeln in seinen Augen. Es war allerdings so schnell wieder verschwunden, dass Elena sich nicht ganz sicher war. Stattdessen ließ sie sich vom zweiten Teil seines Satzes verwirren. "Manipulation?", fragte sie nach, weil das für Elena keinen Sinn ergab. War aber auch gut möglich, dass sie es gar nicht so genau wissen wollte...
Sie musste allerdings feststellen, dass er sich nicht so schnell den Wind aus den Segeln nehmen ließ. Ihr Kommentar brachte ihn nicht aus der Ruhe, aber auch Elena war nun ein bisschen aufgewacht. "ich bezweifle, dass sich dadurch etwas verbessern würde!", gab sie einfach mal zurück und hoffte nun einfach, dass Damon sich jetzt nicht gleich ausziehen würde nur um ihr das Gegenteil zu beweisen. Nun sah Elena sich aber erstmal ein bisschen um und erfuhr dabei auch gleich, dass die Salvatore Brüder nicht besonders gut miteinander konnten. Wunderte sie nun nicht wirklich. "Wenn du Stefan so wenig leiden kannst, warum bist du dann hier?", wollte Elena als nächstes wissen. Sie blieb aber erstmal im Wohnzimmer stehen und sah wieder zu Damon, der immerhin den guten Gastgeber spielte. "Nein danke, ich brauche nichts!", Alkohol wollte sie sicher nicht und Kaffee brauchte sie eigentlich auch nicht. Hoffentlich kam Stefan gleich! "Wir gehen zusammen zur Schule!", korrigierte sie Damons Aussage. Einen Freund hatte Elena ja schließlich schon und auch wenn sie Stefan sehr mochte, war sie doch in Matt verliebt .... oder?
Damons nächster Satz war für Elena dann aber schon ein ziemlicher Schock. Frau auf dem Gewissen? Was sollte das denn bitte heißen? Hoffentlich erlaubte er sich da nur einen dämlichen Spaß. Ein bisschen überrascht war Elena ja doch, dass Damon offenbar schon verheiratet gewesen war. Irgendwie war er nicht der Typ für sie ... aber gab ja Frauen, die auf sowas standen. "Was meinst du damit?", musste sie dann aber doch nachhacken.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 02 Sep 2015, 21:10

„Es geht nicht ums Ankommen, es geht um den Spaß, den man auf der Überholspur haben kann“, antwortete er Elena und merkte schon, dass sie seine Worte abwog. Sollte sie nur, wenn sie manipuliert war, oder auch er, würde sie sich später eh nicht erinnern. Dafür dass hier aber etwas nicht stimmte sprach auch, dass Elena blieb. Kein normales Mädchen wäre nach seinem Auftritt geblieben. War man aber manipuliert oder ein Hexentrick, so blieb einem nichts anderes übrig. Blöd gelaufen eben.
So aber folgte sie ihm ins Innere des Hauses und sah ihn an. Das mit ihren Eltern schien sie gefasst zu nehmen. War wohl auch besser so. Falls die Geschichte überhaupt stimmte und nicht auch getrickst war. Vielleicht sollte sie so Mitleid erregen? Damon stieg noch nicht dahinter was wer damit bezwecken wollte. Aber er würde schon noch dahinter kommen. Elena mimte jedenfalls die Ahnungslose. „Ja Manipulation... na ja das Blöde ist, dass man es selbst ja nicht mitbekommt. Kommst schon noch dahinter“, sagte er und tätschelte Elena die Schulter wie einem alten Pferd, dem man erzählte dass es nochmal auf die Rennbahn musste.
Immerhin wurde Elena jetzt ein wenig selbstbewusster. Und das war der einzige Weg um überhaupt Damons Respekt in kleinen Teilen zu gewinnen. „Nun, verschlechtern würde sich ganz sicher nichts, kann ich dir versichern“, grinste Damon überheblich. Er wusste was Frauen wollten und wenn nicht, bekamen sie es eben manipuliert.
Ihre nächste Frage war berechtigt. Warum war er hier, wenn er Stefan nicht mochte. Nun, aber auch die Antwort war einfach: „Weil ich ihm etwas versprochen habe und seine Versprechen sollte man am Besten halten, nicht wahr?“ Wieder folgte dieses schiefe Grinsen. Gut, trinken wollte sie nichts, dann sollte sie eben auf dem Trockenen sitzen bleiben. „Wenn wir hier nun zusammen gemütlich auf Stefan warten, erzähle mir doch mal etwas über dich, was ich noch nicht weiß.“ Damon machte es sich auf dem Sofa gemütlich.
Bei der Frage nach dem Freund schien sie nachzudenken. Sie war also unentschlossen, sehr gut... damit konnte man arbeiten, wenn man wollte. Damon wusste bloß noch nicht, ob er wollte. Erst einmal war Elena scheinbar geschockt, als er die Katze aus dem Sack ließ und von seiner Frau erzählte. „Ach weißt du, ich finde das sollte Stefan dir selbst erzählen. Frag ihn einfach mal“, riet er zwinkernd. Die Suppe hatte Stefan ihm eingebrockt, nun sollte er sie auch alleine auslöffeln.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 02 Sep 2015, 21:54

Über Damons Worte musste Elena eine Weile nachdenken. Vermutlich landeten sie heute Abend sogar in ihrem Tagebuch. In letzter Zeit hatte sie definitiv nicht all zu viel Spaß gehabt und mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart gelebt, vermutlich würde ihr so ein kleines bisschen was von Damons Einstellung gar nicht schaden. Aber das erörterte Elena später alleine mit ihrem Tagebuch. Was Damon im Folgenden noch sagte, verwirrte sie dagegen eher. Was meinte er mit Manipulation? Wieso sollte sie irgendwer manipulieren. Meinte er damit etwa Stefan? Automatisch fasste sie kurz an die Kette, die er ihr vor ein paar Tagen geschenkt hatte. Mit den Fingern ertastete sie den Anhänger unter dem Stoff ihres T-Shirts. Wie auch immer, dieses Treffen mit Damon warf eine Menge Fragen auf, die Elena alleine aber nicht beantworten konnte. Was sie allerdings begriffen hatte war, dass Damon sehr von seinem Äußeren überzeugt war. Elena konnte darüber nur die Augen verdrehen, ein Glück war Matt da anders!
Um Damon nicht die ganze Zeit anzustarren, sah Elena sich ein bisschen im Zimmer um. Sie war noch nie hier gewesen, hatte es sich aber ungefähr so vorgestellt. "Wie lange gehört dieses Haus schon eurer Familie?", wollte Elena von Damon wissen. Es interessierte sie auch, warum die Brüder so lange nicht hier gewesen waren, aber so viele Fragen auf einmal zu stellen wäre wohl unhöflich. Also eins nach dem anderen. Immerhin beantwortete er die Frage, warum er ausgerechnet jetzt aufgetaucht war. Ein Versprechen? Elena warf ihm zwar einen fragenden Blick zu, ahnte aber schon, dass sie das gar nicht wissen wollte. "Manche Versprechen kann man nicht halten!", antwortete sie dann nachdenklich. "Aber ja, man sollte es wohl versuchen..." Nun war es Damon, der die nächste Frage stellte, auch wenn es wohl eher eine Aufforderung war. "Sieht so aus, als hätte Stefan dir schon alles über mich erzählt. Dem habe ich nicht viel hinzuzufügen!" Damon wusste über ihre Familie Bescheid, er wusste sogar was über ihrem Bett hing. Lieber wollte sie noch ein bisschen mehr erfahren. Aber dieses mal bekam Elena keine Antwort ..... fragen würde sie das Stefan allerdings definitiv.
Wie das nun mal so war, genau in diesem Moment tauchte der jüngere Salvatore auf. Er wirkte überrascht, lächelte aber. "Elena, wie....?" Doch dann fiel sein Blick auf die Couch und sofort verschwand sein Lächeln. "Damon!" Er stellte die Anwesenheit seines Bruders fast schon erschrocken fest und sah dann nochmal zu Elena. "Ich ... wollte es dir sagen. Aber ich konnte mir selbst nicht erklären, wie das sein kann. Ich wollte erst sicher gehen...", erklärte er schnell, doch Elena verstand mit jedem weiteren Wort noch weniger. Was sollte das alles?
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Do 03 Sep 2015, 20:36

Na sieh an, langsam wurde es spannend. Beim erwähnen des Wortes 'Spass' versteckte sich Elena nicht gleich im nächsten Mauseloch, sondern schien eher nachzudenken. Langsam wurde sie doch zu einer Kandidatin für ihn. Oder interessierte ihn nur ihre frappierende Ähnlichkeit mit seiner Elena? Damon wusste es nicht und eigentlich war es ihm auch egal, er tat eh wonach ihm der Sinn stand. Der Vampir behielt sie im Augen, denn Elena tastete nach etwas unter ihrem Shirt. Was auch immer es war, es blieb im Verborgenen. Aber auch sie sah sich um und stellte Fragen. Damon streckte sich genüsslich und plapperte los. „Lange, über hundert Jahre. Nachdem das alte Salvatore Anwesen draußen im Wald abgefackelt wurde.“ Und ja, sogar das war irgendwie Stefans Schuld. Noch sehr viel schlimmer als das war für Damon der Verfall ihrer Ranch.
'Lake View Ranch' hatten sie ihr Heim genannt, wo sie hatten glücklich werden wollen. Aber alles war anders gekommen. Elena hatte nie studiert, sie hatten nie gesehen wie die ersten Fohlen von Shirley und Sunny aussahen, sie waren nie wieder nach Hilton Head gefahren. Sie waren gestorben. Erst Elena, dann Damon und Stefan. Damon war vor über 50 Jahren einmal zu dem See gefahren um nachzusehen was übrig geblieben war. Nicht viel... der See war da. Der Steg nicht mehr und das Holzhaus und die Stallungen war größtenteils von der Natur zurück erobert worden. Niemand hatte nach ihnen die Ranch bewohnt. Kurz blinzelte Damon um diese Erinnerung wieder zu vertreiben und schräg zu grinsen.
Leider erinnerte aber auch ihre nächste Aussage ihn an die Vergangenheit. Wie viele Versprechen hatte er Elena gegeben... und kein einziges davon hatte er halten können. Diesmal wollte er ihr also nicht widersprechen. Recht auskunftsfreudig war sie aber auch nicht. „Ich bekomme solche Informationen nun mal gerne aus erster Hand und nicht über drei Ecken.“ Das stimmte zur Abwechslung sogar mal, aber er bezweifelte dass sie ihm noch viel verraten würde. Auch egal, dann würde Damon sie eben manipulieren um der Sache auf die Spur zu kommen.
Ehe er das jedoch tat, kam sein kleiner Bruder. Dieser war erfreut über Elenas Anwesenheit, weniger erfreut über seine und hatte offenbar den gleichen Stotter-Kurs belegt wie Elena. „Ja ich weiß, mein Erscheinen hier hat dich echt von den Socken gehauen. Diesen Effekt habe ich öfters, vor allem bei Frauen“, zwinkerte er Elena frech zu. Nur weil Stefan im Raum war, zügelte er sich bestimmt nicht. Eher das Gegenteil. „Wie kann das sein? Worin wolltest du dir sicher sein?“ fragte Damon und der Ton wurde feindseliger. „Wie kann es sein, dass ich den Tod meiner Frau und meinen eignen 'überlebe'? Ich bin mir SICHER... dass ich es kann. Siehst du ja und nun werde ich voll und ganz für dich da sein.“ Damon stand auf und ging zu Stefan. Er brodelte innerlich, dann deutete er auf Elena. „Übrigens netter Hexentrick... was auch immer. Du kannst das Kaninchen jetzt wieder im Hut verschwinden lassen.“
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Do 03 Sep 2015, 21:34

So ganz geheuer war Elena das hier nicht und sie hoffte wirklich, dass Stefan bald kam. Ein bisschen fragte sie sich ja schon, warum er seinen Bruder mit keinem Wort erwähnt hatte. Sowas kam ja mal zur Sprache ... oder? Damon jedenfalls wurde zumindest kurzfristig scheinbar ein bisschen ruhiger und so hatte auch Elena die Chance aktiver zu werden. Immer wieder sah sie ihn neugierig an, versuchte vielleicht auch zu erkennen warum er sich so überheblich gab, bekam aber keine Chance hinter die Fassade zu blicken. Inzwischen hatte er sich auf dem Sofa ausgestreckt, das Glas in der Hand und verfolgte sie mit den wachen, blauen Augen. Die waren wirklich etwas besonderes, das hatte Elena gleich festgestellt. Zu lange hinsehen wollte sie aber nicht, würde ihn vermutlich nur ermutigen. "Eure Familie gehört zu den Gründerfamilien, richtig?", fragte Elena nach. Wenn sie schon so lange hier in Mystic Falls lebten ging das ja gar nicht anders. "Und nun seid ihr zu .... Besuch bei eurem Onkel?", fragte sie weiter. Bei Stefan wusste sie ja, dass es nicht nur ein kurzfristiger Besuch war. Sonst würde er wohl kaum zur Schule gehen. Bei Damon war sie sich nicht sicher, der wirkte nicht gerade wie ein Familienmensch. Er schien ein bisschen älter zu sein als Stefan, vielleicht studierte er und war in den Semesterferien nach Hause gekommen? Möglich wäre es jedenfalls.
Auf ihre Frage bekam Elena erstmal keine Antwort, weshalb sie nun doch wieder zu Damon sah. Er wirkte irgendwie abwesend, fast als hätte er sie gar nicht gehört. Doch dann blinzelte er plötzlich und setzte das Grinsen wieder auf, das ihm einen so verschlagenen Ausdruck verlieh. Elena konnte sich gut vorstellen, dass er damit schon viele Herzen gebrochen hatte. Das mit den Informationen konnte sie sogar verstehen, nur gab es eben nicht viele interessante Dinge über sie zu sagen. "Was willst du denn wissen?", fragte sie deswegen und war nun doch sehr neugierig auf seine Frage.
Viel weiter kamen sie nicht, denn dann tauchte Stefan auf. Im ersten Moment wirkte er noch erfreut, vielleicht verwundert. Doch als er Damon sah veränderte sich sein Gesichtsausdruck und auch Damon reagierte sofort. Verunsichert beobachtete Elena die beiden Brüder, die sich nicht gerade herzlich begrüßten. Stefan schob sich beinahe unmerklich vor sie, fast als wolle er Elena beschützen. Damon stellte viele Fragen, erwähnte erneut seine tote Frau. Trotzdem verstand sie das meiste davon nicht. Ehe sie fragen konnte, drehte Stefan sich zu ihr um. "Elena ... würde es dir etwas ausmachen zu gehen? Ich ... muss mit meinem Bruder sprechen!", bittend sah er sie an. "Ich rufe dich nachher noch an, versprochen!" Ein gutes Gefühl hatte Elena dabei nicht, aber sie wusste auch nicht, was sie sonst tun sollte. Also nickte sie leicht, sah nochmal kurz zu Damon und ging dann auch gleich.
Stefan sah ihr noch nach, bis sie durch die Türe verschwunden war, erst dann sah er wieder zu Damon. Jedes Mal, wenn er die Wut und diese Härte in seinem Gesicht sah, zog sich etwas in seinem Inneren zusammen. "Hör zu ... ich habe sie zufällig gefunden. Vor ein paar Wochen, als ich hier vorbei gekommen war!" Stefan kam immer mal wieder nach Mystic Falls, aber das letze Mal war lange her. "Anfangs dachte ich das ist ein schlechter Scherz, ich habe mich getäuscht ... was auch immer. Aber sie ist real .... Damon, egal wie das funktioniert, Elena ist real!", versuchte er seinem Bruder einzubläuen. Das konnte alles verändern!
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Do 03 Sep 2015, 22:06

„Man kann schon fast sagen, DIE Gründerfamilie. Ohne den guten alten Salvatore wäre Mystic Falls nichts das was es heute ist.“ Damon klang wie ein Fremdenführer. Nichts deutete darauf hin wie übel sein Vater ihm Zeit seines Lebens mitgespielt hatte. Brachte ja nichts über verschüttete Milch zu jammern. Ob das hier nur ein Besuch war? Damon wusste es selbst nicht. Er wollte Stefan das Leben zur Hölle machen, nur wie lange das dauerte, das wusste er selbst noch nicht. Gerade glaubte er aber an einen stetigen Erfolg. Eine richtige Antwort konnte er Elena darauf also nicht geben und so lautete sie wie folgt: „Mal sehen. Wenn es mir hier gefällt bleibe ich vielleicht ein wenig.“ Ein verheißungsvolles Grinsen war die Folge. Und ehe er seine Fragen stellen konnte – und das wären nicht wenige gewesen -  platzte Stefan herein. Mal wieder, er hatte offenbar immer noch ein Timing für den richtigen Augenblick und Damon musste an ihr Aufeinandertreffen unter dem Wasserfall denken. Inklusive Katherine.
Pure Wiedersehensfreude sah definitiv anders aus, aber das konnte Damon ihm nicht mal vorwerfen. Stefan schickte Elena mehr oder weniger höflich fort und sie gehorchte. Da! Damon hatte es ja gleich gewusst, dass es eine Manipulation war! Welches andere Mädchen dieser Zeit würde einfach Leine ziehen, nur weil es ein Typ sagte, mit dem sie angeblich nicht nicht mal etwas hatte?
Kurz trafen sich ihre Blicke, Damon verbannte aber jedes Gefühl daraus, dass ihre Ähnlichkeit in ihm wach rief. Dann war sie weg und Damon applaudierte Stefan. „Gut gemacht... toller Trick. Was musstet du der Hexe zahlen, damit sie das so gut hinbekommt? Und … ich bin stolz auf dich. Mein Bruder manipuliert hilflos High School Mädels. Sollte aus dir doch noch mal etwas werden?“ fragte Damon rhetorisch,, denn seiner Meinung nach war bei Stefan nichts mehr zu retten.
Klein Stefan kam aber sogleich mit einer Erklärung ums Eck die Damon zum Lachen brachte. Gleichzeitig spielte er Echo für seinen Bruder. „Zufällig gefunden? Wie ein ausgesetztes Kätzchen, hm? Und eine rührende Story mit verstorbenen Eltern gibt’s gratis dazu? Bravo Stefan, ich bin stolz auf dich. Real? Echt, echt also? Wow... dann hat hier irgend eine Hexe einen noch mieseren Humor als mein Bruder.“ Damon kam ihm gefährlich nahe und sein Blick wurde eiskalt und sein Gesicht verhärtete sich. „Du weißt wie viel mir Elena bedeutet hat. Dieses Spiel... spiele ich nicht mit. Sag mir sofort, was es damit auf sich hat, oder du endest wie der gute alte Zack... der liegt nämlich tot unten im Keller.... glaubte auch mich verarschen zu können“, grollte Damon aus purem Hass heraus. Er hatte Elena von ganzem Herzen geliebt. Liebte sie noch. Er hatte nie wieder eine Frau an sich heran gelassen. Klar hatte er Spaß mit Frauen gehabt, aber um Gefühle war es nie wieder gegangen. Selbst nicht wenn er gewollte hatte. Damons Herz war selbst wenn es nun dunkel war, treu bis weit über den Tod hinaus. Als Vampir hatte sich das noch mehr verstärkt. Es konnte niemals eine andere als Elena für ihn geben.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   So 06 Sep 2015, 22:47

Zu Stefans Erleichterung verschwand Elena wirklich recht schnell. Ihm war allerdings bewusst, dass er ihr ziemlich bald ziemlich viel erklären müsste. Er wusste absolut nicht, was er ihr sagen sollte aber jetzt im Moment war das nicht sein größtes Problem. Jetzt musste er sich erstmal um Damon kümmern und das würde wohl schon schwer genug werden. Ihm entging nicht, wie er Elena hinterher sah. Stefan hatte gehofft, dass ihr Anblick irgendwas in Damon wach rüttelte. Kalt ließ es ihn wohl nicht, aber die Reaktion war definitiv nicht wie Stefan sich erhofft hätte. Übel nehmen konnte er das seinem Bruder allerdings nicht, denn wer glaubte schon daran, dass die verstorbene Ehefrau nach über 100 Jahren plötzlich wieder da war. Über Damons Vermutung konnte er allerdings nur den Kopf schütteln. "Ich habe sie nicht manipuliert, ich habe mich mit ihr angefreundet!", erklärte er, auch wenn Damon das wohl nicht glauben würde. "Und ich habe auch niemanden bezahlt. Ganz ehrlich ... wieso sollte eine Hexe sowas für mich machen?" Und welches Interesse sollte er daran haben? Aber gut, seit dieser Sache mit Katherine unterstellte Damon seinem Bruder wohl jegliche böse Absicht und ja, Stefan plagte das schlechte Gewissen an jedem einzelnen Tag und das auch ohne, dass Damon ihn immer und immer wieder an die Geschehnisse erinnern würde.
Über seine Erklärung konnte Damon wohl nur lachen, aber so schnell gab Stefan nicht auf. "Ihre Eltern sind wirklich tot ... ertrunken. Es war ein Autounfall. Ich war zufällig da, konnte aber nur Elena aus dem Auto ziehen, so habe ich sie gefunden.", berichtete er deswegen in der Hoffnung, ein paar Details würden Damon eher überzeugen. "Ich konnte es erst selbst nicht glauben, deswegen bin ich hier geblieben!" Aber nach allem was er wusste, war Elena wirklich real so unglaublich das auch scheinen mochte. Auch das überzeugte Damon aber nicht und weiterhin unterstellte er Stefan, dass er böswillige Absichten hatte. "Damon ... sie...", setzte er an und wollte es weiter erklären, doch da ließ Damon eine Information los, die Stefan stocken ließ. "Wie bitte? Was hast du getan?", fragte er, war aber schon auf halben Weg in den Keller.
Tatsächlich ... dort fand er Zach, der alles andere als lebhaft aussah. Stefan fluchte leise vor sich hin, während er sich neben seinen 'Onkel' kniete und mit der Hand seine Augen schloss. "Tut mir leid!", flüsterte er dem toten Körper zu, aber vermutlich hätte er es wissen müssen. Damon hatte ihm die Hölle auf Erden versprochen und Stefan konnte es ihm nicht mal übel nehmen.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mo 07 Sep 2015, 15:50

„Mit ihr angefreundet? Mit wem genau? Mit dieser Kopie? Mit einem Trugbild?“ fragte Damon und klang verärgert. Einmal sah er aber noch zur Tür, fast als würde er hoffen, Elena käme wieder zurück. Auch wenn es irgendein Trick sein musste, so konnte er sie wenigstens einmal wieder sehen. Das einzige alte Bild was er noch hatte, zeigte sie beide am Tage ihrer Hochzeit und dieses war schon ziemlich verknittert und mitgenommen. So viel Sentimentalität wollte er Stefan gegenüber aber keinesfalls zulassen. „Keine Ahnung, warum das eine Hexe für dich tun sollte, Stef. Ich kenne dich nicht! Der Bruder, den ich mal hatte der hat mich und meine Frau verraten und verkauft.“ Nie würde es Damon vergessen wie es gewesen war, Elena leblosen Körper in den Armen zu halten, niemals würde er die Verzweiflung vergessen, die ihn seither begleitete. Hätte Katherine sie doch nur auch zu einem Vampir gemacht. Alles wäre möglich gewesen... zusammen hätten sie es geschafft auch als Vampir zu überleben. So lange er mit Elena beisammen gewesen war, war alles möglich gewesen.
Stefan versuchte sich weiter an Entschuldigungen, die alle an Damon abprallten, bis er erfuhr, dass Onkel Zach Vergangenheit war. Dann rauschte er in den Keller und Damon verließ ebenfalls das Haus. Aufräumen konnte auch Stefan. Er ging an einen Ort an dem er schon seit den Fünfzigern Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr gewesen war. Auf den Friedhof in die Salvatore Gruft. Hier war Elena beigesetzt worden. Das hatte Grayson noch in die Wege geleitet, denn auch Damon war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr da gewesen. Damon war in den ersten Jahren danach ständig hier gewesen, hatte sich in der Nähe aufgehalten, hatte den Spuren seines alten Lebens nachgespürt, aber dann hatte er es irgendwann nicht mehr ertragen. Als er jetzt die Türe öffnete wappnete er sich wieder gegen dieses verhasste und ohnmächtige Gefühl, dass alles was von Elena blieb ein Sarg war aber... der Sarg war fort. Damon hielt die Luft an und sah sich gehetzt um. Elenas Sarg war fort!!!
Nirgendwo war er zu finden und Damon fühlte schlagartig wieder diesen Verlust, als ob einem einer das Herz heraus reißt.
Er rannte wieder nachhause. Dahinter musste Stefan stecken! Damon fand den Bruder, der immer noch im Keller bei der Leiche herum machte. Das war Damon völlig egal. Ohne Vorwarnung packte er seinen Bruder am Kragen und schüttelte ihn. „Wo ist Elenas Sarg?“ fragte er und das Gesicht wandelte ich in eine unnachgiebige Vampirfratze, die keine Gnade kannte.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mo 07 Sep 2015, 20:55

Stefan schüttelte nochmal den Kopf. "Sie ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, das solltest sogar du festgestellt haben. Keine Hexe würde es schaffen so lange ihr Aussehen zu verändern!" Außerdem wollte Stefan nur zu gerne glauben, dass es tatsächlich Elena war. Vielleicht würde ihn das dann endlich von seinem schlechten Gewissen befreien.... irgendwie. Scheinbar sah Damon das aber ganz anders. Er weigerte sich vehement auch nur minimal daran zu glauben, dass Elena echt sein könnte. Ein bisschen war das wohl auch verständlich, aber Stefan hätte sich trotzdem gewünscht, dass Damon zumindest ein bisschen zu sich selbst fand. Früher hatten sie sich richtig gut verstanden und dann war alles schief gegangen.... Damon vergaß auch nicht, ihn gleich nochmal daran zu erinnern. Stefan biss die Zähne zusammen und schluckte die Erinnerungen runter. Ja er hatte sich blenden lassen und nicht gesehen, in welche Gefahr er seine Familie gebracht hatte. Aber es war niemals seine Absicht gewesen, schließlich hatte er Elena auch sehr gemocht. Für den Moment kamen sie aber nicht dazu weiter darüber zu reden, denn für Stefan war es wichtiger sich um seinen Onkel zu kümmern.
Leider musste er feststellen, dass es nichts gab was er noch für ihn tun könnte. Damon hatte tatsächlich ihren letzten lebenden Verwandten umgebracht. Was war nur aus ihm geworden? Eine Weile lang konnte Stefan einfach nur dasitzen und seinen toten Onkel ansehen. Es war auch so schon schwer genug wieder hier zu sein und an all das erinnert zu werden, doch mit Damon wurde es beinahe unerträglich. Irgendwann fing er dann an alles sauber zu machen und Zach schließlich in einen Teppich zu wickeln, um ihn hier raus zu schaffen. Blieb wohl nichts anderes übrig, als ihn irgendwo im Wald zu vergraben oder seinen Körper zu verbrennen.
Ehe er aber damit fertig war, tauchte Damon plötzlich ebenfalls im Keller auf und das mit einem ordentlichen Knall. Bevor Stefan überhaupt begreifen konnte was da passierte, hatte Damon ihn schon gepackt und ordentlich geschüttelt. Verständnislos starrte Stefan in die hasserfüllte Grimasse, die seinem Bruder gehörte. "Was ist in dich gefahren?", fragte er und versuchte dabei sich aus dem Griff zu befreien. "Wo soll der Sarg schon sein? In der Gruft!", antwortete Stefan schließlich immer noch verwirrt. Damons Gesichtsausdruck machte deutlich, dass dem wohl nicht so war und auch Stefan musste eine Weile nachdenken, kämpfte dabei aber weiterhin gegen den Würgegriff an. "Erinnere dich doch mal daran, was die Hexe gesagt hat. Das passt alles zusammen!", wieso hatte er nicht früher daran gedacht nach dem Sarg zu suchen?
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mo 07 Sep 2015, 21:51

„Was in mich gefahren ist?“ fauchte Damon mit seiner Vampirfratze. „Das was DEINE Katherine mit unfreiwillig eingeimpft hat.“ Sie war an allem Schuld und Stefan hatte sie in ihre Familie gebracht und dadurch alles zerstört. Einmal noch rüttelte der Stefan ordentlich durch, dann ließ er ihn los und funkelte ihn weiter böse an. „Der Sarg ist aber weg!“ behauptete er abermals weil das nun mal so war. Konnte ja schwerlich eine optische Täuschung sein.
„Was passt zusammen?“ fragte Damon wütend. Welche verdammte Hexe hatte was gesagt? Es war lange her und Damon hatte gedacht die Hexe würde sie aufs Korn nehmen. Es hatte geklungen wie ein Märchen. Genau genommen hatte Damon diese Geschichte keine Sekunde lang geglaubt. „Dass Elena das ewige Leben hat und im Sarg Lebensenergie sammeln muss, wenn sie wieder kommen möchte? Dass sie durch Gewalt nicht sterben kann?“ Jedes Wort, welches Damon sprach strotzte vor Sarkasmus. Es war ein dämliches Märchen und doch... eine Zeit lang hatte er sich daran geklammert, hatte versucht ein Leben zu führen wie Elena es gewollt hätte. Sogar Medizin hatte er studiert, in der Hoffnung, dass Elena stolz auf ihn wäre. Aber nach über 50 Jahren hatte er die Hoffnung verloren. In dieser Zeit war er fast wöchentlich in der Gruft gewesen, hatte ihr Blumen gebracht. Aber dann war das mit den Augustine passiert und Damon hatte auf Stefan gehofft. Wieder war er enttäuscht worden. Sein Bruder war nicht gekommen und hatte ihn nicht gerettet. Fünf Jahre lang hatte man ihn und Enzo gefoltert, ehe ihm die Flucht gelungen war und er Enzo verraten und zurück gelassen hatte.
Das alles kam nun verstärkt wieder hoch. Prüfend sah er Stefan an. Also gut, dann würde er ihn ins Kreuzverhör nehmen. Den toten Onkel ignorierte er dabei völlig. „Du hast dich also mit ihr angefreundet?“ fragte Damon und ging wie ein Tiger im Käfig im Kellerflur auf und ab. „Wo wohnt sie? Bei wem wohnt sie, wenn ihre Eltern tot sind? Welche Fächer hat sie in der Schule belegt? Was für Freunde hat sie? Und was macht sie in ihrer Freizeit?“ So das waren erst Mal genug Fragen. Mehr konnte sich das Spatzenhirn seines Bruders schätzungsweise eh nicht merken. Andererseits würde Damon, wenn er Antworten auf diese Fragen bekam, die Sache ein wenig besser einschätzen können. Aber wirklich daran glauben tat er nicht. Zu oft hatte man ihn hinters Licht geführt und manchmal war er darauf reingefallen. Mit zunehmenden Alter machte einen aber auch die Erfahrung schlau. „Also ich höre... dingdingding“, klingelte Damon als säßen sie bei 'wer wird Millionär'.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mo 07 Sep 2015, 22:40

So langsam wurde auch Stefan wütend. "Nun hör endlich auf damit!", schimpfte er und gab seinem Bruder dabei einen Schubs. "Ich wusste nicht was sie vorhatte ... es ist über 100 Jahre her, wann wirst du endlich aufhören?" Die Antwort war ihm ja eigentlich klar, er würde niemals damit aufhören, aber irgendwie hoffte Stefan eben doch noch, dass er den Bruder von damals wieder bekam. Im Moment sah es aber definitiv nicht danach aus ....
Dass der Sarg weg war, überraschte auch Stefan. Um ehrlich zu sein war er aber nicht auf die Idee gekommen nachzuschauen. Definitiv würde er das nachholen, so lange Damon in wieder hier raus lassen würde. Konnte allerdings noch eine Weile dauern, denn jetzt wurde er zwar ein bisschen nachdenklicher, warf aber immer noch mit Sarkasmus um sich. "Ja, genau das meine ich!", wiederholte Stefan. Auch er war erst jetzt darauf gekommen, doch das schien eine passende Erklärung. Elenas Körper war samt Sarg verschwunden und nun tauchte ein Mädchen auf, das ihr bis aufs letzte Haar glich. Das konnte einfach kein Zufall sein. Wie das funktionierte wusste er allerdings selbst noch nicht. "Erinnerst du dich noch an die Hexe? Ich meine, wenn wir sie finden würden...." Vielleicht würde sie ihnen ein paar Fragen beantworten können .... vorausgesetzt Damon ließ sie am Leben.
Inzwischen hatte der zwar von Stefan abgelassen, brodelte aber immer noch vor sich hin. Stefan hatte inzwischen eingesehen, dass er es wohl nicht schaffen würde Zach hier rauszuholen ehe Damon nicht seine Erklärung hatte. Immerhin zeigte er ein gewisses Interesse für dieses Thema was wohl hieß, dass es ihn nicht kalt ließ. Irgendwo ganz tief da drin mussten also noch ein paar Gefühle sein und Stefan hoffte, dass er nun endlich den Weg gefunden hatte um diese Gefühle aus zu graben. Nachdem Damon eine Weile auf und ab gegangen war, setzte Stefan sich einfach an die Wand und sah zu seinem Bruder, bis er sich dazu entschied einige Fragen zu stellen .... einen Haufen Fragen. "Sie wohnt immer noch im Haus ihrer Eltern, gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Tante .... Jenna!", erklärte er also langsam. "Sie hat die Vormundschaft für die beiden übernommen .... sie raufen sich irgendwie zusammen!" Dass es Probleme gab wusste Stefan nicht nur von Elena selbst, hin und wieder hatte er vielleicht auch ein bisschen spioniert, aber das musste ja keiner wissen. "Seit ich auf der Schule bin, haben wir zusammen Geschichte und Englisch. Sonst belegt sie wohl viele naturwissenschaftliche Fächer. Physik, Chemie und so!", erzählte Stefan weiter, weil das nicht schwer herauszufinden gewesen war. Genau genommen wusste er aber auch nicht, was Damon mit diesem Wissen anfangen wollte.
Bei den Freunden wurde es ein bisschen heikler. Stefan hielt es aber für klüger ihm das zu erzählen, ehe er es einfach selbst heraus fand und dann womöglich im Affekt irgendwas ... Dummes tat. "Sie hat einen Freund, Matt, sie sind wohl schon ein bisschen länger zusammen. Und sie hat zwei beste Freundinnen. Caroline und Bonnie. Das sind wohl die wichtigsten Personen!" Viel mehr brauchte Damon für den Anfang nicht zu wissen. Vor allem die besonderen Informationen zu den besten Freundinnen behielt Stefan mal noch für sich. "Und in ihrer Freizeit ... sie ist bei den Cheerleadern, ist aber wohl nicht mehr so ihr Ding!" Zumindest hatte sie mal erwähnt, dass es ihr keinen Spaß mehr machte, aber noch zog sie es weiter durch.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mo 07 Sep 2015, 23:05

„Und ich werde auch die nächsten hundert Jahre darunter leiden“, grollte Damon, dem schon wieder der Kamm schwoll. Diesmal konnte er sich nicht bremsen und er langte Stefan eine, dass dieser in die Ecke flog. Durch die tierische Diät, die er sich selbst verpasste, was Stefan seinem Bruder kräftemäßig eh nicht gewachsen. „Für dich mag es kalter Kaffee sein, aber ich vermisse meine Frau für immer!“ Niemals würde er Elena vergessen und niemals würde er das verzeihen können. Damon war um das Leben betrogen worden, das er hätte leben können.
Stefans Ideen wurden leider nicht besser. „Klaaaaar, Bruder. Diese Hexe hat uns das vor über 130 Jahren erzählt. Wie groß ist wohl die Chance, dass sie noch lebt?“ fragte Damon ungehalten. Er hasste falsche Hoffnung ebenso sehr wie falsche Versprechungen. Damon sah abwartend zu Stefan, der sich inzwischen auf den Boden gehockt hatte und aussah wie ein armer Sünder. Oh wie Damon diese Mitleidstour hasste!
Dann blubberte Stefan aber immerhin los. Damon wollte einfach nur diese scheinbaren Fakten mit seiner Elena abgleichen und sich fragen, ob sie heutzutage so leben würde. Dass sie sich zusammenraufte und die Zähne zusammen biss um weiter zu machen, das glaubte er ihm und auch dass sie Naturwissenschaftliche Fächer belegte. Damals hatte sie Medizin studieren wollen. Tja und dann erfuhr er von Matt und seine Nackenhaare stellten sich auf. „Matt... was ist das schon für ein Name? So kann man eine Klopapiermarke nennen, oder eine Salbe für Fußpilz. 'Matt...und der Pilz bleibt für immer'. Oder auch 'Matt wischt sie alle weg'“ Damon erfand auf die Schnelle mal die Werbejingles, aber wirklich witzig fand er es nicht. Er würde diesen Typ entsorgen, dann sah man weiter. Diese Bonnie und Caroline würde er sich auch mal genauer ansehen. Mal sehen, vielleicht konnte man sie manipulieren und zum reden bringen. Es gab also viel zu tun, wie Damon plötzlich feststellte. Dann zerrte er Stefan wieder auf die Beine. „Los, zeig mir, wo sie wohnt!“ forderte er jetzt und schubste ihn vor sich her nach oben ins Erdgeschoss. Zack störte es sicher nicht, wenn er noch ein wenig länger da unten vor sich hin gammelte.
„Wehe du verkohlst mich Bruder, … dann zeig ich dir, wie sich deine Eichhörnchen fühlen, wenn du mit ihnen fertig bist.“ Ein paar Drohungen hatten noch nie geschadet. Im Gegenteil, Damon würde Stefan schon noch zukommen lassen was er verdient hatte. Damon nahm seine Autoschlüssel und bugsierte Stefan zum blauen Camaro. Dort drückte er ihn auf den Beifahrersitz. „Anschnallen! Wir wollen doch nicht, dass ich dich unterwegs verliere.“ Damon setzte sich neben Stefan und ließ den Motor an. „Ok Google, wo wohnt Elena?“ fragte er mit schiefen Grinsen. So schlau wie Google war Stefan hoffentlich wenigstens.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 08 Sep 2015, 20:57

Zack. Einmal was falsches gesagt und schon landete er unsanft an der nächsten Wand. Stefan war klar gewesen, dass es Damon nicht gefiel. Aber er konnte das einfach nicht ständig ertragen. Sein schlechtes Gewissen plagte ihn so ja schon ständig, Damons Vorwürfe machten das nur noch viel schlimmer. Es knackte ziemlich laut, war wohl der Oberarm. Aber das würde schnell wieder heilen, da musste er nun eben durch. Stefan biss die Zähne zusammen, während er Damons Predigt über sich ergehen ließ. Elenas Tod hatte seinen Bruder komplett verändert. "Es ist kein kalter Kaffee für mich ... aber es liegt in der Vergangenheit und die kann ich nicht ändern, egal wie gerne ich das will!", erwiderte Stefan. Wobei, vielleicht hatte er jetzt die Chance es zumindest wieder ein bisschen gut zu machen und deswegen klammerte Stefan sich auch so sehr an die Hoffnung, dass Elena wie auch immer wieder auf die Welt gekommen war.
Dass mit der Hexe war vielleicht nicht all zu einfach, aber wenigstens ein Anhaltspunkt. "Allen Hexen ist es wichtig, ihr wissen weiter zu geben. Sicher hat sie irgendwelche Nachkommen mit den nötigen Aufzeichnungen. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert!" Fand zumindest Stefan. Außerdem wäre es wohl nicht die erste Hexe, die es schaffte sich von der Sterblichkeit zu befreien. Aber das wäre dann wohl zu viel des Guten, also hoffte Stefan lieber auf Nachkommen.
Immerhin hörte Damon nun erstmal zu und die ersten Informationen deckten sich ja eigentlich ganz gut mit der Elena von damals. Stefan kannte sie inzwischen ein bisschen und natürlich gab es Unterschiede, einfach weil es eine ganz andere Zeit war und sie sich scheinbar nicht an das frühere Leben erinnerte, damit also eine andere Vorgeschichte hatte. Aber die charakterlichen Grundzüge waren ähnlich, wenn nicht sogar gleich und deswegen hoffte Stefan auch darauf, dass Elena es schaffte an Damon heran zu kommen. Vorausgesetzt sie bekam überhaupt die Chance. So sehr wie Damon sich über den Freund aufregte, schien sie ihn aber zumindest nicht vollkommen kalt zu lassen. "Er geht auch auf die Schule ... aber besonders oft habe ich die beiden noch nicht zusammen gesehen!", erzählte Stefan. Über Matt wusste er noch nicht viel, aber da er sich nun fürs Footballteam beworben hatte, würde sich das wohl bald ändern. Damon zu sagen, er solle Matt in Ruhe lassen würde wohl nur das Gegenteil bewirken, also ließ Stefan das lieber bleiben. Allgemein grübelte er jetzt schon darüber nach, wie er Elena und ihr ganzes Umfeld vor Damon schützen konnte, aber da machte der große Bruder gleich einen Strich durch die Rechnung.
"Jetzt gleich?", fragte Stefan, während er sich umständlich aufrappelte. "Aber .... es ist schon dunkel und .... was willst du denn sagen....." Stefan wusste nicht mal, wie er ihr das Treffen von vorhin erklären sollte. Womit sollte er also einen plötzlichen Besuch begründen. "Lass uns doch warten bis morgen..." Vielleicht fiel ihm bis dahin was besseres ein. Damon ließ aber nicht mit sich reden, stattdessen schob er seinen Bruder einfach schon zum Auto. "Vielleicht schläft sie sowieso schon!" Half auch nicht, Stefan saß auf dem Beifahrersitz und Damon wollte die Adresse hören. Letztendlich gab er also nach in der Hoffnung, dass nicht gleich irgendwas Schlimmes passierte.
Der Weg bis zu den Gilberts war nicht weit, das Haus war noch erleuchtet. Jenna stand unten in der Küche, aber um sie ging es ja nicht. "Elenas Zimmer ist da drüben!", meinte Stefan, stieg aus und führte Damon zu dem Fenster. Aus dem Schutz der Bäume sah er nach oben, wo Elena auf dem Fensterbrett saß und in ihr Tagebuch schrieb, wie sie es so oft tat.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 08 Sep 2015, 22:01

Ob Stefan die Vergangenheit wirklich ändern wollte? Darüber dachte Damon gar nicht nach. Er züchtete seinen Hass schon so lange, dass er kaum noch umdenken konnte. Ob er Stefan Unrecht tat, oder ihm Schmerzen zufügte war ihm ebenfalls gleich. Er kannte nur noch seinen Schmerz und seinen Zorn, was eine sichtlich schlechte Kombination war, dachte man an ihr Vorhaben, nun Elena aufzusuchen. „Jetzt jammer nicht, Prinzessin Lilifee. Vorwärts!“ forderte Damon ohne Gnade und verließ den Keller. „Das mit der Hexe überlasse ich dir. Such eine... ich übernehme das Verhör“, versprach Damon und würde dabei ohne Rücksicht auf Verluste vorgehen. Stefan hatte ihm das eingebrockt, dann sollte er jetzt auch helfen die Suppe auszulöffeln. Sollte er mal kreativ werden, der Herr Salvatore jr. Das was Stefan über diesen Matt ausspuckte war wenig. Aber gut, das würde Damon hingegen selbst in die Hand nehmen. Der würde dann eben einen hässlichen Unfall haben. Problem gelöst.
„Jetzt gleich?“ äffte er Stefan nach und verdrehte die Augen. „Nein zu Weihnachten. Natürlich jetzt gleich!“ Das hatte er sich jetzt in den Kopf gesetzt, also musste es so sein. „Es ist schon dunkel? Willst du mich verarschen? Wir sind Vampire, wir lieben die Dunkelheit. Gönn dir mal ein paar Glühwürmchen, vielleicht wird’s davon besser.“ Das war doch nicht zu glauben, ein Vampir der herumjammerte, weil es draußen dunkel war. Das war für Damon keine Entschuldigung. „Was ich sage und was nicht, ist mein Problem.“ So weit so gut, sie saßen um Auto und fuhren zu Elenas Haus. Damon sagte kein Wort mehr. Er folgte Stefan bis er Elena sehen konnte. Wie gebannt sah er zu ihr hinauf, wie sie Tagebuch schrieb. Seine geschärften Sinne machten es problemlos möglich, dass er er auch bei diesen Lichtverhältnissen sämtliche Details erkennen konnte. Details wie den Schwung ihrer Wimpern, die so oft seine Wangen gestreichelt hatten. Ihre vollen Lippen und die Art wie sie den Stift hielt, wenn sie schrieb. Seine Elena hatte ebenfalls Tagebuch geführt, aber was sollte das schon heißen? Das tat Stefan auch. Und trotzdem... etwas an Elena faszinierte ihn vollkommen. Er stand unter dem Fenster und sah hinauf wie ein liebeskranker Wolf der den Mond anheulte. „Du kannst abzischen. Ich bleib hier.“ Ohne Stefan anzusehen, stellte er das fest und sah weiter hinauf.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Di 08 Sep 2015, 23:26

Jedes Argument von seiner Seite brachte gar nichts. Damon ließ sich nicht aufhalten. Ganz im Gegenteil, er machte sich eher noch lustig über seinen Bruder, was der mit einem eher zerknirschten Gesichtsausdruck hinnahm. "Ich halte das für keine gute Idee!", bemerkte er aber trotzdem nochmal. Was dachte Damon sich nur dabei so überstürzt zu handeln? Andererseits war es vielleicht auch ein gutes Zeichen, immerhin schien er ein großes Interesse an Elena zu haben. Wäre sie ihm völlig egal, hätte Stefan wohl gar keine Chance gehabt seinen Bruder wieder zurück zu holen. So aber schien doch noch ein kleiner Funke von dem da zu sein, was Damon früher mal ausgemacht hatte. "Ich weiß, was ich bin. Aber sie ist kein Vampir, sie ist ein Mensch. Und die schlafen hin und wieder mal!", gab Stefan nun auch ein bisschen genervt zurück. Die ständigen dummen Sprüche von Damon hatte er wirklich nicht vermisst.
Nach den Hexen würde er vermutlich wirklich suchen, einfach weil es im Moment der einzige Anhaltspunkt war. Erzählen würde er das Damon aber sicherlich nicht, denn die Hexe brachte ihnen nur was, so lange sie lebendig war. Das Risiko würde er also lieber nicht eingehen. Inständig dafür betend, dass Damon nichts Dummes machen würde, fuhr Stefan nun also zum Haus der Gilberts. Irgendwie hoffte er ja sogar, dass Elena nicht da war. Konnte ja auch bei ... Matt oder Caroline übernachten.
Dem war nicht so. Kaum waren sie am Haus, konnten sie das Mädchen sehen. Auch Stefan konnte nicht anders, als sie eine Weile lang anzusehen. Die Ähnlichkeit war verblüffend und weckte so viele alte Erinnerungen. Gleichzeitig beobachtete er aber auch seinen Bruder, der wie hypnotisiert wirkte. Aber war das jetzt ein gutes Zeichen? Stefan war sich unsicher, vor allem als Damon ihn dann auch noch wegschickte. "Wieso? Was hast du vor?", er würde ganz sicher nicht einfach verschwinden.

Eigentlich war es schon spät und sicher würde sie den Wecker morgen wieder verfluchen, aber Elena musste die Erlebnisse des Tages noch festhalten. Vor allem ihr Besuch bei den Salvatores ging ihr nicht aus dem Kopf. Damon, Stefan und wie die beiden sich benommen hatten waren ihr ein einziges Rätsel. All das stand nun in ihrem Tagebuch und doch konnte sie nicht richtig abschließen. Gedankenverloren ließ Elena den Blick aus dem Fenster in die Dunkelheit gleiten, als sie plötzlich glaubte jemanden zu sehen. Elena blinzelte ein paar Mal, versuchte die Schatten genauer zu erkennen und war doch nicht sicher, ob dort nun tatsächlich jemand stand oder ob ihr nun die Phantasie durchging....
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 09 Sep 2015, 21:13

„Herrje... wenn sie schläft, dann schläft sie. Dann spiele ich Sandmänchen.“ Was glaubte Stefan schon was er vor hatte? Na gut vorstellen konnte Damon sich so einiges, aber er war noch nicht so weit, dass er einfach mordete. Wenn dann hatte er zumindest einen Grund. Bei Zach war es der gewesen, dass dieser gemeint hatte, dass ihn mit Eisenkraut ruhig stellen zu müssen. War doch Grund genug, oder?
Vor Elenas Haus, unterhalb ihres Fensters, ging das Gezeter seines Bruders weiter. „Das ist doch nicht zum Aushalten mit dir!“ fluchte Damon. „Los, verzieh dich, schau mal was die Eichhörnchen machen.“ Aber nein, Stefan blieb da und lief ihm nach wie ein verlassenes Hündchen. Damon sah indessen immer noch hinauf zu Elenas Fenster, zog sich aber blitzartig weiter unter die Bäume zurück, als sie ans Fenster trat und hinunter sah. Was er hier genau wollte, wusste er ja selbst nicht. Aber er konnte auch nicht mehr fort gehen.
Damon beobachtete weiter und ignorierte Stefan ganz einfach. Elena fühlte sich scheinbar wieder sicher, öffnete das Fenster und trat zurück. So konnte Damon sie nicht mehr sehen. Mit einem ordentlichen Satz, der ihm nur Dank des Vampirdaseins möglich war, sprang er in ihr Zimmer. Ein gewöhnliches Mädchenzimmer und wie erwartet mit einem Pferdebild über dem Bett. Elena war scheinbar im Bad, denn Damon hörte den Wasserhahn.
Er wartete bis sie aus dem Bad kam und … erschrak. Ehe sie aber weglaufen der schreien konnte, manipulierte er sie und hielt ihre Handgelenke fest. „Du fühlst keine Gefahr, du willst mir nur ein paar Fragen beantworten“, sagte er leise und sah an ihrem Hals gerade keine Kette. Elena reagierte wie jeder, der manipuliert wurde. Sie stand still und sah ihn an. Damon stockte aber wieder und ließ sie los. Sie roch wie 'seine' Elena. Nur was Waschmittel, mit dem ihre Kleider gewaschen wurden und ihr Duschgel waren ein anderes. Sie war genauso groß, alles war absolut stimmig, aber wie konnte das sein? War sie einfach aus dem Sarg gehopst, weil die Zeit reif war? So ähnlich hatte es ja die Hexe damals ausgedrückt. Aber wie kam sie dann zu dieser Familie hier? Immerhin, einen Bruder und eine Tante gab es ja noch. Das passte alles nicht zusammen. „Findest du mich sexy? Gibst du mir deine Nummer?“ platzte Damon heraus und verdrehte innerlich über sich selbst die Augen. Ok das waren nicht die Fragen die ihn weiterbrachten. „Wer sind deine Eltern? Hattest du eine schöne Kindheit?“ fragte Damon, denn woher sollte sie eine Kindheit haben, wenn sie die ganze Zeit über eingesargt gewesen war? Dann holte er tief Luft und stellte ihr noch eine andere Frage: „Gibt es jemand, den du vermisst?“ fragte er uns seine Stimme war dabei merklich weicher geworden.
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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 09 Sep 2015, 21:55

So langsam gab Stefan wirklich auf. Damon schien sich nicht davon abhalten zu lassen nun hier vor Elenas Haus zu stehen. Immerhin stand er nur da und starrte zum Fenster, da war eigentlich nichts dabei. Plötzlich erinnerte Stefan sich, wie er das erste Mal mit Giuseppe zu den Gilberts gekommen war. Früh am Morgen waren sie auf den Hof geritten, um die Verlobte von Damon kennen zu lernen und dabei hatte Stefan seinen Bruder erwischt, wie er aus dem Fenster der Angebeteten kletterte. Scheinbar hatten sie auch früher schon Romeo und Julia gespielt. Vielleicht, mit ein bisschen Glück, erinnerte ja auch Damon sich daran. Aus diesem Grund gab Stefan jetzt auch Ruhe, blieb aber trotzdem in der Nähe. Er glaubte zwar nicht, dass Damon in der Lage war Elena etwas anzutun, egal ob es nun seine Elena war oder nicht. Aber ganz sicher war Stefan da eben doch nicht, denn Damon hatte seine Menschlichkeit oft genug ganz tief in sich vergraben. Sicherheitshalber blieb Stefan also, trat aber ebenfalls einige Schritte zurück, als Elena ans Fenster trat. Das nächtliche Auftauchen vor ihrem Haus wollte er nicht auch noch erklären müssen.

Kurz meinte Elena noch, dass sich unten vor dem Haus etwas bewegte, aber im nächsten Moment war da nur noch die Dunkelheit. Um sicher zu gehen, öffnete sie das Fenster und lehnte sich ein bisschen hinaus. Vielleicht war es ja Matt, der ich einen Spaß erlaubte? Aber auch jetzt rührte sich nichts und so schüttelte Elena letztendlich den Kopf über sich selbst und ging rüber ins Badezimmer, um sich fürs Bett fertig zu machen. Sie legte ihrem Schmuck ab, putzte sich die Zähne und bürstete sich nochmal die Haare. Nach ein paar Minuten kam sie dann zurück in ihr Zimmer. Eigentlich wollte Elena nur noch ins Bett, aber dann stand da plötzlich ein ungebetener Gast in ihrem Zimmer. Erschrocken blieb Elena stehen, wich einen Schritt zurück, doch da hatte Damon sie auch schon am Handgelenk gepackt. "Was zum...?" Die blauen Augen durchbohrten sie fast schon und Elena konnte einfach nicht anders als den Blick zu erwidern. "Nur ein paar Fragen beantworten!", wiederholte sie ein bisschen monoton. Was war schon dabei? Er war Stefans Bruder, wenn er etwas wissen wollte, konnte sie ihm das ja ruhig sagen. Schon wieder viel entspannter setzte Elena sich auf ihr Bett und sah dann abwartend zu Damon, bis er seine erste Frage stellte. Ein bisschen überrascht zog sie die Augenbrauen hoch, aber das schien sein Ernst zu sein. Nachdenklich ließ sie ihren Blick über ihn wandern. "Ja...", antwortete sie dann ehrlich. Damon sah nun mal unglaublich gut aus. "...aber nein, ich gebe meine Handynummer keinen Fremden!" Auch wenn er Stefans Bruder war, war er ihr fremd und zudem hatte er bisher nicht den besten Eindruck hinterlassen. Die nächste Frage war dann schon leichter zu beantworten. "Grayson und Miranda Gilbert." Inzwischen kam sie mit der Erinnerung an ihre Eltern irgendwie klar, vor allem wenn sie sich vermehrt die positiven Erinnerungen ins Gedächtnis rief, zum Beispiel die an ihre Kindheit. "Ja, wir haben schon immer hier gewohnt. Meine Eltern haben uns immer alles ermöglicht!", berichtete Elena dann mit einem sanften Lächeln. Bis zu diesem schrecklichen Autounfall war ihre Kindheit wohl wie aus dem Bilderbuch. Obwohl sie hier mit einem völlig Freden saß, der auch noch spät am Abend plötzlich in ihrem Zimmer aufgetaucht war, fühlte Elena sich vollkommen sicher. Deswegen antwortete sie auch auf seine letzte Frage, obwohl sie darüber eigentlich nie sprach. "Ja, natürlich. Ich vermisse meine Eltern!", antwortete sie und zögerte dann kurz. "Aber ... dieses Gefühl war schon früher da ... so als ... also ob da jemand aus meinem Leben verschwunden wäre..." Es war ein seltsames Gefühl, das Elena sich selbst nicht erklären konnte. In der Hoffnung, dass Damon irgendwie verstand was sie meinte, sah Elena ihn nun wieder an.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Mi 09 Sep 2015, 23:13

Damon zögerte kurz, dann setzte er sich zu Elena. Es fühlte sich seltsam vertraut an und kurz stockte ihm der Atem. So ähnlich war es zu Beginn ihres Kennenlernens gewesen. Der Vampir sah sie an und drängte Elena nicht weiter. Das manipulierte Mädchen zögerte kurz, dann beantwortete sie seine Fragen. Damon schmunzelte als sie zugab, dass sie ihn attraktiv war. Weiter verfolgte er dieses Thema aber nicht. Sie blockte auch gleich ab, als er ihre Telefonnummer wollte. „Nein, das ist wohl auch besser so“, pflichtete er ihr bei und ließ Elena ihren Willen.
Dann erzählte sie von ihren Eltern und es klang glaubwürdig. Aber wie hoch war schon die Wahrscheinlichkeit dass es zwei mal eine Elena Gilbert gab, deren Eltern und Bruder den gleichen Namen hatte wie vor 140 Jahren? Damon glaubte schon lange nicht mehr an Märchen. Dennoch hörte er weiter aufmerksam zu, sah sie an, durchbohrte sie aber nicht länger mit Blicken. „Was hast du als Kind am liebsten gemacht? Wo wart ihr im Urlaub? Kannst du reiten?“ fragte Damon leise weiter, denn das wären Details und nicht nur eine allgemeine Beschreibung der Situation. So wurde er nicht recht schlau aus alledem. Elena wirkte wie jeder der manipuliert war. Wie zuverlässig waren diese Informationen also, die sie ihm gab?
Damon kämpfte mit sich. Er schwankte zwischen aufspringen und davon laufen, weil das hier nur ein riesen Schwindel sein konnte und der schwachen Hoffnung tatsächlich Elena wieder zu bekommen. Auf seine letzte Frage antwortete sie an sich logisch. Natürlich vermisste sie ihre Eltern. Der Unfall war ja noch nicht lange her. Als ob da jemand aus meinem Leben verschwunden wäre …. Oh ja, das kannte Damon auch sehr gut, dieses Gefühl und das schon so lange, dass er sich kaum noch daran erinnerte wie es jemals hatte anders sein können. Im Grunde vermisste er auch Stefan und die Bruderliebe die sie früher geteilt hatten. Inzwischen konnte er aber kaum noch aus der Haut, darum schaffte er es auch jetzt nicht Elena etwas dazu zu sagen. Lediglich ein gewisses Verständnis lag in seinem Blick.
Was sollte er auch sagen? Am Ende war Elena selbst nur ein Spielzeug für eine Hexe. Doch Damons Herz schien etwas anderes hartnäckig zu behaupten und aus heiterem Himmel wollte er sie plötzlich beschützen. Er war gewissermaßen erschrocken über sich selbst. Eilig räusperte er sich. Ach ja er hatte ja noch die Fragen zu ihrer Kindheit gestellt. Darauf wollte er noch Antworten haben.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Second Life, Second Chance   Do 10 Sep 2015, 17:51

Normalerweise hätte Elena zumindest die erste Frage sicher nicht so einfach beantwortet, denn sowas gab man ja nicht einfach so zu. Aber irgendwie hatte sie das Bedürfnis Damon die Wahrheit zu sagen und immerhin ritt er nicht weiter darauf herum. Auch was die Handynummer anging pflichtete er ihr bei und Elena lächelte leicht. Vermutlich hätte sie ihm die Nummer doch gegeben, wenn er nochmal danach gefragt hätte. Einfach weil er ihr im Moment dieses vertrauensvolle Gefühl gab. Aber das würde sie Damon jetzt nicht auf die Nase binden, der konnte sich ruhig noch ein bisschen anstrengen.
Während sie über ihre Familie erzählte saß Damon nur da und hörte zu. Elena versuchte aus seinem Gesicht abzulesen, was er dachte. Doch das war gar nicht so einfach, weil die blauen Augen kaum etwas über seine Gedanken verrieten. Deswegen erzählte sie einfach weiter und war auch durchaus gewillt seine weiteren Fragen zu beantworten. Was sie am liebsten gemacht hatte, war schwer zu beantworten. "Wir waren oft am See zum Schwimmen. Als wir noch klein waren, hatten Jeremy und ich oft diese Schwimmringe dabei...", erzählte Elena ihm dann. "Mein Dad ist oft mit mir in den Wald. Wir haben uns auf einen alten Jägerstand gesetzt und Tiere beobachtet ... mal mehr und mal weniger erfolgreich!" Diese Erinnerungen waren Elena spontan als Antwort auf Damons Frage eingefallen, aber das war wohl auch genug. Urlaub war da schon einfacher. "Wir waren ein paar Mal am Meer und haben verschiedene Städte besucht, aber gibt auch noch viele, die ich gerne sehen möchte!" Wieder lächelte Elena. Sie wollte durchaus was von der Welt sehen, auch wenn sie doch irgendwie an ihrer Heimat hing.
Als Damon nach dem Reiten fragte, lachte Elena leise. "Naja ... als Kind wollte ich unbedingt. Da bin ich auch ein paar Mal auf ein paar Ponys gesessen, aber reiten kann man das wohl nicht nennen. Meine Mutter hatte immer viel zu große Angst, deswegen hat sie es verboten!" Damit waren wohl alle Fragen beantwortet. Neugierig sah Elena ihr Gegenüber an, aber Damon war erstaunlich schweigsam geworden und sie fragte sich schon fast, ob sie irgendwas Falsches gesagt hatte.
"Darf ich dich denn jetzt auch was fragen?", damit durchbrach sie die Stille. War ja schließlich fair... "Warum interessierst du dich so sehr für meine Familie?", wollte Elena wissen. Das waren schließlich keine Fragen, die man gleich beim ersten Treffen stellte. "Und wo kommst du her? Also ich meine, wo hast du bisher gewohnt?" Dass es wohl keine Eltern mehr gab wusste Elena ja schon von Stefan.
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