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 Geisterstunde

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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 21:09

"Früher eine Siegerkranz und ein Ferkel, heute ein Abendessen mit mir." Damon wusste was ihm besser gefiel und wovon er letztendlich auch etwas hatte. Das war auch der Grund, weshalb er genauso breit grinste wie Elena. Und auch bei ihrer nächsten Frage verging ihm das Grinsen nicht, denn die Idee war gut. "Das ist bei Quarter Horses relativ einfach. Man muss nur im Internet den Namen der Vorfahren eingeben und bekommt alle Registrierungen die damit in Verbindung stehen. Ich habe einmal Steeldust gegoogelt." Dann hätte er damit aufgehört. Es hatte zu weh getan sich zu erinnern. Jetzt war es bedeutend leichter. Elena war wieder da.
Auch ihre andere Frage konnte Damon endlich mal zufriedenstellend beantworten. "Die Zofe von Katherine hieß Emily Bennett." Weiter kamen sie aber nicht mit ihren Überlegungen, denn dann pustete der Vampirjäger ihn aus dem Sattel. Statt zu fliehen tat Elena nicht dass was er sagte und sorgte für noch mehr Wirbel. Die Pferdenschienen vollends durchzudrehen, aber noch bevor er Potest anmelden konnte reichte ihm Elen die Hand und ergriff sie und schwang sich verbissen hinter sie in den Sattel. Nun musste Dancer wirklich zeigen was in ihm steckte. Damon keuchte vor Schmerzen, denn der Pfeil steckt immer noch in seiner Schulter. Hinter ihnen hörten sie eine Geländewagen, der ihnen folgte. "In den Wald, Elena." Dorthin konnte dieser Wahnsinnige nicht folgen. Maggie... Maggie wer war nochmal Maggie. Gerade kam Damon nicht mal drauf. Dancer war wirklich ein Held. Schnell, kräftig und zuverlässig. Damon versuchte so gut es ging das Gleichgewicht zu halten und sich nicht zu sehr an Elena zu klammern. Aber seine Kräfte schwanden. Der Bolzen musste raus. Als sie bereits Mitten im Wald waren und keine Motorengeräusche mehr hörten, bat Damon: "Halt an... Ich muss den Pfeil los werden."
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 21:41

Schmunzelnd sah Elena Damon an. "Wenn ich dann kein Ferkel essen muss, bin ich dabei!", stimmte sie dem Abendessen zu, war ja nichts dabei und vermutlich würden sie viel Spaß haben. Auch den Recherchen stimmte Damon zu und Elena war schon jetzt sehr gespannt darauf, was sie finden würden. Vielleicht hatten sie Glück und einige der Pferde waren hier in der Gegend gelandet, dann würde sie Damon auf jeden Fall dazu überreden mit ihr gemeinsam hinzufahren und sich diese Tiere anzusehen. Zum Einen, weil Elena durchaus Freude hatte an den Pferden und zum Anderen, weil es Damon ganz offenkundig noch immer viel bedeutete. Vielleicht half es ihm ja sogar dabei endlich ein Stück weit Frieden zu schließen mit seiner Vergangenheit.
Ehe sie allerdings weiter über diese Vergangenheit und die Verbindungen zur Gegenwart sprechen konnten, wurden sie sehr unschön unterbrochen. Elenas Herz schlug ihr bis zum Hals und am liebsten hätte sie einfach ausgeschalten und wäre ins Bett gegangen, so machte sie das nämlich wenn ihr ein Film zu gruselig wurde. Leider war das hier die Realität und die ließ sich nicht einfach abschalten. Trotz ihrer Aufregung wurde Elena nicht panisch, sondern tat das nächst beste was ihr einfiel. Hätte auch schief gehen können, denn wenn Dancer durch ihre Unruhe gestiegen wäre, wäre sie vermutlich im Dreck gelandet und sie beide wären diesem Verrückten ausgeliefert. Zum Glück durchschaute Damon, was sie vorhatte und zog sich tatsächlich auf den Pferderücken.
Elena gab sich alle Mühe ihn so schnell wie möglich von hier wegzubringen, doch es war vor allem Dancer, der ganze Arbeit leistete. Trotz des zusätzlichen Gewichts beschleunigte er sofort und galoppierte über die Wiese davon. Colonell dagegen machte sich auf kürzestem Weg zurück zum Stall, aber das war auch gut so. Weil sie von einem Geländewagen verfolgt wurden, folgte Elena Damons Rat und lenkte Dancer in den Wald. Ihre ganze Konzentration ging dafür drauf das Pferd in diesem hohen Tempo zwischen den Bäumen hindurch zu lenken, trotzdem merkte sie wie Damon immer wieder ins Rutschen kam. "Du musst dich festhalten! Hörst du? Halt dich fest!", je weiter sie in den Wald hinein kamen, desto dichter wurden die Bäume, weshalb Dancer das Tempo reduzieren musste. Erst als Elena ganz sicher war, dass sie den Geländewagen nicht mehr hören konnte, brachte sie das Pferd zum Halten. "Pass auf beim Absteigen!", sagte sie noch, doch da rutschte Damon schon halb nach unten. Auch Elena sprang aus dem Sattel und kniete sich dann neben ihn. Der Holzpfeil steckte tief in seiner Schulter. "Was.... was soll ich tun?" Eine solche Verletzung hatte sie noch nie erlebt, schon gar nicht bei einem Vampir. Deswegen saß sie nur ein bisschen hilflos da und wartete darauf, was für Anweisungen Damon gab.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 09 Nov 2015, 10:06

Die wilde Verfolgungsjagd war Wahnsinn. Er fiel mehrmals fast vom Pferd und das lag nicht an Dancer, sondern am halsbrecherischeren Tempo, an engen Wendungen und Sprüngen über Baumstämme, die hinter dem Sattel und mit einer schmerzhaften Verletzung alles andere als einfach und angenehm waren. Erst als Elena es ausdrücklich sagte, hielt er sich an ihr richtig fest. Warum er es vorher nicht getan hatte, konnte er selbst nicht sagen, vermutlich Weiler sie nicht enttäuschen wollte. Er wollte um jedenPreis ihr Vertrauen gewinnen und wusste ja, dass sie nicht gerne betatscht wurde.
Schließlich waren sie aber tief genug im Wald um fürs Erste durchzuschnaufen. Damon rutschte kraftlos aus dem Sattel. Der verdammte Pfeil war mit Eisenkraut getränkt und Damon konnte ihn selbst nicht ziehen. Ehe er sich versah kniete Elena neben ihm und sah ihn hilflos an. "Zieh den Pfeil raus....da ist... Eisenkraut dran... Ich kann nicht." Können könnte er schon, nur dann wäre die Hand auch noch verätz. "Zieh so fest du kannst." Vermutlich hatte das blöde Ding Widerhaken und andere Gemeinheiten. "Diese verfluchte Maggie... Das ist eine Hexe, der willst du nicht begegnen", fluchte Damon weiter, dem nun eingefallen war, wer Maggie war. Besser Elena wusste Bescheid: "Sie sollte einen Lokalisationszauber für mich ausführen... So fand ich heraus dass Stefen wieder hier in Mystic Falls war... Tat sie auch, aber der Preise dafür war eine Nacht mit mir. Und jetzt stell dir mal eine rothaarige Hexe mit Knollennase und Warze im Gesicht vor... Da hab ich das glatt mal vergessen." Damon schüttelte es allein bei der Vorstellung innerlich heftig. So nun musste aber der blöde Pfeil raus. "Könntest du dich ein wenig beeilen", bat er deshalb.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 09 Nov 2015, 12:51

Anfangs hielt Elena es für eine gute Idee in den Wald zu reiten, weil sie so so den Geländewagen abschütteln konnten. Dann aber wurde ihr klar, dass sie in ihr unbekannter Umgebung immer weiter in den Wald hinein ritt und das mit einem schwer verletzten Vampir. Wenn man es so betrachtete, war ihre Idee wohl nicht so klug. Da hätten sie besser zum Stall reiten sollen, um möglichst schnell Hilfe zu holen. Weil es nun aber schon zu spät war, mussten sie sehen wie sie zurecht kamen. Auf dem Waldboden kniend konnte sie sehen, dass die Wunde stark blutete. Damon wollte trotzdem, dass sie den Pfeil raus zog, weshalb Elena ihn erstmal ein bisschen schockiert ansah. "Wenn ich es raus ziehe, wird es nur noch mehr bluten .... vielleicht sollten wir ihn lieber stecken lassen, bis du in einem Krankenhaus bist?", überlegte Elena. So hatte sie das im erste Hilfe Kurs gelernt, aber scheinbar war Damon da anderer Meinung, denn er wiederholte die Forderung gleich nochmal. Währenddessen erklärte er noch den Hintergrund für diesen Angriff und auch jetzt konnte Elena nur mit hochgezogenen Augenbrauen zuhören. Es war dann aber doch ein bisschen überraschend zu hören, für welches Vergehen er diesen Pfeil abbekommen hatte. Scheinbar nutzte Damon die Verführung ja nicht nur bei Rebekah als Mittel der Wahl, um seine Ziele zu erreichen.
"Dir ist schon klar, dass das Prostitution ist oder?", fragte Elena deshalb. Weil Damon damit vielleicht ein bisschen abgelenkt waren, zog sie genau in diesem Moment kräftig am Ende des Pfeils. Es gab ein reißendes Geräusch und ganz offensichtlich wurde durch die Haken an der Spitze die Haut zusätzlich aufgerissen. Schuldbewusst sah Elena den verletzten Vampir an. "Tut mir leid", das hatte ganz offensichtlich weh getan. "Ist alles raus?" So ganz sicher war Elena da nicht, denn der Pfeil war ein bisschen zersplittert. Elena erinnerte sich zwar nicht an früher, trotzdem fühlte es sich an wie ein Deja-vu. Als wären sie beide schon mal in so einer ähnlichen Situation gewesen. "Wir müssen dich in ein Krankenhaus bringen ... kannst du aufstehen?", fragte Elena. Nebenbei wickelte sie ihren Schal ab und drückte ihn auf die Wunde. "Meinst du der wird uns weiterhin folgen?" Dann mussten sie nämlich möglichst schnell hier weg und das am besten ohne einen weiteren Pfeil, der ihnen um die Ohren sauste. Zum zweiten Mal an diesem Tag war Elenas Körper voller Adrenalin, auch wenn es durch das Rennen beim ersten Mal deutlich angenehmer war. Jetzt machte sie sich Sorgen um Damon und das sah man ihr vermutlich an. "Du überlebst das doch oder?", fragte Elena, die immer noch ihren Schal auf Damons Schulter drückte und deswegen gar nicht merkte, dass die Wunde nicht mehr blutete.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 09 Nov 2015, 16:24

"Nein, wir lassen gar nichts stecken!" Protestierte Damon aufgebracht. Sie hatte ja keine Ahnung, wie viel Spaß sie im Krankenhaus haben würden, wenn sie ihn dort ablieferte. "Jetzt mach!" Forderte er rigoros. Jede Sekunde in der sie quasselten konnte gerade ihre letzt sein. Und dann folgte auch noch ein Vortrag über Prostitution. Mit hochgezogenen Augenbrauen. So sah sie wirklich sehr streng aus. "Das ist doch keine Prostitution.... Das ist ein Gefallen unter Freunden. Wobei einer der Freunde in diesem Fall eben nicht sonwahnsinnig attraktiv war." Na also, das war doch eine perfekte Erklärung. Hach, gut dass er Damon Salvatore so ein pfiffiges Kerlchen war.
Während Sie redeten tat Elena dann aber endlich was getan werden musste, sie entfernte den Pfeil. Damon schrie kurz auf, denn war es geschafft. Sofort ließ der beißende Schmerz nach. Auch Damon kam das alles seltsam vertraut vor, nur damals war es eine Kugel gewesen, die Ihngequält hatte, aber auch damals hatte sie ihren Schal auf die Wunde gedrückt. "Kommt dir das alles nicht bekannt vor?" Fragte und keuchte noch schwer, es wurde aber schon besser. "Der Schal ist nun nicht mehr nötig." Dank des Vampirdaseins heilte das im Nu von selbst. Deshalb nickte er auch auf Elenas Frage hin, ja er konnte aufstehen. Das tat er jetzt auch, hielt sich aber kurz noch an Elena fest. Sicher war sicher. Immer noch sah er sich aufmerksam um und lauschte. "Darauf kannst du wetten. Wenn Maggie den geschickt hat, lässt der eine. So schnell in Ruhe wie Fußpilz... Nämlich gar nicht." Dancer war noch da, Colonell fort. Na toll, aber diese Schnecke von einem Pferd wäre auch keine Hilfe. "Ich werde das sicher überleben... Aber dieses Maggie Anhängsel nicht. Ich werd ihm zeigen wo der Frosch seine Locken hat." Grollte Damon. Dieser Jäger hatte ihm seinen Tag mit Elena verdorben. Dafür verdiente er die Todesstrafe!
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 09 Nov 2015, 21:05

Ziemlich vehement verlangte Damon, dass sie den Pfeil entfernte, weshalb Elena es schließlich auch tat. Er würde schon wissen, was das Beste war, denn irgendwie beschlich sie so langsam das Gefühl, dass es für Damon nicht die erste Schussverletzung war. Vermutlich wurde auf ihn schon öfter Jagd gemacht als sie sich vorstellen konnte, aber das wollte Elena nun gar nicht so genau wissen. "Sex im Tausch gegen eine Gegenleistung anzubieten ist Prostitution!", verteidigte sie ihre Meinung. Sie tauschte mit ihren Freunden zumindest keine körperlichen Zärtlichkeiten. "Außerdem hört sich das nicht so an als wärt ihr besonders gute Freunde!", stellte Elena dann noch fest. Freunde schossen nämlich nicht aufeinander, zumindest in ihrer Welt. "Aber ist deine Sache ... geht mich ja nichts an!" Deswegen konnte Damon auch Sex haben mit wem er wollte ... oder eben auch nicht, was in dem Fall zum Ärger von Maggie der Fall war. Nun musste Damon aber so oder so erstmal versorgt werden, ehe er einer weiteren Frau den Kopf verdrehen konnte. Als er dann sagte, dass der Schal nicht mehr nötig war, sah Elena ihn ziemlich verwundert an. "Was? Aber ... das kann gar nicht sein!", behauptete sie, hob den Schal dann aber doch hoch. Tatsächlich war darunter nur noch das verklebte Blut an seinem zerrissenen Shirt, die Haut war vollkommen verheilt. Weil sie das nicht glauben konnte, fuhr sie mit den Fingern über die Stelle, an der vorher die Wunde gewesen war. Doch tatsächlich war nichts mehr zu spüren. "Wie geht denn das?"
Kritisch beobachtete Elena, wie Damon aufstand und weil sie der ganzen Sache nicht traute, stützte sie ihn noch etwas. Am Ende kippte er um und fiel mit dem Kopf auf einen Stein oder sowas Dummes, dann hatten sie den Salat. Scheinbar war Damon aber wieder standhaft und er hatte auch gleich ein paar Ideen, die es beinahe geschafft hätten Elena Schwindel zu bescheren. "Das ist ja jetzt wohl nicht dein ernst oder?", er wollte diesen Typen jagen? So weit kam es noch! "Wir bringen auf dem kürzesten Weg Dancer zurück in den Stall und verschwinden dann von hier!" Das war Elenas Meinung der weitaus klügere Plan. Menschen, die mit einer Armbrust bewaffnet waren und damit auch umgehen konnten, sollte man lieber aus dem Weg gehen. Trotzdem sah Damon irgendwie nicht so aus, als ließ er sich davon überzeugen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 10 Nov 2015, 10:17

"Das darf man nicht so eng sehen", knurrte Damon mit zusammen gebissenen Zähnen. Seit seine Elena verstorben war, hatte er keine Frau mehr wirklich geliebt. Ein Mönch wahrer deshalb aber noch lange nicht. "Ich hab eben meine Meinung geändert. Kann ja mal vorkommen. An einem Tag steht man auf Burger, am nächsten auf Pizza. Hast du das noch nie erlebt?" Damon sah das Problem nicht so ganz. Aber genau genommen ging es Elena schon etwas an. Sie war die jene welcher wollte und dann würde er auch garantiert keiner anderen Lady hinterher sehen, denn er war absolut treu. Nun dank der Vampirgene konnte er gar nicht mehr anders.
Ungläubig sah Elena sich nun aber die Stelle an, die gerade noch eine Wunde gewesen war. Kaum dass ihre Finger ihn berührten, rann Damon ein wohliger Schauer über den Körper. So könnte sie gerne weitermachen... "Das Vampirblut macht es möglich.... Aber es schmerzt immer noch. Wenn du die Stelle küssen würdest,verginge es viel schneller", flüsterteder leidgeprüfte Vampir, doch die Augen blitzten schelmisch.
Dagegen hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen,was seine weiteren Pläne für den Tag betraf. Allerdings musste sie dazu vielleicht ein wenig mehr über Vampirjäger wissen. "Denkst du der verschwindet einfach so?" Fragte Damon, der es besser wusste. "Vampirjäger sind schlimmer als jede Klette! Entweder er bringt mich zur Strecke, oder ich ihn. So ist das Gesetz der Natur zumindest in meiner Welt." Und dagegen konnte er gar nichts machen. Aber Elena wollte er aus dem ganzen Kram rauslassen. "Du reitest mitDancer zum Stall. Wir treffen uns dort." Gleich würde Elena mal sehen, wie schnell ein Vampir sein konte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 10 Nov 2015, 12:38

Über Damons Begründung schmunzelte Elena. Burger und Pizza? Er redete sich hier gerade ganz offensichtlich um Kopf und Kragen. "Alles klar!", bemerkte sie nickend, grinste dann aber doch wieder. "Eine Frage hätte ich da aber noch ... wann genau standst du denn auf rothaarige Knollennase mit Warze?", zog sie ihn auf. Immerhin hatte er Maggie genau so beschrieben und für Elena war sofort klar gewesen, dass Damon niemals vorgehabt hatte seinen Teil der Abmachung einzuhalten. Wenn sie das tatsächlich geglaubt hatte, war sie ja auch irgendwie selber schuld... Das sagte Elena nun aber nicht laut, denn Damon sah sich ja eh schon im Recht. Diese Maggie hatte so gesehen ja keinen größeren Schaden erlitten -außer der entgangenen Liebesnacht mit dem Vampir- und deswegen war es auch nicht nötig weiter darüber zu diskutieren. Hin und wieder mal aufziehen würde sie Damon mit dieser Geschichte aber definitiv.
Elenas Aufmerksamkeit richtete sich aber schnell auf eine andere Sache, denn die Wunde war ganz plötzlich verschwunden. Da staunte sie nun doch! Damon erklärte es halbwegs, aber so richtig nachvollziehbar war das nicht. "Ist das immer so? Ich meine, heilen alle Verletzungen?", wollte sie natürlich gleich wissen. Offenbar hatte man ihr noch lange nicht alles über das Vampirdasein erzählt. "Dann kannst du auch nicht krank werden oder? Ich meine Grippe und sowas!" Gut ja, war vielleicht der falsche Zeitpunkt um Damon ein Loch in den Bauch zu fragen, aber Elena konnte eben nicht anders. Sie war einfach viel zu neugierig. Sein Heilungsrezept enthielt aber mehr als Vampirblut und Elena lachte wieder. "Du lässt auch nichts unversucht!", stellte sie fest und grinste ein wenig, den Kuss bekam er aber trotzdem nicht. Immerhin half sie ihm aber auf, auch wenn es dann gleich wieder ungemütlich würde.
Damon machte ziemlich deutlich, dass die Auseinandersetzung mit dem Jäger notwendig war. Das gefiel Elena allerdings so gar nicht. "Aber du kannst doch nicht einfach so jemanden töten...", warf sie ein, auch wenn klar war, dass es nicht Damons erste Leiche wäre. Für Elena war das im Moment einfach unvorstellbar. "Ich meine kann man ihn nicht einfach verjagen oder so?", das wäre Elena deutlich angenehmer. Aber sie ahnte so langsam, dass es keinen Ausweg gab. Damons nächste Anweisung wurde allerdings mit einem vehementen Kopfschütteln beantwortet. "Ich lass dich hier doch nicht alleine!", stellte sie gleich mal fest. "Was, wenn der dich nochmal erwischt?" Dann hatte er wieder irgendwo einen Pfeil stecken und niemand konnte ihn rausziehen. Neee Elena würde ganz sicher nicht einfach verschwinden und Däumchen drehen, bis Damon vielleicht oder vielleicht auch nicht den Kampf mit dem Vampirjäger überstanden hatte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 10 Nov 2015, 21:42

"Ich stand überhaupt nicht auf Rothaarige mit dicken Knollennasen. Ich brauchte nur eine Information und genau genommen kann: 'eine Nacht mit mir' alles mögliche bedeuten. Ein Abendessen, eine Runde Halma, eine Spukgeschichte... Ich meine, was kann ich für ihre schmutzige Fantasie?" Fragte Damon entrüstet. So prima, nun war er aus dem Schneider und ein unschuldiges Lamm. Den Ärger hatte er nun trotzdem wegen dem Vampirjäger. Und genau das würde nun auch das letzte Problem des Jägers werden, denn Damon hatte nicht vor sich den Abend mit Elena verderben lassen würde.
Gut deshalb, dass sie nun eh die Verletzung interessanter fand. "Wenn ich bei Kräften bin und genug Blut trinke, dann geht das immer so schnell. Ginge übrigens auch bei Dir. Wenn du verletzt bist und von meinem Blut ein Schlückchen Blut trinkst, dann heilt es genauso schnell. Krank werden kann ich nicht nein. Unsterblich bin ich dennoch nicht, wie du gerade gesehen hast. Also in der Theorie schon, aber praktisch können einem diese Jäger in die Quere kommen." Damon redete und er redete gern, wie ma gerade mal wieder merkte. Auf Elenas Bemerkung, dass er nichts unversucht Kasse, grinste er nur. Nein, natürlich würde er alles versuchen, um sie rum zu bekommen.
Leider kippte das Thema dann wieder... Es ging wieder um den Jäger. "Kann ich nicht?" Fragte Damon und achte große Augen. "Aber der kann mich einfach so töten?" Na klar. "Ein Jäger heißt Jäger, weil er jagt bis er Beute macht und nicht bis die Beute ihn verjagt ... Is'n Unterschied", zwinkerte Damon. Damit war die Sache ja wohl klar, oder?
Nein Elena musste wieder widersprechen. Schon allein aus Prinzip wie es schien. "Ich bin jet vorgewarnt... Das passiert mir nicht nochmal. Aber schön, wenn du Angst um mich hast. Wir sehen uns am Stall." Damon hielt Dancer am Zügel und wollte, dass Elena aufstieg. "Komm schon....ich kann nicht auf dich und auf mich aufpassen." War doch nicht schwer zu verstehen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 11 Nov 2015, 08:59

Vielleicht sollte Damon sich mal als Politiker versuchen. So schnell wie er Ausreden für all seine Taten fand, würde er da sicherlich weit kommen. Die Frage war nur wie gut das für den Rest der Bevölkerung war. "Das sollte ich mir wohl merken, falls du mir mal so ein Angebot machst!", gab Elena ein bisschen frech zurück. Sie war zwar fast sicher, dass Damon in dem Fall weder Halma spielen noch die Flucht ergreifen würde, aber testen wollte sie es im Moment noch nicht. Lieber ließ sie sich erklären, wie das mit Verletzungen bei Vampiren funktionierte und das war schon sehr praktisch. Große Augen machte sie dann aber, als Damon verkündete, dass Vampirblut auch bei Menschen heilende Wirkung hatte. Theoretisch könnten die Vampire dann ja alle Krankheiten auf dieser Welt heilen! Elena fragte sich durchaus, warum noch keiner von ihnen als Arzt arbeitete oder sowas in der Art, doch jetzt hatten sie keine Zeit darüber zu sprechen.
Damon machte ziemlich schnell deutlich, dass er keine Scherze machte. Er würde sich diesen Jäger schnappen und sogar Elena musste einsehen, dass alles andere sie nur zusätzlich in Gefahr bringen würde. Es gefiel ihr trotzdem nicht. So langsam schien er es eilig zu haben, denn nun ließ Damon keinen Platz mehr für Widerworte. Elena zögerte trotzdem noch kurz, weil ihr unwohl dabei war. Sie sah kurz zu Dancer, doch dann umarmte sie Damon noch schnell. "Sei vorsichtig!", mahnte sie ihn dabei. Erst danach stieg Elena wieder in den Sattel und nahm die Zügel auf.
Nachdem sie nochmal kurz zu Damon gesehen hatte, wendete sie Dancer und ritt ihn durch den Wald zurück. Im Schritt ließ sie ihn nun vorsichtiger durchs Unterholz gehen, bis sie einen kleinen Waldweg erreichte, über den sie aus dem Wald kam. Angestrengt lauschte Elena, um vielleicht doch irgendwas zu hören, doch da war nur das Rascheln der Bäume und das Getrappel von Dancers Hufen. Nach einer Weile erreichte sie dann den Waldrand, ritt hinaus auf die Felder und erstarrte samt Pferd. Direkt vor ihr stand der Jäger von vorhin, die Armbrust in der Hand und ein schmieriges Grinsen im Gesicht. "Hallo Kleines!"
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 11 Nov 2015, 11:21

"Keine Sorge, mein Angebot an dich würde ich klar definieren", stellte Damon fest und grinste breit. Leider musste aber auch das warten auch wenn ihr Erstaunen über die Selbstheilungskräfte sicher noch einiger Erklärungen seinerseits bedurft hätte. Auch das musste gleichfalls warten, denn der Jäger saß Ihnen noch immer im Nacken. Eile war geboten und doch umarmte Elena Damon plötzlich noch zum Abschied. Na und wie er jetzt erst recht vorsichtig wäre. Von diesen Umarmungen und von Elena wollte er noch viel mehr haben. Dann aber stieg sie auf und tat endlich mal was er sagte und trollte sich mit Dancer.
Damon versuchte sofort die Spur des Jägers aufzunehmen und hastete in Vampirgeschwindigkeit dahin zurück, wo ihre unerfreuliche Begegnung ihren Lauf genommen hatte. Ab da verfolgte er die Reifenspuren, doch die Rückschlüsse, die er dann zog gefielen ihm wenig... Sie führten in die Richtung, in die Elena geritten sein müsste. Wieder beeilte sich der Vampir der Spur zu folgen und doch war es zu spät. Direkt am Waldrand, wo es zu den Feldern hinaus ging stand der Jäger Elena gegenüber. So, nun war Schluss mit lustig fand Damon. Elena musste Angst haben und Damon sah, dass er die Armbruscht schussbereit in der Hand hielt. Da blieb nur noch eins übrig...und das würde unschön werden. Ein Anblick, den er Elena gerne erspart hätte. Damon nahm einen Stein und schleuderte diesen geräuschvoll weit von sich in die entgegensetzte Richtungs ins Feld. Der Jäger richtete seine Aufmerksamkeit darauf und diese Sekunde nutzt Damon, tauchte in seinem Rücken auf und brach ihm mit einer schnellen Bewegung das Genick. Noch ehe der Jäger merkte dass er tot war, sank er zu Boden. Na also! Damon sah Elena abwartend an. Sie hatte gerade zusehen müssen wie ein Mensch starb und das tat ihm Leid. "Bist du in Ordnung?" Fragte er deshalb besorgt und legte seine Hand auf ihr, sah dabei zumindest auf und hoffte, dass es sie nicht zu sehr verstörte und von ihm abschreckte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 11 Nov 2015, 20:53

Dem Jäger gegenüber zu stehen war kein besonders gutes Gefühl und Elena hatte absolut keine Ahnung, was sie nun tun sollte. Dancer war schnell, aber nicht schneller als ein Pfeil und den wollte sie nur ungern abbekommen. Sie versuchte wirklich sich etwas auszudenken, doch so schnell kam sie einfach nicht auf eine hilfreiche Idee. "Aber aber ... du musst keine Angst haben!", dieser Satz klang nicht besonders beruhigend und das wusste wohl auch der Jäger. "Von dir will ich nichts ... du solltest grundsätzlich mal über deinen Umgang nachdenken, so als gut gemeinter Rat .... aber ich tue dir nichts .... noch nicht!" Nun spannte Elena sich doch ein bisschen an, denn diesem Mann war eindeutig nicht zu trauen. "Also ... willst du mir nicht verraten wo dein kleiner Freund steckt?", er gestikulierte ein bisschen mit der Armbrust herum. "Ich hätte da noch einen Pfeil der ihm gehört!", erklärte er sich weiter. Dancer wurde unruhig, wartete aber noch auf Signale von seienr Reiterin. "ich fürchte ich weiß nicht, von wem sie reden. Ich wollte eigentlich nur mein Pferd zurück in den Stall bringen...", versuchte Elena sich heraus zu reden. Der Jäger schüttelte mit einem bitteren Lächeln den Kopf, scheinbar wurde er langsam ungeduldig. "Hör zu Süße, ich bin kein besonders geduldiger Mensch und wenn du mir auf die Nerven gehst, dann werde ich ungemütlich...."
Bevor Elena auch nur irgendwas tun konnte, veränderte sich die komplette Situation. Sie hatte nicht mal geblinzelt und trotzdem lag der Jäger plötzlich vollkommen bewegungslos am Boden. Elena brauchte noch einen weiteren Moment, dann entdeckte sie Damon der neben dem Mann stand und so langsam wurde ihr klar, was passiert war. Trotzdem hielt sie vor Schreck die Luft an als ihr klar wurde, dass der Jäger tot war. Eine ganze Weile lang starrte sie den toten Körper an. Erst als Damon ihre Hand ergriff, wendete sie den Blick ab und sah ihn an. "Ist er...?" Die Frage war überflüssig, das wusste Elena selbst. Ein paar Mal sah sie noch von dem Jäger zu Damon und wieder zurück, erst dann war sie in der Lage wieder einen klaren Gedanken zu fassen. "Wir ... er, er muss hier weg oder? Wir können ihn nicht liegen lassen. Man würde ihn finden ... was machen wir jetzt?", fragte sie Damon ziemlich ratlos. Wie man mit so einer Situation umging wusste sie absolut nicht und noch hatte Elena es wohl auch nicht ganz realisiert.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Do 12 Nov 2015, 20:16

"Tot, ja mausetot," erwiderte Damon überflüssigerweise. Kein schöner Anblick, aber was sollte es? Eine Schmeißfliege weniger auf dieser Welt, fand Damon. Elena sollte aber nicht noch mehr mit in diese Sache hineingezogen werden, als eh schon. "Ich kümmere mich später darum. Zunächst bringst du Dancer noch zurück. Ich setze ihn erstmal nur in seinen Wagen als ob er ein Nickerchen machen würde. Dann hole ich dich am Stall ab und schicke per Fleurop eine Rosenbouquett an Maggie mit einer Karte: Ich bin untröstlich. Das wird darauf stehen und gut isses." Das hoffte zumindest Damon. Irgendwie musste man die Trulla ja besänftigen.
Gesagt getan. Damon entsorgte den Jäger erst einmal ins seinem Jeep. Weil der aber eh soooo ungünstig am Abhang stand, schubste Damon ihn auch noch gleich in die Schlucht. Böser Unfall aber auch. Wieso hatte er auch die Handbremse nicht angezogen?
Gut gelaunt schlenderte Damon deshalb wenig später im Reitstall ein und manipulierte eben noch an, weil diese wegen Colonell etwas aufgebracht, oder besser gesagt besorgt um Damon war. "Alles ist Bestens. Die Reiter haben alle Pferdchen wieder heile nachhause gebracht. Du freust dich nächstes Mal schon sehr auf Elena und Damon. Damon wirst du beim nächsten Mal aber ein schnelleres Pferd geben, damit er nicht so viel Staub fressen muss." Eine kleine Manipulation und das Problem war gelöst.
Weil Elena aber noch etwas blaß um die Nase war, sah Damon Sie besorgt an. "Möchtest du lieber gleich nachhause?" Fragte Damon, der zwar anderen gegenüber gern eine dicke Lippe riskierte, aber sicher nicht bei Elena. Er stand ihr gegenüber und seine blauen Augen waren grau wie der Gewitterhimmel vor lauter Sorge. Sie hätte das nicht mitansehen sollen. Aber welche andere Möglichkeitn hätte er schon gehabt? Aus reiner Intuition legte er ihr eine Hand an die Wange und wartete auf ihr nächsten Worte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Do 12 Nov 2015, 21:20

Damon schien der Vorfall nicht sonderlich zu belasten. Elena hatte immer noch das Gefühl einen schlechten Horrorfilm zu sehen. Würde wohl noch ein bisschen dauern, bis sie wirklich begreifen konnte was hier passiert war. Natürlich hatte dieser Mensch versucht sie anzugreifen. Trotzdem war es für Elena bis heute nicht vorstellbar gewesen einfach so die Ermordung eines anderen Menschen zu beobachten. Wie im Nebel nickte sie auf Damons Anweisungen hin. Sie sollte Dancer zurück zum Stall bringen und dann würden sie wegfahren, vielleicht wurde es dann ein bisschen leichter. Kurz wurde Elena aber doch nochmal hellhörig, weil Damon Maggie nochmal erwähnte. "Wird sowas nochmal passieren?" , fragte sie ein bisschen erschrocken. Dass diese Hexe sauer war, war eindeutig. Ob es daher klug war sie zusätzlich zu reizen war fraglich, denn Elena wollte sowas sicher nicht nochmal erleben. Jetzt aber hörte sie auf das, was Damon ihr gesagt hatte. Dancer fand den Weg zum Stall fast schon von alleine. Dort wurde sie allerdings schon von Ann erwartet, die natürlich tausend Fragen hatte und sich offensichtlich Sorgen machte. Elena versuchte immer wieder zu versichern, dass alles in Ordnung war und es ihr wegen Colonell sehr leid tat. Beruhigt war Ann aber wohl erst, als Damon auch auftauchte und auch wenn Elena nicht direkt mitbekam, dass er sie manipulierte konnte sie sich das schon denken.
Elena blieb erstmal noch bei Dancer, weil das Pferd sie beruhigte und auf andere Gedanken brachte. Er hatte scheinbar auch nichts gegen ein paar Streicheleinheiten und extra Karotten. Erst als Damon auftauchte, kam Elena aus der Box. Dass sie noch immer ein bisschen durch den Wind war, konnte man wohl deutlich sehen. Überraschenderweise machte Damons Nähe es ein bisschen besser und so lächelte sie tapfer, nickte dann aber. "Bringst du mich nach Hause?", alleine sein wollte sie nun sicherlich nicht, aber nach einem Restaurantbesuch war ihr nun eher weniger. Sie druckste ein bisschen herum, weil sie nicht recht wusste wie sie Damon ihre Situation erklären sollte. Für ihn war es ja scheinbar ganz anders. "Wir können ja ein anderes Mal Essen gehen....", meinte sie noch, weil das Damon ja doch irgendwie wichtig gewesen war. Ob sie nochmal hierher kommen würden zum Reiten hätte Elena jetzt nicht sagen können, denn vermutlich würde sie immer wieder an den Überfall denken. Aber sie konnten ja auch wo anders hin reiten....
Gemeinsam mit Damon ging sie nun also zum Auto, um nach Hause zu fahren. Dabei wurde Elena allerdings klar, dass Jeremy übers Wochenende mit ein paar Freunden unterwegs war und Jenna ein Date mit Alaric hatte. Aus Erfahrung wusste Elena, dass sie heute Abend eher nicht nach Hause kommen würde. "Weißt du... wir könnten ja auch einfach Pizza holen und die bei mir Essen? Was hältst du davon?" Das war zwar kein Restaurant, aber trotzdem Essen und vielleicht hatte sie doch noch die Chance mit Damon über diesen Vorfall zu sprechen.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Fr 13 Nov 2015, 18:18

Was sollte er ihr nun sagen? So etwas WÜRDE ganz sicher immer wieder passieren. Zumindest so lange er Damon Salvatore hieß. Er zog so etwas magisch an und wusste oft auch nicht, wie er das anstellte. Blöde Sache aber auch. Lügen wollte er nicht, also was tun. Als Erstes machte er einen zerknirschten Gesichtsausdruck. Vielleicht half das ja ein wenig. "So was kann immer mal wieder passieren." Klang nicht so schlimm, fand er. "Wenn man so lange lebt, hat man eben auch mehr Zeit mal Blödsinn anzustellen. Ich gelobe Besserung." Na ja sehr überzeugt klang Damon ja selbst nicht. Als Mensch war er gar nicht so oft in Schwierigkeiten geraten. Schon gar nicht seit es Elena gegeben hatte. Aber das sagte er jetzt nicht. Er wollte sie ja nicht unter Druck setzen.
Am Stall wurde die Sache schnell nach Damon Art geregelt und ausnahmsweise war es wohl auch ganz gut, denn Elena wirkte sichtlich angeschlagen, fast schon ängstlich. "Klar, ich bringe dich nachhause.", versprach er und würde wie immer, wenn es Elenas Wunsch war sich danach richten. Das versuchte er...meistens. Allerdings hatte er Bammel, dass Elena einfach nur nachhause wollte und mit ihm nichts mehr zu tun haben wollte. Doch weit gefehlt. Ihr Vorschlag gefiel ihm richtig gut und Damon grinste wieder. "Gute Idee, könnte von mir sein." Damon zückte sein Handy fragte nach Elenas Lieblingspizza, bestellte diese und eine für sich, ehe sie los fuhren. Im Auto herrschte erst einmal Schweigen. Es tat Damon Leid, dass Elena das mitbekommen hatte. So war das nicht geplant gewesen. An Damon nagte das schlechte Gewissen und im Moment wusste er noch nicht, wie er es wieder gut machen sollte. "Tut mir Leid... Ich hatte wirklich keine Ahnung, dass Maggie so nachtragend sein würde." Das klang nun wirklich bedrückt. "Hast du noch in was echt Dummes angestellt?" Fragte Damon. So ein Engel konnte doch nicht einmal Elena sein.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Fr 13 Nov 2015, 20:52

Wirklich beruhigend waren Damons Worte nicht. Überhaupt ging er mit dem ganzen Vorfall ziemlich entspannt vor, was Elena irgendwie verunsicherte. "Wie viele von diesen Jägern gibt es?" Eigentlich wollte sie fragen, wie viele Damon schon umgebracht hatte. Aber Elena hatte das ungute Gefühl, dass sie diese Antwort gar nicht hören wollte. Überhaupt ahnte sie so langsam, dass sie bisher eben nur eine Seite von Damon kannte. Ob das so bleiben würde? Erstmal fuhren sie jetzt nach Hause und darüber war Elena auch froh. Sie musste das alles verdauen und vermutlich würde Damon dafür auch noch einige unangenehme Fragen beantworten müssen, aber das alles nicht auf nüchternen Magen. Daher die Idee Pizza zu bestellen und auch das wurde von dem Vampir gerne angenommen. Auf der Fahrt war Elena dann aber recht still, einfach weil sie mit ihren Gedanken beschäftigt war. Immer wieder musste sie an diesen Mann denken, der nun sein Leben verloren hatte und ob es nicht doch einen anderen Weg gegeben hätte. Damon erkannte das scheinbar, denn er entschuldigte sich nochmal und deswegen sah Elena ihn nun auch wieder an. "Du hast es ja nicht geplant..." Gant unschuldig war er wohl nicht, aber Grund für einen Auftragsmörder war Damons Verhalten noch lange nicht, fand zumindest Elena. Trotzdem fragte sie sich, warum diese Hexe zu solchen Mitteln griff. "Hat sie das wirklich nur gemacht, weil du eure Abmachung nicht eingehalten hast?", fragte sie deswegen. Vielleicht gab es da ja doch noch einen anderen Hintergrund.
Daheim angekommen gingen sie ins Haus, in dem tatsächlich niemand war. "Willst du einen Drink?", fragte Elena, die selbst das Gefühl hatte jetzt was trinken zu müssen. "Da drüben steht der Alkohol, such dir einfach was aus!", bot sie an und holte in der Küche schon mal zwei Teller. Sie brauchte nun einfach was zu tun, um sich abzulenken. Kurze Zeit später klingelte es dann auch schon an der Türe und die Pizza wurde geliefert. Kaum saßen sie gemeinsam am Tisch, musste Elena doch noch ein paar Fragen loswerden. "Kanntest du den Mann?", wollte sie wissen. "Ich meine ... wie hat er dich gefunden? Er muss dich ja erstmal irgendwie erkannt haben!" Sie waren durch den Wald geritten und wie aus dem Nichts kam der Pfeil geflogen. Elena knabberte ein bisschen an ihrer Pizza und sah Damon dann wieder an. "Meinst du er hatte Familie?" Dann gäbe es nun nämlich Menschen, die ihn vermissten und der Gedanke bedrückte sie doch sehr.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Sa 14 Nov 2015, 20:59

„Die Frage kann ich dir genauso wenig beantworten wie die Frage wie viele Sterne Nachts leuchten“, antwortete Damon Elena, denn er wusste es einfach nicht. So lange es was zu jagen gab, würde eben auch gejagt werden. Trotzdem hatte Damon schnell wieder sein schräges Lächelns auf dem Gesicht. „Aber wenn du willst, zählen wir die Sterne heute Nacht gemeinsam“, raunte er ihr zu und machte sein berühmtes Augenbrauen Ding.
Das Schweigen, das im Wagen herrschte machte ihm aber rasch klar, dass es unangebracht war und er besser versuchen sollte Elenas Fragen ernsthaft zu beantworten und sie zu beruhigen. Absichtlich getan hatte er es nicht nein, aber ein Unschuldslamm war er auch nicht. Allerdings bei Maggie schon. Mehr war zur Abwechslung wirklich nicht gewesen. „Das war alles, ich schwörs. Ich würde es dir sagen, wenn es anders wäre. Is nicht so, dass ich stolz auf den Ärger bin, den ich zuweilen verursache.“ Auch das war die Wahrheit. Ob sie es glaubte allerdings die Frage.
Bei den Gilberts angekommen stellte Damon zu seiner Erleichterung her, dass sie alleine waren. Heute brauchte er definitiv nicht noch mehr Störfaktoren. Er folgte ihr ins Haus und wartete erst einmal ab, aber ein Drink klang absolut nach der Richtigen Entscheidung. Damon ging zur Bar und nahm sich ein Glas Bourbon. Der half einfach immer ein wenig. Die Pizzen kamen auch rechtzeitig und Damon drängelte sich vor, um sie zu bezahlen. Das half ihm aber nicht der Befragung durch Elena zu entkommen. „Nein, ich hab ihn noch nie gekannt. Wie er ich fand? Vermutlich hat die den gleichen Lokalisationszauber vom Stapel gelassen, den sie damals gemacht hat, als ich darum bat Stefan zu finden. Anders kann ich mir das nicht erklären. Wenn er uns schon längere Zeit verfolgt hätte, hätte ich es gemerkt.“ Immerhin lernte man einiges über Verfolger, wenn man so lange lebte. Elenas Gedanken gingen aber noch weiter. Ob er Familie hatte? Woher sollte Damon das wissen. „Keine Ahnung“, er zuckte die Schultern und mampfte Pizza weiter. „Aber so ungepflegt wie er aussah und roch, denke ich nicht. Jede Frau würde ihm ein Mindestmaß an Hygiene beibringen. Fortgepflanzt hat er sich eher nicht, denke ich. Die meisten Jäger sind eher Einzelgänger und leben für die Jagd.“ Damon konnte ja verstehen, dass Elena all das interessierte. Sie war ein mitfühlender Mensch, aber dieser Jäger hatte ihr Mitgefühl absolut nicht verdient. „Elena, solche Dinge geschehen. Das hier ist nicht Disneyland. Ich will auch gar nicht versprechen, dass es nie wieder passiert. Aber ich werde versuchen mich zusammenzureißen. Wo Stefan nun ist weiß ich ja und wenn du mir nicht davon läufst, dann muss ich es für dich nicht anwenden.“ Damon sagte es im Scherz, hatte aber nicht vor, Elena zu beschatten. Höchstens zu ihrer Sicherheit, so wie in den letzten Wochen. Aber selbst da hatte er Abstand gehalten. „Hast du weitere Fragen, oder bin ich dran?“ fragte er, denn Fragen hätte er ganz sicher auch. Bloß gingen die in eine andere Richtung.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 15 Nov 2015, 16:07

Scheinbar war Damon immer noch zu Scherzen aufgelegt, aber im Moment konnte Elena darauf nicht so wirklich eingehen. Ihr war immer noch ein bisschen unwohl, weshalb sie die Ruhe im Auto gut brauchen konnte. Selbst Damon schien das zu begreifen, denn auch er wurde ruhiger und so hing wohl jeder ein bisschen seinen eigenen Gedanken nach. Eine Frage hatte Elena allerdings und weil Damons Worte wirklich aufrichtig klangen glaubte sie ihm. Sie nickte leicht und lächelte sogar ein bisschen zaghaft. Solche Dinge passierten definitiv den meisten Leuten. Allerdings wurde nur den Wenigsten deshalb ein Jäger auf den Hals gehetzt.
Weiter ging die Fragerei, als sie gemeinsam am Tisch saßen. Damon kaute ziemlich entspannt auf seiner Pizza herum, während Elena immer noch ziemlich angespannt war. Dass diese Hexe durch einen Suchzauber jeden finden konnte war irgendwie gruselig, fand zumindest Elena. Verstecken war da definitiv nicht mehr möglich. "Kann sie jeden so finden?", wollte sie deswegen wissen. Vielleicht gab es ja auch irgendein Kraut, das einen gegen Hexen schützte. Falls ja, würde Elena sich das am besten auch gleich noch besorgen. Wenigstens beruhigte es sie ein bisschen, dass der Jäger nicht schon länger hinter ihnen her war und dadurch womöglich auch eine Gefahr für ihre Freunde gewesen sein könnte. Auch Elenas Frage nach einer möglichen Familie wurde von Damon nicht so richtig ernst genommen. Scheinbar machte er sich darüber keine großen Sorgen. Wenn Jäger solche Einzelgänger waren, standen die Chancen allerdings gut, dass er tatsächlich keine Familie gehabt hatte.
Einen Moment lang sah Elena Damon dabei zu, wie er seine Pizza aß. Er wirkte wie ein völlig normaler junger Mann, der einen schönen Tag gehabt hatte. Definitiv nicht wie jemand, der gerade einen Menschen getötet hatte. "Kümmert dich das gar nicht?", musste Elena deswegen fragen "ich meine ... wie kannst du so leicht damit umgehen?" Natürlich wusste Elena schon irgendwie, dass Damon nicht nur diesen einen Mann umgebracht hatte, aber darüber dachte sie lieber nicht so genau nach. Dass die Welt nicht aus Zucker war wusste auch Elena, aber das hieß ja trotzdem nicht, dass jeden Tag eine neue Leiche auftauchen musste.
Weil sie ihm nun schon wieder ein Loch in den Bauch gefragt hatte und Damon eigentlich immer mehr oder weniger geduldig antwortete, war es wohl nur fair, wenn er nun ebenfalls ein paar Fragen stellen durfte. Deswegen nickte Elena leicht und sah ihn dann wieder dann. "Was willst du wissen?"
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 15 Nov 2015, 21:13

„Wie eine Hexe das genau macht, kann ich dir nicht sagen... sie verraten es mir einfach nicht“, Damon zuckte die Schultern. Blöd aber auch, dass Hexen Vampire nicht so sehr gerne hatten. „Offenbar gelingt es aber, wie man sieht.“ Es gefiel ihm so überhaupt nicht, dass Hexen diese macht hatten. Nur dagegen tun konnte er auch nichts.
Elena beschäftigten jedoch ganz andere Dinge. Während er durchaus in der Lage war die Pizza zu genießen, kratzte sie an seinem Gewissen. Damon legte die Pizza weg, als würde sie plötzlich nicht mehr schmecken. Was sollte er nun dazu sagen? Dass er ein gewissenloser Vampir geworden war, seit er seine große Liebe verloren hatte. Jammer- und Mitleidsmodus on. Nein, so ging das nicht. „Soll ich ehrlich sein?“ fragte er und ging direkt mal davon aus. „Nein es kümmert mich nicht. Wenn man über 160 Jahre lebt hat man zwei Möglichkeiten, Elena: Man kann sich einigermaßen abschotten von der Welt, die einen sonst mit ihren Tragödien und Ungerechtigkeiten mit in den Abgrund zieht. Dann prallt es an einem ab, weil man keine persönlichen Bindungen mehr hat. Oder aber man geht eben mit all dem Drama unter.“ Keine Frage, ein langes Leben und der Druck sich von Blut ernähren zu müssen veränderte einen. Vermutlich wäre er aber trotzdem ein anderer, auch als Vampir wenn er Elena noch … oder wieder hätte. Diese Gedanken ließ er trotzdem selbst nicht zu.
Aber gerade eben kam ihm wieder der Gedanken, dass Elena ohne ihn besser dran wäre. Er war es sonst, der sie in den Abgrund zu ziehen drohte. „Vielleicht sollte ich besser gehen... ganz“, sagte Damon plötzlich und stand auf. Was machte er hier eigentlich? Schon damals 1863 hätte er Elena viel erspart, wäre er nicht in ihr Leben gestolpert. Was wäre schlimmstenfalls schon passiert? Sie hätte Alexander Shepherd geheiratet und ein langweiliges Leben geführt. Aber es wäre ein Leben gewesen und nicht der Tod, den sie gefunden hatte. Oder diesem faulen Zauber hier. Und nun? Klaus Zauber hin oder her. Sie hatte ein Leben, eins an das sie glaubte und eins dass sie trotz aller Trauer wollte. Er konnte auch aus der Ferne auf sie aufpassen und Klaus im Auge behalten. Damon konnte auch auf eigene Faust herausfinden was Klaus eigentlich wollte. Wenn er sie wirklich liebte, sollte er sie gehen lassen. Diesen Nachhall einer Liebe weiter zu zelebrieren, war ihr gegenüber unfair. Der Vampir sah sie an und auch wenn er es nicht wollte, sah er sie mit all der Liebe an, die er je für Elena empfunden hatte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 15 Nov 2015, 22:01

Weil Damon ihr die Frage nicht beantworten konnte entschied Elena sich dafür Bonnie danach zu fragen. Vielleicht wusste sie ja wie so ein Ortungszauber funktionierte und wie man ihn womöglich vereiteln konnte. Dann konnten sie sich davor schützen nochmal auf diese Weiße gefunden zu werden und so hoffentlich eine weiteren Begegnung mit Jägern oder ähnlich unangenehmen Zeitgenossen verhindern. Das musste allerdings warten, denn noch saß sie hier mit Damon und der schien sich nun auch zu verändern. Er legte die Pizza weg und sah sie zum ersten Mal so richtig ernst an. Deswegen nickte Elena nun auch, auch wenn sie bereits ahnte, dass ihr die Antwort nicht gefallen würde. Damon erklärte, dass er diese Haltung eingenommen hatte, um sich selbst zu schützen. Ein Stück weit konnte Elena das sogar verstehen, doch sie wollte nicht daran glauben, dass man nur auf diese Art und Weiße die Zeit überstehen konnte. Einen Moment lang sah Elena ihn schweigend an. "Aber wenn man sich von der Welt abschottet, was hat man dann noch?", wollte sie von Damon wissen. "Für was lohnt es sich dann zu leben, wenn man nichts mehr an sich heran lässt?" Denn wer die negativen Emotionen verdrängte, der konnte eben auch die Positiven nicht mehr spüren und dann war man nur noch eine leere Hülle. Erstmal war es still, weil sie nun wohl Dinge gesagt hatten, die man nicht gerade in einer leichtfertigen Unterhaltung fallen ließ.
Dann reagierte Damon allerdings ganz anders, als Elena erwartet hatte. Er erklärte, dass es besser war, wenn er wieder ganz aus ihrem Leben verschwand. Kaum hatte er das gesagt, hatte Elena das Gefühl ihr wurde die Luft abgeschnürt. Sie kannte ihn kaum und sie hatten in einigen Dingen definitiv andere Ansichten, aber .... irgendwas in ihr brauchte ihn jetzt schon mehr als je einen Menschen zuvor. Sie konnte ihn nicht einfach so gehen lassen, das stand für Elena fest. Da war ihr auch egal, was passiert war, zumindest in diesem Moment spielte das keine Rolle. Sie wollte ihn nicht verlieren. Und dann war da plötzlich dieses Licht in seinen Augen. Ihre Blicke trafen sich und für Elena war klar, dass auch Damon nicht gehen wollte. Dass sie es gemeinsam schaffen würden. Dass die Dunkelheit ihn dann vielleicht ein kleines bisschen weniger erreichen konnte.
Ehe sie selbst begreifen konnte was sie tat, stand Elena ebenfalls auf, machte einen Schritt auf Damon zu und küsste ihn. Ihr Verstand hätte das sicher nicht gut geheißen, aber im Moment sah sie keine andere Möglichkeit ihn hier zu halten. Elena legte ihre Hand an seine Wange und schloss die Augen. Es war kein leidenschaftlicher Kuss, aber er war liebevoll und zärtlich. Auch danach blieben ihre Augen noch einen Moment geschlossen. "Du kannst nicht gehen!", stellte sie flüsternd fest, als sei das eine feststehende Tatsache ... war es auch irgendwie!
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 16 Nov 2015, 21:37

Die ernsten Blicke, mit denen sie sich begegneten war wohl für sie beide neu. Elena traf mit ihren Fragen den Nagel auf den Kopf. Damon schluckte trocken und erwiderte nichts. Wofür lebte er? Für Stefan? Für eine wage Hoffnung, die sich nie erfüllen würde? „Wer bereits tot ist, kann nicht mehr sterben“, flüsterte Damon leise. Nicht, dass er es nicht spürte... manchmal spürte er das sogar sehr deutlich, dass er bereits tot war. Dann wenn er merkte, dass Elena nicht mehr bei ihm war. Allein die Erinnerung an sie vermochte es aber ihm Hoffnung zu geben und ein Gefühl von Leben zu bekommen.
Aber durfte er es Elena zumuten? Selbst wenn es seine Elena wäre? Er würde sie wieder mit ins Verderben ziehen. Dabei musste er sie nicht nur vor Klaus, sondern auch vor sich selbst schützen. In ihren Augen war jedoch die gleiche Liebe für ihn, wie er sie für Elena empfand. Das erschütterte Damon bis ins Mark, denn er hatte niemals geglaubt, dass er diese Liebe noch einmal spüren würde. Für einen Moment erkannten sie beide die Seele des anderen und dann... küsste sie ihn. Damon spürte ihre weiche, warme Hand an seiner Wange und ihren liebevollen Kuss. Es war wie ein Versprechen, dass sie ihn nicht fallen lassen würde, dass sie Hoffnung für ihn hatte. Es war kein verheißungsvoller Kuss, der eine heiße Nacht ankündigte. Es war einfach viel, viel mehr. Damon zögerte kurz, weil er selbst nicht wusste, wie das Blatt sich so schnell wenden konnte, dann erwiderte er den Kuss vorsichtig, fast schon fragend ob Elena sich sicher war, dass sie das auch wirklich wollte. So wie sie schloss auch er die Augen und fühlte das... was er so lange vermisst hatte: Echte Liebe die nicht an Bedingungen gebunden war. Endlich löste sich etwas in Damon und als sie beide zärtlich den Kuss beendeten sah er sie verwundert an. Seine Augen flitzten geradezu über ihr Gesicht. Was sie sagte, waren erlösende Worte für ihn, hatte er sich doch eigentlich geschworen, nur zu gehen, wenn sie ihn fort schickte. Musste er dann nicht bleiben, wenn sie es sagte?
Damon legte seine Arm um sie, ohne dass es aufdringlich wurde. „Wie machst du das nur?“ fragte er. Sie hatte ihn in der Hand, mit allem drum und dran. „Elena... bist du dir sicher?“ fragte er nochmals, um ihr einen letzten Ausweg zu ermöglichen. Sie wusste nun beinah alles von ihm, wusste dass er ein Monster war, das die Gefahr scheinbar anzog wie die Motten das Licht. Und trotzdem wollte sie, dass er blieb?
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 16 Nov 2015, 22:21

Was hier gerade vor sich ging konnte auch Elena nicht sagen. Bisher hatte sie oft daran gezweifelt, ob Damon tatsächlich recht hatte und sie die selbe Frau war wie damals. Doch nun wurde sie von einem solchen Gefühlschaos übermannt ... das konnte nicht entstehen nur weil man sich ein paar Tage kannte. Irgendwas daran war viel tiefer gehend und auch wenn Elena noch nicht alles verstand, sie war nicht bereit es jetzt und hier aufzugeben. Damon stellte sie vor die Wahl und Elena brauchte darüber nicht nachzudenken. Dass es mit ihm nicht ganz einfach war, daran bestand kein Zweifel. Aber die Vorstellung ihn nicht wieder zu sehen war viel schlimmer und genau deswegen folgte Elena nun einfach diesem Gefühl. Der Kuss war wie eine kleine Explosion. Zugegeben hätte sie das nun zwar nicht, aber sowas hatte sie bei Matt definitiv nie gespürt. Konnte etwas was sich so gut anfühlte falsch sein? Sie würden es herausfinden, denn nun erwiderte Damon den Kuss ebenfalls und dadurch fiel doch ein bisschen Anspannung von Elena ab. Immerhin hatte er gerade noch gehen wollen. Beide waren vorsichtig und zärtlich, weil es eben der erste richtige Kuss war. Gleichzeitig aber fühlte er sich so vertraut an, dass es Elena Sicherheit gab sich eben nicht gleich wieder zurück zu ziehen, sondern zu ihrer Entscheidung zu stehen.
Als sie den Kuss beendet hatten, dauerte es noch einen Moment ehe Elena die richtigen Worte fand. Sie gehörte nicht zu den Menschen, die sich einfach so auf so etwas einließen. Matt war ihr erster Freund gewesen und sie hatte ihn davor eine Ewigkeit gekannt ... glaubte sie jedenfalls. Hier aber hatte sie einfach keine Wahl, gegen sowas konnte man sich nicht wehren. "Wenn man eine zweite Chance bekommt um zu leben, dann sollte man sie nutzen!" Elena meinte damit vor allem Damon, denn er war eben nicht richtig tot. Er lebte und hatte die Freiheiten alles zu tun was er wollte. Vielleicht aber traf diese Aussage auch auf sie selbst zu. Vielleicht war es auch für sie die zweite Chance. Damons erste Frage konnte Elena nicht beantworten, vermutlich wusste er das sogar besser als sie. Die zweite allerdings, die musste sie beantworten. Einen Moment lang zögerte Elena, dann aber sah sie Damon wieder direkt an. "Nein .... nein bin ich nicht. Aber es gibt Dinge, in denen kann man sich nicht sicher sein!" Natürlich wäre es einfacher gewesen, wenn sie Damon nun gesagt hätte sie sei sich sicher. Aber das wäre eine Lüge gewesen. "Aber wenn man es nicht versucht wird man es nie herausfinden!" Elena umarmte Damon nochmal, verbarg ihr Gesicht an seiner Schulter und schloss nochmal die Augen. Was die Zukunft ihnen bringen würde war ungewiss, aber sie hatte nun deutlich gespürt, dass sie Damon nicht einfach gehen lassen konnte. Einmal noch atmete Elena tief durch, dann ließ sie ihn aber wieder los. "Willst du noch Nachtisch .... wir haben Eis im Keller?", fragte sie gleich recht spezifisch, damit keine falschen Gedanken aufkamen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 17 Nov 2015, 20:43

Sie beide schienen einen Moment zu brauchen, bis sie nach dem Kuss merkten, was dieser beiden bedeutete. Elena hatte diesen Kuss initiiert und er hatte ihn zärtlich, aber sicher erwidert. Es war das erste Mal, dass sie beide das Gleiche wollten: Einander. Für Damon hatte es sich nie falsch angefühlt bei Elena zu sein, aber er wollte sie nicht in Gefahr bringen, erst recht nicht durch sich selbst. Aber war es wirklich so, dass er sie in Gefahr brachte? War es ohne ihn nicht noch viel schlimmer und Elena viel schutzloser? Erst recht wenn sich all seine Befürchtungen bewahrheiteten.
Stumm sahen sie sich in und Damon spürte selbst, dass er sich niemals von Elena abwenden konnte. Eben nicht, wenn sie ihn nicht zuerst fort schickte. Was sie sagte ließ sein Herz schneller schlagen. Konnte er wirklich wieder richtig leben? Die Antwort war im Grunde einfach: Ja mit ihr an der Seite schon! Mit ihr und vielleicht auch mit Stefan... denn wenn er sehr ehrlich zu sich selbst war, dann wusste er, dass er seinen kleinen Bruder schwer vermisste. „Ich glaube... das käme auf einen Versuch an, Miss Gilbert.“ Damon deutete ein ganz leichtes schräges Lächeln an. Es wirkte aber lange nicht so selbstbewusst für sonst. Sein wirkliches Selbstbewusstsein, das auch sympathisch wirkte und das er als Mensch gehabt hatte, schien er nur mit Elena an seiner Seite entwickeln zu können. „Dann finden wir es gemeinsam heraus“, stellte er fest. Dass Elena nicht gleich behauptete, dass der Himmel voller Geigen hing.
Fast schon zaghaft griff Damon wie ein frisch verliebter Vierzehnjähriger nach ihrer Hand. Sie konnte nicht ahnen, dass der Macho an sich ein fast schon zurückhaltender Kerl sein konnte der vor allem Angst hatte, dass die Herzdame ihn ablehnte. So sah es gerade aber nicht aus. Vielmehr umarmte Elena ihn nochmals und auch der Vampir schloss die Augen und genoss die Gewissheit, dass das hier geschah, weil auch Elena es wollte. Also sie den Nachtisch anbot und gleich hinzufügte grinste Damon schließlich wieder überheblich. Er konnte manchmal einfach nicht anders. „Du hältst mich schon für einen schlimmen Finger, oder?“ Sonst hätte sie das 'Eis' nicht so deutlich erwähnt. Dabei konnte er sehr geduldig sein, wie er bei seiner Frau schon einmal bewiesen hatte. „Ich liebe Eis“, flunkerte Damon, denn eigentlich war das Eis ihm Wurscht. Dafür dass er nun aber wieder mit Elena auf dem Sofa sitzen dürfte, würde er Eiswürfel blank lutschen. „Wenn du mir sagst wo ich es finde, hole ich es für uns.“ … 'Uns' … Himmel hatte sich dieses Wort je so gut angefühlt?
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 18 Nov 2015, 11:58

Das hier war ein komisches Gefühl und so richtig konnte Elena auch nicht damit umgehen. In ihrem Bauch kribbelte es gewaltig, aber nach all den Ereignissen heute blieb auch immer noch ein komischer Beigeschmack. Scheinbar hatten sie beide es aber nicht besonders eilig, sie wollten sich Zeit lassen, zumindest hoffte Elena das auch. Damon schien es genau so zu gehen, denn er war ruhiger als sonst und vorsichtiger mit seinen Berührungen. Elena tat das gut, weil sie sich so erstmal langsam an die neue Situation gewöhnen konnte. Er stimmte ihr zu, wenn es darum ging es zu versuchen und deswegen nickte Elena leicht und lächelte wieder. "Ja ... finden wir es heraus!" Beinahe hätte sie ihn nochmal geküsst, aber aus irgendeinem Grund tat sie es dann doch nicht. Stattdessen umarmte sie Damon und gönnte ihnen so noch einen weiteren Moment, um wieder ein bisschen zu entspannen.
Die Pizza hatten sie zwar nur zur Hälfte gegessen, aber nun war sie eh kalt und deswegen schlug Elena vor gleich zum Nachttisch über zu gehen. Scheinbar entging Damon aber nicht diese doch ein bisschen spezielle Formulierung. Elena lächelte verlegen, weil sie Damon ja auch nichts unterstellen wollte, aber .... "Naja, es könnte so ein Eindruck entstanden sein!", gab sie schließlich schmunzelnd zu, auch wenn das definitiv nicht böse gemeint war. So wie Elena ihn bisher kennen gelernt hatte, war er definitiv kein Kostverächter, das konnte auch Damon nicht leugnen.
"Das Eis ist im Keller in der Gefriertruhe ... gleich hinter der Treppe!", erklärte Elena. Während Damon sich auf den Weg machte, räumte sie die Pizza weg. Entgegen ihrer Erwartungen wurde in diesem Moment allerdings die Türe aufgeschlossen. "ELENA?!!" Es war Tante Jenna, die zur Türe reinkam. Also doch kein Übernacht-Date? Elena schielte automatisch zur Kellertreppe, wusste aber selbst nicht so recht, ob sie Damon nun eher vorstellen oder verstecken sollte. "Hey Jenna.... du bist ja früh zu Hause?!", stellte Elena fest, stellte sich in den Türrahmen der Küchentüre und sah sie an. "War das Date nicht gut?" Jenna schüttelte den Kopf und zog ihre Schuhe aus. "Nein nein, aber ich muss morgen früh raus und ich kann ja auch nicht immer bei..." Ihr Blick fiel auf die Pizzaschachteln. "Hast du Besuch?"
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 18 Nov 2015, 21:21

Manchmal war es doch ganz gut zu reden... so wussten sie nun beide woran sie waren und einigten sich dennoch ohne viel Diskussion auf diesen Versuch. Wobei Damon Elena lieben würde, ganz egal ob sie mit ihm zusammen war oder nicht. Diese Liebe würde nur sein Tod besiegen. Er hatte Elena all die Jahre geliebt und würde es bis zu seinem letzten Herzschlag tun. Auch dass sie es langsam angingen kam Damon ganz gelegen. Diese Liebe war so gewaltig, dass sie selbst den coolen Vampir erschütterte. Ein wenig Ruhe und langsame Annäherung konnte also keinesfalls schaden. Es ging hier garantiert nicht um schnellen Sex. Nicht dass Damon dem abgeneigt wäre, aber es ging hier einfach um sehr viel mehr.
Aber genau diesen Eindruck hatte er wohl hinterlassen, wie Elena ihm nun schmunzelnd steckte. „So könnte der Eindruck entstanden sein?“ fragte er auch mit einem schmunzeln. „Dann werde ich dich eben eines besseren belehren.... aber wenn du mal … du weißt schon... hey, dann bin ich immer für dich da“, plapperte Damon weiter, einfach weil er immer plapperte wenn er unsicher wurde. Vielleicht merkte das aber auch Elena langsam. Im Grunde war er nur ein wahnsinnig verliebter Kerl, der Angst hatte, von seinem Mädchen abgelehnt zu werden oder etwas falsch zu machen.
Und als verliebter Kerl ging man eben auch in den Keller und holte Eis. Nur als er wieder hoch kam waren sie nicht mehr allein. Damon verharrte in der Bewegung und blieb auf der Treppe und lauschte. Was nun? Der Schwerenöter Damon hätte sich jetzt verzogen. Und was machte der ehrenwerte Damon? Einen Moment zögerte er, dann trat er mit dem Eis auf die Bildfläche und sah ihrer Tante furchtlos entgegen. Elena und er wollten den Versuch wagen zusammen zu sein, dazu gehörte auch ihre bucklige Verwandtschaft wohl oder übel. Damon nahm das in Kauf. Leider kehrte aber bei 'Publikum' auch oft bei ihm der Macho ein Stück weit zurück. „Ich habe etwas wirklich Sündiges gefunden... Schoko und Erdbeer... fehlt nur noch Sahne“, gurrte er zu Elena und sah nun zu Jenna. „Guten Abend, ich bin Damon“, stellte er sich freundlich grinsend vor und hoffte, dass die Tante jetzt keinen Anstandswauwau miemte.
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