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 Vorsicht bissig

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Damon Salvatore

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BeitragThema: Vorsicht bissig   So 14 Feb 2016, 10:52

Damon befand sich seit Wochen auf Wolke sieben. Das Glas war immer halbvoll und nie halb leer. Dabei trank er weniger Bourbon als je zuvor. Manchmal trank er sogar Blutkonserven um ein braver Vampir zu sein. Er hatte sich weiter mit Enzo ausgesöhnt und war mit Stefan und ihm Football spielen gewesen, wie ein normaler junger Kerl. Das alles war Elenas Verdienst. Damon fühlte sich aber wohl in seiner Haut und freute sich schon wieder auf einen Abend mit Elena. Selbstverständlich betrieben sie weiter gemeinsam Matratzensport. Machte ja beiden genug Spaß. Heute Abend wollte er aber einfach nur mit Elena essen gehen, ganz altmodisch im Grill. Vorher wollte er aber noch einmal wirklich etwas gutes Trinken und war einige Meilen weit gefahren, weg von Mystic Falls, Richtung Atlanta. Dort gab es einen Trimm Dich Pfad auf dem viele appetitliche und sportliche Personen ohne hohen Blutfettanteil sich vergnügten. Damon wollte niemand töten, einfach nur ein gutes Schlückchen nehmen. Danach konnte je jeder seines Weges gehen. Darum spazierte er fröhlich pfeifend durch den Wald, entlang an den jeweiligen Fitness Stationen und wartete auf sein potentielles Opfer.
Das ließ leider auf sich warten, aber dann kam doch noch zwei tratschende und kichernde junge Frauen entlang gejoggt. Sie tuschelten gleich als sie Damon sahen und machten langsamer. Sportkleidung hatte er ja keine an. „Hallo“ grüßten sie ihn und Damon manipulierte sie im Handumdrehen und ehe er sich versah, trank er von ihnen. Was dann geschah konnte Damon später nur schwer nachvollziehen. Plötzlich riss ihn etwas weg von den Mädchen. Er fühlte einen beißenden Schmerz an der Schulter, dann wurde er weg geschleudert und die Männer die hinzu kamen nahmen die Mädchen auf den Arm und trugen sie weg. Damon lag auf dem Waldboden, betastete die Schulter und sah sich die Stelle an. Verdammte Scheiße... ein Werwolfbiss.
Er schleppte sich zum Auto und fühlte bereits das Fieber in sich, das dieser Biss mit sich brachte. Was nun? Verdammt noch mal... das war tödlich. Und tödlich war nicht gut. In seiner Not fuhr er zu Elena und klopfte an der Tür.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 14 Feb 2016, 20:05

Im Moment verlief Elenas Leben richtig gut. Bei den Cheerleadern hatte sie zwar aufgehört und die Situation mit Jeremy war nicht viel besser geworden, aber ansonsten war sie rundum glücklich. Sie hatten heraus gefunden, dass Jeremy tatsächlich Drogen nahm und Jenna hatte auch mit ihm darüber gesprochen. Aber es hatte nicht viel gebracht weshalb Elena vorhatte noch etwas dagegen unternehmen wollte. Sie wusste nur nicht so genau was... Damon hatte aber zugesichert, dass er ihr helfen wollt und dafür war sie doch sehr dankbar. Ihre Freunde hatten sich irgendwie an das neue Paar gewöhnt. Bonnie war nach wie vor skeptisch, Matt natürlich alles andere als begeistert aber zumindest Caroline hatte nicht all zu viel auszusetzen. Lag wohl daran, dass Stefan und sie sich inzwischen näher gekommen waren, aber darüber freute Elena sich ganz besonders. Schließlich waren das zwei ihrer besten Freunde und denen gönnte sie das Glück natürlich sehr. 
Noch hatte sie Damon aber nicht zum Doppeldate überreden können, noch war sie aber hartnäckig dran. Schließlich stand ja noch ihr Ausflug mit dem Geld vom Autorennen aus, da würde Damon nicht drum herum kommen. Heute aber würden sie alleine ausgehen, denn er hatte sie zum Essen eingeladen. Im Grill standen die Chancen zwar gut jemandem zu treffen, den sie kannten, aber zumindest Elena hatte damit kein Problem. Allein sein konnten sie gegen später immer noch. Diese Zweisamkeit war beiden sehr wichtig und seit dem Abend am Wasserfall hatten sie auch eine weitere Aktivität für gemeinsame Stunden. Da hatten sie wohl beide gleich viel Spaß, aber genau so sollte das sein. 
Obwohl sie jetzt schon eine Weile zusammen waren, war Elena immer noch ein kleines bisschen aufgeregt, wenn sie sich verabredeten. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch flatterten dann wieder wie verrückt und die Vorfreude machte sie ganz zappelig. Heute hatte sie sich die Zeit ganz klischeehaft verkürzt, indem sie noch geduscht, sich die Nägel lackiert und die Haare gemacht hatte. Was Mädchen vor einem Date eben so taten. Sie war gerade noch am Aussuchen des Oberteils, als es an der Türe klingelte. Elena zog also schnell eins über und ging dann runter. "Du bist aber viel zu früh!", stellte sie lachend fest, als Damon schon vor der Türe stand. "Ich bin noch nicht fertig .... da wirst du warten müssen!" Dieses Mal konnte sie aber nichts dafür. Er war ja selbst schuld, wenn er zu früh kam. "Hast du mich so vermisst?", Elena schmunzelte und küsste ihren Freund zur Begrüßung. Dann viel ihr aber auf, dass irgendwas nicht stimmte. Damon wirkte gehetzt, war irgendwie blass und sah aus, als hätte er einen Geist gesehen. "Was ist denn los? Ist irgendwas passiert?", wollte Elena nun wissen. Sie zog ihren scheinbar fest gewachsenen Freund ins Haus und schloss die Türe hinter ihm. "Jetzt sag schon Damon.... hast du dich mit Stefan gestritten? Oder ist irgendwas mit Enzo?", riet sie mal was ihr so spontan einfiel.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 14 Feb 2016, 21:18

Damon blinzelte. Warum gab es nun schon zwei Elenas? Das war kein gutes Zeichen. Also … zwei Elenas wären durchaus gut, aber da stimmte doch was nicht. Seine Sinne waren wirr. Sie roch gut nach Nagellack und Haarschampoo. „Du siehst gut aus...“, nuschelte er benommen, streckte die Hand nach ihr aus und stolperte über die eigenen Füße. Mühsam rappelte er sich wieder auf und sah Elena wie beschwippst an. Elena wollte immer Pärchendates. So weit war es noch nicht gekommen. Oder doch? Damon wusste es gerade nicht einmal mehr. „Ja ich hab dich vermisst.... jede Minute ohne dich ist die Hölle...“, flüsterte Damon und streckte die Hand nach ihr aus. „Du bist so schän“, lallte er als wäre er besoffen, dann schleppte er sich ganz ins Haus und lehnte an der Treppe.
Ui und sie stellte seltsame Fragen. „Stefan ist in Ordnung... Caroline ist bei ihm... is sehr laut im Schlafzimmer. Enzo geht es auch prima. Keine Sorgen... alles gut.“ Damon fühlte sich als würde er austrocknen. Er halluzinierte. Eben sah er Elena in ihrem Hochzeitskleid. „Heiraten wir heute?“ fragte er und sah an sich herab. „Ich hab nichts passendes zum anziehen“, gestand er kleinlaut. Aber Stefan, Jeremy und Grayson waren auch noch nicht da, dann hatte er sicher auch noch etwas Zeit. Gut so...
Und er hatte eine Überraschung an den Thermalquellen vorbereitet. Hoffentlich würde Elena das gefallen. Stefan und Jeremy hatten ihm geholfen und würden es auch später tun. Aber letztendlich kam es nur darauf an, dass es Elena gefiel. Dabei fragte sie ob etwas passiert sei. Was für eine Frage? Damon runzelte die Stirn als habe er sich verhört und setzte sich auf die Treppe. Er zog sein Shirt weg, so dass sie den Werwolfbiss sehen konnte. Dann sagte er aber nichts mehr. In diesem Moment wurden seine Sinne wieder klarer. Dieser Biss war tödlich für einen Vampir... er würde sterben. Sie würden überhaupt niemals heiraten...
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 14 Feb 2016, 21:39

Kaum hatte sie ihn einmal richtig angesehen wurde Elena klar, dass irgendwas nicht stimmte. Damon schien es Mühe zu bereiten aufrecht zu stehen, sein Blick war gebrochen und leer, er sah sie nicht mal richtig an. "Damon? Was ist denn los?", als er auf sie zustolperte ergriff Elena seine Hände, damit er nicht stürzte. Tatsächlich schwankte er wie ein Betrunkener und auch seine Worte ergaben ungefähr diesen Sinn. Sonst hätte Elena sich deswegen wohl keine Sorgen gemacht, denn Damon war nun mal ein kleiner Casanova und wenn er getrunken hatte wurde das nicht gerade besser. Er wurde zwar nie aufdringlich, aber durchaus ein bisschen anschmiegsamer. Als er abermals wiederholte wie hübsch sie doch war lachte Elena. "Was ist nur mir dir los?" Bei einem Menschen hätte sie wirklich daran geglaubt, dass er einfach vollkommen betrunken war. Aber sie wusste bereits wie viel so ein Vampir vertrug. Damon konnte doch nicht so viel gesoffen haben und das mitten am Tag und vor ihrem Date. 
Inzwischen stand sie dicht bei ihm und stütze ihn, weil Damon sich nur schwer auf seinen Beinen halten konnte. Es war ein Wunder, dass er es überhaupt so hierher geschafft hatte. Auch ihre Fragen beantwortete er, aber keine von Elenas Vermutungen war richtig und wie es bei Stefan und Caroline im Schlafzimmer lief wollte sie eigentlich nicht von Damon wissen. Das war eher ein Mädchenthema. Dann wurde es aber so richtig seltsam, denn plötzlich redete er vom Heiraten und nun kam Elena wirklich nicht mehr mit. "Bitte was?", weil er sie ein bisschen zu lange ansah, sah auch Elena an sich runter, aber da war nichts.... "Wovon sprichst du denn? Niemand heiratet heute!", erklärte sie nun doch ein bisschen besorgt. "Wir wollten Essen gehen .... im Grill! Hast du das vergessen?" 
Jetzt sagte Damon allerdings gar nichts mehr. Stattdessen setzte er sich auf die Treppe und sah sie an, als sei er gar nicht richtig da. "Stop! Stop, was soll denn das?", versuchte sie noch ihn aufzuhalten, als er sich auf der Treppe sitzend halb auszog, doch dann entdeckte sie einen übel aussehenden Biss an seiner Schulter. Elena erschreckte sich sogar, weil das gar nicht gut aussah. "Um Himmels Willen was ist denn das?" Normalerweise heilten Verletzungen bei einem Vampir sofort. "Woher kommt das?" Aber Damon war kaum ansprechbar und Elena hatte wirklich Angst, dass er demnächst einfach zusammen klappte. Während Damon noch auf der Treppe saß, zog sie das Handy aus der Tasche und rief Stefan an. Elena berichtete notdürftig was sie wusste und Stefan versprach sofort zu kommen. "Na komm.." Elena zog Damon hoch und brachte ihn ins Wohnzimmer, damit er sich hinlegen konnte. "Erinnerst du dich, was passiert ist?" Aus der Kühltruhe holte sie einen Blutbeutel -die waren hier seit Damon öfter mal über Nacht blieb, Jenna hatte sie irgendwas von Bluterkrankheit erzählt- und brachte ihn zum Sofa. "Hier .... das hilft doch bestimmt!"
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Mo 15 Feb 2016, 22:14

Ja, das wüsste Damon auch gerne was mit ihm los war. Gute Frage! Elena half ihm und schleppte ihn zum Sofa. Oh ja, sitzen war gut. Für einen Moment schloss der Vampir nur ermattet die Augen. „Essen gehen? Ich wollte dich doch heiraten“, warf er enttäuscht nuschelnd ein. Da drückte Elena ihm einen Blutbeutel in die Hand und er schlug wie ein Raubtier die Zähne hinein und trank es leer. Doch es war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, der Durst verging einfach nicht. Er wurde durch das Fieber immer schlimmer. Von den ganzen Fragen die Elena ihm stellte, schwirrte ihm der Kopf. „Frag nicht so viel... mein Kopf verbrennt gleich“, bat Damon und schloss die Augen wieder. Nur weil Elena weiter quasselte öffnete Damon probeweise ein Augen und seufzte. Sie war immer noch da... und hatte immer noch kein Brautkleid an.
„Ein Werwolfbiss...“, flüsterte er müde und klopfte neben sich, damit Elena sich setzte. Konnte doch wohl nicht so schwer sein. „Vampire sterben daran... man kann nichts dagegen tun.“ Damon lallte nur noch und sah sie mit glasigem Blick an. Er wollte die Zeit genießen die er noch hatte. Viel konnte es nicht mehr sein. Er hatte schon ein, zwei Mal gesehen wie ein Vampir daran verendet war. War nicht schön gewesen. „Kann ich hier bleiben, bis es vorbei ist?“ fragte Damon und überlegte ob er Stefan Bescheid sagen sollte. „Denkst du … ich sollte es Stefan sagen?“ fragte er und wirkte noch müder. Er schloss einfach immer wieder die Augen und schien gar nicht mehr ganz da zu sein. Dabei wollte er das nicht, aber seine Sinne schwanden und das Fieber verzehrte seinen Körper. Eigentlich sollte er Stefan anrufen sollen. Aber was würde das schon bringen? Der konnte auch kein Heilmittel herbei zaubern.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Di 16 Feb 2016, 16:37

So langsam glaubte sie wirklich, dass Damon einfach restlos besoffen war. Aber dagegen konnte man nichts tun außer ihn auszunüchtern und dabei aufzupassen, dass er keinen Unfall baute. Das Blut würde sicherlich helfen, weshalb Elena auch den Blutbeutel holte. Die Art, wie Damon ihn sich schnappte erschreckte sie aber schon fast ein bisschen. Normalerweise war er darauf bedacht in ihrer Gegenwart vorsichtiger damit umzugehen. Das Blut gehörte dazu und Elena hatte sich irgendwie daran gewöhnt, aber meistens nuckelte er daran wie an einem Cocktail. Heute aber war das Raubtier deutlich zu erkennen und nur weil Elena Damon so gut kannte, ließ sie sich davon nicht weiter erschrecken. Auf die Kopfschmerzen nahm sie erstmal keine Rücksicht, selbst schuld wenn er sich betrank. Dann aber rückte Damon mit einer Erklärung heraus und die hatte so gar nichts mit Alkohol zu tun. Elena brauchte einen Moment um zu begreifen, was das bedeutete. Verletzungen sahen bei Vampiren genauso schlimm aus wie bei Menschen, heilten aber in Sekunden. Diese war anders und Damon erklärte auch gleich wie anders. Vampire sterben daran... man kann nichts dagegen tun... Die Worte wiederholten sich immer wieder in Elenas Kopf und sie wurde doch nicht schlau daraus. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit begriff sie, was Damon gerade gesagt hatte. "Das ist unmöglich!", behauptete sie, als hätte Damon einen ganz offensichtlichen Denkfehler gemacht. Bisher war Elena nicht mal auf die Idee gekommen, dass Damon irgendwann sterben könnte, eben weil Vampire unsterblich waren. Dass er nun aber tatsächlich kurz vor dem Tod stand war mehr als nur ein Schlag in die Magengrube. "Du wirst nicht sterben .... du kannst nicht! Ich brauch dich doch!" Jetzt endlich setzte Elena sich neben Damon, stützte ihn leicht und sah ihn fast schon verzweifelt an. "Es muss doch etwas geben, was man tun kann..."


Kaum hatte Elena ihn angerufen war Stefan losgefahren. Ihm schlug das Herz bis zum Hals und so stürzte er gerade zu ins Haus der Gilbert ohne zu klingeln. "Was ist passiert?" Ein Blick auf Damon reichte um ihm zu zeigen, dass die Lage verdammt ernst war. Das durfte nicht wahr sein! "Er sagt er sei von einem Werwolf gebissen worden!", berichtete Elena, die selbst schon mit den Tränen kämpfte. "Aber ich dachte die können sich nur bei Vollmond verwandeln. Wie kann das denn sein?" Auch Stefan sah nachdenklich zu seinem Bruder, der inzwischen kaum noch ansprechbar war. Ja wie konnte das sein? "Hybriden!", gab Stefan plötzlich die Antwort. "Klaus!", war der nächste Gedanke, den er laut aussprach. "Pass auf ihn auf, ich suche Klaus!" war die knappe Anweisung und dann war Stefan auch schon wieder weg. Weil es aber sonst nichts gab was sie tun konnte, blieb Elena bei Damon und verschränkte ihre Finger mit seinen. "Mach dir keine Sorgen ..... Stefan schafft das schon.... du kennst ihn doch!", beruhigte sie wohl mehr sich selbst als den Vampir. Elena rückte ein Stück zur Seite, damit Damon sich hinlegen und seinen Kopf auf ihr Bein legen konnte. Vorsichtig streichelte sie ihm durchs Haar, doch bei jeder Berührung spürte sie, dass sein Körper förmlich glühte. "Was kann ich für dich tun? Gibt es nicht irgendwas gegen die Schmerzen?" Für sie war es kaum zu ertragen Damon so zu sehen. 
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Di 16 Feb 2016, 20:02

„Ist leider nicht unmöglich, ist ne Tatsache“, belehrte Damon Elena und leerte danach gierig die Blutkonserve. Doch auch das half nur kurz und der Durst kam zurück. Für einen langen Moment sah er auf Elenas pulsierende Halsschlagader. Er konnte ihr süßes Blut förmlich schon riechen. Ob er nicht von ihr trinken könnte? Nur einmal? Und ganz wenig? Dann blinzelte er und erschrak selbst über seine Gedanken und ließ es bleiben. Aber immer wieder halluzinierte er und verwechselte die Vergangenheit mit der Gegenwart.
Elena widersprach ihm, packte ihn und sagt Worte, die trotz Delirium Damon erreichte. Sie brauchte ihn! Ja, und er brauchte sie. „Ich brauche dich auch Elena“, krächzte Damon und konnte nichts gegen die Tränen tun, die sich ihren Weg bahnten. „Durch dich bin ich wieder ich...ich... will..“, Er konnte viel wollen, aber das Werwolfgift breitete sich in ihm aus und dagegen konnte er nichts tun. Wieder aber verschwamm Damon die Sicht. Was war los? Waren sie in Gefahr? „Wir müssen hier weg... diese Männer die dich entführt haben... sie könnten wieder kommen“, stammelte Damon und versuchte aufzustehen, was jedoch nicht gelang. Aber plötzlich war Stefan da. Der strahlende Held.... der gerade ziemlich betröppelt aus der Wäsche guckte. Und sieh an, das schlaue Kerlchen hatte eine Antwort parat wie ihn ohne Vollmond ein Wuffz erwischen konnte. Klaus Mikaelsons Hybriden waren also dran Schuld. Irgendwie waren die an allem Schuld: An Elenas Kidnapping, an seiner Misere hier....die sollten schnell wieder zur aussterbenden Spezies gehören!
Zack und schon war Super Stef wieder weg. Damon konnte nur noch hinter her sehen. „Na das kann was werden“, verdrehte er die Augen so gut es noch ging. Elena setzte sich zu ihm und verschränkte ihre Finger mit seinen. Das fühlte sich zumindest gut an. Er entspannte tatsächlich etwas. Noch besser wurde es als er sich legen konnte und für einen Moment schloss er die Augen ehe er wieder zu Elena auf sah, die ihm die Haare kraulte. Ihr Blick sprach Bände. Angst, Sorge, Mitleid... Damon konnte kaum hinsehen. „Guck nicht so“, murmelte er verwaschen. Er konnte das einfach nicht ertragen. „Ich bin alt.... hab doppelt so lange gelebt wie es normal wäre... und ich habe dich wieder gefunden.... ich glaube ich könnte als glücklicher Mann sterben... wenn ich dich nicht hier allein zurück lassen müsste.“ Das tat ihm weh, denn er hatte Elena so oft versprochen, dass er sie nie verlassen würde. Allerhöchstens wenn sie ihn zum Teufel jagte und selbst dann würde er sicher noch einige Versuche wagen. Aber so …. so war das nicht geplant.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Di 16 Feb 2016, 21:42

Sie wollte widersprechen. Sie wollte, dass Damon aufhörte sowas zu sagen. Sie wollte, dass die Heilung endlich einsetzte und der ganze Mist passierte. Aber nichts dergleichen passierte. Stattdessen sah Damon sie an, mit diesem glasigen Blick der so gar nicht zu ihm passte und versicherte immer wieder, dass so ein Biss tödlich war. Von seinen Gedanken wusste sie natürlich nichts, aber vermutlich hätte nicht mal das Elena davon abgehalten sich zu Damon zu setzen. Seine Tränen machten die Situation nicht gerade einfacher und so spürte auch Elena bald den Kloß in ihrem Hals. Mit dem Daumen fuhr Elena über seine Wange, um die Tränen wegzuwischen. "Vergiss es. Du darfst nicht einfach aufgeben. Das passt überhaupt nicht zu dir!", schimpfte sie dann in ihrer Verzweiflung. "Du wirst noch ganz lange du selbst sein und wir werden so viel erleben!" Für Elena war es nicht vorstellbar, dass Damon plötzlich nicht mehr hier sein würde. Dank ihm hatte sie all die schlimmen Ereignisse überstanden, aber wie sollte sie ohne ihn weiter machen? "Das kannst du mir nicht antun!", flüsterte Elena leise, ehe auch ihr die Tränen über die Wangen liefen. Scheinbar driftete Damon aber wieder in eine vollkommen andere Welt ab, denn schon im nächsten Moment schien er gar nicht mehr zu begreifen wo er eigentlich war. Es kostete Elena einiges, doch sie versuchte sich zusamen zu reißen, denn nun einfach aufzugeben brachte niemanden weiter. Deswegen streichelte nun auch behutsam über Damons Wange. "Mach dir keine Sorgen ... wir sind in Sicherheit! Wir sind beide in Sicherheit, uns wird nichts passieren!", versicherte sie mit brüchiger Stimme.
Zumindest Stefan behielt einen halbwegs kühlen Kopf und war genauso schnell wieder verschwunden wie er aufgetaucht war. Elena wäre am liebsten selbst gegangen, um wenigstens irgendwas zu tun. Aber erstens war Stefan schneller und zweitens wollte sie Damon auf keinen Fall alleine lassen. Deswegen kuschelte sie sich nun auch mit ihm aufs Sofa uns streichelte mit den Fingerspitzen durch sein Haar. Seine Worte berührten sie sehr, weshalb Elena lächelte, doch ihre Augen waren nach wie vor traurig. Sie wollte Damon nicht so leiden sehen, das war kaum zu ertragen. "Ich finde du könntest noch so 60 bis 70 Jahre warten, ehe du als glücklicher Mann sterben kannst...", erwiderte Elena mit einem leicht sarkastischen Unterton. Sie wollte überhaupt nicht über den Tod nachdenken. Aber wenn das schon unausweichlich war, dann doch lieber nach einem langen, glücklichen, gemeinsamen Leben! "Ich liebe dich Damon .... ich kann nicht ohne dich sein!", flüsterte sie dann. Elena beugte sich vor und hauchte Damon einen Kuss auf die Lippen, doch selbst sie konnte spüren wie schlecht es ihm ging. Seine Haut glühte, sein ganzer Körper war schlapp, es war als würde das Leben ihm langsam entweichen und egal wie ungläubig Elena war, sie betete dafür, dass Stefan eine Lösung finden konnte. Weil Elena immer noch seine Hand hielt, spürte sie auch den Tageslichtring. "Hast du den Ring noch?", fragte sie plötzlich leise. Als Damon festgestellt hatte, dass sie zumindest etwas mit seiner Elena zu tun hatte, wollte er ihr den Ehering geben. Damals hatte Elena ihn aber nicht angenommen....
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Mi 17 Feb 2016, 20:56

„Ich hab nicht vor aufzugeben“, flüsterte Damon und schloss immer wieder für immer länger die Augen. Er wollte nicht aufgeben, aber die Schlacht war schon geschlagen. Das Gift fraß sich durch seine Adern, aber Elenas Berührung tat gut und half ihm ein wenig Linderung zu finden. Nur das Schimpfen half gar nichts, Damon wurde immer schwächer. „Das will ich dir auch nicht antun Elena...“, das klang gequält, weil Damon ihre Tränen sah und es ihm weh tat. Sie war alles neben Stefan was er hatte und wollte und das wollte er nicht hergeben. Doch was er wollte und was nicht, dass fragte hier niemand.
Sein verwirrter Geist verwechselte die Zeiten, aber die Aufregung war gar nicht gut für den geschwächten Körper. Je mehr er sich aufregte umso schneller ging es, weil das Gift sich schneller verteilte. Deshalb war es ganz gut, dass sie auf seine Halluzination einging. So beruhigte Damon sich eindeutig schneller. Trotzdem brach Elenas Stimme und Damon wünschte er könne irgendetwas dagegen tun. Das Leben verließ ihm mit jedem Atemzug ein wenig mehr. Ihre Hände in seinem Haar trugen weiter dazu bei, dass Damon ruhiger wurde. „Das fände ich auch schön“, nuschelte er... mit Elena würde er zweifelsfrei gut und gerne 60 oder 70 weitere Jahre durchhalten.
Dann sagte sie aber wie sehr sie ihn liebte und wieder traten die Tränen in Elenas Augen. Damon konnte das kaum mitansehen und erwiderte den Kuss kaum noch. „Ich liebe dich auch … ich … ich wollte früher immer dass wir eine Familie haben... dass du alles sein kannst was du willst... dass du eine Ärztin sein kannst, keine Mutter, meine Frau, eine Reiterin... alles was du dir wünschst wollte ich dir zu Füßen legen. Dann …. verging dieser Traum und als ich dich wieder fand.... wollte ich das wieder.... versprich mir …. dass du trotzdem das tun wirst, was du dir wünschst.“ Elena war so ein liebevoller und wertvoller Mensch. Die Welt wäre um ein Vielfaches ärmer ohne sie. Sie musste stark bleiben, obwohl Damon wusste dass das nach all den Verlusten unmöglich war.
Den Ring hatte er noch. Er hatte sich ihre Eheringe an eine Halskette gehängt. Jedoch steckte er die Kette mitsamt der Ringe in letzter Zeit oft in die Hosentasche, weil er nicht ständig wollte, dass Elena es mitansehen musste. Im klaren Zustand wusste Damon ja dass sie nicht daran glaubte die Elena von damals zu sein und eigentlich hatte er das auch akzeptiert. Mit zitternder Hand schob er die Hand in die Hosentasche und holte die Kette mit den beiden Eheringen heraus. Weil er nicht wusste, was Elena jetzt damit wollte ließ er die Hand einfach offen, so dass sie es sich nehmen konnte.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Mi 17 Feb 2016, 21:24

Es war offensichtlich, dass Elena Damon mit ihren Worten sehr traf. Das machte die Situation nicht gerade einfacher und half ihm auch sicher nicht dabei. Elena hatte es trotzdem nicht verhindern können und zu gerne hätte sie nun einfach auf das Leben geflucht. Was hatte sie denn angestellt um all das aushalten zu müssen? Sie hatte schon so viele Menschen verloren, irgendwann musste doch mal Schluss sein. Aber das alles brachte nun nichts und deswegen riss Elena sich zusammen. Sie wollte Damon beistehen und seinen Zustand erträglicher machen so gut sie konnte. Sie streichelte sein Haar und lächelte so gut sie konnte, immer wenn er die Augen für einen kurzen Moment offen halten konnte. "Stell dir nur vor, was wir in der Zeit alles anstellen können..." Elena weigerte sich immer noch daran zu glauben, dass hier und heute alles vorbei sein sollte. Das war einfach nicht möglich. "Wir könnten verreisen ... um die ganze Welt. Wo willst du gerne hin?" Damon sollte an irgendwas Schönes denken. "Wir könnten auch zusammen studieren gehen. Irgendeine Uni finden wir schon, die dich auch nimmt!" Sollte eigentlich ein frecher Spruch sein, aber mit den Tränen in den Augen war es schwer das rüber zu bringen. Immer wieder ging Elenas Blick zum Fenster, um zu sehen ob Stefan zurück war, aber es fuhr nicht ein einziges Auto vorbei und selbst Elena konnte spüren, dass Damon nicht mehr lange hatte. Sein Atem wurde immer flacher und inzwischen hatte er gar keine Farbe mehr im Gesicht. 
Damons nächste Worte berührten sie sehr und so langsam war Elena nicht mehr in der Lage sich zusammen zu reißen. Das hier klang verdammt nach Abschied, aber das wollte sie nicht. Sie wollte sich nicht verabschieden, sie wollte dass alles beim Alten blieb. "Shh!", machte sie deswegen mit brüchiger Stimme, während ihre Finger über seine Wange streichelten. "Du solltest nicht so viel reden!" Es strengte ihn ganz offenbar an und viel lieber sollte Damon seine Kräfte sparen, vielleicht kam Stefan ja doch noch rechtzeitig. Das versprechen konnte sie nicht aussprechen, weil es für Elena im Moment unvorstellbar war weiter zu machen, wenn Damon nicht mehr da war. Deswegen fragte sie nun auch nach den Eheringen und tatsächlich hatte er beide dabei. Elena lächelte traurig, weil allein diese Tatsache doch zeigte wie tief Damons Gefühle waren. Sie nahm ihm die Kette ab und öffnete sie, um die Ringe heraus zu nehmen. Danach nahm sie Damons Hand und steckte seinen Finger wieder an den Ringfinger, da wo er hingehörte. Normalerweise hätte er nun ihren Ring anstecken müssen, aber inzwischen konnte Damon kaum noch die Augen offen halten, weshalb Elena es selbst tat. Sie legte ihre Finger über seine, so dass die Ringe nebeneinander zu sehen waren. Das Selbe hatte Damon früher oft getan, als sie frisch verheiratet waren. Ohne etwas dazu zu sagen, beugte Elena sich wieder vor und küsste Damon nochmal. Dieses Mal kam aber keinerlei Reaktion von ihm und so langsam stieg die pure Panik in Elena auf. "Damon? Hörst du mich?" immer noch keine Reaktion. "Damon! Bitte .... sag doch was?" Eben in diesem Moment riss Stefan die Türe auf und stürmte in den Raum....
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Fr 19 Feb 2016, 20:29

„Ich will einfach nur bei dir sein“, flüsterte Damon leise, denn Reisepläne hatte er eindeutig keine mehr. Wohin sollte man wohl noch wollen, wenn man gerade am abkratzen war? Er wollte gerne etwas anderes sagen, aber dem sonst so energiegeladenen Vampir fehlte jede Energie. Damon schloss wieder die Augen und sammelte die letzten Reserven. Mit geschlossenen Auge schmunzelte er erschöpft als Elena sagte, dass sich sogar für ihn eine Uni finden würde. „Was sollte ich schon studieren? Bourbon Kunde? Sanguismus?“ fragte er und öffnete nur müde wieder seine Augen. Beide Studiengänge hatte er mal eben so erfunden. Denn weder gab es wohl eine Universität, die einen Fachbereich hatte die sich mit Bourbon befasste, noch eine die sich so eingehend mit Blut befasste. Er sah Elena an aber die die Sicht verschwamm immer wieder. Weinte sie? Oder war das nur die verwaschene Sicht?
Aber schon ihre nächsten Worte zeigten, dass auch ihre Kraft am Ende war. Damon hörte ihre Stimme zittern und ihre Hand ebenfalls, als sie ihm über die Wange strich. Auf sein gefordertes Versprechen ging sie nicht ein, steckte ihnen beiden aber die Ringe an. Der sterbende Vampir kannte diesen Anblick und er sah auf ihre Hände. Sie waren vereint, für immer. Eine Träne rann noch einmal stumm über die Wange und er sah zu Elana auf. Sie flehte ihn an etwas zu sagen aber ihm fehlte die Kraft. Damon schüttelte nur still den Kopf. Der vertraute Anblick ihrer Hände mit Ring verschaffte ihm keine neue Kraft, sondern nur einen tiefen Frieden. Diese Entspannung führte wohl auch dazu, dass er in diesem Moment sein Leben los ließ. Er war bereit zu sterben, weil er nun in Frieden gehen konnte mit Elena im Herzen. Damon hatte sicher seine Fehler und einiges konnte er nie wieder gut machen, aber Elena liebte er mehr als sein eigenes Leben. Noch stand sein Herz nicht still, aber er bekam nicht mehr mit dass Stefan herein kam.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Fr 19 Feb 2016, 20:50

Es waren noch ein paar letzte Worte, die Damon über die Lippen brachte. Aber seine Stimme war nur noch ein Flüstern und auch wenn Elena mit aller Macht versuchte den Gedanken zu verdrängen, selbst sie musste einsehen, dass Damons Körper nicht mehr all zu lange durchhalten würde. Aber es schien ihm gut zu tun, wenn sie weiter sprach, denn wenigstens konnte er sich ein bisschen entspannen ... so gut das in dieser Situation eben möglich war. "Dann musst du eben das Selbe studieren wie ich ... dann sind wir immer zusammen und ich hab schon jemanden, bei dem ich abschreiben kann, kombinierte Elena, einfach um ihre Gedanken abzulenken. All zu viel hatte sie noch nicht übers Studieren nachgedacht, aber das hatte ja auch noch ein bisschen Zeit. 
Genau die ging ihnen jetzt aber aus, denn nun kam von Damon nicht mehr viel. Die Geste mit den Ringen war ihr aber wichtig, denn Elena erinnerte sich noch gut an den Moment, als sie Damon den Ring zurück gegeben hatte. Sein Blick war damals schon traurig gewesen, obwohl sie sich kaum gekannt hatten. Inzwischen hatten Elenas Gefühle sich vollkommen verändert und auch wenn sie noch nicht ans Heiraten gedacht hatte, sie konnte sich durchaus vorstellen für immer mit Damon zusammen zu sein. Sie hatte nur nicht erwartet, dass für immer jetzt gleich enden würde. Danach sah es aber aus, denn Damon antwortete nicht mehr, er schüttelte nur noch leicht den Kopf und nun konnte Elena nichts mehr gegen die Tränen tun.
Erst in diesem Moment bemerkte sie, wie Stefan die Türe aufriss. Er stürmte durchs Zimmer und hielt Damon ein Fläschchen an die Lippen. Die rote Flüssigkeit sah stark nach Blut aus, aber das war nun eigentlich auch egal. "Es ist zu spät...", brachte Elena unter Tränen hervor, weil Damon auf nichts mehr reagierte. "...und Blut hilft nicht!", das hatte sie vorhin doch schon probiert. 
"Doch, es muss helfen!", antwortete Stefan verzweifelt, während er seinem Bruder das Blut von Klaus einflößte. Es musste einfach helfen, weil er sonst alles umsonst aufgegeben hätte. 
Erst jetzt sah Elena Stefan richtig an. Sein Gesichtsausdruck war ebenfalls versteinert, er hatte die Kiefer fest aufeinander gepresst und einen Ausdruck in den Augen, der ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Sein Shirt war blutverschmiert, aber .... es war nicht sein eigenes Blut. Nachdem das Fläschchen geleert war, rückte Stefan ab und setzte sich ein paar Meter weiter auf den Boden. Sein ganzer Körper war angespannt und immer wieder sah er Elena mit diesem Blick an, den sie so gar nicht deuten konnte. Genau genommen achtete sie aber auch nicht weiter darauf, weil ihr Blick die ganze Zeit auf Damon gerichtet war. Er musste einfach die Augen öffnen!
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Fr 19 Feb 2016, 22:19

Damon wollte etwas in der Art sagen, dass Elena nicht weinen sollte, denn dieser Anblick brach ihm das Herz. Ihr Blick wirkte gebrochen und trotzdem erkannte er die Liebe darin. Wie konnte es sein, dass sie schon wieder getrennt wurden. Sie hatten sich doch die Ewigkeit gemeinsam gewünscht. Nun war das auf einige wenige Sekunden zusammengeschrumpft. Damon verließ der letzte Rest seiner Kraftreserven. Er schloss die Augen weil er wusste, dass auch der Blick eines Vampirs brach und stumpf wurde, wenn er starb. Diesen Anblick wollte er Elena ersparen. Schlimm genug, dass sie gleich eine graue Mumie auf dem Sofa haben würde. Dass Stefan kam registrierte Damon nicht mehr.
Das nächste was er mitbekam war, dass der Schmerz weg war. Der gleißende Schmerz der seit dem Biss seine Blutgefäße beherrscht hatte riss einfach ab. Damon glaubte, dass der Tod eingetreten sei, aber das … stimmte nicht. Langsam begannen seine Sinne wieder richtig zu funktionieren. Er spürte die Wärme von Elenas Körper, konnte hören, dass sie schwer atmete, als würde sie noch weinen und eine andere Person war in der Nähe. Langsam flatterten seine Augenlider und Damon holte zum ersten Mal richtig tief Luft. Der Vampir öffnete wieder die Augen und sah verwirrt Elena an. Er war immer noch da. Nicht tot.... stattdessen verließ auch das Fieber fluchtartig seinen Körper und er schmeckte die letzten Reste von Blut auf seiner Zunge. Langsam drehte er den Kopf und sah da …. Stefan sitzen. Aber was war mit ihm nun los? Sein Gesichtsausdruck war starr und fast schon bizarr. Außerdem war seine Kleidung blutverschmiert. „Was.... was ist hier los?“ fragte Damon noch mit rauer Stimme. Aber er erholte sich so schnell, dass es fast schon lächerlich war, dass er eben noch daran gedacht hatte zu sterben.
Wieder fiel der Blick auf seinen Bruder, denn er kannte diese dunklen Augen, die blutunterlaufen waren und die fest gefrorene Mimik. Stefan war schon häufiger in diesen Zustand verfallen, dann kam keiner mehr an ihn heran. Er war in diesen Zeiten nicht er selbst... er war ein Ripper. Genau dieser Gedanke schoss Damon jetzt durch den Kopf. „Oh nein“, sagte er aus Versehen laut. „Was hast du getan, Stef?“ fragte er und setzte sich langsam und doch noch recht wackelig auf. Kurz sah er zu Elena. Sie war hier in Gefahr, wenn Stefan jetzt das war, was Damon vermutete.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Fr 19 Feb 2016, 22:42

Eigentlich glaubte Elena, dass jetzt alles vorbei war. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, weil sie einfach nicht wusste wie es nun weiter gehen sollte. Damon hatte einen großen Teil in ihrem Leben eingenommen, er hatte alles verändert und jetzt .... jetzt war er einfach so weg. Ohne, dass sie irgendwas dagegen tun konnte und das war wirklich furchtbar. Diese Lücke würde niemand einfach so wieder füllen können und als Damon die Augen schloss fühlte Elena sich einfach nur noch leer. Ein bisschen war es wie damals nach dem Tod ihrer Eltern. Sie fühlte diese unglaubliche Leere in sich und es war als würde sie einfach fallen. Als hätte ihr jemand den Boden unter den Füßen weggerissen.
Dieses Gefühl verschwand auch nicht, als Stefan auftauchte. Aber es entstand ein ganz kleiner Funken Hoffnung, weil er scheinbar wirklich irgendwas gefunden hatte. Wenigstens Stefan war davon überzeugt, dass es Damon helfen würde und das reichte Elena um zu hoffen. Eine gefühlte Ewigkeit lang saß sie einfach nur da, sah den leblosen Körper an und wartete. Die Sekunden vergingen wie Stunden und dann .... öffnete Damon seine Augen. Ganz automatisch hielt Elena die Luft an, weil sie nicht sicher war ob das nun Einbildung war. Doch er bewegte sich wirklich wieder ein bisschen, holte tief Luft und weil Elena immer noch ihre Hand auf seiner Brust liegen hatte konnte sie spüren, wie sein Herz wieder kräftig schlug. Es war kaum zu glauben, weshalb sie ihn anfangs einfach nur fassungslos anstarren konnte. Dann aber brach die ganze Anspannung aus ihr heraus und die unendliche Trauer von eben vermischte sich mit ebenso großer Erleichterung. "Du lebst!", stellte sie mit tränenerstickter Stimme fest. Was war mehr als nur ein kleines Wunder!
Stefan hatte seinen ganzen Körper unter Spannung und es kostete ihn all seine Selbstbeherrschung, um Elena nicht an die Kehle zu springen. Er könnte hören, wie das Blut in ihren Adern rauschte, wie ihr Herz schlug und es immer weiter pumpte. In seinem Kopf dröhnte es und lediglich die Sorge um Damon erhielt das letzte bisschen Menschlichkeit, das ihm jetzt noch blieb. Dann öffnete Damon die Augen, sein Herz wurde wieder stärker und schließlich setzte er sich auf. Stefan konnte also sicher sein, dass er heilte und nicht an dem Biss sterben würde. Klaus hatte die Wahrheit gesagt. Stefan sah aber auch Damons Blick und den Schrecken darüber, was er getan hatte um an das Heilmittel zu kommen. Zu Schuldgefühlen war Stefan aber nicht fähig, stattdessen gab er den letzten Rest Menschlichkeit auf, denn sein Bruder war in Sicherheit und nun verdunkelte sich sein Blick vollständig. "Dann kann ich ja jetzt gehen!", waren die kalten Abschiedsworte, dann war Stefan verschwunden. Damit hielt er seinen Teil der Abmachung ein: Das Blut im Gegenzug für den Ripper.
Elena, die es immer noch schwer hatte klar zu denken, sah Stefan nach. Dass irgendwas nicht stimmte hatte sie natürlich begriffen, aber das war einfach zu viel im Moment. Deswegen sah sie nun wieder zu Damon, der neben ihr saß als sei nie etwas passiert. "Was hat das zu bedeuten? Was ist mit ihm?"
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Sa 20 Feb 2016, 12:07

Damon hörte Elenas aufgeregte Stimme. Er wollte sich um sie kümmern, sie in die Arme nehmen und ihr sagen dass alles wieder gut werden würde. Auch ohne dieses Biss hatte er längst gewusst, wie viel sie einander bedeuteten und dass sie einander brauchten. Er brauchte Elena, weil er nur durch sie vollständig und er selbst war. Und Elena brauchte jemand, auf den sie sich bedingungslos verlassen konnte und der bis zum Ende blieb. Beides wollte er ihr geben und war doch gerade eben erst um ein Haar gescheitert. Doch für all das war keine Zeit, weil er erkannte welche Veränderung in Stefan vor sich ging, oder auch schon gegangen war. Er war ein Ripper. Eine mordende Bestie, die nicht nur Blut trank, sondern auch die Leichen zerfetzte. Trotzdem setzte nur wenig später stets die Reue ein und dann litt sein Bruder elendig. Für einen langen Moment sahen die Brüder sich an. Dann schien in Stefan das letzte bisschen Menschlichkeit zu verschwinden. Seine grünen Augen wurden fast schwarz und sahen Damon ohne jedes Gefühl an. Nur wenige Sekunden später war er weg und für den Moment blieb nur eine bleierne Stille.
Elena brach die Stille mit ihren Fragen und einen Augenblick brauchte Damon, um selbst zu begreifen was all das bedeutete. Schließlich sah er Elena an und sie sah wohl eine ganze Palette von Emotionen. Erleichterung noch zu leben. Die Liebe zu ihr. Die Angst um Stefan. Die Ungewissheit was nun kommen würde. Weil er es selbst noch nicht alles begreifen wollte und konnte, nahm er einfach fürs Erste Elena in die Arme. Das was gerade sein letzter Wunsch gewesen war, wurde nun wahr und er hielt die Frau die er so sehr liebte wieder im Arm. Damon wusste, dass es Elena schlecht ging, auch wenn er nun gerettet war. Es war schlicht zu viel auf einmal. Deshalb gab er ihr auch erst etwas Zeit und streichelte beruhigend über ihren Rücken, während er selbst die Wärme ihres Körpers genoss und den kräftigen, regelmäßigen Herzschlag seines Herzens. Als er sich dann nach einer Weile wieder von Elena löste und sie ansah gab er ihr endlich wieder eine Antwort. „Stefan hat offenbar das Heilmittel für mich teuer bezahlt. Er ist jetzt ein Ripper.“ Sie beide hatten schon einmal darüber gesprochen. Elena wusste also was ein Ripper war und dass Stefan das nicht zum ersten Mal war. Das machte aber nichts besser... gar nichts. Menschen würden sterben und Stefan würde wieder und wieder von Schuldgefühlen überrollt werden. Sie mussten etwas für ihn tun. „Hat er gesagt, wer ihm das Heilmittel gegeben hatte?“fragte Damon, denn das hatte er nicht mehr mitbekommen. Elena sah aber verständlicher Weise immer noch völlig aufgelöst aus und darum wischte ihr Damon mit dem Daumen die Tränen weg. „Es tut mir so Leid, dass du das alles mitmachen musst.“ Ersparen konnte er es ihr dennoch nicht.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Sa 20 Feb 2016, 14:29

Nur langsam sickerte die Gewissheit, dass Damon doch überleben würde zu Elena durch. Gerade noch hatte sie geglaubt er seit tot, es sei alles zu spät und nun saß er wieder neben ihr als sei gar nichts passiert. Irgendwann würde sie das alles verarbeiten müssen, aber nun war gar nicht die Zeit dazu weil sich scheinbar schon das nächste Problem anbahnte. Trotzdem war Elena froh, als Damon sie in den Arm nahm. Sie verbarg ihr Gesicht an seiner Schulter, atmete den vertrauten Duft ein und schloss die Augen. Wenn er sie so festhielt stellte sich immer ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit ein, was sie heute ganz besonders brauchte. Nach einer Weile sah sie dann aber wieder zu Damon auf, ohne die Nähe dabei aufzugeben. "War es das? Ist jetzt alles wieder gut? Das Gift ist weg?", wollte sie zur Sicherheit doch noch wissen. Man konnte ja schließlich nicht wissen, ob das gleich wieder kam oder nur für kurze Zeit half. Alles war so schnell gegangen, dass es irgendwie surreal war. "Wie fühlst du dich? Brauchst du irgendwas?", sowas steckte niemand einfach weg und sicherlich brauchte sein Körper erstmal Ruhe und vermutlich ein bisschen Blut, um wieder zu Kräften zu kommen. So sehr sie sich auch um Stefan sorgte hatte Damons Zustand für Elena im Moment Priorität, denn wenn er nicht ganz auf dem Damm war konnte er auch seinem Bruder nicht helfen.
Zumindest Damon wusste immerhin schon, was mit Stefan war. Das erschreckte Elena nun aber doch ein bisschen. Stefan hatte ihr damals davon erzählt und auch mit Damon hatte sie darüber geredet. Sie wusste, was früher teils passiert war und dass alles daran gesetzt werden musste, dass es nicht mehr vorkam. "Aber wie kann das sein?" Wer hatte denn etwas davon, wenn Stefan ein Ripper war? Bei Damons nächster Frage fiel es Elena wie Schuppen von den Augen. "Klaus!", antwortete sie plötzlich. Zu wem sonst passte sowas, auch wenn sie immer noch nicht wusste was er davon hatte. "Stefan wollte zu Klaus.... er erschafft die Hybriden und Stefan dachte, dass Klaus wissen muss, wie man das Gift bekämpft!", antwortete Elena. So langsam funktionierte auch ihr Kopf wieder. "Was er dir gegeben hat .... das hat ausgesehen wie Blut!", die Frage war nur von wem. Allerdings war es Klaus wohl wirklich zuzutrauen, dass er Stefan sowas nur aus Spaß abverlangte. 
Bei Damons nächsten Worten lächelte Elena wieder ein bisschen, ehe sie auch ihre Hand an seine Wange legte und ihn küsste. "Du kannst nichts dafür ... versuch trotzdem es nicht nochmal zu machen!", flüsterte sie gegen seine Lippen, ehe sie ihn gleich nochmal küsste.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 11:20

Sie beide brauchten diese Umarmung und eigentlich noch sehr viel mehr. Am liebsten hätte Damon sich jetzt einige Tage mit Elena an den See zurück gezogen. Nur sie beide, etwas zu essen und Ruhe. Doch so wie es aussah war das nicht drin. Ripper Stefan war unterwegs. Dennoch hielt Damon die Umarmung so lange es Elena wollte und es ihr gut tat. Als Elena sie auflöste sorgte sie sich sofort wieder um Damon. Er fühlte sich noch schwach, so als ob er lange nicht getrunken habe, aber nicht mehr so als würde ihn das Fieber bei lebendigen Leib auffressen. Probehalber zog er trotzdem das Shirt von der Schulter um den Biss zu sehen. Aber sie beide sahen gerade noch wie die letzten dunklen Flecken auf seiner Haut verschwanden. Danach sah alles wieder makellos aus. „Ich würde mal sagen, wie neu.“ Damon konnte nicht sagen, ob es das gewesen war. Sein Gefühl sagte ihm aber, dass die Wirkung des Werwolf Bisses aufgehoben war. „Ich brauche eine Dusche, frische Kleidung und etwas Blut“, gab Damon zu und stand noch nicht auf. Er hatte hier keine Kleidung und ob Elena noch Konserven hatte wusste er nicht. Aber aus diesen ekelhaft verschwitzten Sachen die nach Tod rochen für den Vampir wollte er dringend raus. Aber er sah auf ihre Hände und die Ringe die Elena ihnen beiden angezogen hatten. Was sollte daraus werden. Er konnte von Elena nicht erwarten, dass sie ihn trug. Jeder würde denken sie hätten heimlich geheiratet. Sie hatte es getan um ihm einen letzten Gefallen zu tun, der Damon als Geste auch jetzt sehr viel bedeutete. „Möchtest du ihn behalten?“ fragte er leise und bittend. Das hieß nicht, dass sie ihn tragen musste, sondern einfach nur behalten. Er wollte seinen gern genau dort lassen wo er jetzt war. An seinem Finger. An der anderen Hand war der Tageslichtring. Aber sein Ehering war ihm genauso wichtig.

Das was Elena dann zusammenfassend über Stefan sagte, brachte mehr Licht ins Dunkel. „Dann ist das Blut von Klaus das Heilmittel.“ Damon ekelte es schon bei dem Gedanken daran. Aber nun war es drin und er lebte weiter. Alles andere war nur noch ein Zusammenfügen von Puzzleteilen. „Klaus und Stefan waren befreundet als Stef schon einmal ein Ripper war. Im normalen Zustand erträgt Stefan Klaus nicht. Das weiß auch Klaus und hat ihn wieder zum Ripper gemacht indem er ihn erpresst hat. Kein Ripper, kein Heilmittel.“ All das passte zu Klaus. Er erschaffte sich ein Rudel abhängiger Hybriden, damit er überhaupt jemand hatte der auf ihn angewiesen war. Nun hatte er auch noch Stefan kassiert.
Damon atmete tief durch, ehe Elena ihn wieder küsste. Was sie jetzt tun sollten wusste er auch noch nicht. Er würde versuchen das nicht nochmal zu tun. Aber oft war es einfach so, dass er Ärger Damon fand, oder auch umgekehrt.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 17:30

So langsam beruhigte Elena sich wieder, aber trotzdem musste sie nochmal von Damon hören, dass es ihm gut ging. So ganz hatte er sich von diesem Schreck eindeutig noch nicht erholt, aber das würde bei beiden wohl noch eine Weile dauern. Immerhin war der Biss aber verschwunden. Trotzdem musste Elena mit den Fingern über die Stelle streichen, nur um sicher zu gehen. "Die Schulter scheint ja deine Lieblingsstelle zu sein!", bemerkte sie dabei. Aus Damons Erzählungen wusste sie ja, dass die Kugel damals in auch in der Schulter getroffen hatte. Das Glück meinte es nun schon zwei Mal gut mit ihm und Elena hoffte, dass ihnen dieser Schutzengel noch eine Weile erhalten blieb. Damons Wünsche waren allerdings durchaus verständlich und das ließ sich wohl auch leicht machen. Eine Dusche hatten sie hier, Klamotten würde sie ihm von Jeremy holen und Blut hatte sie zur Not immer dabei. Damon vertraute sie inzwischen so sehr, dass sie ihm sogar ihr Blut geben würde. Fraglich war nur, ob er es auch annahm. Erstmal hatte Damon aber noch eine andere Frage und auch Elenas Blick fiel auf die Eheringe. Beim ersten Versuch hatte sie den Ring abgelehnt, dieses Mal war es ihre Idee gewesen. Natürlich hatte sie es vor allem getan, weil sie glaubte Damon würde sterben. Aber eigentlich entsprach es doch genau ihren Gefühlen. "Ja, ich will ihn behalten!", antwortete sie mit einem Lächeln und verschränkte dabei wieder ihre Finger mit seinen. "Aber irgendwann musst du ihn noch selbst anstecken!", flüsterte sie dann, ehe sie Damon schon wieder ein bisschen fröhlicher küsste. Diese Ringe waren zwar ein Zeichen für ihre Liebe, aber noch kein Eheversprechen. Das würde Damon sich schon auf die klassische Weiße verdienen müssen.
Was Stefan betraf waren schnell alle Puzzelteile zusamen gesetzt, nur hörte sich das nicht besonders gut an. Zu Klaus passte es aber tatsächlich ziemlich gut, denn er war nicht gerade für seine fairen Methoden bekannt. Immerhin wussten sie aber was mit Stefan los war und das war doch schon mal der erste Schritt. Oder? Elena war sich nicht so sicher, ob es klug war sich schon wieder mit Klaus anzulegen. Fest stand aber, dass sie Stefan nicht im Stich lassen würden. Weil Damon aber auch ziemlich fertig aussah, atmete Elena tief durch. "Eins nach dem anderen ... du gehst jetzt erstmal duschen!", entschied sie. Überstürztes Handeln brachte sie erst recht nicht weiter. "ich rufe Caroline an und ... wenn du was getrunken hast und ich was gegessen hab überlegen wir uns wie es weiter gehen soll!" Dass Damon nicht unbedingt darauf bestand Caroline zu informieren war Elena natürlich klar, aber sie war Stefans Freundin und mit Sicherheit machte sie sich auch Sorgen. Erstmal aber musste Damon wieder zu Kräften kommen und deswegen schob Elena ihn nun auch die Treppe hoch, damit er duschen konnte.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 20:19

„Scheint so. Bin aber nicht stolz drauf“, kommentierte Damon seine 'Lieblingsstelle Schulter'. Brauchte wirklich keine Wiederholung wenn es nach ihm ging. Sein Herz machte gleich darauf aber einen Freundenhüpfer, weil Elena einwilligte den Ring zu behalten. Damon lächelte zum ersten Mal und sah auf ihre Hände. Er merkte erst jetzt wie sehr er diesen Anblick vermisst hatte. „Das mache ich. Wirst schon sehen...“, flüsterte er und küsste Elena zärtlich und wie sie das sehen würde. Außerdem klang das nach einer starken Tendenz zum JA Wort. Einmal lehnte er noch die Stirn an die von Elena und legte seine Hand an ihre Wange. „Was würde ich nur ohne dich machen?“ fragte er leise und darauf gab es keine wirkliche Antwort. Sie war sein Leben, seine Liebe, seine Hoffnung.
Und Hoffnung brauchten sie. Nun nicht mehr wegen ihm, sondern wegen Stefan. „Wir halten uns von Klaus fern. Erstens wird er uns eh nicht helfen und zweitens müssen wir zu Stefan vor dringen.“ So weit der unausgegorene Plan. „Wieso Caroline? Willst du dass ich gleich wieder ins Koma falle? Sie quasselt dass mir die Ohren bluten“, jammerte Damon. Das war echt das Letzte was man brauchte, wenn man gerade von den Toten aufgestanden war: eine non stopp quatschende Caroline. Aber Elena hatte ihren Entschluss gefasst und schob ihn die Treppe hoch. Gottergeben tat er es aber und stellte sich für eine kleine Ewigkeit unter die Gilbert´sche Brause.

„Oh Elena wie konnte das nur passieren? Wieso hat Stefan das getan?“ fragte Caroline kaum dass sie über die Schwelle war. „Ich habe schon acht mal versucht ihn in den letzten 15 Minuten anzurufen, aber er geht einfach nicht ran. Kein Whats app, keine Mail Box, keine sms, keine Voice iP.“ Sie hatte wirklich alles versucht! „Warum hat er nicht mit mir geredet? Und warum gab es für Damon keine andere Hilfe? Ich meine, musste das echt jetzt sein?“ fragte sie und fegte wie ein Tornado in die Küche, wo sie sich vom Kaffee nahm. Dabei sah sie Elena angespannt an. Was fand Elena nur an dem Aufschneider Damon? „Wo ist Damon denn? Geht es ihm noch so schlecht?“ fragte sie, denn weit und breit war von dem Vampir nichts zu sehen.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 20:48

Es war offensichtlich, dass Damon sich freute, als Elena zusagte den Ring zu behalten. Auch für sie bedeutete das einiges, auch wenn Elena noch nicht ganz sicher war ob sie den Ring am Finger tragen würde. Vielleicht machte sie es wie Damon und hängte ihn an einer Kette um den Hals. Für eine Heirat war es eindeutig noch zu früh, dafür war Elena wohl auch noch ein bisschen jung, aber an ihren Gefühlen änderte das nichts. Gerade jetzt wo sie kurz davor gestanden hatte Damon zu verlieren war ihr bewusst geworden wie sehr sie ihn brauchte. Damons Worte klangen verheißungsvoll und ja, so ein bisschen neugierig war Elena ja doch wie er sowas anstellen würde. Deswegen küsste sie ihn nun auch nochmal. Wäre sie nicht so besorgt wegen Stefan, hätte sie ganz sicher auf ein bisschen Zweisamkeit bestanden. Aber so mussten sie das verschieben, denn der jüngere Salvatore war wichtiger. Bei Damons nächster Frage schmunzelte Elena. "Zu viel Bourbon trinken und Blondinen mit unterdurchschnittlichem IQ abschleppen!", antwortete sie nicht ganz ernst gemeint. Sicherlich hätte Damon weniger Probleme, wenn er nicht bei ihr war. Der ganze Ärger mit Klaus hatte schließlich nichts mit ihm zu tun und trotzdem zogen sie es vor zusammen zu sein. Nun aber hatte Damon sich ein bisschen Erholung verdient. Vielleicht sorgte das auch für bessere Laune, ehe Caroline hier auftauchte ... hoffte Elena jedenfalls. "Caroline ist Stefans Freundin, was bei ihm automatisch bedeutet, dass er etwas für sie empfindet!", erklärte Elena während sie die Treppe hinauf gingen. "Wenn wir Stefan erreichen wollen, dann doch wohl am einfachsten mit den Personen, die ihm etwas bedeuten!" Und das waren wohl Damon und Caroline, egal ob die sich nun leiden konnten oder nicht.
Im Badezimmer richtete Elena noch ein Handtuch und frische Klamotten von Jeremy hin, damit Damon nicht wieder in die alten Sachen musste. Caroline bekam den Auftrag Blutbeutel mitzubringen und damit waren Damons Wünsche alle erfüllt, fürs erste jedenfalls. Elena ging solange in die Küche, um Tee zu machen und zumindest für sich eine Kleinigkeit zu essen, denn auf den überstandenen Schreck knurrte ihr langsam der Magen. Caroline tauchte schneller auf als gedacht und das nicht gerade leise. Konnte man ihr wohl nicht übel nehmen.... "Hallo Caroline!" Elena schob ihr eine Tasse Tee hin, vielleicht wirkte der ja beruhigend. "Stefan hatte keine Zeit mit irgendwem zu reden. Wäre er auch nur fünf Minuten später gekommen....", Elena wollte das gar nicht aussprechen. "Ich weiß nicht was passiert ist, aber ich nehme an Klaus wird für das Heilmittel eine Gegenleistung verlangt haben. Stefan hat es für Damon getan ... um ihn zu retten!" Wütend sein sollten sie also auf Klaus, auf niemanden sonst. "Die Frage ist nur, wie wir Stefan jetzt wieder zurück holen können!" Wie sie von Damon wusste war das nämlich nicht gerade einfach, wenn er erstmal im Ripper-Modus war. Bei Carolines letzter Frage zuckte Elena leicht mit den Schultern. "Wir sind mit dem Schrecken davon gekommen .... sein Körper erholt sich dank dem Heilmittel schnell wieder. Aber er macht sich Sorgen um Stefan!" Das hatte Damon zwar so nicht gesagt, aber Elena kannte ihn inzwischen gut genug. Dass die Erfahrung beinahe zu sterben außerdem nicht besonders angenehm war, brauchte sie wohl nicht extra zu erwähnen.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 21:29

Noch ein Kuss nach dem Hinweis auf einen Antrag in der Zukunft.... und Damon kam heute doch noch in den Himmel. In den siebten. „Sag das mit den Blondinen lieber nicht, wenn Caroline da ist“, warnte Damon Elena und grinste dabei aber schon wieder schräg. Uh nein, einfach nur viel Bourbon und Sex mit unbekannten Fremden war nicht so sehr sein Ding, wenn er auch ein Leben mit Elena haben konnte.
Elenas Grund Caroline miteinzubeziehen war nachvollziehbar. Nur eben nicht wenn es sich um Caroline handelte. Sie und Damon waren wie Wasser und Feuer, wie Blitz und Donner … das funktionierte einfach nicht zusammen. Aber was half es... vielleicht würde ja die Dusche helfen. „Ich werde ihr nicht den Kopf abreißen... auch nicht das Herz raus... weil sie Stef Stef und Dir etwas bedeutet. Hach war das Leben noch leicht und schön, als Stefans große Liebe ein Stoffteddy war“, seufzte Damon theatralisch als er Richtung Dusche verschwand. Dort hatte Elena im Handtuch halbwegs tragbare Klamotten von Jeremy hingelegt. Zum Glück war es kein T-Shirt mit Comic Aufdruck und Baggy Pants. Ging also grade noch...

Caroline starrte den Tee an und dann wieder Elena. „Ich brauch Koffein!“ stellte sie fest und blieb beim Kaffee. Sie wie sie herum wuselte brauchte sie zwar eher Beruhigungsmittel aber das hätte bei einem Vampir auch nicht geholfen. „Das ist so typisch Mann... vor allem Vampir Mann. Sie sind ja so schnell, wenn es um Football geht... sie sind so schnell, wenn es um Autos geht... aber wenn es um die eigene Freundin geht, dann werden sie zum Faultier“, blubberte sie weiter, ehe sie wieder genau hinhörte. „Wieso redet er nicht mit mir, wenn sein Bruder im Sterben liegt? Ich mag ja nicht gerade zu den Damon Salvatore Fangirls Club gehören, aber ich hätte ihn nicht hängen lassen.“ Mann, wie schwer war es denn ans Handy zu gehen? „Wieso sollte er nicht mit uns zurück kommen? Was will er bei Klaus?“ Caroline hatte keine Ahnung wie und warum Stefan zum Ripper wurde. Darum schnappte sie nun nach Luft, als ihr ein furchtbarer Gedanken kam. „Das hat doch nichts mit Rebekah zu tun, oder?“ fragte sie Elena angespannt und trank schnell Kaffee hinterher. Da erschien Damn mit strubbelig nassen Haaren aber immerhin angezogen auf der Bildfläche. „Oh darum klingeln meine Ohren. Care Bär ist da“, murrte er bei ihrem Anblick und wollte auch Kaffee. Aber dank Caroline war der nun alle. „Hast du den letzten Schluck Kaffee genommen?“ fragte er sie sogleich angriffslustig.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   So 21 Feb 2016, 21:52

"Sehr freundlich von dir!", stellte Elena kopfschüttelnd fest. Eigentlich gab es keinen Grund aus dem Caroline und Damon sich nicht leiden konnten. Jedenfalls keinen vernünftigen Grund. Offenbar waren sie sich aber einig darin, dass sie nichts am jeweils anderen finden konnten. Machte den Alltag nicht unbedingt leichter, aber Elena setzte darauf, dass sich beide zusammen reißen würden, weil es schließlich um Stefan ging. Alleine kam keiner von ihnen weit, also mussten sie wohl oder übel zusammen arbeiten. 
Unten in der Küche nutzte Elena den Moment, um nochmal durchzuatmen. Der Schreck saß ihr schon noch ganz schön in den Knochen. Lange hatte sie aber nicht, denn Caroline kam rein wie ein Wirbelwind und da war es vorbei mit der Ruhe. Worüber genau sie sich so aufregte hatte Elena noch nicht durchschaut. Vermutlich wusste Caroline das selbst nicht so genau. Sie war eben aufgebracht und das war ja auch verständlich wenn man bedachte, dass ihr Freund von einem Psychopathen zum Massenmörder umgepolt worden war.... "Caroline!! Komm erstmal wieder runter!" In dem Zustand war sie nämlich keine große Hilfe und auch Elena war mit den Nerven so langsam am Ende. "Stefan hatte keine Gelegenheit mit dir zu reden! Wann hätte er das denn machen sollen? Bevor Damon stirbt? Oder nachdem Klaus ihn dazu gebracht hat seine Gefühle abzuschalten?" Der passende Zeitpunkt für einen kleinen Plausch mit der Freundin war in diesem Szenario sicher nicht zu finden. Das Caroline sich trotzdem wünschte Stefan hätte mit ihr gesprochen war für Elena aber verständlich. "Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir müssen ihm jetzt helfen ... gemeinsam!", sagte Elena deswegen schon viel versöhnlicher. 
Viel wusste Elena ja selbst nicht, aber sie versuchte trotzdem Caroline zu erklären was los war. "Stefan hat es mir irgendwann mal erklärt .... er kommt mit Menschenblut nicht zurecht. Wenn er zu viel davon trinkt wird er zum Ripper .... zum Mörder. Dann schaltet er seine Gefühle ab. Dann ist er nicht mehr der Stefan den wir kennen!" Für Elena war das nur schwer vorstellbar, weil Stefan einer der gefühlvollsten Männer war die sie kannte. "Klaus hat ihn scheinbar genau dazu gezwungen!" Ehe sie noch mehr erzählen konnte tauchte auch Damon in der Küche auf und sofort gingen die Anfeindungen los. Na bravo. Ihren Tee wollte auch keiner und am liebsten hätte Elena sich einfach die Bettdecke über den Kopf gezogen und gewartet, bis all das vorbei war. Vermutlich würde sie dann aber nur einen von beiden wieder finden. 
Um wieder für Frieden zu sorgen, griff sie nach einem Blutbeutel und hielt den Damon hin. "Das dürfte eh hilfreicher sein!", stellte sie fest und setzte dann nochmal Kaffee auf. Sollten sie doch ihren Koffein bekommen. "Glaubt ihr, ihr könnt euch jetzt zusammen reißen? Es geht um Stefan und er braucht unsere Hilfe! Unser aller Hilfe!", stellte sie dann nochmal klar, denn wenn sie ihre Zeit mit Streitereien verbrachten wäre es bestimmt sinnvoller, wenn sie es alleine anging.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Mo 22 Feb 2016, 15:16

„Ich brauch gar nicht runter zu kommen, ich bin nämlich noch gar nicht oben auf“, erwiderte Caroline, aber nach allem was Elena ihr über Stefan sagen konnte, hielt sie doch mal die Luft an. Endlich.... „Du hast ja recht“, erklärte Caroline reumütig und blinzelte ihre beste Freundin von unten herauf entschuldigend an. Das hatte sie auch nicht gewollt. „Ich kann nicht glauben, dass Stefan wirklich ein Ripper ist“, seufzte sie und musste Elena wohl nicht erklären warum. Stefan war ein lieber, gutmütiger und sehr zuverlässiger Mann. Etwas anderes konnte Caroline nicht über ihn sagen, so war er einfach. Kurz umarmte sie Elena um sich zu entschuldigen und auch weil Elena so blass aussah und Caroline merkte, dass sie eigentlich auch für Elena hätte da sein müssen. Auch wenn Caroline Damon nicht leiden konnte, bedeutete ihr Elena viel und wenn das nun ihr Freund war, dann war es eben so. Vielleicht hielt es mit viel Glück nicht bis in alle Ewigkeit. „Wir werden Stefan helfen. Er kann ja nicht einfach … weg sein.“ Damit meinte sie nicht körperlich, sondern geistig. Alles was Stefan ausmachte konnte doch nicht einfach so verschwinden.
Elena brachte für Caroline etwas mehr Licht ins Dunkel was Stefans Zustand anging und Caroline musste nun doch mal deutlich durchatmen. „Das ist schlimm... aber wir schaffen das.“ Sie wollte sich selbst Mut machen und Caroline war insgesamt eh ein positiver Mensch. Das änderte sich nur leider schlagartig als Damon dazu kam. Schon ging das Gezicke und Gebocke los. Damon verstummte als Elena ihm den Blutbeutel gab, diesen trank er jetzt sehr viel zivilisierter und nuckelte wieder daran herum wie normalerweise. Auf den Kaffee freute er sich trotzdem. Der Vampir beruhigte sich für Elena und so herrschte nun endlich Ruhe in der Küche. Seinen Ehering trug Damon jetzt an der linken Hand, wie es sich gehörte und rechts den Tageslichtring. „Ok... nur wenn wir Stefan folgen, dann hältst du dich zurück, wenn ich es dir sage. Du bist ein Mensch... die gehen leichter kaputt als wir beide. Und wir dürfen Klaus nicht persönlich angreifen. Wir müssen versuchen an Stefan persönlich heran zu kommen. Klaus wir hoffentlich keinen von uns einfach so töten. Wir können ihn umgekehrt auch nur mit dem Weißeichenpflock lahm legen und nicht töten, weil niemand weiß wer genau von wem abstammt.“ Hoffentlich kapierte das auch Blondie. Dass Elena ein helles Köpfchen war wusste Damon ja.
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Mo 22 Feb 2016, 21:22

Es dauerte zwar ein bisschen, aber dann beruhigte Caroline sich wieder. Ihre Aufregung war ja durchaus verständlich. Elena würde es vermutlich nicht anders gehen, wenn Damon plötzlich verschwinden würde, um mordend durch die Gegend zu ziehen. Letztendlich hielten die Freundinnen aber zusammen und nach der kurzen Umarmung war schon alles wieder in Ordnung. Irgendwann würden sie sich die Zeit nehmen in Ruhe über all das zu sprechen, doch jetzt hatten sie keine Gelegenheit dazu. Carolines Blick zeigte aber, dass sie Anteil nahm an dem was gerade passiert war. Gerade weil Elena wusste, dass sie Damon nicht sonderlich leiden konnte zeigte das, was für eine gute Freundin Caroline war. Elena berichtete ein bisschen ausführlicher von der Situation und auch die Blondine schien schon genauer darüber nachzudenken, was das für sie bedeutete. "Ich auch nicht, aber ... ich habe seinen Blick gesehen. Das war nicht Stefan!", Elena wurde jetzt noch kalt wenn sie daran dachte, wie Stefan sie angesehen hatte ehe er verschwunden war. Trotzdem, aufgeben kam gar nicht in Frage. "Ganz sicher ist er noch irgendwo. Gerade du und Damon, ihr bedeutet ihm am meisten. Das kann er nicht einfach so vergessen!", hoffte Elena zumindest. Einen genauen Plan hatte sie zwar nicht, aber wenn jemand seine Gefühle abstellte, dann musste man ihn daran erinnern, dass Gefühle auch schön sein konnten. Und was war schöner als die Liebe?
Wie aufs Stichwort platzte Damon rein und auch wenn die Situation erstmal nicht sonderlich liebevoll aussah, immerhin gingen sie sich nicht an die Gurgel. Allerdings hatte Damon gleich ein paar Vorgaben und da wurde Elena nun doch ein bisschen hellhörig. "Na gut...", machte sie als es um Stefan ging. Als Abendessen wollte sie nicht gerade enden und Damon hatte ja nur gesagt, dass sie sich zurück halten sollte, wenn es gefährlich wurde. Mitmachen durfte sie trotzdem. "Was Klaus angeht sind meine Chancen nicht getötet zu werden aber noch am besten!", widersprach sie dann. "Dich kann er eh nicht leiden, also solltest du dich zurück halten, wenn wir es mit Klaus zu tun bekommen!", forderte Elena nun ihrerseits, während sie Damon direkt ansah. Caroline war ein hübsches junges Mädchen, vielleicht ließ sogar Klaus sich davon blenden. Elena hatte das Blut in ihren Adern, das Klaus so dringend brauchte. Aber Damon .... tja es gab nicht wirklich irgendwas, für das Klaus ihn brauchte. Nun ging es aber vor allem darum Stefan zu erreichen. "Was meinst du, wo sie hingehen? Werden sie die Stadt verlassen?", fragte Elena weiter. Es gab allerdings noch mehr, was sie von Damon wissen wollte. "Als Stefan das letzte mal ... so war, wie hat es damals geendet? Ich meine, er hat das doch schon mal durchgemacht. Was hat ihn dazu gebracht seine Gefühle wieder anzuschalten?", fragte Elena. Wenn das schon mal funktioniert hatte, war es ein Versuch wert....
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BeitragThema: Re: Vorsicht bissig   Di 23 Feb 2016, 10:42

„Wenn das vorbei ist machen wir eine Pyjama Party wie früher. Nur du, Bonnie und ich“, wünschte sich Caroline nach der Umarmung. Sie waren noch Teenager und brachten manchmal ein wenig Normalität. Vor allem nach den jüngsten Ereignissen. Daran änderte es auch nichts, dass Caroline ein Vampir war, Bonnie eine Hexe und Elena mittendrin steckte.
Jetzt schauderte Caroline aber trotzdem als sie durch Elena ein genaueres Bild vom Ripper bekam, der ungefähr das genaue Gegenteil von Stefan war. „Armer Stefan... ich wusste davon nichts“, bedauerte Caroline und wer sie kannte wusste wie sehr das an ihr nagte. Sie war ein liebenswerte Person und sie fühlte stark mit anderen. Als Vampir hatte sich das nur noch verstärkt. Wenn sie Stefan wieder hatte würde sie viel mehr darauf achten, dass das nie wieder geschah. Wenn sie das nur gewusst hätte...Elenas Worte machten ihr Mut und darum lächelte Caroline. „Du bedeutest ihm auch viel, weil du ihn von Anfang an so gemocht hast, wie er nun einmal ist.“ Das war ganz und gar keine Eifersucht die da aus Caroline sprach, sondern nur Erleichterung eine Freundin wie Elena zu haben.

Als Damon hinzu kam und der erste kurze Schlagabtausch zwischen Caroline und ihm beendet war konzentrierte man sich wieder aufs Wesentliche, nämlich auf die Rettung von Stefan. „Klaus ist aber unberechenbar. Töten wird er dich nicht, aber wieder Elena-nappen und dann müssen wir dich auch wieder irgendwo einsammeln“, zwinkerte Damon ihr zu. Natürlich würde er auch das tun, aber es musste ja nicht sein und Elena würde es in dieser Zeit alles andere als gut gehen. Besser also es passierte gar nicht erst.
Elenas Frage war berechtigt aber die Antwort geben zu müssen gefiel Damon nicht. Er druckste etwas herum, nuckelte am Blutbeutel und atmete tief durch. „Stefan stand schon immer auf Blondinen“, begann er und sah zu Caroline. „Aber nicht mit allen hatte er gleich was am laufen. Kurz nach unserer Verwandlung als er erstmals ein Ripper war lernte er auf einem seiner blutigen Streifzüge Lexi kennen. Die blonde Mutter Theresa unter den Vampiren. Sie brachte ihn immer wieder auf die Spur. Aaaaaaber Lexi und ich … wir haben ein paar persönliche Differenzen und ich weiß auch gar nicht wo sie ist.“ So ende, sie würden das auch ohne Lexi hinbekommen. Zeit die Konzentration auf etwas anderes zu lenken. „Ich glaube Stefan zu finden ist leicht. Wir warten einfach einen Tag ab, durchforsten dann das Internet und die Nachrichten und schon werden wird von ungeklärten blutigen Todesfällen hören. Dorthin fahren wir und nehmen die Spur auf.“ So Plan gefunden, alles gut. Und was machten sie nun mit dem Rest des Tages? Man könnte es sich ein wenig gemütlich machen, fand Damon.
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