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 Everything changes

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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 15 Okt 2016, 11:29

Elena pampte drauf los und Damon zog das Genick ein. Was sollte er nun nur machen? Dass sich eine Geburt nicht aufhalten ließ, wusste sogar er. „Ja …nein…. Also …“, stammelte er hilflos herum. Immerhin wurde das Pferd fortgeschafft und wenig später jagten sie Jeremy mehr oder weniger vom Hof, damit er Grayson holte. Na hoffentlich ging das gut. „Ja, er hat uns alles gesagt, aber mein Kopf ist wie leer“, bekannte Damon. Da war gar nichts mehr drin. „Hinlegen ist gut, Bett und so… und dann pressen“, stotterte er sich zusammen, was noch übrig war. Dann hob er sie immerhin hoch und schaffte Elena ins Schlafzimmer. Er legte sie auf das Bett und half Elena die Schuhe und die nassen Sachen auszuziehen. „So, das wäre geschafft“, schnaufte Damon. „Ich … hole heißes Wasser und saubere Tücher und dir einen Tee und die Babysachen?“ Die Reihenfolge wäre wohl variabel, so lange er nur kein Stroh zum Abreiben holte. Unsicher und mit Schweißperlen auf der Stirn suchte er die Sachen zusammen und dachte – mal wieder – kurz an sein Dasein als Vampir. DAS wäre ihm so nicht passiert. Aber zu spät.
Als erstes brachte er den Beruhigungstee und nahm sich auch eine Tasse. „So das wäre geschafft“, sagte er jetzt gleich nochmals, als ob Tee kochen solch eine Meisterleistung war. Sichtlich erledigt setzte Damon sich zu ihr und wusste gerade nicht, was er tun sollte. „Tut´s sehr weh?“ fragte er und sah sie besorgt an. Sie war so schmal und zierlich. Wie sollte sie da ein Baby raus quetschen? „Denkst du, es dauert noch lange? Soll ich die Wiege schon mal holen?“ fragte er, als würde das Baby in den nächsten Minuten rausquetschen. Weil er aber auch noch ein wenig gute Stimmung verbreiten wollte lächelte er und meinte: „Sobald es da ist, müssen wir ein Pony kaufen.“ Ben kam als Ersatzpony hereingetrottet und legte seinen inzwischen recht großen Kopf auf die Bettkannte und sah Elena treuherzig an. „Na ja…. Fürs erste könnte es auch Ben nehmen.“ Groß genug war dieses Kalb ja.

„Ich war damals in Charlotte verliebt. Sie hatte rote Bäckchen und wilde Locken. Sie mochte Tiere…. Und da dachte ich sie wäre die Richtige. Leider aber mochte sie nur ihre Tischratten und Pferde auch nur mit hochgeschnallten Köpfen vor der Kutsche.“ Da hatte er sich eben mal geirrt, der gute Hailey. Nicht geirrt hatte er sich in Nicki und die doppelt so breite Schaukel wurde als Idee abgespeichert. Doch dann kam Charlotte … und die Schaukel, die Hailey umnietete.
Er rappelte sie wieder auf und schüttelte den Kopf. „Nein, Nicki, alles ist gut. Na ja fast…. Bis auf die beiden Hühner im Kleid da.“ Das flüsterte er aber so leise, dass nur Nicki es hören konnte. Doch die beiden, Charlotte und ihre Freundin Ashley kamen auf sie zugeschwirrt. „Jaaaa, so was spricht sich schnell rum, was?“ erwiderte Hailey mit schlecht gespielter Begeisterung. Eine richtige Begrüßung wurde es demzufolge auch nicht.
„Wir haben uns schon gefragt, wann du wieder hier auftauchst“, meinte Ashley abwertend.
Charlotte zuckte die Schultern. „Nur gut, dass du immer auf deinen Vater zählen kannst.“
Hailey sah die beiden an, sah dann zu Nicki und presste die Lippen zusammen. Die dachten also, er sei da, um wieder Geld zu schnorren? Statt sich zu verteidigen und weil er Nicki vollkommen vertraute, ließ er sich auf dieses Trauerspiel ein. „Ja was wären wir nur ohne Daddy? Übrigens, das ist Nicki. Wir sind nicht verheiratet, wir leben in wilder Ehe zusammen und wir treiben es wie die Karnickel. Oh und ach ja…. Wir wohnen in einem verfallen Sägewerk. Der Staub und die Sägespäne stören ein wenig. Die jucken und dringen wirklich überall ein.“ Um das zu demonstrieren, kratzte er sich am Allerwertesten. „Fließend Wasser ist natürlich Fehlanzeige. Darum bin ich froh, hier mal in den Bach springen zu können. Wollt ihr auch?“ fragte er und begann sich auszuziehen. „Komm Schatz…es macht den beiden sicher nichts aus, wenn sie uns dabei zusehen. Charlotte ist sehr tolerant.“ Genau diese bekam nun aber Schnappatmung und eine echt rote Birne.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 15 Okt 2016, 16:20

Auf einmal sahen sie beide aus, als müssten sie erst wieder laufen lernen. Das konnte ja heiter werden... Als die Wehe aber wieder nachließ, konnte Elena zumindest ein paar klare Gedanken fassen. Jeremy zog los und suchte nach Grayson, das Pferd kam in den Stall und Elena ins Bett. Das war ja schon mal ein Fortschritt. Dort angekommen wurde Elena die überflüssigen Sachen los, während Damon durchs Haus wirbelte wie ein Verrückter. Die Wehen kamen gleichmäßig, aber noch in größeren Abständen. Als Damon wieder zu ihr kam, ließ die Wehe gerade wieder nach. Trotzdem war Elena froh, dass er bei ihr war und deswegen nahm sie nun auch seine Hand. "Noch geht es!" Aber sie wusste, dass es noch schlimmer werden würde. "Ich denke es wird noch eine ganze Weile dauern..... ich glaube es ist noch ein bisschen Zeit, bis wir die Wiege brauchen!!", sagte Elena mit einem kleinen Schmunzeln, weil Damon schon wieder so aufgeregt war.
Auf dem Bett liegend atmete Elena wieder ruhiger, zumindest bis die nächste Wehe kam. So langsam wurden die Abstände kürzer und die Intensität heftiger. "Himmel es hätte ja mal jemand eine einfachere Methode entwickeln können, um Kinder zur Welt zu bringen!", schnaufte Elena. Sie drehte sich zu Damon um und versuchte es mit dem ruhigen Atmen und dem ganzen anderen Mist, aber das half alles nicht so richtig und so langsam wurde es dann doch ernst. "Glaubst du, mein Vater ist bald da?", fragte Elena, denn ob sie das alleine schaffen würde wüsste sie wirklich nicht und Damon sah nicht so aus, als würde er gerne ein Kind zur Welt bringen.


Nicki konnte durchaus verstehen, dass Hailey sich eben verliebt hatte. Da sah man über viele Fehler hinweg, aber er war ja zum Glück noch vor der Katastrophe bewahrt worden. Nicki wollte der ehemaligen Verlobten trotzdem lieber nicht begegnen, denn das war mit Sicherheit eine andere Kategorie Frau. Leider kam es dann aber schneller dazu als gedacht. Wenn man vom Teufel sprach und so... Nicki half Hailey wieder auf. "Komm lass uns einfach gehen?", schlug sie vor, aber da stand Charlotte auch schon vor ihnen. Nicki sah sich die Frau natürlich doch mal kurz genauer an. Ihre Haare waren sorgsam zusammen gesteckt, das Gesicht geschminkt wie das einer Puppe, das Kleid war ausladend und sogar die Hunde waren besser frisiert als Nicki. Kurz war Nicki nicht sicher, ob sie sich nun schäbig fühlen sollte, denn in diese gesellschaftlichen Kreise hatte sie noch nie gehört. 
Aber dann kam alles anders als erwartet. Anfangs waren sie doch sehr herablassend, aber dann sagte Hailey etwas, was sogar Nicki den Mund offen stehen ließ. Sie überlegte ernsthaft, ob sie sich gerade verhört hatte. Aber dass Hailey sich auszog war wohl ein Zeichen dafür, dass er das tatsächlich gesagt hatte. Alle drei Frauen starrten ihn sprachlos an, bis Charlotte sich als erste regte. "Du brauchst ja wohl einen Arzt!", stellte sie fest, sah Nicki abschätzig an und drehte sich dann hochnäsig um. Ashley dackelte hinterher wie die Hündchen und Nicki sah immer noch zu Hailey, ehe sie schallend lachte. "Ich glaube, ich habe einen schlechten Einfluss auf dich!", stellte sie immer noch lachend fest.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 15 Okt 2016, 21:12

Noch geht es… na grandios… wie schlimm würde es noch werden? Es war doch jetzt schon eine Qual für Elena. Und Damon litt mit. Er war trotzdem froh sie im Bett zu haben. Leider war noch kein Bedarf für die Wiege. „Na gut.,…dann warte ich noch einen Moment, ehe ich die Wiege hole.“ Die Frage war bloß, wie lange dieser Moment dauern würde. Schnell waren sie dann wieder einer Meinung, als es um einfachere Wege ging, die man erfinden müsste, um Kinder zu kriegen. „Gibt’s… in der Zukunft Kaiserschnitt … das ist besser als das hier.“ Kaiserschnitt gab es hier auch, aber die endeten nicht immer glücklich. „Dein Vater kommt sicher gleich.“ Damon konnte selbst rechnen, ebenso wie Elena. Man brauchte im gestreckten Galopp eine halbe Stunde hin und zurück und wenn Grayson gerade einen Notfall hatte, oder ein volles Wartezimmer, dann wusste Damon selbst nicht, ob er gleich aufsprang und los ritt. Aber das jetzt zu zerreden brachte auch nichts. „Soll ich dir was Leckeres kochen? Möchtest du ein paar Kekse oder so?“ fragte Damon und hielt ihre Hand. Er war so aufgeregt, dass er ständig schlucken musste und eiskalte schweißnasse Hände hatte.

Leider konnten sie nicht mehr gehen. Die beiden Mops- und Pudeldamen waren da und lösten sich leider auch nicht einfach in Luft auf. Also begann Hailey recht anschaulich ihr Zusammenleben zu schildern und einen Striptease hinzulegen. Charlotte platzte der Kragen und sie wollte ihn zum Arzt schicken. „Oh nicht nötig“, frohlockte Hailey und zog Nicki an seine blanke Brust. „Sie ist vom Fach!“ stellte er stolz fest. Ob sie nun als Ärztin oder Krankenschwester durchging war ihm egal. Ashley war mindestens ebenso empört, aber das sorgte ja gerade dafür, dass sie solchen Spaß hatten. Cooper schnupperte noch an den Locken des parfümierten Pudels und hob dann das Bein um ihn zu wässern. Nun war erst recht großes Geschrei und Hailey lachte mit Nicki. „Na das hoffe ich doch sehr“, meinte er verschmitzt und küsste sie sehr, sehr leidenschaftlich. Sollten sich Ashley und Charlotte nochmals umdrehen, würden sie erst recht was zu sehen bekommen. Diesen schlechten Einfluss machte er gerne geltend.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 15 Okt 2016, 21:50

Eigentlich wollte Elena Damon wirklich nicht noch zusätzlich Sorgen machen, aber einfach so tun als sei nichts konnte sie eben nicht. Dazu waren die Schmerzen einfach zu heftig und auch wenn Elena ja irgendwie wusste was auf sie zukam, vorbereiten  konnte man sich darauf eben nicht. Als Damon meinte er wolle noch einen Moment hier bleiben, nickte Elena und griff nach seiner Hand. "Nicht weggehen!", bat sie ihren Mann, denn alleine sein wollte Elena jetzt wirklich nicht. Deswegen war sie auch brav und bemühte sich nicht Damons Hand zu zerquetschen, als die nächste, wesentlich stärkere Wehe kam. "Gibt aber ne Narbe!", schnaufte Elena. Verlockend war der Gedanke an einen Kaiserschnitt aber durchaus ... genauso wie der an eine PDA oder wenigstens irgendwelche betäubenden Mittel! 
Noch bekam Elena zwischen den Wehen kleine Pausen, in denen sie halbwegs normal atmen und sich erholen konnte, aber die wurden kürzer. "Ich weiß nicht, ob unser Kleines noch so lange wartet!", bezweifelte Elena so langsam. Wenn sie Pech hatten, war ihr Vater irgendwo unterwegs, Jeremy musste ihn erstmal finden und darauf wollte Elena sich nicht verlassen. "Vielleicht solltest du doch mal ein paar Handtücher und heißes Wasser holen!" dann waren sie wenigstens vorbereitet, wenn es so weit war. Bei Damons nächster Frage schüttelte Elena wieder den Kopf, essen konnte sie nun wirklich nichts mehr. Elena rutschte immer wieder im Bett hin und her, mal sitzend mal liegend. Aber egal was sie machte, die Wehen nahmen zu und so langsam wurden die Schmerzen größer. "Wie um alles in der Welt können manche Frauen fünf oder sogar mehr Kinder haben?" Wer machte sowas denn freiwillig ein zweites Mal? Gut, scheinbar verdammt viele Frauen, aber das konnte Elena sich jetzt in diesem Moment einfach nicht vorstellen.

Hailey zog eine Show ab, die wirklich filmreif war und Nicki staunte nicht schlecht. Sie war aber lange nicht so schockiert wie die beiden Damen. Ashley schien ihr ohnehin schon schlechtes Bild von Hailey bestätigt zu sehen und Charlotte schien sich zu schämen, ihn überhaupt zu kennen. Empört waren beide gleichermaßen, aber Nicki meinte in Charlottes Blick auch etwas anderes zu sehen. Was genau konnte sie noch nicht so richtig sagen, aber nun drehten sie zum Glück ab und Nicki hing an Hailey, weil sein Kuss sie mal wieder alles andere vergessen ließ. Wo das plötzlich herkam wusste sie nicht, aber genau so gefiel ihr Hailey. Er kümmerte sich nicht darum was andere dachten, weil nur seine eigene Meinung von sich selbst zählte. Nicki zeigte das aber noch etwas anderes: Hailey hätte genauso gut versuchen können Charlotte mit seinen neuen Erfolgen zu beeindrucken und vermutlich hätte das auch funktioniert. Aber das hatte er nicht und das hieß wohl, dass sie ihn absolut nicht mehr interessierte.
Nicki verlängerte den Kuss gleich noch ein bisschen, sollte ruhig jeder wissen zu wem Hailey jetzt gehörte. Dann aber grinste sie wieder. "Dir ist klar, dass sie es überall rum erzählen werden oder?" Nicht, dass Nicki damit ein Problem hatte, aber Haileys Mutter würde bestimmt einen Herzinfarkt bekommen. "Willst du immer noch schwimmen?", fragte Nicki dann aber. War ja eigentlich keine so schlechte Idee.
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BeitragThema: Re: Everything changes   So 16 Okt 2016, 11:12

„Nein, ich geh nicht weg“, sagte Damon, der merkte, dass Elena ängstlich wurde. Und das war etwas, was er auch ganz und gar nicht vertrug. Sofort bekam sie sein ganzes Mitgefühl. „Nein ich gehe nicht weg“, flüsterte er und küsste ihre Stirn. Damon hätte sich gewünscht, dass er ihr etwas von ihrem Schmerz abnehmen könnte. Doch das ging leider nicht. Stattdessen fühlte er sich ziemlich nutzlos, weil er nicht besser aufgepasst hatte. Sie hielt weiter seine Hand und Damon hoffte, dass es bald vorüber war. An das Kind konnte er noch gar nicht denken. Nur an Elena. Diese Zeit hier war wirklich verflucht, denn es schien nichts zu geben, um ihr die Geburt ein wenig zu erleichtern.
Er hoffte, dass Grayson gleich durch die Tür kam, mit Hebamme am besten, aber Jeremy war noch keine zehn Minuten weg. Es war also unmöglich, dass Elenas Vater sogleich hier wäre. Kein Smart Phone, kein Auto, kein Rettungswagen oder Helikopter. Das war doch echt zum Kotzen. Elena wirkte immer unruhiger und nun sollte Damon auch noch fort und Tücher und Wasser holen. „Wozu haben wir Personal?“ fragte er und stand nur auf, ging zur Tür und rief ihre Haushälterin herbei, der er all das auftrug. Sowohl Elena als auch Damon waren niemand, der ihr Personal schlecht behandelte. Sie zahlten sie gut und entsprechend gut war auch das Verhältnis. Die Frau rannte los, weil sie begriff worum es ging. Damon wandte sich Elena zu, nahm wieder ihre Hand und legte die andere auf ihren Bauch. „Kann ich irgendwas für dich tun?“ fragte er besorgt.

Hailey lachte sogar in ihren leidenschaftlichen Kuss hinein. Erstens weil ihm selbst dieses Schauspiel gefallen hatte, zweitens, weil er merkte, dass auch Nicki ihren Spaß hatte. „Wer will schon so ein stacksiges Püppchen, mit Schirm, wenn man auch eine Nicki haben kann?“ fragte Hailey und hatte sich trotz nasser Hose selten zuvor so wohl gefühlt. Inzwischen wusste er wirklich nicht warum Charlotte ihn interessiert hatte. Nicki war ganz anders. Sie war leidenschaftlich in allem was sie tat, nicht nur im Bett und sie stand mit beiden Beinen im Leben. Leider hatte sie selbst schon schlimme Zeiten erlebt, aber Hailey wurde langsam klar, dass man die Sonnenseiten des Lebens nur genießen konnte, wenn man auch ein paar Hagelschauer schon erlebt hatte. „Ich hoffe darauf, dass sie es überall herum erzählen werden. So haben sie wieder mal Gesprächsstoff für mindestens …. Hm, drei Tage.“ Was für ein armseliges Leben, wenn sie sonst nichts hatten. „Sie regen sich damals einmal auf… wir aber, haben für immer ein aufregendes Leben, weil wir uns haben“, stellte er fest und zupfte an Nickis Bluse. „Mit dir gehe ich immer gern schwimmen“, grinste Hailey und begann sie auch auszuziehen. „Bringen wir das Wasser zum kochen.“ Da musste man Hailey nicht zwei Mal bitten.
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BeitragThema: Re: Everything changes   So 16 Okt 2016, 17:59

Dass es für Damon nicht gerade leicht war konnte Elena sehen. Aber im Moment war alles was er tun konnte hier für sie da zu sein und das war eigentlich auch alles, was Elena brauchte. Sie war noch jung und unerfahren, aber gemeinsam hatten sie so vieles geschafft. Da war eine Geburt ja schon fast lächerlich. Trotzdem war Elena froh, dass Damon bei ihr blieb, einfach ihre Hand hielt, ihr mit dem nassen Tuch über die Stirn tupfte oder ihren Rücken massierte. Die Wehen kamen gleichmäßig und soweit lief alles ganz normal, zumindest soweit Elena das beurteilen konnte. Schmerzen gehörten nun mal dazu, aber es würde sich hoffentlich lohnen. "Kannst du dir vorstellen, dass wir schon in ein paar Stunden unser Kind im Arm halten?", fragte Elena deshalb. Sie wollte an diesen schönen Moment denken, um durchzuhalten und das zu schaffen.
Damit alles vorbereitet war schickten sie die Haushälterin los. Die Zeit verging, aber Elena hätte nicht sagen können wie lange sie nun schon Wehen hatte. Ein paar Stunden waren es nun mit Sicherheit, aber immer noch waren weder Jeremy, noch Grayson hier. Elena war zwischendurch aufgestanden und herum gelaufen, weil das ja angeblich helfen konnte und so langsam spürte sie, wie der Kopf des Kindes gegen ihr Becken drückte. Inzwischen war es später Abend. "Jetzt kann es einfach nicht mehr lange dauern!", stellte Elena fest, sah zum Fenster hinaus und legte sich dann doch wieder ins Bett. "Wenn sie jetzt noch nicht da sind muss doch irgendwas passiert sein...", sorgte Elena sich so langsam. Es war schließlich kaum vorstellbar, dass für Grayson irgendwas wichtiger sein könnte. Elena war erschöpft, sie hatte Schmerzen und sie wollte einfach nur, dass es vorbei war....

So richtig konnte Nicki immer noch nicht fassen, was Hailey da gerade gemacht hatte. Ein paar Mal noch drehte Charlotte sich wieder zu ihm um, musste aber jedes Mal feststellen, dass Hailey ihr keine Aufmerksamkeit mehr schenkte. Nicki war sich nicht sicher, ob Charlotte inzwischen bereute, dass sie Hailey einfach fallen gelassen hatte. Aber wie sich herausstellte.... war das vollkommen egal. Nickis unterschwellige Angst war unbegründet, denn Hailey wollte seine Ex ganz eindeutig nicht zurück und deswegen küsste Nicki ihn fast noch ein bisschen übermütiger. So ging es auch gleich weiter, denn scheinbar wollte Hailey nicht warten, bis sie sich in sein Kinderzimmer geschlichen hatten. Deswegen ließ auch Nicki jetzt ihre Klamotten fallen, sie sorgten dafür, dass Hailey seine noch loswurde und dann sprangen sie gemeinsam ins Wasser. 
Spaß hatten sie ja egal wo sie waren, aber heute wirkte es auf Nicki, als hätte Hailey sich zumindest von ein paar Fesseln befreit. Entsprechend übermütig hängte Nicki sich nun einfach an Haileys Hals, um ihn wieder zu küssen. "Ich weiß es ist nicht leicht für dich, aber ich bin froh, dass wir hier sind!", sagte sie immer noch lachend, weil das hier schon ein kleines Abenteuer war. Blieb nur abzuwarten, ob sie nachher überhaupt noch reingelassen wurden...
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Everything changes   So 16 Okt 2016, 20:29

Damon tat was er konnte, er beruhigte, streichelte, massierte, tupfte und gab Elena zu trinken. Mehr konnte er nicht machen und die Zeit verging quälend langsam. Trotzdem wurde es draußen langsam dunkel, die Abstände zwischen den Wehen kürzer, selbige stärker und Damon immer nervöser. Das wurde bei Elenas Aussage auch nicht besser. „Jetzt nochmal Stunden?“ fragte er aus Versehen laut. Wie sollte er das nur aushalten? Oder auch, wie sollte Elena das aushalten. Und wo blieb eigentlich Grayson mitsamt der Hebamme? Waren die alle ausgewandert?
Damon merkte, dass Elena mit ihren Kräften bald am Ende angelangt war. „Sie sind sicher gleich da. Da ist nichts passiert. Da ist höchstens mal wieder eine Oma die redet und redet, oder das Rad der Kutsche ist gebrochen, oder so was…“, Damon fragte sich wirklich, wo Elenas Vater so lange blieb. Es ging hier um Leben und Tod. „Durchalten, Elena, ja? Du willst ja nachher noch deinen Frosch knuddeln.“ Und konnte der Frosch nicht langsam schlüpfen. Gerade als Damon sie zärtlich küsste, kam unten Bewegung ins Haus. Man hörte Schritte und dann kam Damon mitsamt Hebamme ins Zimmer. „Elena, wie geht’s dir? Tut mir leid, dass es gedauert hat. Die Frau vom Bürgermeister hat Drillinge bekommen. Kannst du dir das vorstellen? Wir dachten schon eins wäre tot, aber nun haben wir es hinbekommen, alle drei liegen nun satt und glücklich in ihrem Bettchen.“ Grayson plapperte unbedarft los, wie Mediziner es taten. Währenddessen begann die Hebamme schon Elena zu untersuchen. „Na da kommen wir gerade noch rechtzeitig, Kindchen“, sagte die ältere Dame. Grayson überprüfte den Puls seiner Tochter. „Du musst anfangen zu pressen, Elena“, forderte die Hebamme und sah streng zu Damon. „Und du sagst ihr wie sehr du sie liebst, hältst ihre Hand und küsst sie immer wieder!“
Damon nickte brav, die Hand hielt er eh schon. „Da komm, Elena, gleich hast du es geschafft“, flüsterte Damon leise.

Charlotte war Hailey so was von egal. Für ihn zählte nur noch Nicki und das Glück das sie beide jetzt hatten. Da brauchte er nun wirklich keine Schirmchenträgerin. „So langsam bin ich auch froh“, erwiderte Hailey, als Nicki an seinem Hals hing und ihn küsste. Ihre Kleidung waren sie erfolgreich los geworden. „So viel Spaß habe habe ich hier noch nie gehabt.“ Alles wirkte so unbeschwert wenn Nicki dabei war. Darum tauchte er mit ihr nun auch gemeinsam unter und lachend wieder auf. „Ich liebe dich, Nicki…und daran besteht sowas von kein Zweifel. Und von mir aus können die Hühner einen Aushang am Rathaus machen, über das was sie meinen heute hier gesehen zu haben. Dann platze ich nur vor Stolz, weil ich dich nun habe.“ Hailey konnte nur bei Nicki er selbst sein. Neben seinen Freunden Damon und Christian war sie die einzige bei der er einfach er selbst sein konnte.
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BeitragThema: Re: Everything changes   So 16 Okt 2016, 21:08

Es war eindeutig schwer zu sagen, wer hier mehr zu leiden hatte. Damon fieberte auf jeden Fall mit als würde er selbst ein Kind zur Welt bringen. Leider wurde es für Elena nun trotzdem langsam ziemlich unangenehm, was sie hin und wieder doch auch stöhnend oder wahlweise auch fluchend deutlich machte. Damon versuchte seine Frau zu beruhigen und Elena nickte immer wieder leicht, ehe sie sogar ein bisschen schmunzelte. "Hast du unser Kind gerade mit einem Frosch verglichen?", fragte sie, weil das nun nicht besonders schmeichelhaft war. 
Glücklicherweise kam die Rettung dann doch noch und die Erleichterung war Elena und Damon gleichermaßen anzusehen. Grayson spazierte ins Zimmer und plapperte vor sich hin, als hätte Elena sich lediglich in den Finger geschnitten. Bei dem Wort Drillinge wurde Elena aber ziemlich blass um die Nase. Wie sollte man ... oder Frau das denn überleben? "Ich wäre erstmal gerne da eine los..." gab Elena zu. Im Gegensatz zur Frau des Bürgermeisters sollte das hier ja ein Spaziergang sein, aber für Elena war es schon anstrengend genug und im Moment hatte sie das Gefühl, dass es nicht zu schaffen war. Dann musste das Kind eben drin bleiben und sie für immer als Tonne rumlaufen!
Die Hebamme hatte aber andere Pläne und damit ging die Arbeit erst los. Mit der nächsten Wehe begann Elena zu pressen wie die Hebamme es sagte, worunter nun auch ihr Ehemann und ihr Vater leiden mussten, denn beide hielten ihr die Hand. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit und solche Schmerzen hatte Elena wirklich noch nie gehabt, aber dann... war das kleine Wunder geschafft.
Ein kräftiger Schrei ertönte, gefolgt von einem zweiten. Der kleine Wurm beschwerte sich lautstark darüber, dass es hier viel zu hell und zu kalt und überhaupt nicht so schön war wie in Mamas Bauch. Die Hebamme durchtrennte die Nabelschnur, wickelte das Kind in ein Tuch, säuberte ihm noch das Gesicht und legte es dann zu seinen Eltern. "Herzlichen Glückwunsch ihr beiden. Einen kräftigen, gesunden Jungen habt ihr da!"

Bis vor Kurzem war Nicki immer auf sich selbst gestellt gewesen. Sie hatte nie erwartet, dass ihr mal jemand so wichtig sein könnte, aber Hailey hatte es geschafft. Seine Worte berührten sie wirklich sehr und deswegen lächelte Nicki nun auch wieder aufrichtig. So ein bisschen hatte sie immer noch Angst, dass dieser Traum noch zerplatzen konnte, aber mit jedem Tag zeigte Hailey ihr, dass sie sich auf ihn verlassen konnte. "Ich liebe dich auch!", sagte Nicki und der nächste Kuss war schon wesentlich zärtlicher. Dann aber tobten sie noch eine Weile im Wasser herum, spritzten sich nass und genossen einfach nur die Zeit hier. 
"Vielleicht sollten wir so langsam zurück gehen... ehe sie noch nach uns suchen!", bald würde es dunkel werden und außerdem war Nicki so langsam kalt. "Wir wollten schließlich noch nett zusammen zu Abend essen!", stichelte sie ein bisschen, weil das wohl eher krampfig werden würde.
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BeitragThema: Re: Everything changes   So 16 Okt 2016, 21:31




Elenas Fluchen nahm Damon mit stoischer Ruhe. Sie meinte es nicht so und das war ihm klar. Er machte weiter mit allem von dem er merkte, dass es Sinn machte und ihr ein wenig half. Viel war es nicht, darum war er schon froh ihr für den „Frosch“ ein Lächeln zu entlocken. „Ja habe ich… es ist ein kleiner Frosch. Nur hoffentlich nicht so grün, sonst zweifle ich die Vaterschaft an.“ Das konnte Damon ruhig laut sagen, denn genau daran zweifelte er überhaupt nicht.
Er war trotzdem heilfroh als Grayson herein kam. Er beruhigte sie sofort mit der unbekümmerten Art die er als Mediziner in solchen Momenten an den Tag legte. Aber Grayson merkte, dass hier kein Notfall vorlag und so gab es keinen Grund allzu ernst zu sein. Nervös war er dennoch etwas. Immerhin würde er gleich Opa werden.
„Das eine bist du gleich los“, sagte die Hebamme und half Elena so gut es ging. Elena fluchte, schrie, presste und schimpfte. Sie arbeiteten zusammen und Elena zeigte wie viel Kraft sie noch hatte, indem sie Damon und Grayson beinah die Hände brach. Dann plötzlich war es vorbei. Die Hebamme hielt ein Neugeborenes im Arm und das plärrte gleich los. Damon küsste Elena erleichtert und auch Grayson drückte seine Tochter erleichtert an sich. Während die Hebamme sich um das Kind kümmerte, kamen die anderen drei auch wieder zu Atem. „Ich liebe dich, Elena“, sagte Damon und hatte Tränen in den Augen, weil er merkte wie sehr er sie wirklich liebte. Dann gab ihnen die Hebamme ihren Sohn. Er war größer als erwartet und schrie was das Zeug hielt. Damon sah das Kerlchen an und konnte es nicht fassen. „Willkommen Philippe“, sagte er weil er sich an ihre Namensvorschläge erinnerte. Die Hebamme machte Elena noch etwas sauber und bot ihr an, sich kurz ans Fenster zu setzen, damit das Bett neu bezogen werden konnte. „wie geht es dir, Elena?“ fragte Damon aber auch besorgt und erledigt.

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BeitragThema: Re: Everything changes   Mo 17 Okt 2016, 13:04

Zumindest die Hebamme und Grayson waren noch ziemlich entspannt. Das junge Paar dagegen wurde dagegen immer nervöser, aber jetzt war keine Zeit mehr um sich Sorgen zu machen. Es wurde ernst und auch wenn Elena schon nicht mehr daran glaubte, irgendwann war es geschafft. Das schreiende kleine Kind lag im Arm der Hebamme und Elena überlegte einen Moment, ob das nun wirklich alles passiert war. Aber dann legte die Hebamme ihren Sohn in Elenas Arm und für einen Moment schien alles um sie herum einfach zu verschwinden. Elena hatte sich nie vorstellen können wie es war eine Mutter zu sein, aber in diesem einen Moment war ihr klar, dass sie dieses Kind auf immer lieben würde. 
Als nächstes sah Elena zu Damon, der auch sehr berührt aussah. Vermutlich würde er noch eine Weile brauchen, um sich daran zu gewöhnen, aber das war für Elena vollkommen in Ordnung. "Ist er nicht perfekt?", fragte Elena leise, weil sie noch nie so etwas schönes gesehen hatte wie diesen kleinen Jungen. Nur langsam löste sich der Nebel um Elena auf. Sie war vollkommen erschöpft und müde, aber jetzt im Moment rundum glücklich. Vor einer halben Stunde war sie noch sicher gewesen, dass sie sowas nie wieder durchmachen würde. Aber all die Schmerzen und die Anstrengungen waren jetzt schon vergessen, Hauptsache ihr kleiner Junge war gesund.
Die Hebamme ließ den jungen Eltern diesen ersten Moment gemeinsam mit ihrem Kind und auch Grayson war ganz fasziniert von seinem ersten Enkel. "Wenn ihr mir den kleinen Phillipe kurz gebt, dann wasche ich ihn. Dauert nur einen Moment!", versicherte sie. Elena gab ihn nur schwer her, aber er musste ja ordentlich angezogen werden. 
Die Zeit nutzte sie, um sich auch selbst umzuziehen und Grayson wechselte so lange die Bettwäsche. "Kannst du das glauben?", fragte Elena, als sie wieder neben Damon stand. Es würde sicher noch eine Weile dauern, bis sie es richtig begreifen konnte. Auch Grayson umarmte seine Tochter nochmal. "Ich bin stolz auf dich mein Schatz!" Elena bekam einen Kuss und Damon wurde die Schulter geklopft. "Glückwunsch!" Sichtlich stolz verließ Grayson nun aber den Raum. "Ich sorge dafür, dass ihr was zu Essen bekommt!", Stärkung musste schließlich sein.
Die Hebamme kam zurück und gab Phillipe wieder an Elena. "Nach der Anstrengung  hat er sicher Hunger. Willst du mal versuchen ihn zu stillen?", fragte sie und Elena nickte, ehe sie sich aufs Bett setzte, wie das ging wusste sie zumindest in der Theorie schon mal.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Mo 17 Okt 2016, 19:39

Da hatten sie nun stundenlang auf diesen Moment hingearbeitet und nun konnten es beide nicht fassen. Damon kauerte bei Elena und sah auf der kleine Bündel in ihren Armen. Nun war er schon so alt und trotzdem unfähig das zu begreifen. Elenas dicker Bauch war eine Sache gewesen, dieses Kind nun hier zu haben wieder etwas ganz anderes. „Er ist ein hübscher Kerl“, pflichtete er ihr bei. Zwar blinzelte er noch etwas verkniffen, aber selbst Damon konnte Ähnlichkeit mit sich selbst erkennen. Vorsichtig, als habe er Angst, er könne seinen Sohn zerbrechen, streichelte er über das Köpfchen. Das war nun also der Ergebnis ihrer Liebe….und der Grund, weshalb sie nie wieder in die andere Zeit konnten, oder er wieder ein Vampir werden. Seltsamerweise klangen diese beiden Möglichkeiten nun völlig absurd für Damon. In Elena hatte er sich verliebt, kaum dass er im Delirium die Augen geöffnet hatte. Nun passierte ihm das zum zweiten Mal, nur war es diesmal ein Baby. Ihr Baby…
Er nahm Graysons Glückwunsch an und lächelte: „Dir auch, Grandpa!“ Grayson würde sicher ein richtig begeisterter Großvater werden, da bestand eh kein Zweifel. Dann aber mussten sie Philipe kurz abgeben und Damon nutzte den Moment und küsste Elena zärtlich. „Hast du noch Schmerzen? Wie geht es dir?“ fragte er noch immer besorgt. Elena war so schmal gebaut und Philipe hatte keinen kleinen Kopf. Er wollte gar nicht wissen, wie furchtbar sich das angefühlt hatte für die zierliche Elena. Sie stand aber schon wieder auf und konnte sich alleine umziehen. Damon legte die Arme um sie und drückte sie wieder vorsichtig an sie. Dann war das Bett frisch gemacht und etwas zu Essen klang plötzlich auch für Damon sehr verlockend, nachdem die ganze Anspannung auch von ihm abfiel. Die Hebamme brachte Philipe zurück, der schon wieder herum quengelte. Damon setzte sich zu Elena aufs Bett. Dabei konnte er ihr zwar nicht helfen, aber von ihrer Seite weichen wollte er auch nicht. Ihn verzauberte der Anblick von Mutter und Kind gerade auf eine ganz neue und für ihn noch unbekannte Art und Weise.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Mo 17 Okt 2016, 21:12

Vermutlich hätten Elena und Damon noch ewig hier sitzen können, während sie ihren Sohn begutachteten. Aber dazu würden sie hoffentlich noch mehr als genug Zeit haben. Deswegen gab ihn Elena nun an die Hebamme, damit er sauber gemacht und ordentlich angezogen werden konnte. Das Gleiche machte auch Elena, denn das Blut überall war kein schöner Anblick. Frisch gewaschen und umgezogen fühlte sie sich gleich besser und wenn Damon sie dann noch in den Arm nahm, war eh alles gut. Deswegen lächelte Elena nun auch schon wieder und erwiderte Damons Kuss. "Mir geht es gut!", versicherte sie ihm. Dieses Gefühl war zwar absolut nicht zu beschreiben, aber das war auch nicht nötig. So eine Geburt war etwas ganz besonderes, daran bestand wohl kein Zweifel. "Ich bin ziemlich müde, aber ich könnte platzen vor Glück!", gestand sie Damon. Elena war gleichzeitig vollkommen erschöpft und vollkommen aufgedreht, so hatte sie sich noch nie gefühlt. "Und wie geht es dir.... Daddy?", fragte Elena. An diesen Klang konnte sie sich eindeutig gewöhnen, denn vom heutigen Tag an waren sie Eltern. 
Grayson und der Hebamme war Elena wirklich dankbar, weil sie das ohne die Unterstützung der beiden sicher nicht so hinbekommen hatten. Sie war trotzdem froh, als Phillipe wieder bei ihnen war. Elena setzte sich aufs Bett und die Hebamme half noch ein bisschen nach. Phillipe zeigte aber, dass er der Sohn seines Vaters war.... es dauerte nicht lange und schon nuckelte er zufrieden an der Brust seiner Mutter. "Für ihn war die Geburt sowas wie ein Marathon, er wird jetzt sehr müde sein. Stellt euch darauf ein, dass er mindestens alle drei Stunden Hunger bekommt.... also immer schlafen, wenn er es tut!!", erklärte die Hebamme den jungen Eltern. "Dein Vater ist ja hier, falls es irgendein Problem gibt und ich schau morgen mal vorbei!", damit verabschiedete die Hebamme sich nun, denn Elena und Damon konnten sicher ein bisschen Zeit für sich brauchen.
Elena sah völlig verzaubert zu, wie Phillipe die so wichtige erste Milch trank. Dabei fielen ihm schon langsam die Augen zu. "Mein Vater sagt wir müssen aufpassen, dass er keine Luft schluckt, sonst bekommt er Bauchschmerzen. Also immer auf das Bäuerchen achten!!", meinte Elena, ehe sie zu Damon sah. "Willst du das machen?" Als Mutter hatte man am Anfang automatisch mehr Aufgaben, aber für Elena war es wichtig, dass auch Damon eingebunden war. So würde er sich auch schneller an die neue Rolle gewöhnen. "Du musst ihn dir so auf die Schulter legen und dann ganz vorsichtig den Rücken tätscheln!"
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BeitragThema: Re: Everything changes   Di 18 Okt 2016, 15:18

Damon lächelte, als Elena beschrieb wie es ihr gerade ging. „So siehst du auch aus“, grinste er und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Zwar war sie nun gewaschen und umgezogen, aber die Haare waren noch recht wild, die Augen leuchteten vor Glück und die Wangen waren rot, als hätte sie gerade einen Spurt hingelegt. Alles in allem sah die junge Mutter aus wie das blühende Leben. Dafür war Damon dankbar, denn es konnte auch ganz anders laufen bei so einer Geburt. „Mir geht es auch gut… wenn es gleich was zu Essen gibt, sogar noch besser.“ Damon hatte das mehr mitgenommen als gedacht und er hatte wirklich Hunger. Verträumt nahm er Elena in den Arm und war froh, dass das geschafft war.
Wenig später wurde als Erstes der Hunger von Philipe gestillt. Damon sah zu, wie er sofort bei Elena andockte und nuckelte. Dabei blinzelte er recht zufrieden und tatschte da herum, wo eigentlich nur Damon herum tatschen durfte. Aber mit seinem Sohn teilte er gerne. Nachdem die Hebamme sie noch wegen des Schlafes und dem Rhythmus des Babys aufgeklärt hatte, waren sie endlich alleine. „Er hat ganz schön Hunger… tut das nicht weh?“ fragte Damon weil er das Gefühl hatte, dass der Kleine recht kräftig saugte. Und Elena war doch da so empfindlich… eigentlich. Langsam wurde Philipe aber satt und müde. Ihm fielen die Augen zu, als Elena Damon die erste Aufgabe zukommen ließ. „Aber ich hab noch nie zuvor ein Baby auf dem Arm gehabt“, protestierte er leise. Da war er so uralt und hatte noch nie dieses Vergnügen gehabt. Vorsichtig und so als habe er Angst etwas zu zerbrechen, nahm er Philipe und hielt ihn etwas ungelenk, aber sehr behutsam. Dann legte er ihn sich an die Schulter und begann ein wenig herumzulaufen, wobei er immer beide Hände am dem Säugling ließ, damit er ja nicht rutschte oder schlimmeres. „Er schläft schon… glaub ich…“, meinte Damon leise und konnte es ja nicht sehen, ehe er doch eindeutige Geräusche hörte, die auf ein Bäuerchen hinwiesen. „Ah ne, doch noch... wie lange muss man das machen?“ fragte Damon, der nun schon eine ganze Weile tätschelte und herum lief.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Mi 19 Okt 2016, 13:03

Das alles fühlte sich an wie ein ein Traum und eigentlich wartete Elena nur darauf aufzuwachen und den dicken Bauch zu spüren. Aber der war nicht mehr da. Also natürlich schon noch, aber eben ohne Baby und das machte doch einiges aus. Nur zu gerne ließ Elena sich von Damon in den Arm nehmen, schloss die Augen und atmete tief durch. Das Damon mitgefiebert hatte war ihm anzusehen. Heute Nacht würden sie wohl beide gut schlafen, jedenfalls wenn der Kleine sie ließ. Die nächsten Wochen würden auf jeden Fall anstrengend werden, aber es würde sich ganz bestimmt lohnen.
Jetzt wurde Phillipe erstmal gefüttert, damit er mal groß und stark wurde. Das klappte relativ leicht, was für Elena schon mal eine Erleichterung war. Sie wusste von vielen Fällen, in denen die Mutter nicht genug Milch hatte oder das Kind nicht trinken wollte und in dieser Zeit ließ sich eben nicht mal eben so ein Fläschchen warm machen. Weil Damon sich schon wieder Sorgen machte, sah Elena ihn mit einem Lächeln an. "Es fühlt sich schon irgendwie... komisch an. Aber es tut nicht weh!" Wenn er größer wurde und vielleicht sogar die ersten Zähne bekam, würde das vermutlich noch anders werden. "Hast du schon mal so kleine Hände gesehen?", fragte Elena ganz verzaubert. Noch war ihr kleiner Phillipe ja eher unbeweglich, aber auch das würde sich schnell ändern.
Nachdem der Nachwuchs satt war, übergab Elena ihn an Damon. Zum Einen, weil sie müde war und zum Anderen, weil Damon ihn noch nicht auf dem Arm hatte. Mit dem Protest hätte Elena wohl rechnen müssen, aber es überraschte sie doch ein bisschen. "Noch niemals?", fragte sie. Irgendein Verwandter oder ein Freund bekam doch früher oder später immer ein Kind, das man auch mal rumtrug. Damon stellte sich trotz mangelnder Erfahrung aber ganz gut an und trug den Kleinen sicher durchs Zimmer. Elena blieb so lange auf dem Bett liegen und ruhte zumindest ein bisschen aus. "Das sieht wirklich gut aus!", meinte sie schmunzelt. Dass Damon sich nicht als Vater sah wusste Elena ja, aber so ein Baby stand ihm wirklich gut. 
"Ich denke du kannst ihn mal in die Wiege legen, so müde wie er ist schläft er bestimmt ein bisschen!", hoffte Elena. Sie kannte sich ja wirklich nicht besonders gut aus, aber der Mutterinstinkt war geweckt und den ganzen Rest würden sie auch hinbekommen. "Und Daddy? Was ist das für ein Gefühl?", fragte sie Damon lächelnd. Nachdem sie sicher war, dass Phillipe schlief schnupperte Elena mal nach draußen. "Meinst du das Essen ist schon fertig?" Elena hatte nämlich ziemlich Kohldampf.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Mi 19 Okt 2016, 20:59

Es erleichterte Damon, dass es Elena nicht weh tat, wenn Philipe nuckelte. Eigentlich sah es auch einfach nur niedlich und sehr zufrieden aus. Elena bewunderte aber die Hände ihres Sohnes. „Die sind wirklich winzig“, stimmte Damon und legte seine Hand auf die von Elena. „Wir haben beide keine riesigen Schaufeln, so groß werden seine also auch nicht.“ Musste ja auch nicht sein. Klavierspielen konnte man auch mit normal großen Händen. Und mit seinen Händen schaffte Damon es dann auch den kleinen Philipe zu bändigen. „Nein, noch nie. Das ist eine Premiere“, lachte Damon überraschend entwaffnend. Bis eben hatte er auch noch nie Lust gehabt ein Baby zu halten. Weder als Mensch noch als Vampir war er so ein wahnsinniger Babymagnet gewesen und auch jetzt interessierte es ihn nur weil es sein Baby war. Kreischalarm weil Damon ein Baby irgendwo auf der Straße sah, würde es wohl auch in Zukunft nicht geben. Aber bei Philipe machte er gern eine Ausnahme. Ob das nun gut aussah oder nicht, juckte Damon wenig. „Ich werde dennoch in Zukunft keine rosa Herzchen pupsen, nur weil ich irgendwo ein Baby sehe“, verkündete er sicherheitshalber. „Du gehört zu uns kleiner Mann… dass ist die große Ausnahme“, erklärte er seinem Sohn den das gar nicht interessierte. Der war wohl wirklich erledigt. Vorsichtig und wieder etwas umständlich legte Damon den Spross in die Wiege und legte sich selbst wieder zu Elena. „Ich kann es gar nicht fassen, dass das Schwangerschafts Drama zu Ende ist“, gab er zu. „Da haben wir monatelang darauf hin gefiebert und nun ist es vorbei… mit einem Ergebnis, dass sich sehen lassen kann.“ Er küsste Elena stolz. Nochmal brauchte er das aber nicht so schnell. Damon legte seine Hand auf ihren Bauch. Er fühlte sich nun ganz anders an. Natürlich war er nicht verschwunden, aber auch nicht mehr so gefährlich prall und hart wie vor der Geburt. „Wie geht es dir, Mami? Zufrieden?“ fragte Damon, weil er wusste, dass sie sich das hier noch viel mehr wie er gewünscht hatte.
„Ich glaube, lange kann es nicht mehr dauern“, meinte Damon und roch schon etwas. Damon schielte aber immer wieder zu Philipe, ob er wirklich schlief, vielleicht doch etwas brauchte, oder eventuell wieder in seine Arme wollte. Aber der Bengel pennte einfach! Wenig später kam Grayson stolz herein. Auf dem Tablett standen Säfte, Wasser und gebackene, gefüllte Tomaten und Paprika mit Quinoa und Hüttenkäse. „So, das ist leicht, macht satt, gibt Energie und schmeckt natürlich lecker“, freute Grayson selbst. Es war natürlich genug für beide junge Eltern. „Lasst es euch schmecken.“

Hailey hätte küssend und tobend noch ewig am Fluss bleiben können. Sie benahmen sich beide wie Kinder, die befreit waren waren von allen Altlasten. Nicki löste so vieles in ihm aus und gab Hailey die Kraft Dinge zu wagen, die er sonst nie getan hätte. Wie eben nackt hier herum spinnen, obwohl Nervensägen wie Charlotte und Ashley jederzeit ums Eck kommen konnten. Irgendwann erinnerte ihn aber Nicki noch daran, dass sie heute noch etwas vorhatten. Abendessen mit seinen liebREIZENDEN Eltern. „Na gut“, meinte Hailey gequält und machte sich mit Nicki auf dem Heimweg. Dort angekommen gingen sie brav in die für sich vorgesehen Zimmer und zogen sich um, so dass sie dann repräsentabel am Tisch der Crimsons saßen. Seine Schwester Julia war mit ihrem Gatter eingetroffen. Sie sah aus wie seine Mutter und war noch steifer als diese. Die Geschwister begrüßten sich per Handschlag und wenig herzlich. Nicki saß neben Hailey und neben ihm Julia. Sie musterte Nicki mit distanziertem, aber doch neugierigen Blick. „Nun, wie hast du Hailey denn kennen gelernt?“ fragte sie als sie pikiert in ihrer Suppe herumstocherte.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Mi 19 Okt 2016, 22:21

Gemeinsam nahmen sie ihren Nachwuchs nun genauer unter die Lupe, denn es mussten ja Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt werden. "Ich finde er hat deine Augen!", stellte Elena fest, nachdem die Hände schon mal akzeptiert wurden. Die dunklen Haare hatten ja beide Eltern und da waren auch bei Phillipe schon ein paar zu sehen. Alles andere würde sich zeigen, wenn der kleine Kerl ein bisschen größer wurde. Wunderschön war das Baby auf jeden Fall für Elena, aber so ging es vermutlich allen Eltern. Damon hatte nun wohl auch entdeckt, dass es zwischen Eltern und Kindern eine ganz besondere Verbindung gab, auch wenn er sich noch sehr schwer damit tat es zuzugeben. Elena ließ ihn einfach mal machen und sagte nichts dazu. Er brauchte einfach ein bisschen Zeit um sich damit zu arrangieren und die würde Elena ihm auch lassen.
Immerhin schaffte er es Phillipe auf den Ar zu nehmen und durch die Gegend zu tragen, ohne ihn fallen zu lassen, also war schon mal alles halb so wild. Elena beobachtete einfach wie Damon langsam durchs Zimmer ging und Phillipe schließlich in sein Bett legte. So ein bisschen Macho musste Damon sich trotzdem bewahren und das brachte Elena zum Schmunzeln. Ihr reichte es schon voll und ganz, wenn Damon sich mit ihrem Sohn anfreunden konnte, aber da standen die Zeichen scheinbar gut. 
Als Damon sich dann zu ihr legte, kuschelte Elena sich sofort an seine Seite. Seine Wärme und die Anstrengungen des Tages ließen ihr die Augen zufallen, aber noch war der Hunger zu groß, als dass sie einfach eingeschlafen wäre. "Fühlt sich irgendwie unwirklich an oder?", fragte Elena auf Damons Feststellung hin. "Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben, dass der kleine Mensch aus meinem Bauch raus kam!" War ja auch schon irgendwie eine seltsame Vorstellung. Jetzt war es aber geschafft und darum war Elena froh. "Hoffentlich ist es bald wieder wie vorher!" Den Bauch würde Elena nun wirklich nicht vermissen und weil Damon ihren Körper ja auch ganz gern hatte, würde er sich darüber vermutlich nicht beklagen. Um das zu unterstreichen bekam Damon noch einen Kuss, aber dann wurde ihnen auch schon das Essen geliefert.
Grayson fuhr das volle Programm und verwöhnte die jungen Eltern. "Danke!", sagte Elena mit einem Lächeln. Aber da hing Grayson auch schon über der Wiege und betrachtete seinen Enkel, viel Zeit hatte er dafür ja noch nicht gehabt. Während Elena nun ordentlich zugriff, zog Grayson sich aber langsam zurück. "Schlaft gut und wenn ihr irgendwas braucht... ihr wisst ja wo ich bin!" Die ersten Tage mit einem Neugeborenen brachten viel Unsicherheit mit sich und da wollte Grayson seiner Tochter und seinem Schwiegersohn helfen. Elena nickte Grayson nochmal dankbar zu, kaute aber schon beinahe mit geschlossenen Augen an Damons Schulter liegend, weil sie nun so langsam die Müdigkeit übermannte. 

Der Nachmittag war doch noch besser als erwartet und deswegen würden sie das Abendessen schon auch noch überstehen. Mit nassen Haaren und halbwegs wieder in ihren Klamotten gingen sie zurück zum Haus, um dort unbemerkt in ihre Zimmer zu verschwinden. Beim Abendessen lernte Nicki dann noch Haileys Schwester kennen. Eigentlich hoffte sie zumindest hier ein bisschen Ähnlichkeit zu Hailey festzustellen, aber so recht wollte das Nicki nicht gelingen. Seine Familie war schon ein wenig speziell. "Hailey hat einen alten Freund besucht, Damon Salvatore. Er ist mit meiner besten Freundin verheiratet. Ich arbeite in der Praxis ihres Vaters und so sind wir uns dort häufig begegnet!", berichtete Nicki. Soweit war das ja auch nicht verwerflich. Eltern gab es da halt keine, die irgendeine Vereinbarung treffen könnten. "Wie habt ihr euch kennen gelernt?", fragte im Gegenzug. Der Ehemann von Haileys Schwester sah schon fast so aus wie ihr Vater, deswegen ging Nicki einfach mal davon aus, dass diese Ehe ebenfalls arrangiert worden war.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Fr 21 Okt 2016, 18:33

„Sind nicht die Augen aller Babies blau?“ fragte Damon. Gerade hatte Philipe die Augen ziemlich zusammengekniffen und nun schlief er. Eine genauere Betrachtung musste also warten. Aber genauso interessiert wie auch Damon war, schielte auch Elena immer wieder zu ihrem Sohn. Und Erholung konnten auch Elena und Damon gerade gut gebrauchen, darum kuschelten sie sich gleich gemeinsam unter die Decke und warteten auf das Abendessen. „Ja, sehr unwirklich… aber ich bin froh, dass es dir gut geht und ihm auch. … Wäre dir ein Mädchen lieber gewesen?“ fragte Damon. Er hatte zugegebener Maßen von einer kleinen Elena geträumt, aber jetzt da er Philipe sah, wusste er schon gar nicht mehr genau warum er ein kleines Mädchen bevorzugt hätte. Damon lächelte bei Elenas Worten und legte seine Hand auf ihren Bauch. „Ein sehr perfekter kleiner Mensch kam da heraus“, pflichtete er ihr bei. „Ganz so wie vorher wird’s nie wieder werden. Nun sind wir zu dritt.“ Damon fand Veränderungen ja nicht grundsätzlich schlecht. Nur dieses Szenario hatte er sich bis vor einigen Wochen nicht vorstellen können und am liebsten wäre er damals noch schreiend davon gerannt. Nun kam aber endlich das Essen und die beiden machten sich ausgehungert darüber her. Dass Grayson hier im Haus war, beruhigte Damon. Sicher war sicher. Aber es war auch wenig später satt und wieder alleine mit Elena und Philipe zu sein. Bei jedem Geräusch und bei jeder Bewegung die der Kleine machte, sah Damon zu ihm und schien aufspringen zu wollen um zu sehen, ob alles mit seinem Sohn in Ordnung war. An seiner Schulter kaute Elena träge und schlief schon halb. „Du bist fix und alle… willst du schlafen?“ fragte Damon unschlüssig und das hatte einen Grund. „Soll ich wach bleiben? Was soll ich machen, wenn er wach wird?“ fragte er völlig unerfahren und klang ein wenig die ein Pfandfinder, der heraus finden wollte, was er tun sollte falls er bei der Exkursion ein hilfloses Kitz fand.

„Damon Salvatore?“ fragte Julia geschockt. „DER Damon Salvatore aus Mystic Falls?“ fragte sie nach und sah Nicki geschockt an. Hailey rutschte nervös auf seinem Stuhl herum. „Ich vermute das ist er“, antwortete er seiner Schwester und ahnte was kommen würde.
„Um Himmelswillen“, keuchte Julia empört. „Dieser …. Dieser Schuft hat meiner Freundin Heather vor fünf Jahren das Herz gebrochen. Sie …. Sie schenkte ihm alles… ihre Liebe, ihre…. Jungfräulichkeit… und kaum hatte dieser Schwerenöter was er wollte, war er auf Nimmerwiedersehen verschwunden.“ Julia hyperventilierte schon beinah und Papa Crimson verzog das Gesicht. „Und solche Menschen kennst du?“ fragte er seinen Sohn und alleine der Tonfall verriet, was er davon hielt. Er hatte ja gleich gewusst, dass Haileys Geschäftspartner nichts taugen konnte.
Julia war aber noch nicht fertig. „Oh, deine Arme Freundin… konntest du ihr nicht von ihm abraten? Weiß sie denn davon?“ Nun klang Haileys Freundin eher wie ein besorgtes Tantchen. Dass Damon Elena damals noch gar nicht gekannt hatte, konnte sie ja nicht wissen.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Fr 21 Okt 2016, 21:20

Irgendwie hatte Damon ja recht, aber... "Ja schon, aber du hast ja auch blaue Augen. Vielleicht bleibt das also so! Und außerdem... die Form ist auch gleich und dann noch diese süßen kleinen Wimpern!", Elena war eindeutig über beide Ohren verknallt. Vermutlich war das normal und es würde sicher auch Momente geben, in denen Elena sich die Zeit vor der Schwangerschaft zurück wünschte, denn so ein Kind konnte einen schließlich auch ganz schön auf die Palme bringen. Jetzt im Moment war er aber einfach nur der friedlichste Anblick, den Elena sich vorstellen konnte. "Nein... ich finde es schön, dass wir einen kleinen Jungen haben!" Über ein Mädchen hätte sie sich ganz genauso gefreut, aber... "Ich wollte schon immer wissen, wie du als Kind warst, vielleicht kann ich es jetzt ja heraus finden!", Elena grinste und küsste ihren Ehemann. Sie wusste sehr wohl, dass Damon da noch einige Geheimnisse hatte, die er lieber für sich behalten wollte. Aber das war ja auch in Ordnung und bei ihrem Sohn würde Elena schon ein Wörtchen mitreden. Eigentlich wollte Elena mit ihrer Bemerkung andeuten, dass sie nun hoffentlich schnell wieder in ihre normalen Kleider passen würde, aber scheinbar hatte der junge Vater gerade ganz andere Gedanken und deswegen beließ Elena es für den Moment dabei.
Elena war nun sowieso kurz vor dem Einschlafen und das merkte auch Damon. Auf seine Frage hin nickte sie nur noch leicht, doch scheinbar machte Damon sich Sorgen und das brachte Elena zumindest nochmal zum Lachen. "Nein du musst nicht wach bleiben, du brauchst auch deinen Schlaf!", meinte sie. Auch Elena konnte es aber nicht lassen nochmal in das kleine Bettchen zu schauen, das direkt neben ihnen stand. "Wenn er etwas braucht wird er sich bemerkbar machen. Wer zuerst wach wird nimmt ihn aus der Wiege und dann... müssen wir eben heraus finden was er will!" So schwer konnte das nicht sein: Hunger oder Windeln voll... vermutlich.

Kaum hatte Nicki den Namen ausgesprochen ging es mal wieder rund. Es war ja schon irgendwie amüsant und dass Damon kein unbeschriebenes Blatt war, das hatte Nicki auch schon vorher gewusst. So langsam hatte sie aber Spaß daran die spießige Familie ein bisschen aufzumischen. "Was? Sie hat vor der Ehe das Bett mit ihm geteilt?", fragte sie als wäre das die schlimmste Vorstellung aller Zeiten. Das 'und so jemanden kennst du?' sparte Nicki sich, aber sie sah zumindest ein bisschen pikiert aus. Da konnte man schließlich nicht nur Haileys Bekanntschaften in Frage stellen. 
Weiterhin sah Nicki aber freundlich zu Haileys Schwester. Die konnte ja nun auch nichts dafür, dass ihr Horizont so begrenzt war. "Oh es gab keinen Grund davon abzuraten!", versicherte Nicki. "Er hat sich sehr lange um sie bemüht. Die beiden passen wirklich gut zueinander. Sie haben eine eigene Ranch und erwarten gerade ihr erstes Kind!" Wenn das mal nicht überzeugend war. "Damon hat sich sehr positiv entwickelt, seit er Elena hat. Findest du nicht auch Hailey?" Nicki kam sich schon vor wie eine Schauspielerin und die Rolle als spießige Vorstadthausfrau konnte ja ganz amüsant sein, zumindest ein paar Tage lang....
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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 22 Okt 2016, 12:20

„Hab ich etwa süße kleine Wimpern?“ fragte Damon und verzog das Gesicht. Als ‚süß‘ wollte doch wohl kein Mann bezeichnet werden. „Das wird mal ein echter Kerl. Ich lerne ihn reiten, jagen und den Kampf mit dem Degen. Schießtraining ist natürlich auch wichtig.“ Zwar würde das Kind das große Glück haben, keinen Krieg erleben zu müssen, aber schaden konnte es nicht. Den nächsten Krieg den diese Welt sehen würde, war der erste Weltkrieg und auch der würde an ihrem Sohn vorbei gehen, wenn er nicht direkt nach Europa reiste. „Er wird den Mädchen den Kopf verdrehen und uns schlaflose Nächte bringen.“ Nun ja auch bis dahin war noch etwas Zeit so friedlich wie das Neugeborene nun schlief.
Was Elena sagte, schmeichelte ihm ein wenig. „Wenn er wie ich wird, werden wir hingegen einen braven, gut erzogenen, hoch intelligenten Sohn haben.“ Na ja gut, das war auch etwas übertrieben, aber als Kind war er eigentlich sehr artig gewesen. Der Ärger war erst los gegangen, als er es seinem Vater als Teenager nie Recht machen konnte und Stefan war stets der Vorzeigesohn gewesen, weil er Guiseppe sehr ähnlich gewesen war. „Irgendwann hätte ich vielleicht doch auch gerne eine kleine Elena… aber das hat erst mal Zeit… ich hab das Gefühl, der junge Mann hält uns erst einmal gut auf Trab.“ Mal ganz davon abgesehen, dass er so schnell keine Wiederauflage des Schwangerschaftsdramas brauchte. Wach bleiben musste er also nicht und so kuschelte er sich mit Elena zurecht. Der Plan stand: sobald der Zwerg sich meldete würde das Personal parat stehen. „Und falls du was brauchst, sagst du es mir auch. Morgen mache ich Elena Verwöhn Tag. Du kriegst ein Schaumbad, ich mache mein Spezialpesto und davor gibt’s natürlich Frühstück ans Bett.“ So stellte sich Damon das zumindest vor. Blieb nur zu hoffen, dass Philipe das ähnlich sah. „Ich liebe dich, Mami. Schlaf gut“, flüsterte Damon nochmals und küsste Elena abermals auf die Wange. Fühlte sich gar nicht so schlecht an, Vater zu sein…

„Oh ja, das hat Heather getan. Sie ließ ihn in ihr Bett… mehrmals!“ Das war fast schon unaussprechlich für Julia. „Ich könnte euch da Sachen über diese Nächte erzählen“, bot sie an, aber Mr Crimson fuhr dazwischen. „Aber das will hier niemand wissen!“ Er war empört und schleuderte die Serviette hin. Wütend funkelte er Hailey an und ahnte, dass sein eigener Sohn nicht viel besser war.
Hailey hörte nun aber eher gebannt zu, wie Nicki in den höchsten Tönen von Damon sprach. „Ja, Elena tut ihm wirklich gut“, stellte Hailey fest und hatte wohl nicht ganz so viel schauspielerisches Talent wie Nicki. Julia aber war langsam richtig angetan von ihrer zukünftigen Schwägerin. So verkehrt schien sie ihr gar nicht mehr zu sein. „Wir können anschließend gerne noch ein wenig spazieren gehen und über unsere gemeinsamen Bekanntschaften sprechen.“ Da gab es sicher noch viel zu tratschen. Hailey schätzte, dass das, das letzte war, was Nicki wollte. „Das ähm…also ich wollte später mit Nicki…“, stammelte Hailey herum, weil er das was er gern wollte sicher hier nicht laut sagen konnte.
„Hailey… lass die beiden Mädchen sich kennen lernen… vielleicht werden wir ja wieder eine Familie, wenn du erst einmal anständig mit Nicki verheiratet bist!“ schnappte seine Mutter und der brave Hailey schwieg fürs Erste.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 22 Okt 2016, 16:45

So ganz kamen Elenas Komplimente nicht an, weshalb sie sich schmunzelnd an Damon kuschelte. "Nein du hast natürlich sehr männliche Wimpern!", versicherte sie ihrem Mann. Dass ihm sein Image besonders wichtig war wusste Elena ja und scheinbar galt das auch jetzt schon für Phillipe. Das konnte ja was werden. "Immer langsam, nun bringen wir ihm erstmal sitzen, sprechen und... aufs Töpfchen gehen bei, für den Rest ist dann immer noch genug Zeit!", stellte Elena amüsiert fest. Reiten lag dem Kleinen aber ganz bestimmt in den Genen und gegen ein bisschen Schießtraining hatte Elena rein gar nichts einzuwenden. Hatte sie von ihrem Vater ja schließlich auch gelernt. "Das mit den schlaflosen Nächsten könnte aber schneller gehen als dir lieb ist!" Immerhin wartete so ein kleines Baby nicht gerade, bis die Eltern ausgeschlafen hatten. Das würden sie wohl auch in dieser Nacht zu spüren bekommen. 
Was Elena dann aber doch sehr überraschte war Damons Ankündigung, dass er irgendwann noch eine Tochter wollte. Sie waren beide noch jung und hatten daher noch viel Zeit, aber alleine die Tatsache, dass Damon darüber nachdachte war schon ein kleines Wunder. Immerhin hatte er einen halben Herzinfarkt bekommen, als Elena ihm von der ersten Schwangerschaft erzählt hatte. Jetzt wollten sie aber erstmal die Zeit mit Phillipe genießen und dazu gehörte auch genügend Schlaf. An Damon gekuschelt klappten Elena schon bald die Augen zu und dabei träumte sie von Frühstück am Bett und natürlich von ihrem neu geborenen Baby. 
Sonderlich lange war es aber nicht ruhig. Schon etwas mehr als zwei Stunden nachdem die beiden sich ins Bett gekuschelt hatten meldete Phillipe sich wieder. Lautstark machte er deutlich, dass es Zeit war für die nächste Fütterung, schließlich wollte er ja mal genauso groß und stark werden wie sein Vater.

Haileys Schwester war zwar irgendwie naiv, aber wenigstens netter als ihr Vater und deswegen redete Nicki gerne mit ihr. Was sie über diese Nächte zu erzählen hatte, würde Nicki ja schon beinahe interessieren. "Das gibts ja nicht.... was ist aus deiner Freundin geworden?", fragte Nicki dann aber noch. Sie musste schließlich wissen, dass es für eine solche Frau nicht gerade leicht war noch einen Mann zu finden. Konnte ja nicht jeder so viel Glück haben wie Nicki und jemanden wie Hailey finden. So ein bisschen freute es Nicki aber doch, dass Haileys Familie sie scheinbar nicht ganz ablehnte und deswegen wollte sie auch nicht unhöflich sein.... aber das Programm für den Abend wollte sie bestimmt nicht änder. "Die Reise war doch schon recht lang und offen gestanden bin ich ein bisschen müde.... aber vielleicht morgen nach dem Frühstück?", schlug sie das Angebot wesentlich diplomatischer aus als Hailey mit seinem Gestammel. 
Bei den nächsten Worten seiner Mutter wurde Nicki dann aber doch ein bisschen nachdenklich. Hailey hatte ja schon mal gesagt, dass er bereit wäre sie zu heiraten. Aber Nicki wollte auf keinen Fall heiraten nur um von seiner Familie anerkannt zu werden. So weit würde es noch kommen. Fragend sah sie zu Hailey, vielleicht hatte der ja die passende Antwort? "Wenn sie gestatten, würde ich mich dann jetzt zurück ziehen!", entschied Nicki aber. Wenn sie sich nicht gleichzeitig verabschiedeten, würde vielleicht auch niemand Verdacht schöpfen. 
Haileys Mutter nickte sofort. "Aber natürlich. Wir wünschen eine gute Nacht!!", sagte sie und sah dann zu Hailey. "Du bleibst doch noch kurz oder?" So ein paar Fragen hätte sie da eindeutig an ihren Sohn.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 22 Okt 2016, 18:09

Dann war ja alles gut, wenn er richtig schöne, männliche Wimpern hatte. Beruhigt lehnte Damon sich zurück. Seinen väterlichen Elan bremste Elena etwas aus, aber gut…. Man konnte ja schon mal darüber nachdenken. „Ach pfffft, schlaflose Nächte… damit komme ich klar. Im Krieg konnten wir oft tagelang nicht schlafen und mussten im Schützengraben ausharren“, berichtete Damon heldenhaft. Er war für alles gewappnet. Das war doch kein Problem. Ein weiteres Baby wäre also kein Problem. Aber bitte nicht gleich! Erstmal wieder das Leben genießen. Zufrieden schliefen die jungen Eltern fürs erste ein…. Und wurden dann von einem Schreihals geweckt. Damon blinzelte müde und grunzte zunächst unverständlich vor sich hin. „Was´n los?“ fragte er und wusste erst mal wach werden um zu realisieren wer hier den Terror veranstaltete. Er rappelte sich aus und lugte über den Rand der Wiege, in der Philipe plärrte als gäbe es kein Morgen. Der Kleine schrie sich die Seele aus dem Leib. „Ich geh sterben…“, jammerte Damon und hielt Philipe die Hand hin um die Wange zu streicheln. Vielleicht beruhigte er sich ja wieder. Aber nichts da! Schnapp--- wie eine Schnappschildkröte schnappte der kleine Rüssel nah seinem Zeigefinger als dieser nah genug war und saugte kräftig daran. Damon riss die Augen auf. Ok der Zwerg hatte Hunger. Der junge Papa nahm ihn hoch und legte Philipe zu Elena. „Da kannst nur du helfen“, stellte er fest und schon tatschte Philipe nach ihrer Brust und schmatzte vor sich hin. „Elena? Bist du wach?“ fragte Damon langsam etwas verzweifelt. Er konnte doch nicht einfach ihr Nachthemd hoch schieben und Philipe nuckeln lassen.

„Heather galt natürlich nicht mehr als gute Partie“, verriet Julia verschwörerisch. „Aber nach dem Krieg gab es nun viele versehrte Soldaten. Ein Soldat mit nur noch einem Bein und ein paar fehlenden Fingern hat sie geheiratet. Das war erst vor ein paar Monaten. Da hat sie echt Glück gehabt.“ Normalerweise fand so eine doch keinen mehr. Julia war ganz in ihrem Element und fand Gefallen an ihrer Schwägerin in spe. Leider schlug sie den Spaziergang aus und verströstete auf den Morgen. „Bedauere, morgen früh müssen mein Mann und ich in die Sonntagsmesse. Aber vielleicht sehen wir uns ja dort.“ Wobei das fraglich war… ihr Bruder Hailey hatte sich schon immer gern vor der Sonntagskirche gedrückt.
Hailey sah zu Nicki, als diese sich für heute abmeldete. „Gute Nacht, Nicki“, sagte er und hoffte, dass er sie nachher nochmals wieder sehen würde. Aber laut sagen konnte er das ja nicht. „Ja, ich bleibe noch“, erwiderte Hailey artig und trank mit seinem Vater und Schwager noch einen Sherry. Ehe er eine Stunde später selbst in sein Zimmer ging und nun etwas rastlos und unentschlossen herum tigerte.
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BeitragThema: Re: Everything changes   Sa 22 Okt 2016, 20:28

Ziemlich großspurig gab Damon damit an, dass er ja schon viel Schlimmeres erlebt hatte, aber das beeindruckte Elena nun wirklich nicht. Sie kannte ihren Mann ja gut genug um zu wissen, wie das gemeint war. "Gut zu wissen, dann kannst du ja die Nachtdienste übernehmen!", stellte Elena fest, ehe sie gemeinsam einschliefen. Allerdings währte die Ruhe nicht lange, denn Phillipe bekam Hunger und das musste er seinen Eltern natürlich verständlich machen. Damon hatte sich schneller aufgerappelt, denn Elena war von den Ereignissen des Tages einfach vollkommen erledigt. Ihr Mutterinstinkt sagte ihr aber, dass sie sich nun um ihren Sohn kümmern musste. "Ja ja... ich bin wach!", murmelte Elena gähnend, setzte sich leicht auf und nahm dann Phillipe auf den Arm. Glücklicherweise trank der kleine Kerl scheinbar sehr unproblematisch und so nuckelte er in den nächsten Momenten schon zufrieden und es herrschte wieder Ruhe. Einen Moment lang atmete Elena erleichtert durch, aber nun war sie auch wach, denn sie wollte ja nicht, dass sie Phillipe am Ende noch fallen ließ... oder sowas. "Ich glaube die Windel muss auch gewechselt werden, das fühlt sich nass an!", stellte Elena fest. Bei der ganzen Flüssigkeit, die oben rein kam, musste ja auch einiges wieder unten raus kommen. Als Phillipe fertig getrunken hatte, stand Elena deswegen auf und machte den kleinen Mann wieder frisch, ehe er zurück in sein Bettchen kam. In der Nacht hatte Phillipe noch zwei Mal Hunger und Elena fütterte ihn beide male, bis er wieder friedlich schlief. Das führte aber eben dazu, dass sie am Morgen immer noch ziemlich müde war. 

Julia war eindeutig für ein bisschen Tratsch zu haben und Nicki vermutete jetzt schon, dass sie gerne über andere herzog. War also besser, wenn Julia nicht all zu viel über Nickis Vorgeschichte erfuhr. Das mit der Sonntagsmesse hätte Nicki wohl wissen müssen und nein, sie gehörte ganz sicher nicht zu den Menschen, die jeden Sonntag zur Kirche gingen. Um ehrlich zu sein konnte sie sich nicht mal mehr an ihren letzten Besuch bei einer Messe erinnern. Spielte jetzt aber auch keine Rolle mehr.
Kaum war Nicki weg, konnte Haileys Familie sich nicht mehr zurück halten. "Warum stellst du sie uns erst jetzt vor? Sie ist doch ganz ... nett!", stellte Haileys Mutter fest. "Warum hast du sie noch nicht geheiratet?"
Julia war natürlich auch neugierig. "Du weißt doch, was das für ihren Ruf bedeutet Hailey! Willst du es etwa deinem Freund Damon nachmachen? Sei anständig und heirate sie möglichst bald! Oder gibt es etwa Gründe das nicht zu tun?", ein dunkles Geheimnis würde Nicki schon sehr interessieren.
Haileys Vater sah das alles mal wieder weniger romantisch. "Was ist mit ihrer Familie? Wo kommt sie her? Besitzen sie irgendwas?" Wäre ja typisch, wenn sein Sohn irgendwelche Schmarotzer anschleppte. Er würde die Hochzeit jedenfalls nicht bezahlen!

Das Zimmer war wirklich schön, Nicki zog sich um und machte sich frisch, denn nach dem langen Ritt tat das gut. Dann wartete sie darauf, dass Hailey nach oben kam. Julia und ihr Mann verabschiedeten sich, das konnte sie durchs Fenster sehen und Haileys Eltern waren langweilig genug, um jetzt gleich ins Bett zu gehen. Deswegen verließ Nicki ihr Zimmer, schloss hinter sich ab und tapste dann über den Flur zu Hailey, wo sie sich ins Zimmer stahl und die Türe verschloss .... zur Sicherheit. "Na, wie schlimm war das Kreuzverhör?", fragte Nicki. Sie konnte sich vorstellen, dass Haileys Familie eine Menge Fragen gehabt hatte, nachdem sie ja nicht ganz die Vorstellung der Traumschwiegertochter erfüllte.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Everything changes   So 23 Okt 2016, 09:21

„Ja, klar könnte ich“, erklärte Damon mutig. Nachdienste waren doch kein Problem. Milch geben aber schon. „Nur, wie kriege ich ihn satt?“ fragte er und schätzungsweise wäre im einundzwanzigsten Jahrhundert einiges einfacher. Aber dieser Luxus stand ihnen nicht mehr zur Verfügung. Philipe hatte aber auch jetzt schon wieder einen guten Appetit und nuckelte glücklich. Aber auch danach war Elena noch nicht entlassen, nun war die Windel voll. Damon hatte wirklich nicht vorgehabt das zu übernehmen, aber als er Elena so müde sah, wollte er ihr doch helfen. Das konnte er gar nicht mitansehen, wie sie sich quälte und dabei so müde war. Klar, sie würde auch nicht jeden Tag ein Kind kriegen, aber es war ja nicht so, dass Elena tagsüber nur Däumchen drehte. Leider ging es die ganze Nacht so weiter. Philipe plärrte herum, bekam zu trinken, wurde wieder gewickelt. Entsprechen müde war Elena am Morgen. Damon hielt sein Versprechen, machte ihr ein leckeres Frühstück mit Pancakes und allem drum und dran. Er wusste aber selbst, dass das nicht reichte. Darum frühstückten sie gemeinsam, ließen es sich schmecken, ehe Damon all seinen Heldenmut zusammen und forderte Elena auf: „Nach dem Frühstück zeigst du mir wie man den Frosch wickelt.“ Es klang ein wenig, als habe Damon sich gerade freiwillig im Krieg zu einem Himmelfahrtskommando gemeldet. Für ihn war das ja auch ein sehr großer Schritt in Richtung artiger Daddy.

Kaum war Nicki weg, war Hailey dran. Er wurde geradezu torpediert mit Fragen. Aber was sollte er dazu sagen? Nach der Sache mit Charlotte hatte er die Schnauze gestrichen vollgehabt von Frauen. Weil Nicki aber ganz einfach anders war, als alle Frauen, die Hailey bis dahin gekannt hatte, hatte er sich auf sie einlassen können. Das konnte er aber unmöglich so sagen. Nicki gab ihm einfach die Zeit, die er brauchte um wieder Vertrauen zu fassen. Inzwischen war er sich sogar ganz sicher, dass er sie heiraten wollte. Weil sie ihm so wichtig war, würde es aber ein besonderer Antrag sein müssen und nicht einfach so eine Schachtel Pralinen, Rosen und ein blumiger Spruch. Und hier bei seinen Eltern wollte er das ganz sicher nicht erledigen.
„Wir wollen uns beide einfach etwas Zeit lassen“, antwortete Hailey seinen Eltern deshalb nur. Alles andere ging sie nichts an, fand er. „Ich werde sie fragen… aber dann wann ich es will. Und hört auf so über Damon zu sprechen. Er ist mir ein loyaler Freund und inzwischen ein treuer Ehemann. Jeder kann sich ändern.“ Und wenn ich heirate, dann ganz sicher ohne euch! Das war für Hailey schon mal klar. Man sah an den Fragen seines Vaters ja, wie dieser dachte. „Vater, Nicki hatte nicht so viel Glück im Leben. Ihre Familie hat nichts und war auch nicht für sie da. Aber das macht keinen schlechten Menschen aus ihr. Sie ist ein liebevoller Mensch, der Mensch mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Mit ihr. Nicht mit ihrer Familie und nicht mit ihrem Vermögen.“ Dass das einen Unterton hatte, sollte selbst sein Vater wissen. Auch Nicki würde Hailey und nicht seine Familie oder sein Vermögen heiraten.
Als er dann in sein Zimmer ging fand Hailey eine Überraschung vor: Nicki. Erleichtert nahm er sie in den Arm. „Du hast ja keine Ahnung“, schmunzelte er und küsste sie erst einmal. „Schlimm“, gab er zu und setzte sich mit Nicki aufs Bett. „Und wie war es für dich? Tut mir Leid, dass sie alle nicht so recht wissen, was sich gehört.“

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Everything changes   So 23 Okt 2016, 16:12

Die Nacht war lang und besonders viel Schlaf bekam Elena nicht, aber an sich war es unkompliziert. Phillipe meldete sich regelmäßig, weil er Hunger hatte. Aber kaum war er gestillt, war auch schon wieder Ruhe. Im Grunde genommen war Elena ja froh, dass er regelmäßig Hunger hatte und das alles so gut funktionierte. Ein bisschen mehr Schlaf hätte ihr trotzdem gut getan, aber daran musste sie sich nun eben gewöhnen, denn zumindest die nächsten Monate und vermutlich auch die nächsten ein oder zwei Jahre würden die Nächte wohl spannend bleiben. Für Elena war es das aber wert und deswegen hielt sie durch ohne zu meckern, noch jedenfalls. 
Dass es Damon schon wieder schwer fiel ihr nicht helfen zu können, sah Elena ihrem Ehemann an der Nasenspitze an. Genau das machte Damon aber aus. Er mochte vielleicht eine große Klappe haben, aber er war eben auch ein sehr fürsorglicher Mann und genau dafür liebte Elena ihn so sehr. "Mach dir nicht so viele Gedanken. Das ist jetzt eben erstmal meine Aufgabe!" und darum kümmerte Elena sich sehr gerne. "Am besten hilfst du mir, wenn du dich weiterhin um die Ranch und die Pferde kümmerst. Wenn ich Hilfe brauche, dann sage ich es dir... und umgekehrt genauso!", bat Elena. Damon sollte sich ebenfalls nicht übernehmen, denn davon hatte keiner von ihnen etwas. "Gemeinsam schaffen wir das schon!" und während Elena noch ein bisschen schlief, kümmerte Damon sich schon mal um das Frühstück.
So aufzuwachen war eindeutig sehr schön und deswegen lächelte Elena auch gleich, als sie Damon am Morgen erblickte. Zuerst bekam er einen Dankeschön Kuss, dann nahm sie Phillipe aus der Wiege. Der war auch schon wach, brauchte zur Abwechslung aber mal nichts. Deswegen lag er nun einfach friedlich neben seinen Eltern, während die Frühstückten. Als Damon dann ein ganz besonderes Anliegen hatte, über das Elena erstmal lachen musste. "Sicher, dass du das überlebst?" Noch war es harmlos, weil der Darm erstmal in Gang kommen musste. Die stinkenden Windeln würden kommen, wenn Phillipe dann mal Brei essen konnte, DAS sagte Elena jetzt aber nicht.

So richtig befriedigend waren die Antworten von Hailey nicht, jedenfalls für seine Familie. Seine Mutter sah ein bisschen ratlos aus, seine Schwester suchte immer noch nach dem dunklen Geheimnis und sein Vater war sichtlich enttäuscht, weil Nicki zumindest wirtschaftlich keine gute Partie war. Aber alle schienen sich einig zu sein: Wenn Hailey überhaupt noch unter die Haube kam, war das wohl die größte Schadensbegrenzung, die sie noch erreichen konnten. Zumindest Haileys Schwester hatte da aber noch eine Idee. "Hast du sie etwa schon gefragt und sie will nicht?" Irgendeinen Grund musste es schließlich geben, denn wer lebte schon so lange zusammen ohne zu heiraten? 
Am Ende schaffte Hailey es aber sich von seiner Familie zu befreien und darüber freute sich vor allem Nicki. Sie legte ihre Arme um seinen Hals und erwiderte den Kuss. "Ich glaube ich habe Entzug!", stellte sie fest. Auf Veritas konnten sie so viel Knutschen wie sie wollten, hier mussten sie sich da deutlich zurück halten. Deswegen gab es auch gleich noch einen zweiten Kuss. Seine Entschuldigung brachte Nicki dann aber zum Lachen. "Na also ich würde sagen wenn sich jemand nicht richtig benehmen kann sind wir das!", bemerkte sie schmunzelnd und da wanderten ihre Lippen auch schon über Haileys Hals. Für seine Eltern waren sie ja schon ein kleiner Schock. "Wie stehen die Chance, dass wir uns morgen vor der Messe drücken können?", fragte Nicki im Flüsterton.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Everything changes   So 23 Okt 2016, 18:39

Keine Gedanken machen war leicht gesagt und schwer getan. Damon liebte Elena und das war ja nicht erst seit gestern so. Alles was mit ihr zu tun hatte interessierte ihn und darum war es ihm nicht egal, wenn sie sich so abrackern musste. „Klar kümmere ich mich um die Ranch“, sagte Damon und würde schon dafür sorgen, dass der Laden lief. Gemeinsam würden sie es auch schaffen, weil sie sich auf den anderen verlassen konnten. Am nächsten Morgen kümmerte sich Damon um ein ordentliches Frühstück, über das sich Elena sichtlich freute.
Ebenso wie Philipe hatte die junge Mutter guten Appetit, was auch Damon beruhigte. Der Kleine lag zur Abwechslung mal nicht schreiend neben ihnen. Er war einfach nur friedlich und Damons Bitte wurde von Elena mit Verwunderung aufgenommen. Genau genommen wunderte es Damon ja selbst, dass er diesen Wunsch äußerte. Eigentlich dachte er vor allem an Elena. Sie konnte eh kaum eine Nacht in den nächsten Monaten durchschlafen. Da konnte Damon sich wenigstens um dieses Problem kümmern. „Ja, ich nehme die Herausforderung todesmutig an“, erklärte er heldenhaft, frühstückte nun aber auch lieber. „Das kriegen wir schon hin, kleiner Mann, stimmts?“ fragte er seinen Sohn der recht zufrieden wirkte so wie er da lag. Dann sah er Elena wieder an. „Oder traust du es mir nicht zu?“ fragte er und küsste sie erst mal wieder, damit ihre Kritik nicht so harsch ausfiel.

So langsam wurde Hailey ungeduldig. „Nein“, schnaufte er genervt. „Ich hab sie noch nicht gefragt.“ Na ja zumindest nicht richtig. Er hatte es einmal so dahin gesagt und eigentlich hatte Nicki ja gesagt. Aber es war zu unromantisch gewesen, fand Hailey. Da musste eindeutig was Besseres her. „Lass das mal meine Sorge sein“, bat Hailey. Schließlich wollte er Nicki heiraten und niemand sonst.
In seinem Zimmer gelang Nicki die Überraschung. „Ja, geht mir genauso.“ Auch wer war auf Entzug. Auf Veritas konnten sie sich berühren, küssen, angrinsen wie sie wollten. Hier wurde auf die kleinste Geste geachtet und alles interpretiert. Jetzt küssten sie sich ungehemmt. Und als ihre Küsse an seinem Hals entlang wanderten war es eh um Hailey geschehen. Er schloss die Augen, zog Nicki an sich und legte den Kopf in den Nacken… bis sie ihre Frage stellte, da sah er sie schlagartig wieder an. „Schlecht bis nicht vorhanden. Ich fürchte da müssen wir durch“, gab er zu. Das erwarteten seine Eltern. „Und das Tolle ist… Charlotte wird sicher auch da sein…. Nur ohne Pudel. Vielleicht sogar Heather“, äffte er den Tonfall seiner Schwester nach und seufzte. „Ich könnte morgen früh die Schwindelgefühle haben.“ Hailey grinste wie ein kleiner Junge, während er sich rückwärts aufs Bett fallen ließ.
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