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 Dunkle Erinnerugen

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 03 Dez 2016, 17:07

Die Freude darüber, dass Damon wieder hier und jetzt hoffentlich in Sicherheit war, war wirklich groß. Sie hätte wohl auch noch länger angehalten, wenn er sich nicht gleich wieder über die Hexen geärgert hätte. "Ich hoffe sie kommen bald zurück!", stimmte Elena zu, denn sie vermisste ihre Freundin doch sehr. Aber natürlich konnte sie verstehen, warum Nicki ihrem Freund folgen wollte. "Dann lasse ich dich so schnell auch nicht wieder gehen!", fügte Elena noch grinsend hinzu, ehe Damon noch gleich einen zweiten Kuss bekam. "Philipe ist bei meinem Vater auf der Ranch, aber ich denke wir sollten nun zurück reiten, er wird bald Hunger haben!", sagte Elena, weil sie erstens wirklich nach Hause wollte und zweitens war es sicherlich besser Damon nicht all zu lange in der Nähe der Hexen zu lassen.
Sie war aber nicht schnell genug, weshalb Damon natürlich begriff, dass irgendwas im Busch war. "Nein sie haben mir nichts gesagt, alles gut!", versicherte Elena als erstes, weil Damon anderenfalls vermutlich umdrehen und für Ärger sorgen würde, aber den konnten sie nun wirklich nicht gebrauchen. "Die Hexen haben sich über vieles Informiert, sie suchen das Heilmittel und versuchen Philipe zu beschützen. Sie haben mir erzählt, was an ihm so besonders ist!"; berichtete Elena. "Er ist immun gegen jede Art von Zauberei, gegen Werwolfgift und gegen Manipulationen. Deswegen wäre er als Vampir auch sehr gefährlich!", erzählte Elena mal, was sie sich gemerkt hatte. An sich waren das nicht nur schlechte Sachen, aber ein Massenmörder sollte Philipe nicht werden. "Eigentlich wäre es am einfachsten, wenn er auch gegen Vampirblut immun wäre... dann könnte nichts passieren!"

Immerhin schlief Betty schnell ein und schien auch halbwegs ruhig zu sein. Deswegen kuschelte Nicki sich an Hailey und hätte nun am liebsten auch einfach davon geträumt wieder daheim zu sein, aber so schnell ging das nicht. Sie war noch zu aufgewühlt um zu schlafen und Hailey schien es ähnlich zu gehen. Nicki streichelte mit den Fingern über seinen Unterarm und merkte erst jetzt wie lange es her war, dass sie sich so nahe waren. Aber hier gab es dazu eben nicht viele Gelegenheiten und eigentlich war es auch jetzt verboten, das Risiko war es allerdings definitiv wert. Nicki verbarg ihr Gesicht an Haileys Schulter und atmete seinen Geruch ein, was sie automatisch beruhigte.
Hailey dachte aber scheinbar immer noch über das Kind nach. "Sie erinnert dich an damals oder?", fragte Nicki leise. Sie wusste wie schwer es für Hailey war darüber zu sprechen, aber er hatte sich ihr gegenüber schon ein paar Mal geöffnet und deswegen sprach Nicki es auch einfach an. Haileys Gedanken gingen aber in eine ganz andere Richtung. "Ich weiß nicht, was aus ihr wird! Aber sie scheint ein starkes Mädchen zu sein!" Irgendwie würde sie ihren Weg schon machen. Haileys nächste Frage verstand Nicki aber nicht so richtig. "Wohin sollen wir sie mitnehmen?", Nicki wusste von keinem Kinderheim in der Nähe von Mystic Falls.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 03 Dez 2016, 21:02

„Die Brieftaube die die Nachricht von der Entlassung von Hailey und Nicki bringen soll, kann ich leider noch nicht manipulieren, vielleicht hätte ich es kurz selbst überbringen sollen. Wäre ja nur ein kleiner Umweg gewesen“, zwitscherte Damon selbstbewusst wie eh und je. Dass sie ihn nicht mehr gehen lassen wollte, gefiel Damon und so grinste er anzüglich und klang auch so. „Du bist die einzige die mir Fesseln anlegen darf“, schnurrte er drauf los und hatte auch nichts dagegen wieder nachhause zu reiten. „Dann nichts wie zurück zu unserem Hosenscheißer.“ Damon hatte seinen Sohn selbst schon wieder vermisst.
Was Elena ihm dann erzählte, ließ auch Damons Ohrenklingeln. „Oh dieses übernatürliche Gedöns…wie hab ich das vermisst“, knurrte er voller Sarkasmus. Trotzdem nahm er das alles auf und würde mit Elena an einem Strick ziehen. „Gibt es auch irgendwas, was ich tun kann? Oder soll ich einfach die Hände in den Schoss legen und abwarten?“ fragte er und letzteres war wohl nicht das, was Damon wollte.

Hailey brauchte diese Nähe zu Nicki mindestens so sehr wie sie und genoss es sie im Arm zu halten und ihre leichten Berührungen zu spüren. So kamen sie beide langsam ein wenig zur Ruhe, die sie auch dringend brauchen konnten. Aber zumindest Hailey ließ das Schicksal der kleinen Betty nicht los. „Ja sie erinnert mich an damals“, gab er zu, denn Nicki konnte er eh nichts vormachen. „Niemand kann so stark sein, dass er das ohne Hilfe übersteht. Sie hat niemanden und sie ist nur ein kleines Kind, das nichts Böses will.“ Für Hailey war es unfassbar, was er in dieser Kapelle gesehen hatte. Er war froh, dass die Männer tot waren… andererseits hätte er immer noch Mordgedanken. Nicki hatte ihn aber wohl nicht richtig verstanden. „Mit nachhause. Sie könnte bei uns leben.“ Für Hailey war es ein Hoffnungsschimmer, dass Betty sich dort wieder erholte. „Sie kann in Mystic Falls in die Schule gehen… es wäre gut für sie und vielleicht auch gut für uns“, flüsterte Hailey und küsste Nicki. Irgendwann wollten sie doch auch Kinder, oder? Außerdem hoffte Hailey auch selbst alles besser zu verarbeiten, wenn er sah, dass nicht jede Geschichte böse endete.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 03 Dez 2016, 21:34

Auch wenn Damon jetzt kugelsicher war, Elena war es lieber, wenn er hier war. "Mir ist es ganz recht, wenn du nicht nochmal an irgendeine Front gehst!" Auch wenn es darum ging Hailey und Nicki zurück zu holen. "Die Taube ist schon schnell genug!", hoffte Elena wenigstens. Damons nächstes Angebot war da schon sehr verlockender und deswegen grinste seine Frau auch schon wieder. "Ich werde nochmal darauf zurückkommen, wenn wir wieder daheim sind!", flüsterte sie ihm zu in der Hoffnung, dass die Hexen nicht gerade lauschten. Fesseln wollte sie Damon zwar nicht gerade, aber es gab ja auch andere Möglichkeiten, um ihren Mann im Haus zu halten. "Philipe wird sich freuen dich wieder zu sehen!", meinte Elena noch lächelnd, weil Damon jetzt ja doch ein richtiger Vollblut-Daddy war. 
Nun musste sie ihm aber doch von den Hexen und ihren Plänen erzählen. Das gefiel ihnen beiden nicht, aber immerhin reagierte Damon noch relativ ruhig. "Sie wollen ein Schutzamulett für Philipe machen, dazu brauchen sie ein bisschen Blut von dir und von mir, damit es bei uns nicht reagiert!"; erklärte Elena ohne überhaupt zu fragen, ob Damon damit einverstanden war. "Abby wird den Zauber durchführen!", das sollte sein Misstrauen hoffentlich ein bisschen besänftigen. "Ansonsten haben sie mir nicht viel gesagt, aber .... ich denke wir sollten selbst nach dem Heilmittel suchen!" Elena wollte genauso wenig untätig herum sitzen.


Was Hailey sagte zeigte sehr deutlich, dass er sich große Gedanken um Betty machte. "Vermutlich hast du recht.... wir könnten versuchen andere Verwandte zu finden?!", schlug Nicki vor. Irgendjemand musste das Kind doch haben. Andererseits gab es eben auch genug Menschen, die sich alleine durchschlagen mussten. Seit Nicki bei Hailey war wusste sie aber, wie viel einfacher das Leben war, wenn man nicht alleine sein musste. Mit seinem nächsten Vorschlag hatte sie trotzdem nicht gerechnet. "Du... willst sie bei uns aufnehmen?", prinzipiell war das ja eine nachvollziehbare Idee und Nicki verstand durchaus, wie Hailey darauf kam, aber.... "Ich meine, wir haben doch keine Ahnung wie man ein Kind groß zieht!", gab Nicki zu bedenken und nein, sie hatte eigentlich nie vorgehabt Mutter zu werden. "Vielleicht will sie da ja gar nicht, ist ja alles fremd für sie!" Aber auf der anderen Seite würde Betty wohl so oder so irgendwo hin müssen, wo alles fremd war. "Willst du das wirklich?" Nicki war nicht wohl dabei, aber sie würde sich auch nicht quer stellen. Nur seinen letzten Satz verstand sie nicht so ganz. "Wie meinst du das?" Inwiefern sollte es gut für sie sein dieses Kind aufzunehmen? Für ihr soziales Charma oder so? "Das ist eine riesige Verantwortung....."
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 03 Dez 2016, 22:07

„So manchmal vermisse ich mein smart phone und das Internet…. Da bräuchte es keine Tauben und versoffenen Postreiter.“ Nicht alles in dieser Zeit war gut und vom Fortschritt hier redeten sie mal besser nicht. Sehr verheißungsvoll war dann doch die Idee mit den Fesselspielchen. Damon grinste unverschämt. „Ich freue mich darauf, Baby“, flüsterte er. So ein Wiedersehen musste ja gefeiert werden… auf Salvatore Art. Nun wollte er aber auch erst einmal seinen Sohn sehen.
Dann ging das Gespräch aber in eine Richtung die Damon nicht gefiel. „Ich soll einer Hexe mein Blut geben?“ fragte Damon, als hätte Elena vorgeschlagen ihr Geld in Mond-Aktien anzulegen. „Woher weiß ich, dass sie wirklich nur ein Amulett für meinen Sohn anfertigen wollen? Vielleicht tun sie es um mich zu verfluchen?“ In dieser Hinsicht traute Damon keiner Hexe. Da hatte er echt schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen. Misstrauisch sah er zu Elena. „Bist du dir sicher? Vertraust du ihnen?“ wollte er wissen und sah sie eindringlich an. Das mit dem Heilmittel war dann aber wieder interessanter für Damon. „Wo… wo können wir es suchen?“ fragte er und schöpfte vor allem für Stefan neue Hoffnung, was aber auch schon die nächste Frage aufwarf. „Haben sie Stefan erwähnt? Haben sie Neuigkeiten von ihm?“ wollte Damon zudem wissen. Denn sein Bruder fehlte ihm, auch wenn er es nie laut zugeben wollte.

„Ja nach Verwandten suchen wäre eine gute Idee… vielleicht erzählt sie uns mehr über sich, wenn es ihr besser geht“, hoffte Hailey und merkte nun, dass Nicki sich mit der Idee dieses Kind aufzunehmen schwerer tat, als er gedacht hatte. Irgendwie hatte er gedacht, dass jede Frau gerne Kinder haben wollte. Zum ersten Mal dämmerte ihm, dass es bei Nicki womöglich anders war. „Wir könnten sie bei uns aufnehmen und nach Verwandtschaft suchen. In dieser Zeit kann sie sich erholen und wenn wir jemand finden, freut sie sich bestimmt. Und wenn nicht… bleibt sie einfach.“ Für Hailey war es ein Herzenswunsch dem Kind zu helfen. Nicki äußerte aber weitere Bedenken. „Sie ist doch kein so kleines Kind mehr. Sie sieht aus wie acht, oder neun.“ Hailey war schlecht im schätzen, bei Kindern erst recht, weil er keine Erfahrung hatte. In einer Sache war er sich aber sicher. „Ja, ich will dieses Kind aufnehmen… ich mag sie … und ich weiß auch nicht… ich habe einfach diesen Wunsch… ein Kind zu haben. Sie würde nicht wie unser eigenes sein, aber hey… da können wir schon mal üben. Und sie hat niemand… ich will sie wieder lachen sehen und sehen wie sie wieder Spaß am Leben hat und ihren Weg findet.“ Hailey wusste nichts von Nickis Gedanken und er hoffte, dass sie diese Wünsche verstand. Er küsste Nicki auf die Stirn. „Na komm…. Veritas ist groß genug.“
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 04 Dez 2016, 19:47

Nicht mal Elena konnte behaupten, dass der ein oder andere Fortschritt hier nicht gut wäre. Aber sie hatten eben weder Fernseher, Telefon, noch Internet. "Du könntest ja mal versuchen das Telefon zu erfinden!", schlug sie Damon deswegen vor. Wäre auf jeden Fall ziemlich nützlich. Scheinbar hatte Damon aber ganz andere Gedanken und die brachten auch Elena zum Grinsen. Vorher mussten aber noch die ernsteren Fragen geklärt werden und wie erwartet hatte Damon einige Einwände.
"Ja das sollst du!", wiederholte Elena, weil dieses Amulett hoffentlich eine gute Sache war. "Das kannst du nicht wissen, aber sie haben keinen Grund dazu.... wenn sie uns loswerden wollten, hätten sie das schon viel früher erledigt!", behauptete Elena einfach mal. Ob das so stimmte konnte sie zwar nicht wissen, aber es folgte wenigstens einer gewissen Logik. "Nein ich vertraue nicht allen... ich kenne sie ja kaum. Aber ich vertraue Abby. Wenn sie den Zauber durchführt wird es auch ein Schutzamulett werden!"
Das Heilmittel war dagegen weniger umstritten und deswegen war Damon gleich bereit zu suchen. "Grace hat gesagt, dass es von der Urhexe versteckt wurde. Mehr weiß ich leider auch nicht....", musste Elena jedoch gestehen. Dass Damon nach Stefan fragte wunderte Elena nicht, denn sie wusste wie wichtig ihm sein Bruder war, auch wenn er tunlichst versuchte das zu verbergen. "Sie haben ihn im Blick und es scheint ihm soweit gut zu gehen, aber noch ist er zu gefährlich, als dass er zurück kommen könnte!" Elena hoffte, dass Damon das verstehen konnte. "Würdest du ihn gerne sehen?"

Es wurde ziemlich deutlich, dass sie über die Kindersache anders dachten. Hailey sah aus wie ein Kind, das gerade sein Weihnachtsgeschenk auspacken durfte, während er über das Mädchen sprach. Nicki ahnte, dass es zu einem Großteil an seinem Trauma lag und dass er jetzt eben die Möglichkeit bekam es besser zu machen. Aber so langsam begann sie zu begreifen, dass der Kinderwunsch bei Hailey sehr viel tiefer saß. "Üben für .... eigene Kinder?", fragte Nicki, ehe sie darüber nachdenken konnte. Das hier war nun sicher nicht der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt, um darüber zu sprechen. Deswegen wollte Nicki das Gespräch auch lieber verschieben. 
Für Betty musste aber jetzt gleich eine Entscheidung getroffen werden. Nicki war immer noch skeptisch, aber sie wollte und konnte Hailey diesen Wunsch nicht abschlagen. Außerdem schien er sich so sicher zu sein, dass es vielleicht ein kleines bisschen auf sie abfärbte. "Lass es uns Betty morgen früh vorschlagen und.... dann sehen wir mal was sie sagt?!", war Nickis Vorschlag, denn natürlich musste das Kind auch erstmal zustimmen. Alles weitere konnte nur die Zukunft zeigen.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 04 Dez 2016, 20:36

„Da tüfftle ich mal mit Hailey dran. Der kann das besser als ich“, stellte Damon fest. Er war handwerklich auch nicht ungeschickt, aber Hailey war einfach noch pfiffiger was das anbelangte. In dieser Sache waren sie sich noch einig, doch schon beim nächsten Thema, dem Amulett, sah das ganz anders aus. „Na dein Wort in Gottes Ohr“, knurrte Damon. „Wenn ich danach kein Blut mehr vertrage oder auf Eichhörnchen stehe, dann ist es aus mit der Freundschaft.“ Damon grummelte schon aus Prinzip vor sich hin wenn es um Hexen ging.
Interessanter war da schon das mit dem Heilmittel. „Und wo vermuten sie es?“ fragte Damon, dass man Elena aber auch heute alles aus der Nase ziehen musste. Damon würde sich auf jeden Fall auf die Suche machen, wenn es eine Chance gab es selbst zu finden und es nicht den Hexen zu überlassen. Immerhin schien es Stefan einigermaßen gut zu gehen, wenngleich dass sicher kein Spaß war immer mit Mutter Theresa oder auch Lexi genannt unterwegs zu sein. „Ja, natürlich würde ich ihn gerne sehen, aber nur wenn das meine Familie nicht gefährdet.“ Damons Prioritäten hatten sich eben ein wenig verschoben.

Oh weh…. Hailey merkte, dass er irgendwo falsch abgebogen war. „Willst… willst du gar keine Kinder?“ fragte er, denn so richtig hatten sie noch nie darüber gesprochen. Er hatte gedacht, weil sie sich so über Kira freute und so herzlich mit ihr umging, würde sie auch Kinder wollen. Menschen die Tiere liebten, mochten ja meistens auch Kinder. Immerhin lehnte sie es nicht ganz ab Betty mitzunehmen. Die Entscheidung lag hierbei wohl bei Betty und das war auch richtig so. „Ja gut, fragen wir sie morgen“, freute sich Hailey und er küsste Nicki. Das mit den eigenen Kindern konnte man ja mal in Ruhe zuhause besprechen. Vielleicht gefiel es Nicki am Ende ja doch. „Wer fragt sie? Du oder ich?“ fragte er sogleich. Zu Nicki hatte Betty ein vertrauensvolleres Verhältnis. Aber irgendwas sollte er wohl auch sagen, nicht dass sie es wegen ihm noch ablehnte. Außerdem würde er sich wirklich freuen, wenn Betty zu ihnen käme.


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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 04 Dez 2016, 21:04

Die Stimmung rutschte ganz schnell in den Keller, weil Damon den Hexen absolut nicht vertraute. Irgendwo war das vermutlich auch verständlich, aber trotzdem musste man hin und wieder eben über seinen Schatten springen. "Nun sei nicht so ein Stinkstiefel. Abby hat schon viel für uns getan und bisher mochtest du sie auch immer!", erinnerte Elena ihn mal. Mit dem Vampirdasein hatte sich seine Abneigung gegen Hexen eindeutig wieder verstärkt. "Also tue mir den Gefallen und sei nett zu ihr. Sie hat dir schließlich das Leben gerettet!" Irgendwie jedenfalls, denn so ein bisschen tot war Damon durchaus, das war aber besser als richtig tot. 
Wenigstens über das Heilmittel konnten sie vernünftig sprechen. "Genau wissen sie es selbst nicht, sonst hätten sie es ja schon gefunden!", stellte Elena überflüssigerweise fest. "Aber soweit ich weiß war die Urhexe die Mutter der Mikaelsons, richtig?" Zumindest so viel wusste Elena inzwischen auch. "Als wäre es vermutlich am sinnvollsten dort zu suchen, wo sie damals gewohnt haben!" so viel zu Elenas Logik, nun war Damon an der Reihe, irgendwas musste der schließlich auch tun. Inzwischen hatten sie es bis zur Ranch geschafft und brachten die Pferde in den Stall. "Wenn du möchtest, kannst du ihn besuchen. Ich weiß, dass er dir fehlt!" Elena verzichtete nur ungern auf Damon, aber nun hätte er die Chance Stefan gefahrlos zu begegnen und die wollte Elena ihm nicht nehmen. Gemeinsam mit Ben gingen sie zum Haus, aber ehe sie die Türe öffnete sah Elena nochmal zu Damon. "Mein Vater weiß von nichts.... wir sollten also nur darüber sprechen, wenn wir alleine sind!"

Tja und dann kamen sie zum Kern des Problemes. Nein, eigentlich wollte Nicki keine eigenen Kinder. Hailey hatte aber gerade ziemlich deutlich gemacht, dass er unbedingt welche wollte und das setzte sie irgendwie unter Druck. Was also sollte sie jetzt nur antworten? "ich hab nie so richtig darüber nachgedacht...", antwortete Nicki ein bisschen ausweichend und ohne Hailey dabei anzusehen. Irgendwann würden sie darüber sprechen müssen, aber jetzt nicht. Deswegen nickte sie schließlich leicht und damit stand der Entschluss: Morgen würden sie es Betty anbieten und dann sah man weiter. "Ich denke wir sollten das zusammen machen!", schlug Nicki vor, denn schließlich würde Betty auch bei ihnen beiden wohnen. Für heute war aber genug und deswegen schloss Nicki nun die Augen und versuchte wenigstens ein bisschen zu schlafen.
Dank Haileys Nähe gelang ihr das sogar, aber am Morgen wurden sie doch sehr abrupt geweckt. Jemand schrie neben ihrem Bett, Nicki schreckte hoch und entging damit dem Kissen, dass auf Hailey landete. "Weg! Geh Weg! Lass sie!", kreischte eine sehr aufgebrachte Betty. Nicki rappelte sich schlaftrunken hoch. "Betty... was ist denn los? Beruhig dich doch!"
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Di 06 Dez 2016, 19:34

"Bisher war ich auch noch kein Vampir", konterte Damon und zog die Nase Kraus. Hexen behagten ihm nicht, aber Elena zuliebe riss er sich zusammen und setzte seinen Hundeblick auf. "Ich werde ein braver Blutsauger sein und lieb zu Abby. Aber wehe sie verbrät mir ein Anheurysama." Dann würde es Ärger geben und zwar so richtig. Dieses Urhexen Hedöns löste auch keine Begeisterungsstürme aus. "Ach die Mikaelsons hängen mal wieder mit drin. Warum wundert mich das nun gar nicht?" Fragte Damon sarkastisch. Ganz so schlecht war diese Auslunft auch nicht. Immerhin wusste Damon darüber einiges und sagte darum: "ich weiß wo sie damals gehaust haben Na ja so ungefähr jedenfalls. Wir können demnächst also unseren Wanderrucksack packen, klein Philipe in den Kinderwagen packen und ein wenig das Mikaelsson Heimatkunde Museum begutachten." So das war doch mal ein Plan. Das konnten sie ganz ohne Abby und anderen Hexen bewerkstelligen und das wäre Damon nichts anderes als sehr Recht. Elena dachte aber auch an ihn und Stefen. Das rechnete er seiner Frau hoch an und darum bekam Elena einen Kuss und eine Umarmung als sie abgestiegen waren. "Auch wenn es mir ein Vergnügen wäre meinem kleinen Bruder von Vampir zu Vampir mal wieder ordentlich in dem Allerwertesten zu treten, noch halte ich es ohne ihn aus." Natürlich vermisste er Stefan ganz gewaltig, aber Elena und Philipe waren wichtiger. "Machen wir uns mal keine Gedanken um Stef Stef... Er ist ja unter Aufsicht der Super Nanny." Ein wenig beruhigte das durchaus.
"Alles klar, Grayson wird nichts davon erfahren. Is auch besser so, immerhin möchte ich sein Lieblingsschwiegersohn bleiben." So groß war die Auswahl für Grayson ja auch nicht. "Komm, lass uns zu Philipe gehen? Ich hab den Frosch vermisst", bat Damon und wunderte sich selbst wie schnell man sich an einen solchen Zwerg gewöhnte.

"So richtig habe ich auch noch nie darüber nachgedacht, aber vorstellen könnte ich es mir", gab Hailey zu. Ohne Nicki würde das ja auch keinen Sinn machen. Hierhin passte das Thema auch nicht so recht und deshalb war Hailey auch gern bereit es zu vertagen. "Da reden wir ein anderes mal drüber. Wenns passiert, dann passierts." Enthaltsamkeit war seit einiger Zeit ja kein Thema mehr für ihn. Theoretisch wäre es also möglich. Jetzt waren sie eh zu müde und erledigt um weiter darüber zu reden. Darum schliefen die beiden nun froh noch am Leben und beisammen zu sein.
Der Morgen begann für Haily mit einer Kissenattacken und Geschrei von Betty. "Ich tu Nicki doch gar nichts. Wir schlafen immer so!" Verteidigte Hailey sich perplex und mit wild abstehenden Haaren. Hilfesuchend sah er zu Nicki. Und dieser kleinen Hexe wollten sie nun eröffnen, dass sie bei ihnen leben konnte?  Na Servus! "Betty, Nicki und ich lieben uns. Schau, wir sind praktisch verheiratet", Hailey deutete auf ihre Ringe. "Menschen die sich lieben tun sich nicht weh. Graham hat dir doch auch nicht weh getan, obwohl er ein Mann war, oder?" Fragte er und hoffte, dass die Kleine etwas vernünftiger wurde.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Mi 07 Dez 2016, 20:28

So langsam ahnte Elena, dass diese Vampir-Hexen-Sache schwieriger wurde als ihr klar war. Sie hoffte inständig darauf, dass Abby ein bisschen vernünftiger war, anderenfalls würde es wohl ganz schön schwierig werden. Elena entschied aber das Thema jetzt nicht weiter zu vertiefen, denn sonst artete es am Ende in einen Streit aus. Dass es mal wieder um die Mikaelsons ging gefiel Elena genauso wenig, aber da mussten sie jetzt eben durch. "Das wäre vielleicht ein Ansatz. Ich befürchte allerdings, dass sie das Heilmittel nicht einfach irgendwo abgelegt hat!", wenn es so leicht zu finden wäre, hätten sie es schon wesentlich früher gefunden. "Aber es schadet sicherlich nicht sich mal ein bisschen umzuschauen!", stellte Elena fest und damit war es wohl beschlossene Sache. 
Elena dachte aber auch an Stefan und sie war froh darüber, dass Damon ihr ehrlich antwortete. Immerhin war es für ihn nicht immer so leicht gewesen über seine Gefühle zu sprechen. "Vergiss nicht, dass er jetzt der ältere Vampir ist!", erinnerte Elena ihren Ehemann allerdings. Da stellte sich doch die Frage wer da wem in den Hintern treten würde....
Jetzt wollte aber auch Elena erstmal wieder nach ihrem Sohn sehen. Philipe lag auf dem Sofa und quiekte Vergnügt, weil Grayson mit einer Rassel wackelte und Grimassen schnitt. "Schwer zu sagen wer da mehr Spaß hat!", stellte Elena lachend fest, ehe sie Philipe auf den Arm nahm. "Na mein Kleiner, warst du auch schön brav?"

In dieser Nacht träumte Nicki wenig überraschend von Babys. Deswegen schlief sie eher unruhig und hatte sogar jetzt das Gefühl es roch nach vollen Windeln.... auch wenn Nicki nicht so richtig wusste wie das roch. Sie hatte es bisher ganz gut hinbekommen sich von jeder Form kleiner Kinder fernzuhalten. Mal sehen wie das in Zukunft wurde. Am nächsten Morgen funktionierte das schon mal nicht, denn sie wurden sehr unsanft geweckt. Nicki hätte sich am liebsten die Decke über den Kopf gezogen, denn so verschlafen war sie dafür nicht gewapnet. Hailey bewies mehr Feingefühl und erklärte mehr oder weniger ruhig was Sache war. Nicki seufzte leise, aber sie musste wohl auch etwas dazu sagen. "Es ist schon gut Betty. Ich hab dir doch gesagt, dass er mein Freund ist!", versicherte Nicki nochmal. Vielleicht würde das Kind ja irgendwann lernen, dass nicht jeder Mensch schlecht war nur wegen der Handlungen einiger weniger. 
"Hast du schon ausgeschlafen?", fragte Nicki und strich sich erstmal die Haare aus dem Gesicht. Vermutlich war es das beste, wenn sie gleich jetzt darüber sprachen, wie es weiter ging. "Willst du frühstücken?", fragte Nicki und sah dann zu Hailey. War ihr lieber, wenn er das Angebot machte. Vielleicht würde Betty dann ja anfangen ihm zu vertrauen.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Mi 07 Dez 2016, 21:00

„Ja, das ist anzunehmen.“ Damon glaubte auch nicht, dass dieses Heilmittel auf dem Präsentierteller herum stand. Aber das würde ihn nicht davon abhalten, es zu suchen. Elena sah das genauso, also war das schon mal abgemacht. Noch nicht abgemacht war, ob Stefan aufgesucht wurde oder nicht. „Ach der tut nix, der will nur spielen“, winkte Damon ab und würde da wohl eher wenig Vorsicht walten lassen. Im Moment hatten sie eh anderes zu tun. Blut für die Hexenspenden zum Beispiel. Oder zu Philipe zu gehen. Der war glücklich mit dem Opa. Damon bekam bei diesem Anblick automatisch gute Laune. Grayson sah die beiden an und übergab den Sproß an die Eltern. „Ich muss noch ein paar Medikamente herstellen… nun könnt ihr übernehmen“, sagte er und verabschiedete sich an diesem Abend. Damon übernahm die Rassel und stellte sich zu Elena und Philipe. „Na du kleiner Vampirschreck?“ fragte er lächelnd, denn bei dem Anblick konnte man sich all das kaum vorstellen. Philipe gluckste und tatschte seine Mutter an.

Faith starrte Hailey immer noch entgeistert an und wusste nicht so recht ob sie Nicki das so einfach glauben konnte. Nur … mit Graham hatte Hailey Recht. Der hatte ihr nie was getan und Joseph auch nicht. Selbst Kira und Cooper begrüßten nicht nur Nicki sondern auch Hailey. Sie wurde nach Frühstück gefragt und nachdem sie gestern gar nichts mehr gegessen hatte, weil Nicki weg war und sie später abgehauen war, hatte sie richtig Hunger. Verhalten nickte sie, weil sie nicht wusste, wie sie nun mit Hailey umgehen sollte.
„Ich hole etwas“, entschied Hailey. Im Versorgungszelt waren zu viele Männer, das würde Betty wohl bloß verschrecken. Er zog sich die Stiefel und die Jacke an, mehr hatte er auch nicht ausgezogen und holte Frühstück für sie drei. Auf dem Rückweg holte ihn aber ein Soldat ein, der Post hatte… für Nicki und ihn. „Ihr Glückpilze…ihr seid entlassen und könnt nachhause“, sagte der Überbringer der Botschaft. Hailey sah ihn einen Moment entgeistert an und begriff dann was das bedeutete. Schnell eilte er zu Nicki und gab ihr ihre Entlassungspapiere. „Nicki sieh mal. Wir können nachhause!“ jubelte er und sah zu Betty. Wenn er Nickis Blick vorhin richtig gedeutet hatte, dann hieß das, dass er Betty den Vorschlag machen sollte. Zunächst stellte er aber das Frühstück ab, damit die beiden sich nehmen konnten.
„Betty, was hältst du davon, wenn du mit zu uns kommst? Wir können Briefe schreiben, ob du noch Verwandte hast, aber bis wir sie finden könntest du bei uns wohnen. Bei Nicki und bei Kira. Wir würden uns beide sehr freuen, nicht wahr Nicki?“ fragte er seine Frau auch noch einmal. Betty hing mehr an ihr als an ihm.
Faith sah zu Hailey und dann zu Nicki. Sie wusste durchaus was ihr drohte, wenn sie das Angebot nicht annahm. Kinderheim. Und das war kein Spaß. Außerdem war Nicki gerade die einzige Person, zu der sie ein wenig Bezug hatte. Darum drängte sie sich jetzt plötzlich an Nicki, krallte sich an sie und dann flossen die Tränen. „Ja, ich will du dir“, flüsterte sie. Dass da auch Hailey war… nun ja das war ein notwendiges Übel.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Mi 07 Dez 2016, 21:20

Wären sie jetzt Zuhause hätte Nicki sich wieder in die Laken gekuschelt und noch eine Weile weiter geschlafen. Die Feldbetten waren aber lange nicht so bequem und außerdem gab es viel zu tun. Weil die Nacht aber sehr kurz war, blieb Nicki wenigstens noch ein bisschen liegen. Sie rieb sich die Augen und gähnte, sehr dankbar darüber, dass Hailey losging und etwas zu Essen besorgte. Das Frühstück war noch am erträglichsten, aber da konnte man eigentlich ja auch nicht all zu viel falsch machen. 
Als Hailey wiederkam hatte er allerdings nicht nur das Essen dabei, sondern auch einen sehr wichtigen Brief. Nicki sah ihn skeptisch an, weil sie das nun wirklich nicht glauben konnte, las es dann aber selbst. "Wie kann das denn sein?", fragte Nicki vollkommen überrascht. "Ich meine.... warum wir? Es ist doch noch nicht vorbei..." Unter anderen Umständen wäre sie sicherlich skeptischer gewesen, aber in dem Fall wäre wohl jeder einfach froh zu gehen. Trotzdem hatte Nicki ein schlechtes Gewissen, weil sie all diese Männer hier zurücklassen würden. Es gab sicher noch einige Kämpfe, aber jetzt wo der Häuptling tot war würde das Militär sicher gewinnen.
Nicki war noch dabei diese Nachricht zu verdauen, als Hailey begann mit Betty zu sprechen. Es war der einzig richtige Moment, denn sie würden sicherlich nicht länger hier bleiben als nötig und so wie es aussah konnten sie ja noch heute zurück reiten. Also musste Betty eine Entscheidung treffen. Nicki konnte allerdings nicht sagen welche Antwort sie sich wünschte.
Betty musste allerdings nicht lange überlegen, um eine Entscheidung zu treffen. Nicki sah fast schon erschrocken zu Hailey, weil sie damit nun wirklich nicht gerechnet hatte. Immerhin legte sie aber einen Arm um Betty und streichelte beruhigend ihren Rücken. "In Ordnung... dann kommst du mit uns nach Mystic Falls!", sagte Nicki auch wenn sie noch nicht absehen konnte, welche Folgen das für ihr Leben haben würde. Jetzt hatten sie also eine Mitbewohnerin....
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Do 08 Dez 2016, 19:35

„Ich habe keine Ahnung“, gab Hailey zu und las selbst verwundert seinen Entlassungsbescheid nochmals. „Aber ich werde nicht zwei Mal nachfragen. Wir müssen diesen Bescheid gut aufheben. Das ist unsere Chance dem Ganzen hier wieder den Rücken zu kehren. Also … nichts wie weg hier.“ Hailey wollte nur noch nachhause. Die neuen Bilder die er den vielen grausamen Erinnerungen hinzufügen musste setzten ihm zu. Und auch Nicki hatte sicher einiges durch ihre eigene Entführung zu verarbeiten. Hailey tat es auch Leid um all die Männer und Verwundeten, die sie hier zurück ließen, aber Nicki war ihm wichtiger als all das hier und sie wollte er sicher nachhause bringen. Idealerweise auch die kleine Betty, denn sie zurückzulassen würde Hailey schwer fallen.
Betty krallte sich an Nicki und wollte mitkommen. Hailey wurde es durchaus warm ums Herz bei diesem Anblick, auch wenn es eigentlich ein trauriger Anlass war. „Kommt, packen wir schnell und verschwinden“, sagte Hailey und half auch Nicki ihre Sachen zu packen. Betty hatte nichts zu packen und so standen die beiden anschließend schnell mit Cooper und Kira bei den Pferden und sattelten ihre beiden. Betty wirkte ängstlich, weil sie abermals nicht wusste, was nun auf sie zukam. „Ich kann arbeiten. Waschen und putzen“, sagte sie leise zu Nicki, weil sie wusste, dass Farbige nur geduldet wurden, wenn sie arbeiten. „Ich kann auch ausmisten. Hühnerstall, oder Pferdestall. Ist mir egal.“ Das alles machte ihr nichts aus. Nur bitte schlagen sollte man sie nicht und etwas zu essen wäre aber und zu nicht schlecht.
Hailey hörte all das und sein Herz krampfte sich zusammen, weil es furchtbar war, dass ein Kind so dachte. Sie sollte spielen und in die Schule gehen und nicht arbeiten. Aber er ahnte, dass es wenig bringen würde ihr das jetzt so zu sagen. Besser man ließ Taten sprechen, zumal sie auf ihn eh nicht hören würde. Sie orientierte sich voll und ganz an Nicki.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Fr 09 Dez 2016, 14:31

Unter anderen Umständen hätte Nicki sicher noch ein bisschen nachgefragt, denn ein wenig skeptisch war sie durchaus. So ein Entlassbrief kam normalerweise nicht einfach aus heiterem Himmel und völlig grundlos. Keiner von ihnen war verletzt und der Kampf war nicht beendet. Wenn sie trotzdem nach Hause durften, würde Nicki es aber genauso wenig hinterfragen. "Was ist mit Christian?", fragte sie dann aber noch. Schließlich waren sie gemeinsam hierher gekommen und ohne ihnen wäre sie vielleicht immer noch bei diesen Männern. Ihn konnten sie nicht einfach zurück lassen.
Hailey regelte alles mit den Vorgesetzten und dann wurden die paar Sachen zusammengepackt, die Nicki dabei hatte. Alles ging so schnell, dass es kaum möglich war über irgendwas nachzudenken. Wie das für Betty sein musste konnte Nicki nicht absehen. Aber das Kind wollte mitkommen und Hailey wünschte sich das ebenfalls, also würde es wohl so sein. Wie das alles funktionieren sollte wusste Nicki selbst nicht so genau, aber nun gab es kein zurück mehr und vielleicht wusste ja wenigstens Hailey, was er da tat. 
Schließlich hatten sie all ihre Sachen gepackt und die Pferde gesattelt. Sie mussten mit den beiden auskommen, die sie auch mitgebracht hatten, aber Betty war ja nicht all zu schwer. Weil sie sicher nicht bei Hailey sitzen wollte war klar, dass Nicki das Kind zu sich aufs Pferd nahm. Ehe es so weit war befestigte sie aber noch die Satteltaschen. Was Betty währenddessen sagte verwunderte Nicki dann aber doch. "Du... was?", Nicki wusste durchaus wie das auf solchen Farmen lief. Aber von Sklaverei waren sie in Mystic Falls weit entfernt und das sollte doch bitte auch so bleiben. "Du wirst nicht arbeiten müssen!", versicherte Nicki dem Mädchen deswegen schon mal. Sie wusste zwar auch nicht, was sie mit dem Kind anfangen würden, aber irgendeine Beschäftigung würden sie schon finden. 
Nachdem sie alles beisammen hatten, half Nicki dem Mädchen beim Aufsteigen und setzte sich dann hinter Betty.

Der Heimweg verlief problemlos. Sie wurden nirgends aufgehalten und es gab auch sonst keine Zwischenfälle, so dass sie es in der erwarteten Zeit zurück nach Veritas schafften, wo dank Jeremy wirklich alles noch halbwegs am Laufen war. Dafür interessierte Nicki sich jetzt erstmal aber nicht so sehr: Sie wollte einfach nur was essen und dann ihren Hintern auf irgendwas weiches setzen.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Fr 09 Dez 2016, 20:01

Kaum hatte Nicki die Frage nach Christian ausgesprochen, hinkte er auch schon mit wedelnden Entlassungsbrief heran. „Ihr auch?“ fragte er überrascht und hoch erfreut. „Ich verschwinde hier so schnelles geht. Nicht, dass es ein Versehen ist. Ist ja schon komisch, dass es ausgerechnet uns erwischt hat.“ Damit sprach Christian das aus, was sich Nicki und Hailey dachten.
„So sehe ich es auch“, meinte Hailey und wollte keine Minute länger bleiben als notwendig.
„Ich besuche euch bald mal, dann trinken wir mit Damon zusammen einen. Hoffentlich hat auch er alles gut überstanden“, hoffte Christian und machte sich auch ans packen und Pferde satteln. Betty sollte bei Nicki mitreiten. Anders ging es ja nicht. Und die Kleine hatte Bedenken…. „Was soll ich denn dann tun, wenn ich nicht arbeite?“ fragte sie schon fast verzweifelt und Hailey ahnte, dass das alles nicht so leicht werden würde, wie er sich das vielleicht gedacht hatte.
Sie erreichten Veritas ohne Zwischenfälle und auch Faith war froh aus dem Sattel zu kommen. Staunend stand sie vor dem riesigen Herrenhaus. „Da drin wohnt nur ihr? Seid ihr reich oder so?“ fragte sie Nicki und war selbst völlig von den Socken.
„Soll ich mal zu den Salvatores schauen… vielleicht ist Damon ja auch schon wieder da?“ fragte Hailey und hoffte genau das sehr.

„Phasmatos inta grum vin callus Amalon Callagius accodum. Cosom naben Dox Callagius amalon gaeda callagius. Ceremum descendium vinum. Phasmatos inte grum callus.Conson naben Do.” Abby führte den Zauber durch, den der Zirkel ihr nun beigebracht hatte. Es war später Nachmittag und Damon hatte ihr nach einigem Gezeter erlaubt ihm in den Finger zu piksen und ein paar Tropfen Blut zu stehlen. Dafür dass er ständig andere anzapfte, war der Vampir nach ihrer Meinung sehr knausrig. Nun lag aber der kleine Anhänger mit einem blauen Türkis der den Bauch eines Teddybärs darstellte in einer kleinen Schüssel im Blut. Langsam schien der Teddy das Blut aufzusaugen, bis es schließlich weg war und nur noch aussah wie ein niedlicher kleiner Anhänger, dem man einem Kind schenken konnte. „Wenn er älter ist, verpacken wir den Stein in etwas Spannenderes“, versprach sie mit einem Lächeln und sah zu Philipe in der Wiege. Abby hatte den Kleinen längst lieb gewonnen. „Hier bitte“, sagte sie und übergab Elena den Anhänger.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Fr 09 Dez 2016, 21:18

Zu der Erleichterung aller hatte Christian den gleichen Brief erhalten und wurde somit auch nach Hause geschickt. Gemeinsam packten sie ihre Sachen und zogen los. Nicki und Christian hatten sich inzwischen auch besser kennen gelernt und festgestellt, dass sie sich ganz gut verstanden. Allerdings wollte Christian unterwegs noch einen Abstecher machen und etwas erledigen. Er versprach allerdings nochmal in Mystic Falls vorbei zu schauen, ehe er seine Europareise antrat. 
Die erweiterte Familie Crimson schaffte es aber nach Hause. Nicki war froh wieder hier zu sein, denn auch wenn sie selbst noch nicht all zu lange hier wohnte, war es für sie doch eine Heimat geworden. Ob das für Betty auch mal so wurde stand noch in den Sternen, aber nun war sie erstmal hier. "Naja also... Kinder gehen zur Schule und Spielen und... all sowas!", versuchte Nicki zu erklären. Himmel noch eins, was machten Kinder denn außer essen und schlafen? Hailey schien auch keine Antwort parat zu haben, aber vielleicht würde sich das ja auch von selbst klären. "Es gehört uns nicht, wir wohnen nur hier... komm mit rein!", bat Nicki. Sie nahm ihre Tasche und übergab das Pferd an einen Stallhelfer. Betty würde sich daran gewöhnen müssen, dass hier einige Männer unterwegs waren. Aber im Haus war eigentlich kaum jemand, also würde es schon gehen. 
Hailey wollte gleich weiter, aber Nicki war auch so schon ein bisschen überfordert. Da hätte sie Hailey lieber dabei. "Du solltest dich auch erstmal ausruhen, es war eine lange Reise!", warf Nicki ein, auch wenn das nur ein Vorwand war. Hauptsache Hailey blieb bei ihr. "Ich würde vorschlagen... wir suchen für Betty erstmal ein Zimmer aus und dann machen wir uns was zu essen?" Die Kleine brauchte ja einen Platz zum Schlafen und Hunger hatte sie bestimmt auch.

Es hatte eine ganze Weile gedauert und es waren viele Diskussionen nötig, aber dann rückte Damon endlich ein paar Tropfen Blut raus. Elena verstand wirklich nicht, warum er sich so anstellte, aber das war wohl typisch Mann.... oder typisch Vampir... oder eben einfach typisch Damon. Egal, Hauptsache es funktionierte und dem schien so. Gespannt beobachtete Elena, wie das Blut nach und nach verschwand. Der kleine Teddy war wirklich süß und der Anhänger sah einfach nur aus wie ein ganz normales Geschenk. "Und worauf müssen wir nun achten? Ich meine, wenn ein übernatürliches Wesen in seine Nähe kommt, woran erkennen wir das?", schließlich sollte der Anhänger nicht nur schön aussehen, sondern vor allem sollte er Philipe beschützen. "Danke Abby!", sagte Elena mit einem Lächeln, ehe sie ihrem Sohn die kleine Kette umlegte. "Sieht doch schön aus, findest du nicht?"; fragte Elena Damon. 
In letzter Zeit war Philipe etwas unruhiger, vermutlich weil er Zähne bekam. Das sorgte allerdings dafür, dass Elena nicht besonders viel Schlaf bekam. "Habt ihr noch etwas Neues über das Heilmittel erfahren?"
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 10 Dez 2016, 11:41

„Ich war noch nie in der Schule“, gab Faith zu, wollte aber auch nicht, dass sie sie für dumm hielten. „Aber Grahahm hat mit lesen, schreiben und rechnen beigebracht“, sagte sie darum leise zu Nicki. Mit Hailey direkt zu reden wagte sie immer noch nicht und lieber war ihr, wenn nur Nicki sie hörte. Sie wich auch gleich zurück, als der Stallbursche kam und wurde dann zum Glück von Nicki ins Haus gebeten, wo das Staunen gar nicht aufhören wollte. Dieses Haus war riesig und sehr schön. Nun wollten sie ein Zimmer für sie aussuchen? In diesem schönen Haus? Faith fehlten die Worte. Sie hatte gedacht sie würde im Stall schlafen und das wäre auch in Ordnung gewesen, vorausgesetzt da wären keine Männer.
Hailey merkte, dass er besser bleiben sollte. „Hmpf“, machte er weil er eigentlich gerne ein Weilchen zu Elena geflohen wäre. Andererseits war es seine Idee gewesen das Kind mitzunehmen. Da konnte er jetzt nicht einfach verschwinden. „Na gut… Betty, komm wir schauen mal zusammen, welches Zimmer dir gefällt“, sagte er, aber da verschwand Betty gleich wieder halb hinter Nicki. „Wie wäre es oben mit dem das einen kleinen Balkon hat?“ schlug Hailey vor und führte Nicki und Betty hin. Die Kleine sah in das Zimmer und bekam große Augen. Zwar waren die Möbel gerade mit weißen Tüchern abgedeckt, damit sie nicht ganz einstaubten, aber man sah dass es ein helles und einladendes Zimmer war. Hailey kannte das Spiel ja inzwischen. „Nicki frag bitte mal Betty ob es ihr gefällt“, sagte er darum.
Betty passte vor lauter Begeisterung aber gerade nicht richtig auf und darum antwortete sie gleich und ohne den Umweg über Nicki. „Ja, sagt ihm dass es mir gefällt“, antwortete sie eilige und ging zum Fenster. Es wirkte alles so frei und schön.
Hailey nickte. „Na gut… Hunger hätte ich auch. Wenn ich was kochen soll habt ihr die Auswahl zwischen Rührei und Spiegelei.“ Zwar konnte er auch Grillen aber das dauerte dem hungrigen Hailey gerade viel zu lange. Besser wäre es, wenn Nicki das machte weil sie das immer noch besser konnte als er.

„Daran erkennt ihr es“, antwortete Abby schmunzelnd, denn kaum hatten sie Philipe den Anhänger umgelegt, färbte sich der Türkis weiß. „Das liegt daran, dass ich in der Nähe bin. Weiß wird er nur bei mir und Hexen des Zirkels, weil wir den Zauber gewirkt haben. Würde sich ein anderes übernatürliches Wesen nähern, würde der Stein rot werden wenn ein Vampir kommt, schwarz bei anderen Hexen oder schwarzer Magie und gelb bei einem Werwolf.“ So wusste man wenigstens was auf einen zukam. Nur bei Damon und Elena würde der Stein nicht reagieren, weil er praktisch aus ihrem Blut bestand. „Gern geschehen, Elena“, sagte Abby glücklich und streichelte Philipe verliebt über das Köpfen. Er war einfach ein ganz süßer Fratz und auch für ihn machte sie das gerne.
Damons Begeisterung hielt sich wegen dem Anteil des hexischen Hokus Pokus in Grenzen. „Ja wirklich hübsch“, plapperte er und sagte damit das was Elena hören wollte. Er hatte ja nichts gegen den Kinderanhänger, aber ob der dann wirklich helfen würde, wenn es eng wurde? Das blieb abzuwarten. „Komm Philipe, wir gehen noch ein wenig spazieren und sehen zu den Hüs“, sagte er zu seinem Sohn, nahm ihn auf den Arm und verschwand mit ihm nach draußen.
Abby sah ihm nach und sah Elena an. „Nein, leider noch nicht. Wir arbeiten aber praktisch Tag und Nacht daran es zu finden und aber auch an alten Quellen die es uns ermöglichen es selbst herzustellen. Wenn ich etwas Neues weiß, erfährst du es als erstes.“
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 10 Dez 2016, 17:16

Genau genommen war ihnen ja irgendwie klar gewesen, dass es mit Betty nicht gerade einfach werden würde. Sie wussten ja noch nicht mal ihren richtigen Namen. Aber jetzt wo sie hier waren wurde Nicki erst so richtig bewusst, dass sie keine Ahnung hatte was man mit so einem Kind anstellen sollte. Die Grundbedürfnisse zu versorgen klang daher nach einem guten Plan. Also: Erstmal ein Schlafplatz und dann ein Abendessen. Zu Nickis Erleichterung blieb Hailey, um ihr zu helfen und so gingen sie gemeinsam ins Haus. Hailey kannte sich hier schon besser aus und fand deswegen gleich ein schönes Zimmer, in dem Betty fürs erste bleiben konnte.
Der Raum war wirklich schön und wenn sie sich mit den Möbeln und vielleicht ein bisschen Farbe Mühe gaben, konnte es durchaus nach Kinderzimmer aussehen. Stellte sich nur noch die Frage, wie lange Betty hier wohnen würde. Immerhin antwortete sie heute ohne Übersetzung und das war Nicki schon mal ganz recht. "Freut mich, wenn es dir gefällt!", stellte Nicki mit einem Lächeln fest. Als nächstes mussten sie es wohl schaffen, dass Betty auch Hailey wenigstens ein bisschen vertraute. Daher ging Nicki einen vielleicht etwas gewagten Schritt. "Dann übernehme ich das mit dem Abendessen!", nach dem Essen am Stützpunkt wollte Nicki endlich etwas anständiges zu essen. "Ihr könnt so lange die Tücher abnehmen und frische Luft rein lassen!" Schwups und dann war Nicki auch schon Richtung Küche verschwunden. Dort machte sie sich daran Kartoffeln aufzusetzen und einen Braten vorzubereiten, damit alle was anständiges in den Magen bekamen.

Türkis, weiß, rot, schwarz, gelb.... Der Stein war ja ein richtiges Multitalent. "Ich kann darauf verzichten all die Farben zu sehen...", stellte Elena schließlich fest. Jedes Mal, wenn er seine Farbe änderte bedeutete das potentiell Gefahr bestand. Das wollte Elena nun wirklich nicht riskieren. Trotzdem war sie froh, dass sie nun den Stein hatten und deswegen bekam Philipe nun auch den Anhänger. Damons Begeisterung hielt sich allerdings nach wie vor in Grenzen und deswegen ließ Elena ihn nun auch gehen. Er hatte sein Blut gespendet und frische Luft schadete beiden nicht. Philipe allerdings sah seinen Vater immer wieder skeptisch an, als würde er spüren, dass irgendwas nicht stimmte. Manchmal zitterte sogar die Unterlippe ganz verdächtig, aber Damons Stimme war noch die Gleiche und das beruhigte den Jungen wiederum. Sehr verwirrend das Ganze...
Elena dagegen blieb bei Abby und räumte die Utensilien für den Zauber wieder auf. Über das Heilmittel gab es leider keine großen Neuigkeiten, doch Elena hatte noch mehr Fragen. "Gibt es auch einen Zauber, der verhindert, dass sich ein Mensch in einen Vampir verwandelt?", fragte Elena. Als Mensch war Philipe zwar auch etwas Besonderes, aber lange nicht so gefährlich. Ein zweiter Gedanke plagte Elena noch, aber der war wesentlich unangenehmer. "Gibt... gibt es auch Hexen, die  Philipe lieber tot sehen würden?", fragte sie Abby. "Ich meine, er ist für alle ein Sicherheitsrisiko" Irgendwie wäre das sogar verständlich, schließlich wäre der ganze Aufwand nicht mehr nötig, wenn es Philipe gar nicht gäbe und nun war auch die Möglichkeit ausgeschlossen, dass Damon und Elena weitere Kinder bekamen.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Sa 10 Dez 2016, 20:36

„Oh danke Schatz“, sagte Hailey erleichtert, als Nicki sich bereit erklärte zu kochen. Das würde mit Sicherheit etwas Besseres werden, als das was er anzubieten hatte. Dafür sollte er nun seine erste Feuerprobe mit Betty haben und hier die Möbel abdecken. Hailey sah Betty an und Betty ihn und dann sahen sie beide Nicki nach. Wer hier besorgter war, konnte man beim besten Willen nicht sagen. Faith merkte aber, dass Nicki viel daran lag, dass sie irgendwie mit Hailey zurechtkam. Weil Cooper und Kira aber immer noch auch hier waren, vertraute sie der Situation so weit. Nur anfassen würde sie sich von Hailey ganz sicher nicht lassen.
„Ich … nehme das Ende und du das“, bat Hailey um das Bett vom Tuch zu befreien.
Faith sah ihn an, brachte etwas Abstand zwischen sie beide und nahm einen Zipfel und half dabei. Dabei war sie aber stets darauf bedacht ihm nicht so nahe zu kommen, dass Hailey sie hätte berühren können.
„Was spielst du denn gerne?“ fragte Hailey und war bemüht, dass ein Gespräch zustande kam. Leider bekam er nur vorsichtige und skeptische Blicke. „Also ich hab früher gerne Murmeln gespielt oder Kästchen springen. Kennst du das?“ fragte Hailey und diesmal nickte Betty immerhin. „Wir könnten das mal spielen… morgen oder so.“ Hailey mochte die Kleine und sie so verstört zu sehen setzte ihm auch zu.
„Aber nur wenn Nicki mitspielt“, sagte Betty dann plötzlich und Hailey lachte, weil sie das erste Mal wirklich auf ihn antwortete.
„Gut, fragen wir sie“, stimmte Hailey erfreut zu und deckte die weiteren Möbel ab. Betty half, rannte aber, kaum dass sie fertig waren zu Nicki in die Küche. Wieder krallte sie sich an sie. „Wir haben das Zimmer fertig. Wir haben sogar geredet“, flüsterte sie ihr wie immer leise zu. Hailey kam mit den Hunden nach und lächelte auch. „Würdest du morgen mit uns Kästchen hüpfen spielen?“ fragte er lächelnd und sah in den Topf und Ofen. „Oh Braten!“ japste Hailey ausgehungert und hoch erfreut.

Damon merkte, dass mit Philipe etwas nicht stimmte. „Was ist denn, hm?“ fragte er und setzte sich an das Ufer des Sees einfach ins Gras. „So ein Mist… ich hatte nicht vor wieder Vampir zu werden, das kann ich dir sagen. Aber besser wie tot, das musst du zugeben.“ Damon hatte eher ein schlechtes Gewissen, weil es sich eben gar nicht so schlecht anfühlte wieder Vampir zu sein. Aber es konnte nicht mehr seine Zukunft sein. Nur im Moment mit all den neuen Gefahren war es gar nicht so schlecht, eben aus Gründen der Verteidigung. „Stell dir mal vor, wenn ich Vampir bleibe, sehen wir irgendwann gleich alt aus…. Das geht nicht.“ Nein, genau genommen wollte Damon das auch ganz sicher nicht.

„Nein, tut mir Leid, von so einem Zauber habe ich noch nie gehört“, antwortete Abby aber lächelte gleich darauf wieder. „Doch nur weil ich es nicht kenne, bedeutet nicht, dass es das nicht gibt. Wir lernen ständig dazu.“ Abby hatte schon so vieles neues entdeckt und erlernt, seit sie Hexe war, dass sie kaum etwas für unmöglich hielt.
Elenas nächste Frage ließ ihr Lächeln verschwinden. „Leider ja. Darum warnt das Amulett auch vor schwarzer Magie. Aber alle Hexen des Zirkels und die die sich nun hier niederlassen sind weiße Hexen und werden auf ihn aufpassen. Schwarze Hexen gibt es nicht viele…. Gut möglich dass sie nie oder sehr lange nichts von Philipe erfahren. Wir werden gut aufpassen“, versprach Abby. Das war zwar keine endgültige Entwarnung, aber ungeschützt war Philipe nicht. „Mach dir nicht zu viele Gedanken. Er ist ein kleines Kind, es ist nun alles neu… aber ihr solltet einfach euer Leben leben… sieh uns Hexen als Freunde und freu dich über deinen kleinen, süßen Jungen.“ Abby wollte Elena nicht noch mehr beunruhigen, dazu gab es derzeit keinen Grund.

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 11 Dez 2016, 16:42

Nachdem Nicki sich in die Küche verdrückt hatte, kümmerte sie sich ums Essen. Sie konnte es aber auch nicht lassen die ganze Zeit über nach oben zu lauschen. Was sie dort erwartete wusste Nicki zwar auch nicht, aber sie hörte einfach mal hin. Immerhin gab es weder Geschrei, noch Weinen... noch sonst irgendwas zu hören. Nicki hoffte einfach darauf, dass Betty es schnell schaffen würde Hailey zu vertrauen. Erstens würde es das Zusammenleben hier deutlich einfacher machen und zweitens hatte sie dann eine Chance wieder ein halbwegs normales Leben zu führen. Wenn sie nicht mal einem Mann wie Hailey vertrauen konnte, würde sie es auch sonst bei niemandem schaffen. 
Schließlich hörte Nicki dann aber Schritte auf der Treppe und kurze Zeit später war Faith wieder bei ihr. Was sie berichtete war ja schon mal ein Anfang und deswegen lächelte Nicki. "So? Über was habt ihr denn geredet?", fragt sie Betty. Als Hailey dann kam hätte Nicki die Antwort wohl auch ableiten können, aber .... über was wollte er hüpfen? "Bitte was?", fragte sie ziemlich ahnungslos. Kinderspiele waren nun nicht gerade Nickis Spezialgebiet, weshalb sie dafür eine ausführlichere Erklärung brauchte.
Hailey hatte scheinbar schon Hunger und deswegen bekam er auch gleich die nächste Aufgabe: "Wenn du den Tisch deckst, können wir bald schon essen!", meinte Nicki und hoffte darauf, dass Betty vielleicht sogar von selbst ein bisschen helfen würde. Womöglich war das zu diesem Zeitpunkt aber noch zu viel.

Elena lächelte leicht, weil Abby gleich wieder versuchte sie zu beruhigen. Im Grunde genommen war es wirklich wie bei Bonnie, denn die hatte auch immer versuchte sie zu unterstützen wie sie nur konnte. Dass ihr so ein Zauber nicht bekannt war hieß, dass sie erstmal in andere Richtungen denken mussten. Bisher wurde alles dafür getan und auch Elena und Damon würden nach dem Heilmittel suchen. Allerdings erst morgen, denn heute Abend war es zu spät. "Ich danke dir für deine Hilfe!"; sagte Elena noch, denn für Abbys Unterstützung war sie wirklich dankbar. Durchs Fenster sah sie Damon mit Philipe am Wasser sitzen und man hätte wohl fragen können, über welchen dieser 'süßen Jungen' sie sich freute. Die Antwort war klar: Über beide. Deswegen wollte Elena sich auch nicht länger Sorgen machen, sondern den Abend mit ihrer Familie genießen und dann morgen Hinweise auf das Heilmittel suchen.
Philipe bekam von den Sorgen seiner Eltern nichts mit, aber er schien seinem Vater gespannt zuzuhören. Als Damon davon sprach, dass sie irgendwann gleich alt aussehen könnten knallte am Stall der Wind noch eine Türe zu und Philipe erschreckte sich ziemlich. Schon liefen die Krokodilstränen und der Kleine brüllte lauter als ein wütender Werwolf.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 11 Dez 2016, 20:00

„Über Tücher falten und Spiele“, antwortete Faith wieder leise aber das war für sie schon ein Fortschritt und nun stand sie ja wieder bei Nicki und alles war gut. Hailey hatte sich ihr auch wirklich nicht genähert und war ganz nett gewesen. Und da kam er auch schon. „Kästchen hüpfen“, wiederholte Hailey. „Man malt mit Kreide Kästchen auf den Boden oder kratzt die Kästchen mit einem Stock. Die werden nummeriert und dann hüpft man. Es geht um Geschicklichkeit und Schnelligkeit.“ Man hörte Hailey an, dass er sich sogar darauf freute.
„Bitte mach mit, Nicki“, bat Faith sogar einmal etwas lauter und sah sie an. Weil Nicki aber auch mit Kochen beschäftigt war und nun der Tisch gedeckt werden sollte überlegte das Mädchen kurz. Hailey deckte den Tisch…er stellte drei Gedecke hin. „Darf ich hier bei euch essen?“ fragte Faith Nicki wieder ganz leise flüsternd. Bei den Hendricks hätten sie niemals mit im Haus an der Tafel essen dürfen und hier sah es fast genauso aus und Faith wusste nicht ganz was richtig war. „Soll ich schon mal sauber machen?“ fragte sie und deutete auf das schmutzige Geschirr, welches Nicki wohl zur Vorbereitung genutzt hatte.

„Immer und zu jederzeit“, sagte Abby und umarmte Elena nochmals herzlich lächelnd. „Ich gehe nachhause, aber morgen früh stehe ich wieder auf der Matte. Habt einen schönen Abend ihr drei“, wünschte Abby noch, ehe sie Elena verließ.
Damon erschrak selbst, als Philipe zu weinen begann. Oder vielmehr er brüllte. Hatte er wirklich etwas von dem verstanden was Damon gesagt hatte? Hoffentlich nicht! Damon gelang es das Baby wieder zu beruhigen. Er brüllte und wirkte ganz außer sich, der kleine Kopf war rasch knallerot. „Komm, gehen wir zu Mama“, sagte Damon und brachte ihn zu Elena. „Eine Tür am Stall schlug zu, nun beruhigt er sich gar nicht mehr.“ Hilfesuchend sah er zu seiner Frau.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   So 11 Dez 2016, 20:38

Es zeigte sich, dass Hailey scheinbar wirklich ziemlich genau wusste, wie man mit Kindern umgehen musste. Jedenfalls waren erste Schritte erkennbar und das war ja schon mal in Fortschritt. Nicki jedenfalls war erleichtert, dass Betty nicht gleich wieder schreiend davon lief, wenn Hailey im Raum war. Offenbar hatten sie sich ja sogar zum Spielen verabredet. Jetzt musste nur noch jemand Nicki erklären, was es damit auf sich hatte. "Kästchen auf dem Boden...", wiederholte sie schmunzelnd. Weil der große Hailey plötzlich aussah wie ein kleiner Junge, der unbedingt im Dreck spielen wollte, musste Nicki einfach lachen. "Also gut, wenn das  Wetter mitmacht spielen wir morgen Kästchen hüpfen!", stimmte Nicki zu. Wenn es Betty dabei half langsam aber sicher hier anzukommen, dann würden sie eben morgen über den Hof hüpfen. Könnte ja ganz witzig werden.
Nun sollte es aber erstmal was zu essen geben und dank Hailey war bald alles bereit. Bettys Frage verwirrte Claire aber ein bisschen. "Wo willst du denn sonst essen?" Natürlich war ihr bewusst, dass es für Sklaven anders lief, aber scheinbar glaubte Betty, dass es hier genauso weiter ging. "Nein, den Abwasch machen wir nach dem Essen!", entschied Nicki. Das hatte ja nun wirklich keine Eile. "Hier, du kannst die Schale mit den Kartoffeln auf den Tisch stellen!", sagte Nicki, damit Betty eben auch helfen konnte. Hailey wurde das Fleisch in die Hand gedrückt und Nicki brachte das Gemüse. Weil ihr schon klar war, dass Betty zu schüchtern war füllte Nicki der Kleinen einfach den Teller, ehe sie auch Hailey etwas gab und sich selbst nahm. 
"Vielleicht sollten wir morgen in die Stadt fahren und ein paar Kleider kaufen, damit Betty was zum anziehen hat!", schlug Nicki vor. Sie hatten absolut nichts für das Kind mitnehmen können und zumindest ein paar anständige Kleider und vielleicht einen Teddybär oder sowas mussten sie ihr ja besorgen. 

Eigentlich hätte Elena sich jetzt auch einfach mal ein bisschen hingesetzt, denn die ganze Aufregung war doch sehr anstrengend. Aber kaum war Abby weg, kam Damon mit dem brüllenden Philipe rein. "Er merkt wohl auch, dass hier was nicht stimmt!", mutmaßte Elena, ehe sie ihren Sohn auf den Arm nahm. Mit viel Geschaukel und dem Abendessen beruhigte sie Philipe zwar wieder, aber lange hielt das nicht an. Immer wenn er gerade eingeschlafen war, fand er wieder einen Grund aufzuwachen und zu weinen, so dass Elena und Damon die ganze Nacht über kaum ein Auge zu machen konnten. Sehr früh am nächsten Morgen lag Elena schlafend mit Philipe auf dem Bett, nachdem er zumindest mal eine Stunde lang Ruhe gegeben hatte. Länger hielt die Ruhe aber nicht, dann quengelte er wieder los und Elena stöhnte im Halbschlaf. "In Ordnung, es reicht, ich geb auf..... mach irgendwas damit er schläft!!"
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Mo 12 Dez 2016, 20:06

„Tja Nicki, da können wir dir vielleicht auch noch etwas beibringen“, grinste Hailey und war unendlich froh, dass Betty ihn nicht ganz ablehnte. Er wollte so gerne, dass das Kind glücklich war und ein bisschen vergessen konnte, was passiert war. Ganz vergessen würde sie es nie, es würde das Mädchen für immer begleiten, aber wenn sie irgendwann wieder lachen konnte, so wäre das ein großer Sieg. „Ja, Nicki ich erkläre es dir“, bestätigte auch Betty, für die Nicki etwas ganz Besonderes war. Jemand zu dem man aufsah und bei der man sich freute, wenn man dieser Person einmal etwas Neues zeigen konnte.
Wo sie sonst essen sollte, Betty zuckte die Schultern. „Na draußen halt“, meinte sie ahnungslos, eben nicht bei den Hausherren am Tisch. Es hätte ihr nicht mal etwas ausgemacht, weil Nicki und eigentlich auch Hailey schon so viel für sie getan hatten. Dennoch war sie sichtlich stolz, dass sie hier bei ihnen essen durfte und die Kartoffeln auf den Tisch stellen durfte. Noch größer wurden ihre Augen, als sie die Portion sah, die sie bekam. Die war wirklich riesig. Cooper positionierte sich aber schon sicherheitshalber neben Faith, nur für den Fall, dass sie nichts alles alleine schaffte. „Ui“, keuchte sie begeistert und da lief ihr schon das Wasser im Mund zusammen. Außerdem roch es gut. Hailey sah auch begeistert auf seinen Teller. Das war sehr viel besser als Rührei. „Danke Schatz“, sagte er und beugte sich zu Nicki um sie zu küssen.
„Hm, schmeckt gut“, lobte auch Betty und bemühte sich langsam zu essen. Das gehörte sich so, aber sie hatte riesigen Hunger und aß zügig und für ihre Größe richtig viel. Beim nächsten Vorschlag von Nicki stand Faith der Mund offen. „Einkaufen? Für mich?“ DAS hatte noch nie jemand gemacht. Bei Hendricks hatten sie ihr das der Kinder vererbt, die aus den Sachen heraus gewachsen waren, oder man hatte selbst etwas genäht.
„Ja, für dich. Schöne Sachen für ein hübsches Mädchen“, sagte Hailey und zwinkerte Nicki zu, die diese Idee gehabt hatte. „Gute Idee, bin dabei“, stellte Hailey fest und aß weiter. Als alles Teller geleert waren und die Bäuche voll waren sah Hailey zu Betty. „Würdest du bitte mit den Hunden nochmals raus gehen? Danach geht es langsam ins Bett und wenn sie ihr Geschäft beide gemacht haben, dürfen sie beide bei dir schlafen.“ Das musste er Betty nicht zwei Mal sagen. Sie nickte und nahm die Hunde am Halsband mit nach draußen. Hailey rutschte näher an Nicki heran und lächelte sie zufrieden an. „So schwer ist es gar nicht mit Kind, oder?“ fragte er sie und nahm ihre Hand.

Ganz so harmonisch war die Nacht bei Salvatores nicht. Damon hatte ein schlechtes Gewissen, weil er das war, was hier nicht stimmte. Er war ein Vampir und Kinder waren sehr feinfühlig für so etwas. Aber er fühlte sich immer noch wie der Daddy von Philipe der er nun war. Alles hatte sich sogar noch verstärkt und Damon wollte Philipe schützen und für ihn da sein. Entsprechend bedrückt war er jetzt und in der Nacht wurde es nicht besser. Gegen Morgen riss Elena der Geduldsfaden und Damon rappelte sich auf. Hunger konnte Philipe nicht haben. Die Windel war auch sauber. Also was konnte das sein? „Versuch wenigstens jetzt zu schlafen, Elena“, riet er seiner Frau und nahm den kleinen Schreihals um nach draußen zu gehen und dort am See auf und ab zu gehen. Das machte er eine Zeit lang mit mäßigem Erfolg. Grayson aber hatte das Drama vom Küchenfenster aus gesehen, als er aufgestanden war und ahnte was das Problem war. Mit einem Fläschchen ging er zu Philipe und nahm ihn Damon ab. „Er zahnt… ich habe ihm einen Tee gemacht, das wird ihm den Schmerz ein wenig mildern. Ich stelle euch den Tee in die Küche. Dann könnt ihr ihm später noch einen davon machen. Bei Elena und Jeremy war es genauso“, schwelgte Grayson in Erinnerungen und setzte sich mit seinem Enkel um ihn trinken zu lassen. Voller Verständnis sah er zu Damon. „Na komm, leg dich wieder hin. Wenn er getrunken hat, bringe ich ihn euch.“ Das ließ Damon sich nicht zwei Mal sagen, er dankte seinem Schwiegervater und ging zu Elena. „Dein Vater sagt, dass er zahnt, er gibt ihm einen Tee“, informierte er seine Frau und kuschelte sich zu Elena.
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Mo 12 Dez 2016, 21:44

Es wurde schnell deutlich, dass Betty ein ganz anderes Leben gewohnt war und auch wenn es ihr auf der Farm gut gegangen war, als Sklave führte man so oder so ein schlechtes Leben. Irgendwie würde sie sich aber sicherlich an die neuen Umstände gewöhnen. Hailey und Nicki jedenfalls behandelten sie wie ein ganz normales Mädchen und scheinbar trug das schon langsam Früchte. Immerhin sprach sie schon ein bisschen mit Hailey und half dabei den Tisch zu decken. Nicki konnte sich schwer vorstellen, wie es sein musste immer auf die Gnade anderer zu hoffen. Sie hatte zwar auch viele Zeiten durchgemacht, in denen es ihr schlecht ergangen war, aber nie war sie dabei auf andere angewiesen und immer ihr eigener Herr. Das war ihr auch bis heute noch das allerwichtigste. 
Betty wurde so langsam auch ein wenig aktiver und das Essen schien ihr sehr gut zu schmecken. Ein bisschen mehr auf den Rippen konnte sie auch gut vertragen. Nur das mit dem Einkaufen schien sie sehr zu überraschen. "Na in meine Sachen wirst du kaum reinpassen und du brauchst ja was anzuziehen!", stellte Nicki pragmatisch wie immer fest. Irgendwie wurden sie schon was finden wobei wohl abzuwarten war, wie die Leute im Dorf auf das ungewöhnliche Kind reagierten. 
Nun gab Hailey ihr aber erstmal eine Aufgabe, die Betty nur zu gerne erledigte und so waren Nicki und Hailey einen Moment lang alleine. Mit einem Seufzer kuschelte sie sich an seine Seite. "Meinst du wirklich wir bekommen das hin? Ich meine, das hier ist für sie doch alles so fremd!" Ganz alleine in vollkommen fremder Umgebung zu sein war kein schönes Gefühl, das wussten sie wohl beide. "Dir ist doch klar, dass viele Leute fragen stellen werden oder?" Schon die Tatsache, dass sie einfach so ein Kind mitgebracht hatten war ja ungewöhnlich, aber zu dem war sie auch noch Dunkelhäutig und sowas gab es hier in Mystic Falls kein zweites Mal.

Bisher war Philipe ja immer ein sehr pflegeleichtes Kind gewesen und Elena konnte sich wirklich nicht beklagen. Mit der ganzen Aufregung und ohne Schlaf war sie aber einfach am Ende ihrer Kräfte. Damon als Vampir steckte das wesentlich besser weg, aber so ganz ohne Schlaf ging es eben nicht. Trotzdem war Elena unheimlich froh, als Damon ihr das Kind abnahm und schon im selben Moment waren ihr die Augen zugefallen. Als Damon zurück kam rechnete Elena schon fast damit, dass das Gebrüll gleich weiter ging und deswegen öffnete sie mal probehalber die Augen. Doch was Damon sagte klang ziemlich gut und deswegen atmete Elena erleichtert durch. "Was wären wir nur ohne meinen Vater?", murmelte Elena noch, aber dann war sie auch schon wieder eingeschlafen. Erst ein paar Stunden später wachte Elena wieder auf und fühlte sich zumindest ein bisschen erholter. "Ich habe keine Ahnung, wie meine Eltern gleich zwei Kinder groß gezogen haben!", murmelte Elena, während sie sich nochmal in Damons Arme kuschelte, aber dann schreckte sie doch wieder hoch. "Wollten wir heute nicht nach dem Wohnort der Mikaelsons suchen?"
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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Di 13 Dez 2016, 18:54

Hailey nahm an und für sich an, dass Nicki sich so gut in Betty hineinversetzen konnte, weil es ihr auch oft nicht gut gegangen war und sie auf sich alleine gestellt war. Es war gut, dass Betty einen Bezug zu Nicki hatte und er hoffte, dass sie ihn eines Tages auch mögen würde. Er würde dem Kind alle Zeit der Welt lassen, ein Anfang war jedenfalls gemacht. Hailey schmunzelte auch über Nicki, die wieder mal Pragmatismus pur walten ließ. Kind brauchte Kleider, Kind bekam Kleider. „Wir finden sicher etwas, was dir gefällt“, prophezeite Hailey. Kinder gabs ja auch in Mystic Falls, wenn auch weniger Farbige. Aber einige doch. Die waren zwar keine Sklaven mehr, aber das war Betty auch nicht mehr.
Kaum war Betty mit den Hunden nach draußen gegangen, kuschelte sich Nicki an ihn und teilte ihm ihre Bedenken mit. „Wir werden das hinbekommen. Sie ist ein liebes Kind. Das wird schon und du machst dich wirklich gut, als Ersatzmama“, sagte er und küsste Nicki liebevoll. „Sie wird sich hier an alles gewöhnen und Freunde finden. Am Besten wir fragen nachher gleich mal in der Schule, ob sie noch einen Platz für sie frei haben. Je früher sie hin geht umso besser. Für dass was Betty passiert ist, ist sie erstaunlich zugänglich. Ich bin da guter Dinge.“ Hailey würde bei der ersten Schwierigkeit nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. „Lass die Leute fragen“, meinte er und zuckte die Schultern. „Seit dem Bürgerkrieg ist die Sklaverei vorbei. Der Ku Klux Clan hatte übel gewütet und das Kind war ein Opfer davon. Wir geben ihr ein Zuhause. Wenn die Leute dabei etwas zu reden finden, soll es mir Recht sein.“ Hailey fand nichts verwerfliches dabei. Sie halten einem Kind. Das war doch wohl nicht schlecht. „Apropos reden“, flüsterte Hailey und streichelte über Nickis Ring. „Wollen wir bald offiziell heiraten? Oder die Leute weiter reden lassen?“ fragte er und seine Augen funkelten.

„Den nervlichen Zusammenbruch ein Stück näher“, antwortete Damon, lächelte aber und küsste Elena, als sie fragten, was sie nur ohne ihren Vater machen würden. Grayson war ihnen wirklich eine Stütze und Hilfe, ohne den dieses Leben hier nur schwer vorstellbar wäre. Egal ob als Mensch oder Vampir. Sie fanden beide noch ein wenig Ruhe und Elenas Fragen brachten Damon zum Schmunzeln. „Hatten deine Eltern nicht auch ihre Eltern, die ihnen halfen?“ Als Gründerfamilie waren sie sicher mit Sack und Pack und Großfamilie hier her gekommen. Bei den meisten Gründerfamilien war das jedenfalls so.
Als Elena dann aber hochschrak, wegen der eigentlichen Tagesplanung zuckte Damon gelassen die Schultern. „Na und …es ist später Vormittag. Das können wir immer noch machen. Oder morgen. Wenn dann liegt das Heilmittel seit hunderten von Jahren dort…da kann es auch noch ein paar Stunden besser dort liegen.“ Weil er aber seine Frau kannte, stand er irgendwann doch auf und machte sich auf die Socken.
Im Wohnzimmer saß Abby bei Philipe, denn Grayson hatte in die Praxis gemusst. „Guten Morgen, oder Mahlzeit“, lächelte die junge Hexe und Damon bemühte sich übertrieben freundlich zu grinsen. „Guten morgen Hexchen“, zwitscherte er und sah nach seinem Sohn. „Wir wollen heute bei der ehemaligen Behausung der schrecklich netten Familie Mikaelson nach einem nicht ganz unwesentlichen Heilmittel suchen. Willst du mitkommen?“ fragte Damon aus rein praktischen Gründen. Vielleicht wusste die Hexe etwas was sie noch nicht wussten.
Abby sah zu Elena. „Ja ich denke, da komme ich besser mit.“ Wie das nun zu deuten war, wusste der Himmel. Damon nahm seinen Sohn auf den Arm und grinste ihn an. „Dann machen wir nun einen Spaziergang, Phili!“ Und schon schrie der Kleine wieder und Damon reichte ihn hilflos an die Mama weiter.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Dunkle Erinnerugen   Di 13 Dez 2016, 20:58

Um ehrlich zu sein war Nicki froh, als Betty mit den Hunden raus ging und sie einen Moment mit Hailey alleine war. Nicki gab sich wirklich große Mühe, aber das alles war für sie doch sehr schwierig. So richtig hatte sie nie darüber nachgedacht, wie ihr Leben mal sein würde, aber seit sie Hailey kannte war alles auf den Kopf gestellt worden und immer wenn Nicki dachte mehr könnte sich ihr Leben nicht verändern, kam etwas Neues dazu. Als Hailey sie jetzt auch noch als 'Ersatzmama' bezeichnete, hätte Nicki sich am liebsten einen Schnaps geholt. "Sag doch sowas nicht!", murmelte sie dann aber nur und blieb erstmal sitzen. "Sie hat uns noch nicht mal gesagt wie sie richtig heißt!" So stur wie Nicki war musste sie sich eben erstmal daran gewöhnen, dass jetzt ein Kind zu ihrem Leben gehörte und dass sie dieses Kind vielleicht sogar mochte. 
Wie Hailey mit all dem so locker umgehen konnte war für Nicki wirklich ein Rätsel, aber sie bewunderte ihn dafür. Sein Trauma schien für den Moment wie weggeblasen und Nicki war natürlich nicht entgangen, wie Hailey das Mädchen ansah. Er war der geborene Vater..... und hatte sich ausgerechnet sie ausgesucht. So langsam ahnte auch Nicki, dass ihre Vorstellungen in diesem Bereich etwas auseinander gingen, aber noch versuchte sie der Diskussion aus dem Weg zu gehen. "Ja eine Schule wäre gut.... vielleicht kannst du morgen hingehen, ehe wir die Salvatores besuchen? Dich kennt man hier schließlich!" Hailey sollte es also möglich sein einen Schulplatz zu organisieren und wenn nicht, würde Grayson bestimmt helfen. "Willst du sie auch mitnehmen zu Elena und Damon?", waren immerhin ihre besten Freunde. "Ich will auf jeden Fall morgen hin, vielleicht hat Elena ihr Kind schon bekommen!" Leider hatten sie keinen Kontakt mehr gehabt seit der Abreise.
Hailey schien sich im Moment aber noch für ganz andere Dinge zu interessieren und da wurden Nicki nun endgültig die Füße kalt. Kinder, Schule, Kleider, Erziehung und dann auch noch Heiraten.... das war zu viel heile Familienwelt für die so pragmatische Nicki. Deswegen stand sie nun auch auf und räumte die Teller weg, in der Küche gab es schließlich noch SO viel zu tun! "Meinst du nicht wir sollten damit warten, bis sich hier alles ein bisschen normalisiert hat?", fragte Nicki. Immerhin waren sie gerade erst aus dem Krieg zurück gekommen und das mit einem Kind.... wo hatte sie nochmal den Schnaps abgestellt?

Eigentlich hätte Elena rein gar nichts dagegen gehabt nun einfach den ganzen Tag mit Damon hier im Bett zu liegen, aber erstens konnten sie Philipe nicht den ganzen Tag bei ihrem Vater lassen und zweitens war das Heilmittel wichtig. "Aber je schneller wir es finden, desto besser!"; wiederlegte sie Damons Argument. "Und außerdem wäre es mal wieder typisch, wenn genau jetzt wo wir es brauchen jemand anderes es findet!" und genau deswegen quälten sie sich schließlich doch aus dem Bett. Zu Elenas Überraschung wartete draußen schon Abby, aber dann hatten sie wenigstens eine Begleitung. Elena war noch damit beschäftigt den Tee zu kochen -besser sie nahmen was von dem Wundermittel mit- als Philipe schon wieder weinte. "Gibt es schon sowas wie Ohrstöpsel?", fragte Elena, nahm ihren Sohn aber auf den Arm.
Mit vereinten Kräften schafften sie es samt Baby zum Wohnort der Mikaelsons. Allerdings hatte sich der Nachwuchs-Salvator dazu entschieden nur dann nicht zu weinen, wenn seine Mummy ihn auf dem Arm hatte. "Kaum zu glauben, dass ich freiwillig hier bin!", stellte Elena schnaufend fest. "Und jetzt?"
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