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 In der Falle

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: In der Falle   So 19 Feb 2017, 20:09

Je länger sie hier unten waren, desto mehr wurde Elena klar, dass die Lage wirklich schlimm war. Aber egal was passierte, sie würde Damon niemals aufgeben. Er hatte den Weg zurück gefunden, also gab es noch eine Chance für sie beide. "Wie hat er uns gefunden, wenn er sich nicht mehr erinnert?"; fragte Elena. Sie brauchte einfach einen Strohhalm, an dem sie sich festhalten konnte. Leider war der Plan den sie nun verfolgen würden alles andere als schon und deswegen war Elena froh um den Beistand von Enzo. Sie lehnte sich an seine Seite und legte ihren Kopf an seine Schulter. "Enzo.... damals waren da noch zwei weitere Vampire. Erinnerst du dich? Sie waren ... anders als du. Weißt du, wie sie so geworden sind?" Vielleicht war bei Damon ja etwas ähnliches passiert und wenn man erstmal wusste was passiert war, konnte man es doch auch rückgängig machen... oder sowas ähnliches. 

Die nächsten Tage waren für alle Beteiligten die Hölle. Elena war mit ihrer Familie auf Veritas eingezogen, weil Philipe das nicht mitbekommen sollte. Dazu hatte sie ihre Freunde aber in die ganze Geschichte einweihen müssen und das war gar nicht so leicht gewesen. Am Ende hatten Hailey und Nicki es mehr oder weniger verstanden, aber vor allem wollten sie Elena natürlich dabei helfen Damon zurück zu bekommen. Hailey wurde also zum Chef-Babysitter und passte die meiste Zeit über auf Philipe auf, wenn Elena auf der Ranch war. Zum einen gab es nach wie vor viel zu tun und jetzt hatten sie keinen Stallburschen mehr. Zum anderen wollte sie aber auch wann immer es möglich war bei Damon sein, denn er sollte in dieser schweren Zeit nicht alleine sein. Unermüdlich erzählte sie ihm alte Geschichten. Von ihrem kennen lernen, über die Hochzeit bis hin zur Rückkehr in dieser Zeit. Aber außer Beschimpfungen kam von Damon nicht viel.
Das war aber noch leichter zu ertragen als die Stille, jedenfalls für Elena. Als er nicht mehr antwortete, war es für sie kaum noch zu ertragen, vor allem als die Hexen verkündeten, dass sie nichts tun konnte. Elena hätte sich vermutlich sofort in den Arm geschnitten und ein bisschen Blut abgezapft, aber noch bevor sie dazu kam tauchte ein Überraschungsgast auf: Stefan. Elena traute ihren Augen kaum und sie konnte sich gerade noch zusammen reißen, um ihm nicht um den Hals zu fallen. Das war bei Damon auch schief gegangen... "Du bist gekommen!!", stellte sie lächelnd und sichtlich erleichtert fest. "Bitte... du musst uns helfen!", denn auch wenn sie es bisher verdrängte wusste Elena, dass ihnen nicht mehr viel Zeit blieb ehe sie von den Hexen Druck bekamen.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: In der Falle   So 19 Feb 2017, 21:19

„Vielleicht hat er tief in seinem Inneren doch noch Erinnerungen“, antwortete Enzo leise. „Wie ein verwundetes Tier, dass noch eine ungefähre Erinnerung davon hat, wo man in Sicherheit ist.“ Etwas anderes fiel ihm darauf auch nicht ein. Er merkte, dass Elena Zuspruch brauchte, aber Enzo war kein Lügner, oder zumindest wollte er keiner sein. Leider wurde er es dann schneller als gedacht, denn auf ihre nächste Frage konnte er keine ehrliche Antwort geben. „Sie bekamen seltsame Medikamente gespritzt, irgendwelche Versuche. Genaueres weiß ich nicht“, sagte er und vermutete leider doch, dass Damon eben genau das Gleiche Schicksal ereilt hatte und er damals in dem Feuer eben doch nicht gestorben war.
Mehr als trösten konnte Enzo Elena nicht… und das tat er in den nächsten Tagen auch. Hailey und Nicki nahmen es halbwegs gefasst auf, was hier geschah und was Enzo und Damon waren. Irgendwie herrschte hier trotzdem das Chaos und nichts fühlte sich mehr real und nach einem zuhause an. Elena litt vermutlich schlimmere Qualen als Damon. Als der Hexenzirkel kam hoffte Enzo erneut, auch wenn es nur eine Entscheidung war, die womöglich zu treffen war.

Als Stefan kam wusste Enzo nicht, was er davon halten sollte. Er wirkte ganz anders als Damon. Ruhiger, nachdenklicher und … menschlich, auch wenn es ein Vampir war. An seinem Blick sah man, dass er besorgt war, aber den Ernst der Lage noch nicht erkannt hatte. Nicht richtig jedenfalls. „Was… was ist denn genau passiert?“ fragte Stefan und warf einen Blick in die Zelle, indem das Gerippe seines Bruders lag. Nach sehr viel mehr sah es nämlich nicht aus. Enzo und Abby übernahmen es, für Stefan grob zusammenzufassen was passiert war und am Ende taumelte Stefan ergriffen gegen die Wand. Er sah mitgenommen aus und schluckte trocken. „Elena… komm bitte mit nach oben, ich möchte kurz mit dir alleine reden. Keine Sorge, Lexi wird dabei sein“, bat er und stieg nach oben, um dort mit Elena alleine zu reden. Nur Lexi war bei ihnen, Stefan traute sich selbst noch nicht so recht. „Elena… wir haben das Heilmittel gefunden“, sagte er leise und Lexi zog es aus der Tasche und gab es in Elenas Hände. Eigentlich hätte sie damit Stefan wieder menschlich machen wollen, denn das war es, was er wollte und brauchte. Aber wenn das der einzige Weg war, um Damon retten, dann würde eben Damon es bekommen.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: In der Falle   Mo 20 Feb 2017, 07:53

Wiedermal war Elena froh, dass Enzo hier war. Zwar konnte er auch nicht viel machen, aber wenigstens stand er ihr bei. Was er sagte war allerdings wenig ermutigend, denn selbst wenn sein Unterbewusstsein sich noch erinnerte.... wie sollten sie diese Erinnerungen zurück holen? Auch was Enzo über die anderen Vampire sagte war wenig aufschlussreich. Im Grunde genommen wusste Elena, dass Enzo ihr nicht alles sagte, aber sie wollte es wohl auch gar nicht wissen. Wenn es sich nicht rückgängig machen ließ war es sinnlos sich vorzustellen, was Damon hatte durchmachen müssen. So langsam wuchs die Wut in Elena, weil man sie ganz offensichtlich belogen hatte und weil sie dumm genug war es zu glauben. Hätte sie doch nur weiter gesucht .... vielleicht hätte sie Damon dieses Schicksal ersparen können.
"Sie haben gesagt jetzt darf er Blut bekommen! ", erinnerte sich Elena. In der Hoffnung, dass es ihm wieder Leben einhauchen würde wollte sie das gleich erledigen. Egal womit er drohte, es war besser als die Leiche hier. Elena füllte einen Becher mit ihrem Blut und deckte dann gleich den kleinen Schnitt an ihrem Handgelenk ab, während Stefan noch auf den neuesten Stand gebracht wurde. "Gib es mir, ich mach das!", bot Enzo an. Er wollte nicht, dass Elena in die Zelle ging.
Elena nickte leicht und folgte dann Stefan nach oben ins Wohnzimmer. Was die da gesagt bekam, war aber einfach unglaublich. "Wie?", fragte Elena ungläubig. Sie hatten zwar Hinweise gefunden, aber waren nie auf das Versteck gekommen. Lexi und Stefan hatten es aber scheinbar gefunden. "Nein, das kann ich nicht von dir verlangen! ", lehnte teilweise Elena dann aber ab. Sie wollte Stefan das Heilmittel zurück geben, denn es war sein größter Wunsch wieder ein Mensch zu werden. Diese Chance konnte sie ihm einfach nicht nehmen. Stefan jedoch schüttelte den Kopf. "Es ist Damons einzige Chance! Bitte nimm es!", seine Bruder zu verlieren wäre für Stefan noch viel schlimmer als alles andere. "Aber...", machte Elena noch, doch eigentlich wusste sie, dass es ihre einzige Möglichkeit war Damon zurück zu bekommen. Jeder Vorsicht zum Trotz musste sie Stefan nun einfach umarmen "Danke Stefan.... das werde ich dir nie vergessen! ", flüsterte sie ihm dabei zu. Mit einem Lächeln sah sie Stefan an. "Ich weiß nicht, ob das ein Trost ist, aber .... in nicht ganz 100 Jahren wirst du deine große Liebe treffen und mit ihr sehr glücklich sein!", prophezeite Elena in der Hoffnung, dass diese Zukunft nicht verändert wurde. Sie drückte Stefan nochmal ganz fest und ging dann in den Keller zu Abby und Enzo. "Wir haben das Heilmittel... wir können ihn zurück holen! "
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BeitragThema: Re: In der Falle   Mo 20 Feb 2017, 19:32

Enzo konnte mal wieder nicht viel tun, für Elena da sein und nun Damon das Blut geben, nachdem die Hexen es genehmigt hatten. Das alleine war für einen Vampir eine Farce. Man musste eine Hexe bitten, ob man Blut trinken durfte? Aber gut, es war für Damon und so spielte Enzo mit. Er brachte ihm das Blut und hielt es ihn an den Mund. Erst rann es einfach so an Damons Mundwinkel herunter, dann begann er zu schlucken.
Indessen gaben Lexi und Stefan Elena das Heilmittel. Stefan fiel es überraschend leicht es für diesen Zweck abzugeben. Lexi wusste aber auch was das für ihn bedeutete. Sie verschränkte in stummer Einheit mit Stefan ihre Finger und würde ihm bis in alle Ewigkeit beistehen, so lange er sie brauchte, so lange sie es konnte. Aufmunternd lächelte sie ihn nach Elenas Vorhersage an und zuckte die Schultern. „Was sind schon hundert Jahre?“ fragte sie und fand, dass das sogar für einen Vampir eine lange Zeit war und Stefan war er gerade mal seit rund zehn Jahren Vampir. „Hast ja mich“, kicherte sie verstohlen, denn auch wenn sie sich als Freunde sehr nahe standen, ersetzte es doch nicht die eine große Liebe, nach der sich wohl jeder verzehrte.

Abby und die Hexen machten große Augen, als Elena das Heilmittel brachte. „Wie…?“ stammelte Abby überrascht. „Gut… tun wir es…“, sagte Abby benommen. „Elena wir…. Wir müssen es Damon geben und ihn dann töten. Vertrau uns … er wird als Mensch erwachen… dann kann ihm, was auch immer man ihm gegeben hat, ihm nicht mehr zusetzen. Der Vampir in ihm stirbt, damit der Mensch Damon leben kann.“ Schön anzusehen war es dennoch nicht und Damon begann sich zu regen. „Ich tue es“, sagte Enzo mit grimmiger Entschlossenheit. Er ging hinein, ehe Damon wieder ausflippte und seine Kräfte noch sammelte. Abby gab ihm einen scharfen Dolch. „Schneid ihm die Kehle durch“, forderte sie und nahm Elena, damit sie es nicht sehen musste bis zur Treppe mit. „Du solltest das nicht sehen“, sagte sie und wusste, dass das Elena alles abverlangte.
Enzo ging ohne zu zögern zu Damon, packte seinen Kiefer und zwang ihn mit eisernen Griff auseinander. Dann schüttete er ihm das Heilmittel in den Rachen, Damon schluckte, hustete und versuchte sich zu wehren. Nur dazu reichten seine Kräfte nicht. Als Enzo sicher war, dass Damon das Mittel geschluckt hat, zog er ihm das Messer mit einem fließenden, schnellen Schnitt über die Kehle und der Vampir brach röchelnd zusammen. Die Hexen atmeten aus, warteten einen Moment, bis kein Blut mehr aus dem Schnitt floss. Dann nickten sie Enzo zu, damit er Damon etwas von seinem Blut gab. Das tat er und die Wunde schloss sich. Sie sahen zu Elena. „Du kannst ihn jetzt sein Bett legen… er sollte hier nicht erwachen. Vermutlich wird er sich an nichts erinnern. Er wird dich brauchen. Hab aber etwas Geduld. Es kann Stunden dauern, bis er zu sich kommt.“ Damit ließen die Hexen sie alleine und Stefan und Enzo brachten Damon in sein Schlafzimmer. „Wir sind im Wohnzimmer, wenn du uns brauchst“, sagte Enzo, ehe sie Elena mit Damon alleine ließen. Er atmete bereits wieder, wenn auch flach.
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BeitragThema: Re: In der Falle   Mo 20 Feb 2017, 20:16

Die Ereignisse überschlugen sich geradezu. Hätte einer von ihnen Zeit gehabt darüber nachzudenken, sie wären wohl einfach in sich zusammen geklappt. Sowas sollte niemand mitmachen müssen, aber es ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Sie mussten da durch. Aber mit Stefan und dem Heilmittel nahm die Geschichte eine vollkommen neue Wendung und es gab tatsächlich ein Licht am Ende des Tunnels.  Deswegen wollte Elena keine Zeit verlieren. Sie ging nach unten, wo alle große Augen machten. "Stefan und Lexi haben es gefunden!" Wie sie es gefunden hatten würde Elena noch wissen wollen, aber jetzt gab es ganz andere Dinge zu tun.
Enzo hatte Damon das Blut gegeben, so dass er wenigstens ein bisschen Farbe bekommen hatte. Natürlich war es immer noch viel zu wenig Blut, aber mit ein wenig Glück würden sie das hoffentlich nicht mehr brauchen. Elena wusste selbst nicht so genau was sie sich vorgestellt hatte, aber als Abby sagte Damon musste getötet werden wurden ihr dann doch die Augen groß und der Kloß in ihrem Hals drohte sie zu ersticken. "Aber... was, wenn etwas schief geht? Seit ihr sicher, dass es das richtige Mittel ist? Wenn es nicht funktioniert....", nein, das konnte Elena nicht mal aussprechen. Aber bei allen Bedenken die sie hatte war es trotzdem die einzige Chance, die Damon noch hatte. Also brachte es nichts, Elena musste da durch und deswegen nickte sie Enzo kurz zu. Sie selbst hätte das nicht machen können, ließ sich aber wiederwillig von Abby zur Seite ziehen.
Während sie warteten zitterte Elenas Körper aus lauter Anspannung und sie hatte das Gefühl die Sekunden vergingen wie Stunden. Sie lauschten, hörten es röcheln und dann... war da nichts mehr. Elena hatte das Gefühl ihr Herz setzte einfach aus, genau wie das von Damon und eigentlich wartete sie schon darauf, dass ihr schwindelig wurde und sie einfach umfiel.... gestorben war Elena ja schon häufiger als die meisten anderen Menschen. 
Dann holte Enzo sie zurück und Elena bekam nur noch am Rande mit, was die anderen sagten. Damon war blass, rührte sich nicht, aber er atmete und das war alles, worauf Elena im Moment achtete. Enzo und Stefan brachten Damon nach oben und legten ihn dort aufs Bett. Um den Beistand ihrer Freunde war Elena wirklich froh, aber es tat ihr gut jetzt mit Damon allein sein zu können. Mit ein bisschen Wasser wischte sie ihm die Spuren der letzten Tage aus dem Gesicht, zog sein Hemd aus und fuhr mit dem Lappen auch über seine Arme und den Oberkörper. Anschließend deckte sie ihn zu, aber dann konnte Elena nur noch neben ihm auf dem Bett sitzen, Damons Hand halten und warten....
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BeitragThema: Re: In der Falle   Mo 20 Feb 2017, 21:26

Damon fühlte sich schlimmer als nach dem schlimmsten Kater aller Zeiten. Er wusste nicht mal wo er war. Kopfschmerzen hatte er, die Kehle war trocken und sein Herz schlug unregelmäßig. So fühlte man sich doch nicht als munterer Vampir, oder? Er hustete und stöhnte auf. Jemand wischte an ihm herum und hielt dann seine Hand. „Elena?“ krächzte er ziemlich unglücklich. Wieso konnte er sich gerade an nichts erinnern? Sein Körper fühlte sich schwer an, diese Schmerzen waren nicht normal für einen Vampir, was war nur los?
Er fühlte ihre Hand und drückte sie leicht. „Was zum Teufel ist passiert?“ fragte er und blinzelte, was die Kopfschmerzen nur verschlimmerte. „Ich bin…. Kein Vampir mehr, oder?“ fragte er und man konnte hören, dass es ihm jetzt schon nicht so richtig gefiel. Mühsam kramte er in seiner Erinnerung aber da waren nur seltsame zusammenhanglose Fetzen. Einige hatten mit Elena zu tun, andere waren sehr viel weniger schön. „Wie geht es dir? Und Philipe?“ wollte er wissen und kniff die Augen zusammen, weil sie zu öffnen viel zu sehr schmerzte. Was war nur passiert? „Ich erinnere mich kaum… ich weiß nicht mal…. Welches Jahr wir haben?“ Nun musste Damon doch mal gucken wie es aussah. „Wir sind nicht wieder im 21 sten Jahrhundert, oder?“ Man konnte ja nie wissen, aber wenn das hier kein überaus nostalgisches Hotel war, dann…. War es nicht die Neuzeit, sondern einfach nur ihre Lakeview Ranch… home sweet home….
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BeitragThema: Re: In der Falle   Di 21 Feb 2017, 16:37

Die Zeit verging elendig langsam und hätte Damon nicht wenigstens geatmet wäre Elena vermutlich verzweifelt. Die Atemzüge waren flach, aber gleichmäßig und kaum merklich wurden sie kräftiger. Damons Hautfarbe normalisierte sich so langsam und zumindest das gab Elena Hoffnung. Als sie schon kurz davor war Stefan, Abby und Enzo zu rufen, war es endlich so weit: Damon hustete, seine Augen zuckten und er gab undefinierbare Laute von sich, aber das alles waren Lebenszeichen. Es klang nicht, als ginge es Damon besonders klug und trotzdem war Elena froh um jeden Ton, den er von sich gab. Sie konnte es nicht verhindern, dass ihr aus lauter Erleichterung Tränen über die Wangen liefen. "Ich bin hier Damon! Ich bin bei dir!", versicherte sie heißer. "Beweg dich nicht so viel, dein Körper braucht noch Ruhe!", ermahnte sie Damon, aber der wirkte sowieso eher als wollte er sich so schnell nicht rühren. 
Er konnte sie immer noch nicht richtig ansehen, aber dafür stellte er ein paar Fragen. Elena lächelte und drückte leicht seine Hand. Es war wohl nicht nötig die Anderen unten zu informieren, denn die feinen Vampirohren würden Damons Worte hören konnte. "Es ist alles gut.... du bist Zuhause und du wirst wieder gesund!", fasste Elena mal das wichtigste zusammen. Sie konnte inzwischen schon fast nicht mehr zählen wie oft sie jetzt schon neben Damon gesessen hatte, während er fast... oder auch ganz gestorben war. "Philipe ist mit Grayson bei Hailey, aber wir holen sieg gleich nachher zurück!" Die Tatsache, dass er nach seinem Sohn fragte bewies ganz eindeutig, dass Damon wieder er selbst war. "Willst du etwas trinken?", Claire griff nach dem Becher und half ihm dabei ein paar Schlucke zu trinken. 
Sie ließ Damon noch ein wenig Zeit zu sich zu kommen, aber sie wollte auch seine Fragen beantworten. "Stefan und Lexi sind hier.... sie haben das Heilmittel gebracht, es war die einzige Chance dich zu retten!" Stefan hatte für seinen Bruder alles aufgegeben und Elena hoffte, dass Damon das zu schätzen wusste. Wenn es nach Elena ging würden sich nun alle vertragen und Stefan konnte hier bleiben, seinen Neffen kennen lernen und ein neues Leben beginnen. "Ich bin so froh, dass du wieder aufgewacht bist!", flüsterte Elena noch, ehe sie Damon zumindest mal vorsichtig küsste.
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BeitragThema: Re: In der Falle   Di 21 Feb 2017, 20:39

Zur Abwechslung hörte Damon einmal richtig gerne auf Elenas Rat und lag wieder still. Alles tat ihm weh. Ob etwas gebrochen war? „Wieso weinst du denn?“ fragte er sie als er noch recht verschwommen die Tränen auf ihren Wangen sah. Er war doch nicht gestorben, oder? Kurz fasste sie ihm zusammen wo er war und dass er wieder gesund werden würde. „Dann ist ja gut… ich fühle mich nämlich grausam“, sagte er und rieß sich zusammen, nachdem er etwas zu trinken bekommen hatte. Ab da wurde es aber auch langsam besser. Philipe war auch in der Nähe und auch sonst scheinbar so ziemlich jeder. Auch wenn Damon kein Vampir mehr war, hören konnte er und er hörte einige Stimmen. „Wer ist denn noch alles da?“ fragte er und zog Elena zu sich aufs Bett, weil er wollte dass sie nah bei ihm war und er sie spüren konnte. Sie sah sehr mitgenommen aus und Damon wusste immer noch nicht was Sache war. „Was ist denn passiert?“ fragte er. „Ich erinnere mich daran, dass ich gefangen war… dir und Enzo gelang aber die Flucht. Und … was war dann?“ fragte er vorsichtig, denn er ahnte, dass ihm die Antwort nicht gefallen würde.
Ehe Elena aber antworten konnte, sah Stefan herein. „Tut …. Tut mir leid, ich kann nicht länger warten. Wie geht es ihm?“ fragte Stefan besorgt und kam zögerlich mit Lexi näher. Damon sah seinen Bruder an und wusste selbst nicht so recht was er sagen sollte. „Du Idiot“, war deshalb das erste was er sagte und Stefan erstarrte mal wieder. Damon grinste schief. „Du hast mir das gegeben, was du selbst am dringendsten brauchst. Und das nur damit du und ich das sind, was wir gar nicht unbedingt sein wollen.“ Das konnte nun verstehen wer wollte. „Stefan… ich weiß noch nicht was hier Sache ist… aber Lakeview ist groß…. Schnapp dir doch einen Bauplatz und bau hier dein Haus. Dann kann ich auf dich Quälgeist aufpassen. Ich hab nicht mal was dagegen, wenn Lexi hier bleibt. Aber so wie es aussieht ist meine Zeit hier nun begrenzt. Da hätte ich gern auch meinen kleinen Bruder bei mir.“ Für Damon war das schon eine riesige Gefühlsduselei, aber es zeigte wohl auch, wie gern er Stefan doch hatte.
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BeitragThema: Re: In der Falle   Di 21 Feb 2017, 21:02

Es war, als wäre nie etwas passiert und unweigerlich musste Elena daran denken, wie sie sich damals kennen gelernt hatten. Damon war in einem ähnlichen Zustand wie damals und ein wenig fühlte es sich an wie ein Neuanfang. "Weil ich so unendlich froh bin, dass du noch bei mir bist!", flüsterte Elena und legte sich dann bereitwillig zu Damon. Sie hatte so lange nicht bei ihm sein können, dass Elena ihren Mann nun gar nicht mehr loslassen wollte. "Das wird bestimmt bald besser.... und so lange bleibst du hier lieben und lässt dich verwöhnen!" Da leistete Damon normalerweise aber keinen großen Widerstand. Aneinander gekuschelt im Bett liegend hatte Elena das Gefühl, dass ihre Welt so langsam wieder in Ordnung war. Es würde allerdings eine ganze Weile dauern, bis Elena wieder sicher war, dass ihre Familie wieder komplett war. "Stefan und Lexi sind unten!", beantwortete sie Damons erste Frage. "Abby und Enzo sind auch noch unten. Bestimmt kommen bald noch Grayson und Jeremy mit Philipe, dann sind alle wieder komplett!" und genau so sollte das von jetzt auch immer bleiben, denn Elena wollte keinen von ihnen wieder hergeben. 
Es war vollkommen natürlich, dass Damon wissen wollte was passiert war. Auch wenn es Elena schwer viel darüber zu sprechen, er musste die Wahrheit kennen. "Du warst verschwunden, über drei Jahre!", antwortete sie leise. "Wir haben keine Spur gefunden, alle haben gedacht du wärst tot!" Und Elena war da keine Ausnahme, was sie heute doch irgendwie bereute. Sie hätte einfach viel hartnäckiger nach Damon suchen müssen. "Ich..... weiß nicht genau was passiert ist. Du bist ganz plötzlich wieder aufgetaucht, aber.... es ging dir nicht gut!", war Elenas harmlose Umschreibung für das, was sie in den letzten Tagen durchgemacht hatten. "Das Heilmittel war die einzige Chance dich zu retten.... ich hab wirklich gedacht ich hätte dich endgültig verloren..... wenn Stefan nicht gekommen wäre...", Elena brach ab, weil sie diese Gedanken gar nicht mehr zulassen wollte. 
Wie aufs Stichwort kam Stefan nun auch nach oben, aber dagegen hatte Elena rein gar nichts einzuwenden. "Ich glaube es wird besser!", sagte sie leise und verschränkte dabei gleich wieder die Finger mit Damon. Was der dann sagte konnte wohl nur verstehen, wer die Brüder gut kannte. Was Stefan getan hatte war aber zweifelsfrei sehr selbstlos gewesen und deswegen war Damons Angebot wohl das mindeste, was sie tun konnten. Elena lächelte begeistert und sogar Stefan konnte man ansehen, wie gerührt er von Damons Vorschlag war. "Danke, Damon.... das, so ein Angebot kann ich wohl kaum ablehnen!"
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BeitragThema: Re: In der Falle   Mi 22 Feb 2017, 19:51

„Ich bleib auch bei dir, Elena“, sagte Damon, der immer noch nur erahnen konnte, was Elena alles durchgemacht hatte. Elena legte sich zu ihm und Damon nahm sie in den Arm und küsste ihre Wange. So fühlte sich alles gleich viel besser an. „Wenn du das sagst…. Im Moment hätte ich nichts dagegen für immer hier mit dir zu liegen“, seufzte er zufrieden und offenbar war auch sein Körper dankbar für die Ruhe die er auch dringend brauchte. Dass die halbe Verwandtschaft und noch so mancher mehr hier im Haus versammelt war, trug zwar nicht dazu bei dass die Privatsphäre allzu weit ausgedehnt wurde, aber so lange nicht alle ins Schlafzimmer kamen, war es Damon egal. Da wollte er gerade nur Elena und ausnahmsweise Stefan haben. Gut, Lexi wurde geduldet, aber nur dieses eine Mal!
Nur Bruchstückhaft erzählte ihm Elena was ihm zugestoßen war. „Drei Jahre? Mir fehlen drei ganze Jahre?“ fragte Damon geschockt und sah Elena an. Das war alles noch viel schlimmer als gedacht. „Erzähle es mir später… wenn wir beide Zeit haben“, bat Damon zärtlich und küsste Elena, weil er merkte wie sehr auch ihr das alles zusetzte. Fakt war, Stefan hatte alles für ihn geopfert und das wollte Damon nicht so stehen lassen. Darum machte er Stefan auch dieses Angebot und war erleichtert, als er einwilligte. „Aber benehmt euch… ihr Fledermäuse“, warnte Damon und selbst Lexi grinste ihn an. „Keine Sorge, ich passe auf Stefan aus… zumindest die nächsten hundert Jahre… bis Elenas Vorhersage sich erfüllt.“ Man konnte Lexi anhören, dass sie an die große Liebe für Stefan noch nicht so recht glaubte.
„Abgemacht, dann sind wir ab jetzt eine große, glückliche Familie“, blinzelte Damon und scheuchte die beiden dann wieder hinaus. „Ich bin froh, dass wir alle nun hier beisammen sind. Hailey, Nicki und ich werden Stefan unterstützen, dann steht die Hütte bald.“ Ein eigenes Haus durfte es für Stefan schon sein, nicht nur das Gästezimmer. Weil sie nun wieder alleine waren, küsste Damon Elena und zog die Decke über sie beide. „Ich weiß nicht, was ich alles getan habe, …ich habe Angst davor wenn du es mir erzählst… aber ich hoffe, wie können ab jetzt einfach nur eine kleine Familie sein und … vielleicht noch so ein, zwei Babys machen?“ fragte er und grinste schon wieder frech.
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