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 Geisterstunde

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Geisterstunde   Fr 30 Okt 2015, 22:21

Nachdem sie das Wochenende am See verbracht und sich ein bisschen von den Erlebnissen mit Klaus erholt hatte, war der Alltag für Elena wieder angebrochen. In die Schule zu gehen kam ihr nach allem was passiert war beinahe surreal vor, aber es brachte auch wieder ein bisschen Normalität in die Sache. Im Moment beschäftigte Elena aber vor allem ihre Beziehung zu Matt, auch wenn die so gar nichts Übernatürliches an sich hatte. Dass es nicht mehr so war wie früher wusste Elena schon länger, doch nach dem Wochenende mit Damon stand für sie fest, dass sie nicht länger so tun konnte als sei alles in Ordnung. Trotzdem hatte es noch zwei Tage gedauert, bis sie den nötigen Mut zusammengekratzt hatte, um mit Matt zu sprechen. Scheinbar hatte er schon mit so etwas gerechnet, denn er wirkte sehr gefasst, auch wenn er mehrmals versuchte Elena umzustimmen. Sie gingen nicht im Streit auseinander, aber dass es nun erstmal schwer werden würde ihm zu begegnen war ihr natürlich klar. Deswegen waren die restlichen beiden Tage in der Schule alles andere als angenehm und Elena versuchte irgendwie sich von Matt fernzuhalten. So ganz gelang ihr das allerdings nicht. Bonnie konnte ihre Entscheidung nicht so richtig verstehen, Caroline tat es wenigstens ein bisschen. Trotzdem verbrachte Elena in dieser Woche sehr viel Zeit mit ihren Freundinnen, vor allem weil sie wohl einiges hatten worüber sie reden mussten. Es stellte sich heraus, dass nicht nur Caroline ein Vampir, sondern auch Bonnie eine Hexe war und dadurch erfuhr Elena noch eine ganze Menge Neuigkeiten. Nach und nach gewöhnte sie sich an all diese neuen Dinge, auch wenn es sich immer noch ein bisschen anfühlte wie ein Traum.
Heute war endlich Freitag. Heute Abend war das nächste Spiel der Footballmanschaft, aber da Elena in letzter Zeit oft beim Training der Cheerleader gefehlt hatte, hatte Caroline ihr nahe gelegt den heutigen Auftritt auszusetzen. Elena war das nur recht und so hatte sie sich gleich nach Schulschluss verkrümelt. Ob sie heute Abend trotzdem zum Spiel gehen würde, entschied sie einfach spontan. Bevor es nach Hause ging, wollte Elena aber noch auf dem Friedhof vorbei schauen. Das Grab ihrer Eltern besuchte sie immer noch regelmäßig, um Blumen vorbei zu bringen und manchmal auch um mit ihnen zu sprechen. Heute setzte sie sich einfach nur neben den Grabstein und schrieb alles in ihr Tagebuch, was in der letzten Woche so passiert war. Damit hätte sich wohl ein Roman schreiben lassen, doch noch ehe Elena die erste Seite gefüllt hatte, fiel ihr Blick auf die großen Familiengruften ein Stück entfernt. Auch die der Salvatores befand sich hier und Elena erinnerte sich daran, was Damon erzählt hatte. Eine Weile lang saß sie einfach nur da und dachte darüber nach, ob sie tatsächlich in einer anderen Zeit geboren worden war. Dann aber stand Elena auf und ging langsam hinüber, um sich die Gruft ein bisschen genauer anzusehen. Lange genug würde sie hier definitiv schon stehen, aber das war noch lange kein Beweis dafür, dass sie selbst mal darin gelegen hatte...
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Fr 30 Okt 2015, 22:50

Damon hatte Elena die letzten Tage in Ruhe gelassen und nur aus der Ferne beobachtet. Nachdem die anderen Kids am See angekommen waren, war der Spaß in Damons Augen vorbei gewesen. Abends ein Lagerfeuer mit Marshmallows, Cumba Ja My Lord mit Gitarre... ne, das war nicht gerade Damons Vorstellung von einem Alkoholfreien Wochenende. Was er dann von Elena diese Woche über gesehen hatte, war nicht so prickelnd. Beim Cheerleader Training versagte sie, mit Matt führte sie ein offenbar unentspanntes Gespräch. Damon konnte sich vorstellen worum es da ging. Und auch wenn er sich eigentlich freuen sollte, das tat er nicht, denn er sah selbst aus großer Entfernung dass es ihr nicht gut ging. Dennoch hielt der sonst so umtriebige Vampir die Füße still. Erst als sie nun auf dem Friedhof in Richtung der Salvatore Familiengruft ging, beschloss er, sich mal wieder bei Elena blicken zu lassen.
Er achtete darauf, sich nicht zu leise zu nähern, damit Elena nicht zu sehr erschrak. Darum sprach er sie schon aus fünfzig Metern Entfernung an. „Treten sie näher, kommen sie ran!“ plapperte er wie ein Jahrmarktschreier und kam nun bei ihr an, um ihr die Türe zur Familiengruft zu öffnen. „Diese Gruft... beinhaltet... keinen einzigen Sarg. Mein Vater ist auf dem ehemaligen Salvatore Familienanwesen neben meiner Mutter verscharrt, Onkel Zach auf dem neuen Teil des Friedhofs... und der Sarg meiner Frau ist mitsamt meiner Frau verschwunden...“, sprachs und brach an dieser Stelle ab. Er wollte sie nicht schon wieder damit konfrontieren. Für Damon war klar, wer sie war... darum war er einfach froh wenn er Zeit mit ihr verbringen konnte. Die Mikaelsons waren bis auf Elijah alle unterwegs, selbst Rebekah hielt es scheinbar nicht für notwendig regelmäßig am Unterricht teilzunehmen.
Damon hielt Elena die Tür auf, aber offenbar zögerte sie einzutreten. „Keine Sorge, es spukt hier nicht mal.“ Ne es war total langweilig. In der Gruft waren nur abgebrannte Kerzen, längst vergammelte Blumen und in einigen Ecken Splitter von ehemaligen Bourbon Flaschen. Manches war eben nur mit viel Alkohol zu ertragen. „Wie geht es dir?“ fragte Damon plötzlich mit einer viel weiteren Stimme und sah Elena mit diesem Blick an, den der echte Damon immer dann hatte wenn er echte Zuneigung verspürte. „Ich hab dich vermisst“, gab er zu und lächelte fast schon verlegen.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Sa 31 Okt 2015, 14:10

So eine Gruft war ja schon irgendwie gruselig, fand zumindest Elena. Schon die Vorstellung, wie jemand in einem Sarg unter der Erde lag war nicht gerade angenehm, aber in den Familiengruften konnte man sich die Särge noch Jahre danach ansehen. So ein bisschen erinnerte Elena das an einen schlechten Horrorfilm, weshalb sie schon wieder umdrehen wollte. Doch noch bevor sie auch nur einen Schritt machen konnte, ertönte eine Stimme hinter ihr und weil sie wohl zu viele Gruselgeschichten gehört hatte, erschreckte Elena sich tatsächlich kurz. Weil Damon aber so gar nicht wie der Axtmörder klang, entspannte sie sich auch gleich wieder und lächelte leicht, als Damon bei ihr ankam. "Hey.... was machst du denn hier?", fragte sie. Schon im nächsten Moment wurde Elena klar, dass die Frage wohl ein bisschen dämlich war wenn man bedachte, dass sie vor der Gruft seiner Familie standen... Passend dazu erklärte Damon auch gleich wo all seine toten Verwandten begraben waren. War zwar schon ein bisschen beruhigend, dass keine Leichen in der Gruft lagen, aber trotzdem war es ein recht seltsames Gesprächsthema. "Ich kann dir leider nicht sagen, wo meine ganzen Vorfahren vergraben sind ... aber ich schätze mal die meisten liegen irgendwo auf diesem Friedhof!", antwortete Elena nicht so ganz ernst gemeint, weil sie damit auf seinen Gesprächsanfang einstieg. Scheinbar hatte Damon aber tatsächlich vor ihr die Gruft zu zeigen und weil Elena auch nicht als Angsthase dastehen wollte, ging sie tatsächlich durch die Türe.
Im Inneren der Gruft war es dunkel, doch durch das Sonnenlicht von draußen konnte auch Elena gut sehen. Es war noch zu erkennen, wo die Särge früher gestanden hatten, doch heute war tatsächlich keiner mehr hier drin. Dass Damons Onkel ums Leben gekommen war, hatte Elena mitbekommen. Sie konnte sich aber gut vorstellen, warum der nicht hier aufgebahrt werden wollte. "Wie lange gibt es diese Gruft schon?", wollte Elena wissen. Irgendwie bedrückend war es hier drin trotz allem, aber es war nicht ganz so gruselig wie gedacht. Auf Damons Frage hin sah Elena ihn wieder an. "Gut!", antwortete sie, wie man es nun mal auf diese Frage hin tat. War ja selten eine ehrliche Antwort, doch meistens wollten die Leute gar nicht mehr hören. Weil Damon sie aber weiterhin ansah und er wieder diesen Blick hatte, bei dem Elena immer das Gefühl hatte er konnte direkt in sie hinein schauen. "Naja ... es geht schon!", gestand sie deswegen ein bisschen ehrlicher. "Was ist mit dir? Wo warst du die ganze Woche?", wollte Elena dann wissen. Bei seinen nächsten Worten wäre sie beinahe ein bisschen rot geworden, lächelte stattdessen aber wieder, denn irgendwie war es ihr ja auch so gegangen. "Das Wochenende am See war wirklich schön!", antwortete sie deswegen. Hieß in Elenas Welt so viel wie: Ich hab dich auch vermisst!
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Sa 31 Okt 2015, 21:08

Der schönste Anblick für Damon war an diesem Tag Elenas Lächeln und die Tatsache, dass sie sich inzwischen merklich entspannte, sobald sie ihn sah. Er lächelte zurück und blieb beim eher scherzenden Tonfall. „Ich betreibe Ahnenforschung. Ich habe nur keine Ahnung, wo die alle abgeblieben sind. Aber die Spur führte hier hin...“, flüsterte er verschwörerisch. Zu seiner Überraschung folgte Elena recht bereitwillig in die Gruft. Nun ja es gab hier ja auch nichts, was furchteinflößend war. „Die gibt es, seit mein Vater hierher gezogen ist. Irgendwann 1835 war das soweit ich weiß. Wer damals etwas auf sich hielt, ließ sich noch zu Lebzeiten eine solche Gruft bauen. Das ist so wie wenn man sich heute so ein komisches deutsches Auto mit Stern kauft. Ich stehe ja eher auf amerikanische Klassiker.“ Damons Vergleiche hinkten zwar ein wenig, aber das war ihm egal, Hauptsache er plapperte und Hauptsache Elena hörte ihm zu. Blieb ihr ja nicht viel anderes übrig.
Noch einen Ticken schneller schlug Damons Herz, als sie seine Frage nicht nur mit 'gut' beantwortete, sondern ihm ausführlicher und vor allem ehrlich antwortete. „Ich glaube, du musst dringend etwas aufgemuntert werden, denn das Wochenende am See ist auch schon wieder eine Woche her. Ich hätte da einen Vorschlag.... hab gehört Dancer hat heute Abend noch nichts vor. Willst du mit mir in den Sonnenuntergang reiten?“ fragte Damon schnurrend, aber die Augen blitzen, er meinte es einfach nur freundschaftlich, ohne Hintergedanken, …. na ja weitestgehend ohne. Fakt war aber, als Elena geritten war, war sie glücklich gewesen und er wollte dieses Leuchten in ihren Augen wieder sehen. „Danach lade ich dich zum Essen ein... und wenn du dann noch in der Lage bist... machen wir ein wenig Nahkampftraining mit einem Vampir. Jugendfrei! Wie unsere Gouvernante Caroline sagen würde.“ Langsam kannte er 'diese' Elena und in diesem Punkt war sie wie 'seine' Elena. Sie war eben nicht leicht rum zu kriegen und Damon wäre wohl auch enttäuscht, wenn dem so wäre. Er freute sich gewissermaßen darüber, dass er sie erneut erobern konnte.... vielleicht.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Sa 31 Okt 2015, 21:57

Ohne Probleme konnte Elena sich vorstellen, dass Damon ein großes Talent dafür hätte in einem Gruselkabinett zu arbeiten. Scheinbar hatte er Spaß daran. "Vielleicht solltest du mal überlegen in einer Geisterbahn zu arbeiten!", stellte sie deswegen schmunzelnd fest, folgte ihm aber trotz allem in die Gruft. Eine Memme war Elena zwar nicht, aber sie gruselte sich doch recht schnell, vor allem wenn sie alleine war. Das war sie heute zum Glück nicht und trotz seiner Gruselgeschichten gab Damon ihr eine gewisse Sicherheit, so dass ihr auch in der Gruft nicht gleich die Haare zu Berge standen. Damons Geschichte klang trotzdem nicht so verlockend. "Na ich kann mir schöneres vorstellen als mein eigenes Grab zu bauen...", aber bis es soweit war hatte sie ja hoffentlich noch ein bisschen Zeit. "Dass du eine Schwäche für Autos hast ist mir schon zu Ohren gekommen!", bemerkte sie dann schmunzelnd. Ganz zufällig hatte sie hin und wieder mal mit Stefan über den älteren Salvatorebruder gesprochen.
Weil es sich irgendwie falsch anfühlte machte Elena erst gar keine Anstalten Damon zu belügen. Vermutlich war es ja auch einfach normal, dass man sich nach einer Trennung nicht besonders gut fühlte. Zwar hatte Elena Matt verlassen, aber trotzdem war es auch für sie nicht leicht, schließlich mochte sie Matt trotz allem gerne. Ob ihre Freundschaft deshalb zerbrechen würde, konnte wohl nur die Zeit zeigen. Damons Vorschlag kam da aber gerade recht. "Ablenkung klingt gut!", stimmte sie deswegen zu und natürlich hatte ihr privater Animateur auch gleich einen Plan. Beim ersten Mal war sie da noch skeptischer gewesen, aber jetzt hatte Elena gemerkt, dass es Spaß machte. "Ich würde gerne mit dir reiten gehen!", stimmte sie deswegen zu und lächelte leicht. Scheinbar war Damon damit aber noch lange nicht am Ende und wiedermal musste Elena feststellen wie fürsorglich er war. "Essen klingt ebenfalls gut, ob ich mit vollem Magen noch einen Vampir angreifen kann, kann ich aber nicht versprechen!", sagte sie dann eher im Spaß, weil Elena eigentlich nicht damit rechnete, dass Damon auch diesen letzten Vorschlag ernst meinte. Letztendlich mussten sie für all diese Pläne aber wieder raus aus der Gruft und dafür war Elena irgendwie dankbar. "Ich würde sagen wir überlassen die Gruft jetzt wieder.... wer auch immer sich hier heimisch fühlt!" An der frischen Luft fühlte sie sich dann doch wieder ein bisschen wohler. Eine Frage drängte sich ihr da aber doch auf. "Wurdet ihr damals für tot gehalten?", fragte Elena ein bisschen unvermittelt. Schließlich konnten sie ja nicht einfach ihr Leben weiterführen als sei nichts geschehen oder? Aber es hatte auch keine Leichen gegeben, was also sollten die Hinterbliebenen glauben?
Nachdem Damon die Türe zur Gruft wieder geschlossen hatte, schulterte Elena ihren Rucksack und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu Damons Auto. "Was hast du die ganze Woche über gemacht?", fragte Elena um wieder ein unverfänglicheres Thema anzuschlagen. Damon ging nicht zur Schule und hatte auch keinen Job, dementsprechend brauchte er ja irgendeine Beschäftigung, anderenfalls war das Leben sicherlich schnell langweilig. Damon sah allerdings so aus als würde ihm immer schnell irgendwas einfallen, wie das Reiten zum Beispiel! Und darauf freute sich jetzt auch Elena.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 01 Nov 2015, 22:19

"Das mit der Geisterbahn schlägst du aber hoffentlich nicht wegen meinem Äußeren vor", daran lag Damon so einiges. Wenn man gut aussah, sollte man auch dazu stehen fand er. Elena sei ausnahmsweise verziehen. "Ich hätte auch keinen Spaß daran mich zeitlebens mit meinem Ableben zu beschäftigen." Wobei Damon nun als Vampir eigentlich gar nicht mehr über sein Ableben nachdenken wollte. Dafür war ihr Grinsen mit dem Hinweis auf seine Vorliebe für Autos einfach hinreißen. Damon grinste dabei gleich noch etwas mehr. Auch diesmal war es nicht schwer Elena für sein Vorhaben zu gewinnen. Das ließ er sich aber nicht direkt anmerken. Denn, Hey hatte Damon etwas anderes erwartet? Nein, eben! "Dankerfüllt wird sich freuen. Komm gehen wir!" Und natürlich freute sich auch Damon. Sie verließen die Gruft, als Elena aber doch noch eine prekäre Frage stellte. Damon stockte kurz und gab dann doch eine ehrliche Antwort. Elena wäre schließlich auch ehrlich mit ihm. "Offiziell hielt man uns wohl für tot, aber Stefan und ich sind danach schnell aus Mystic Falls geflohen und untergetaucht. Erst gemeinsam, dann getrennt. Vater stellte damals tatsächlich drei Särge in diese Gruft. Den von Elena und unsere beiden. So war die Ilussion für alle anderen perfekt." Selbst jetzt hörte man Damon den Zorn darüber immer noch an. "Aber lass uns von etwas anderem reden", bat er und ging mit ihr weitere über den Friedhof und zu seinem Wagen. "Ich hab Dich manchmal aus der Ferne beobachtet und vor allem darauf geachtet, dass nicht doch unverhofft ein Mikaelson auftaucht." Säue kamen bei seinem Wagen an und Damon betrachtete sie fragend: "Gehen diese Kleider zum Reiten, oder willst Du diese noch etwas anderes zuhause holen?" Fragte er und könnte sein Glück kaum fassen. Er würde heute noch mit Elena ausreiten gehen!
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 02 Nov 2015, 12:54

Dass Damon sich doch irgendwie leicht verunsichern ließ überraschte Elena ein bisschen. Nach außen hin wirkte er ja doch sehr selbstbewusst, aber so langsam ahnte sie, dass unter der Oberfläche noch viel mehr lag. Dass Elena von seinem Äußeren nicht gerade abgeneigt war, sollte Damon inzwischen aber bemerkt haben, denn es war ihm ja ein leichtes sie in Verlegenheit zu bringen. "Nein ... wegen deinem Talent für das Erzählen von Gruselgeschichten!", versicherte Elena dann aber. Rein Äußerlich erfüllte Damon nicht gerade die Klischees, die man von einem Vampir erwartete. Aber Elena hatte inzwischen sowieso gelernt, dass die meisten Geschichten nur erfunden waren. Auf Damons Aufforderung hin zu gehen folgte Elena gerne, denn die Gruft würde sicher nicht ihr Lieblingsort werden. Die Frage konnte sie trotzdem nicht für sich behalten, denn nachdem sie nun doch einiges über dieses frühere Leben von Damon erfahren hatte, wurde sie immer neugieriger. Es fiel ihm schwer zu antworten, weshalb Elena ihm ein bisschen Zeit ließ. Dass sie erstmal untergetaucht waren, klang logisch. Dass ihr Vater trotzdem zwei Särge aufgestellt hatte, war irgendwie grotesk. Zu gerne hätte Elena noch gefragt, was aus Damons und Stefans Vater geworden war, aber sie konnte sehen, dass es ihm schwer fiel darüber zu sprechen. Deswegen nickte sie nur leicht, antwortete dann aber nicht weiter.
Stattdessen gingen sie gemeinsam zu Damons Wagen. "Du hast mich beobachtet?", fragte Elena, nicht so ganz sicher ob das nun unheimlich oder irgendwie beeindruckend war. Sie entschied sich für keins von beidem, war ja irgendwie eine Vorsichtismasnahme gewesen, zumindest wenn Damon es wegen den Mikaelsons getan hatte. "Dann war es wohl keine besonders spannende Woche!" Elena konnte sich nicht vorstellen, dass irgendwas von dem was sie getan hatte für Damon interessant gewesen sein könnte. Allerdings hoffte sie auch inständig, dass er das Ein oder Andere nicht gesehen hatte... "Haben sich Klaus oder seine Geschwister nochmal blicken lassen?", wollte Elena dann aber auch wissen. Sie hatte nichts mitbekommen, aber das musste ja nichts heißen. Die Vampire hatten sich schon mehr als einmal an sie heran geschlichen, ohne dass sie auch nur das kleinste bisschen bemerkt hatte. Auf seine Frage hin sah Elena einmal an sich herunter. "Ich denke das geht!!" Reitkleidung hatte sie ja sowieso keine und wenn das alles ein bisschen dreckig wurde, konnte man es ja waschen. Gemeinsam stiegen sie also in Damons Wagen und fuhren los. Es dauerte ein bisschen, bis sie am Reitstall waren, aber Elena freute sich über diesen Ausflug und sonst stand heute ja nichts mehr auf dem Programm. "Meinst du denn sie geben uns einfach so zwei Pferde zum Ausreiten?", fragte Elena. Als Damon sie angrinste wurde ihr allerdings klar, dass die Frage nicht all zu clever war. "Ok ok, ich weiß schon ... du willst sie manipulieren!" Hatte er beim letzten Mal ja auch gemacht. "Lass es uns wenigstens erstmal wie zwei normale Menschen versuchen!", schlug Elena vor. Vielleicht hatten sie ja Glück und durften trotzdem Ausreiten gehen. Ann kannte sie inzwischen ja schon.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 02 Nov 2015, 16:54

"Ich habe dir nur noch keine richtigen Gruselgeschichten erzählt. Solche bei denen Du auf meinen Schoß flüchten willst und die Arme fest um mich schlingst, weil dir die Haare zu Berge stehen." Das wäre doch mal was, so gewann man ein Mädchen für sich. "Du musst nur fragen", zwinkerte er liebenswert. Da würde ihm schon die eine oder andere haarsträubende Geschichte einfallen und die war dann nicht mal erfunden. Aus erster Hand sozusagen.
Aber nun hatten sie andere Pläne und führen zum Reitstall, nachdem Elena ihre Kleidung für tauglich befunden hatte. Allerdings hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen, als sie erfuhr, dass Damon sie beobachtet hatte. Kurz überlegte er, wie viel Spaß es machen würde Elena etwas aufzuziehen. Er hätte ihr Geschichten von unter der Dusche erzählen können oder wilde Geschichten über ihre Nächte, Tatsache war aber eher, dass er nur ihr Haus und die Schule im Auge behalten hätte, für den Fall, das die Mikaelsons wieder auftauchten. "Und weil ich meinen Job als Dein Bewacher so gut gemacht habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es A keine langweilige Woche war und B ich die Mikaelsons nicht gesichtet habe."
Auf der Fahrt zu. Stall erklärte Elena, dass sie es gerne wie Normalos versuchen sollten und Damon willigte ein. Aber nur einen Versuch, weil für ihn feststand, dass er heute noch mit Elena ausreiten würde. "Ich habe dort ja schon wie ein 'normaler Mensch' angerufen und uns angekündigt. Ann freut sich schon sehr auf uns." Das war zwar übertrieben, aber sie hatte auch keinen Einwand gehabt. "Entspann dich und sei unbesorgt. Lass das mal den Damon machen." Plapperte er weiter und fuhr mit ihr zum Reitstall. Dort stand Ann auf dem Reitplatz und unterrichtete eine Abteilung mit Kindern. Als sie Elena und Damon sah, kam sie zur Bande und begrüßte sie mit Handschlag. "Dancer und Colonell stehen in ihren Boxen. Denke mal, ihr kommt klar, oder?"
"Aber sicher doch," Dämonen war Feuer und Flamme für diesen Ausritt und im Grunde hatte er letztes Mal schon dafür gesorgt, dass Ann ihm den Vollprofi abnahm. Er hatte ihr erzählt, dass er früher Rennen geritten war und Pferde trainiert hatte. Voila schon galt man als Vollprofi.
Im Stall stand der Ihnen bekannte Palomino und ein Brauner. "Na ihr zwei Hübschen." Fragte Damon, nahm sich ein paar Karotten und tätschelte Dancer, kraulte ihn in der Mähne undfütterte ihn, während er dem Pferd erzählte, was sie gleich alles tolles machen würden. Für einen Moment wirkte er einfach wie ein Pferdenarr und vergaß allesamt sich herum. Auch Elena. Als er sich dessen bewusst wurde, räusperte er sich verlegen und behauptete: "Das beruhigt Pferde, wenn sie nervös sind." Nur war hier niemand nervös...
"Soll ich dir zeigen, wie man sattelt, oder soll ich es für dich machen?" Bot er Elena an und glaubte doch zu wissen, dass sie es sicherlich selbst lernen wollte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mo 02 Nov 2015, 19:53

Dass Damon ziemlich schaurige Geschichten erzählen konnte bezweifelte Elena nicht. Vermutlich hatte er sogar recht und sie würde ihm in kürzester Zeit am Rockzipfel hängen, denn in solchen Dingen war Elena wirklich nicht all zu hart im Nehmen. Andererseits wäre das wohl eine ziemlich gute Ausrede, um ein bisschen mit Damon zu kuscheln. "Vielleicht komme ich mal drauf zurück!" Im Hinterkopf behalten würde sie es auf jeden Fall. Damons Interesse war wohl offenkundig, anderenfalls hätte er sie nicht die ganze Woche über beobachtet. Elena wusste nur noch nicht genau wie sie damit umgehen sollte. Trotzdem lächelte sie nun ein bisschen. "Danke!", sagte sie zu Damon, schließlich hatte er sie vor dieser gruseligen Familie beschützt und irgendwie tat es gut zu wissen, dass jemand da war der auf sie aufpasste.
Ihre Bitte es nicht gleich mit Manipulation zu versuchen wurde von Damon eher abgetan, weil es seiner Meinung nach sowieso keine Probleme geben würde. Er war definitiv der König der Optimisten, so viel stand fest. Eine Kleinigkeit war ihr dabei allerdings aufgefallen: "Warte ... du hast schon auf dem Reiterhof angerufen? Wann?", fragte sie ein bisschen überrascht, schließlich war das doch gerade erst eine spontane Idee gewesen. Hatte Elena zumindest geglaubt. "Sag bloß du hast das geplant?!", Elena grinste, weil sie glaubte Damon durchschaut zu haben. Manch einem würde das vermutlich Angst machen von einem Fremden auf den Friedhof verfolgt und dann zum Reiten entführt zu werden. Elena sah das ein bisschen entspannter, denn vor Damon musste sie keine Angst haben, das wusste sie inzwischen.
Letztendlich sollte Damon Recht behalten, denn auf dem Reiterhof wurden sie tatsächlich schon erwartet. Ohne weitere Probleme wurden sie in den Stall geschickt, wo schon zwei Pferde warteten. Elena schmunzelte ein bisschen, freute sich aber natürlich. Allerdings überließ sie Damon erstmal die Begrüßung der Pferde, denn dabei war er sichtlich in seinem Element. Elena beobachtete ihn gerne dabei und lächelte ebenfalls leicht, weil diese Freude einfach ansteckend war. Damon schien es im Nachhinein ein bisschen peinlich zu sein... "Ich glaube sie mögen das auch, wenn sie nicht nervös sind!", stellte Elena deswegen frech grinsend fest, ehe sie Dancer selbst begrüßte. "Keine Angst, ich verrate es schon keinem!", flüsterte sie Damon dabei mit einem Zwinkern zu, denn dass ihm sein Image wichtig war hatte sie ja beim letzten Wochenende mitbekommen. Kaum waren die Anderen da, hatte er sich ganz anders verhalten. "Natürlich will ich das selber machen!" Was für eine Frage. Elena schnappte sich den Sattel, der an Dancers Box hing und sah dann zu Damon. "Ok ... auf was muss ich achten?" Schließlich wollte sie nichts falsch machen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 03 Nov 2015, 13:33

"Keine Ursache," meinte Damon. "Jederzeit gerne." Er würde natürlich auch ohne Aufforderung auf Elena aufpassen. Er konnte praktisch gar nicht anders. Ihr Erstaunen, beziehungsweise die leicht verärgerte Ahnung, dass dieser Ausflug eingefädelt war, erforderte ein wenig Beschwichtigung. "Moment, ich habe nur dort angerufen und gefragt ob Dancer heute schon etwas vorhat. Das habe ich Dir gerade auch gesagt, nämlich dass er nichts vorhat. Sonst wären wir ja nun nicht unterwegs." Damon wollte sich nicht direkt verteidigen, aber Elena klang ein wenig gereizt und das brauchte es nicht, fand er. Aber dann grinste sie gleich wieder und Damon merkte, dass er durchschaut war. "Na gut, es war so halb geplant." Freilich hatte er etwas mit Elena unternehmen wollen. Darauf hatte er die ganze Woche gewartet und sich gefragt, wie er wieder dieses Lächeln in ihr Gesicht zaubern könnte. Mit einem Pferd schien das leicht zu gelingen.
Und zum zweiten Mal an diesem Tag war er durchschaut, als Elena natürlich augefallen war wie er die Pferde begrüßte. "Nein, erzähle das bloß sie weiter! Wie soll ich sonst das Image vom großen bösen Vampir aufrecht erhalten?" Das wäre schwer bis unmöglich. Elena wollte aber sofort wissen wie man ein Pferd sattelte und kam mit einem Sattel, der fast so geioß war wie sie selbst angeschleppt. "Langsam", Damon nahm ihr den Sattel nochmals ab. "Zuerst brauchst Du ein Satelpad. SowS hier." Damon nahm eines und legte es Colonell auf. "Besser man legt es etwas weiter nach vo vorne und zieht es mit der Wuchsrichtung des Fells zurück. Wenn du es in die andere Richtung ziehst, dann ist es unangenehm für das Pferd und es können sich Druckstellen bilden. Darum müssen Pferde auch immer geputzt werden, ehe man sie sattelt. Auch hier wo der Gurt dann liegt. Dreck bildet sonst kleine Knöten und scheuert." Damon erklärte es und man merkte, dass es keine Pflichtübung für ihn war. Er tat das gern. Dann hob er den Sattel mit leichtem Schwung aufs Pferd und gurtete. "Hier musst du darauf achten, dass du den Sattel auch von vorne weiter hintern ziehst. Dann vorsichtig den Gurt anziehen, aber nicht so sehr, dass dem Pferd gleicht die Luft wegbleibt. Immer mit Gefühl. Nachgärten kannst du dann immer noch, kurz bevor du aufsteigst. Hast du das alles verstanden? Dann leg los." Damon ermutigte Elena, es nun selbst zu versuchen. Nur so lernte man es schließlich richtig.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 03 Nov 2015, 14:31

Lachend sah Elena zu Damon, als er schließlich zugab diesen Ausflug eingefädelt zu haben. Irgendwie zeigte es ja, dass er wirklich Interesse daran hatte Zeit mit ihr zu verbringen und es war definitiv nicht so, dass Elena darauf keine Lust hatte. Sonst wäre sie jetzt wohl nicht hier. Ein bisschen vorsichtig war sie aber doch, denn all zu gut kannte sie Damon noch nicht und auf einen Stalker konnte sie doch ganz gut verzichten. "Weißt du ... wenn du mit mir was unternehmen willst, kannst du auch einfach anrufen!", bemerkte Elena und versuchte dabei Damons manchmal doch etwas überhebliches Grinsen nachzumachen. "Du musst nur fragen!", wiederholte sie den Satz, den Elena schon öfter zu hören bekommen hatte. Meistens ging es dabei um irgendwelche Anzüglichkeiten, aber bisher hatten sie noch immer darüber gelacht. Nun drehte Elena eben mal den Spieß um. "Das war eine gute Idee!", lobte sie dann aber doch noch, weil sie ohne Damon so schnell sicher nicht wieder zum Reiten gekommen wäre. Deswegen war Elena nun ein bisschen übermotiviert, ließ sich von Damon aber gleich wieder bremsen. Also noch nicht satteln...
Aufmerksam sah Elena zu, wie Damon das Fell glatt strich und dann die Unterlage auflegte. "Wie weit vorne sollte es liegen?", wollte Elena wissen und sah sich dann genau an, wie der Sattel darauf lag. Sah eigentlich alles nicht so schwer aus. Mit den Fingern fühlte sie wie eng Damon den Sattelgurt anlegte und dann nickte sie leicht. Sie nahm sich ein weiteres Sattelpad und legte es Dancer auf den Rücken. Erst recht weit vorne und dann zog sie es nach hinten. "So? Oder noch weiter?" Mit dem Sattel tat sie sich ein bisschen schwerer, weil der so schwer war. Mit ein bisschen Unterstützung kam aber auch der an den richtigen Platz. Das Gurten stellte sich als recht kompliziert heraus. Wie oft der Gurt gewickelt wurde, konnte Elena noch nicht abschätzen, aber den Rest schaffte sie ganz gut. "Richtig so?", gespannt sah sie Damon an, er war ja schließlich der Profi. Fehlte nur noch die Trense und davon hatte Elena nun wirklich keine Ahnung. Deswegen musste erst wieder Damon ran. "Ok .... ich habe wirklich keinen blassen Schimmer was wo hin gehört!", gab Elena zu und grinste dann wieder. "Aber das da gehört in den Mund!" Das Gebiss war noch leicht zu erkennen. Schmunzelnd stellte sie sich mit der Trense vor Dancer hin. "Du hattest doch schon so oft so ein Ding auf, du musst wissen wie das geht!" Dancer schnupperte zwar am Gebiss, sah Elena dann aber eher fragend an. So recht schien er nicht zu begreifen, was sie von ihm wollte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 03 Nov 2015, 16:42

"Ach tatsächlich? Einfach anrufen, das geht auch?" Fragte Damon und machte eins auf Doofi, als Elena nun auch noch sein Grinsen nachahmte. Sein Herz schlug gleich nochmal schneller. So frech gefiel sie ihm einfach und die Einladung einfach anzurufen würde er demnächst sicher annehmen. Sie klaute Damon auch noch dreist seinen Satz und er verzog das Gesicht. "Gibt es hier ein Echo?" Fragte er eher verzückt als verärgert. Das war wirklich eindeutig 'seine' Elena.
"Dann gehörte ihre Ausmerksamkeit aber wieder den Pferden. "Ungefähr am Widerrist", riet Damon und sah Elena zu was sie da machte. "Ja, soll ist es gut", lobte er und freute sich, dass es Elena Ernst mit dem Reiten war. Beim Gurten half er ein wenig mit und als Elena sich Rat von Dancer erbat, lachte er. "Komm, ich zeigs Dir. Dancer ist da zwar bestimmt der Vollprofi, aber er kann eben nicht so gut erklären." Damon nahm die Trense am Genickstücl und machte es langsam vor. "Nimm das Genickstück hier, dann legst Du die Hand hier zwischen die Ohren und machst leichten Druck. Wenn er den Kopf senkt nimmst Du den Druck gleich wieder weg. Dann schiebst du das Gebiss mit der anderen Hand ins Maul und ziehst das Genickstück hinter. Dabei passt Du aber gut auf, dass die Ohren nicht geknickt werden. So und dann kannst Du es etwas gerade rücken und die Riemchen nicht zu Fest schließen. Fühl mal bei Colonell." Damon nahm sich Zeit es zu erklären und vorzumachen. Er nahm die Trense wieder ab, damit Elena es versuchen konnte.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Di 03 Nov 2015, 21:26

Vermutlich aus Freude über diese Auszeit und weil es mit Damon immer einfach war, wurde Elena immer lockerer. Deswegen hatte sie durchaus auch Spaß an diesen kleinen Sticheleien. "Naja ich weiß ja nicht, wie man das zu deiner Zeit gemacht hat. Rauchzeichen? Flaschenpost?" Gut ja, ganz so alt war Damon wohl noch nicht, aber es war trotzdem ein Grund ihn aufzuziehen. "Heutzutage jedenfalls nutzen wir das Telefon. Alternativ reicht auch eine SMS!" Elena grinste, als würde sie ihrem Großvater erklären wollen was ein Handy ist. Damon ließ es über sich ergehen und machte mit, was Elena ihm auch anrechnete. Für Ein bisschen Spaß war er aber auch sonst immer zu haben, zumindest seit Elena ihn kannte.
Das mit dem Sattel hatten sie recht schnell geschafft und es sah zumindest nicht ganz falsch aus. Damon kannte sich definitiv aus und Elena verstand inzwischen, was ihn an den Pferden so faszinierte. Auch sie hatte wirklich Spaß mit den Tieren und auch wenn sie noch nicht viel wusste, war Elena durchaus bestrebt sich einiges beibringen zu lassen. Damon machte das wirklich gut. "Du bist ein guter Lehrer ... solltest du öfters machen!", stellte sie fest, während sie aufmerksam dabei zusah wie er Dancer die Trense anlegte. Dass Damon nur bei ihr so viel Geduld bewies konnte Elena ja nicht wissen, denn bisher hatte sie ihn als sehr verständnisvollen und hilfsbereiten jungen Mann kennen gelernt, vielleicht mit ein paar Macho-Anwandlungen. Sie nahm sich also die Trense und drückte dann leicht auf Dancers Genick. Er senkte sofort den Kopf und wartete geduldig, bis Elena alles sortiert hatte. Sah noch nicht ganz so elegant aus wie bei Damon, aber letztendlich war die Trense da wo sie hingehörte. Bei Colonell schaute sie sich ab, wie fest die Riemen geschlossen werden mussten. "Und? Bestanden?", fragte Elena mit einem zufriedenen Grinsen, weil das doch irgendwie ganz gut geklappt hatte.
Gemeinsam führten sie die Pferde nach draußen. Das Aufsteigen klappte genau so gut wie beim letzten Mal, nur beim Absteigen würde sie heute vorsichtiger sein als letztes Mal. "Also .... kennst du dich denn hier aus? Oder findet ein Vampir sowieso immer nach Hause?", fragte Elena, wobei sie den Vampir recht leise sagte. Musste ja hier nicht gleich jeder hören. Ann winkte ihnen nochmal zu, wendete sich dann aber wieder ihren Reitschülern zu. Scheinbar machte sie sich keine Sorgen um die beiden Ausreiter, da hatte Damon wohl wirklich Eindruck hinterlassen. "Ich glaube, die hast du ganz schön beeindruckt!" Oder er hatte sie doch manipuliert und Elena hatte es nur nicht gemerkt.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 04 Nov 2015, 08:52

"Ich habe es verstanden!" Damon verdrehte die Augen. "Nächstes mal schicke ich keine Brieftaube, sondern schicke einfach eine sims." Das hätte er auch diesmal gemacht, aber wo er sie eh schon beschattet hatte, da hatte er Elena auch gleich ansprechen können. Das er ein guter Lehrer war hörte er zum ersten Mal. Nur bei jemand der im wirklich am Herzen lag, konnte er sich diese Mühe geben. Immerhin lohnte es sich bei Elena, denn Dancer stand bald gesattelt und getrennt vor ihnen. "Mit Magna Cum Laude bestanden", lobte er und prüfte nochmals nach. Letztendlich gab es nichts zu beanstanden.
Er hielt noch dagegen, als sie aufsaß, dann machte er es sich auch auf Colonell bequem. "Sag mal, hast du heute einen Clown gefrühstückt?" Fragte er, grinste dabei aber. Damon winkte Ann auch nochmals zu, dann zockelten sie imgemächlichen Schritt vom Hof. "Ich kenne mich hier aus. Mal ganz davon abgesehen, dass der Orientierungssinn eines Vampirs nicht mit dem eines Pferdes zu vergleichen ist. Wir sind besser." Natürlich waren sie besser. Nach Dämons Meinung waren sie die Krönungen der Schöpfung.
"Jetzt verrate ich dir erst recht nicht wohin wir reiten. So bist du mir ausgeliefert", raunte er ihr zu, dabei hatte sie garantiert nichts vor ihm zu befürchten. Dabei hatte er durchaus seine Pläne wohin es gehen sollte. Zur alten Salvatore Plantage... In der Hoffnung ein paar Erinnerungen anzuschubsen. Aber momentan sah er immer wieder zu ihr, weil Elena zwar gut mit Dancer zurechtkam, aber sich eben erst wieder rein fühlen musste ins Reiten. Als sie einen schönen Waldweg erreicht hatten gab Damon ihr Bescheid anzutraben, was sie dann auch im gemütlichen Trab taten. Damon saß geschmeidig im Sattel und sah immer wieder zu ihr,damit er bei Schwierigkeiten gleich eingreifen konnte. Aber Elena saß strahlend auf einem offenbar gut gelaunten Dancer, der brav und aufmerksam vor sich hintrabte. Damon lächelte zufrieden, dann fragte er: "Galopp?" Der Weg war breit und der Boden gut. Es sollte keine Probleme geben.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 04 Nov 2015, 09:56

So gut gelaunt war Elena seit langem nicht mehr gewesen und sie wusste durchaus, dass es an Damon lag. Vielleicht, weil er ihre ganze Vorgeschichte nicht so gut kannte und nicht miterlebt hatte, wie ihre Eltern gestorben waren. All ihre Freunde waren seit dem irgendwie anders zu ihr und Elena hatte immer das Gefühl, dass der Verlust ihrer Eltern über allem anderen schwebte. Wenn sie bei Damon war, dann verschwand dieses Gefühl einfach und sie konnte sie selbst sein. Natürlich war sie stolz, als Damon sie lobte und Dancer wurde auch gleich getätschelt, weil er das alles so gut über sich ergehen ließ. Gemeinsam gingen sie nach draußen, wo nochmal die Gurte kontrolliert und dann aufgestiegen wurde. Damon schien so langsam auch zu begreifen, dass er einen kleinen Kasper dabei hatte und Elena grinste wieder. Dann saß sie endlich wieder im Sattel und es ging los. Ann wurde zwar nochmal gewunken, ansonsten beachtete Damon sie aber nicht weiter, stattdessen wurde Elena auf die Folter gespannt. "Das ist aber ganz schön gemein!", stellte sie fest und versuchte sich an einem Schmollmund. "Unschuldige kleine Mädchen auszunutzen ist sehr verwerflich!" Um das zu unterstreichen hob sie noch den Zeigefinger, doch dann konnte auch Elena nicht mehr ernst bleiben. Letztendlich war es ihr ja auch egal wo sie hin ritten, Hauptsache es wurde ein schöner Ausritt.
Dass Damon andauern zu ihr rüber sah, entging Elena natürlich nicht. Weil sie, zumindest ihrer Meinung nach, erst das zweite Mal auf einem Pferd saß, war diese Vorsichtig wohl auch angebracht. "Hast du Angst um mich?", fragte sie trotzdem ein bisschen schmunzelnd. So besorgt war nicht mal Matt um sie gewesen und irgendwie fühlte sich das ja auch gut an. Scheinbar entschied Damon aber, dass bisher alles gut war und so versuchten sie sich an einem Trab. Das klappte auch ganz und so langsam stellte sich bei Elena ein richtig sicheres Gefühl ein. Dancer schien der Ausritt ebenfalls großen Spaß zu machen, denn er trabte fleißig aber entspannt neben Colonell her und schnaubte immer wieder. Als Damon vorschlug noch einen Gang höher zu schalten grinste Elena. Wie sie es von ihm gelernt hatte, gab sie die Hilfe zum Galopp und als Dancer noch ein Küsschen bekam, sprang er sicher an. Elena blieb im Sattel sitzen, wie Damon es ihr gezeigt hatte und ließ ihr Pferd im ruhigen Galopp den Weg entlang gehen. Früher war das Tempo deutlich höher gewesen, aber daran erinnerte sie sich leider noch nicht.
"Das ist als könnte man fliegen!", stellte Elena lachend fest, als ihr die Sonne ins Gesicht schien und der Wind um ihre Ohren pfiff. Sie hätte platzen können vor Glück. Warum hatte sie das nicht schon früher versucht? Erst am Ende des Weges wurden die Pferde wieder durch pariert. Elena klopfte Dancer freudig den Hals und sah dann wieder zu Damon. "Danke ... dass du das mit mir machst!", sagte sie mit einem ehrlichen Lächeln, schließlich könnte er seine Zeit auch anders verbringen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 04 Nov 2015, 20:59

"Ich habe immer Angst um Dich. So ein Exemplar wie Dich findet man sehr selten." Damon grinste zwar, als er das sagte, aber letztendlich war es die Wahrheit. Er war froh Elena gefunden zu haben und wollte sie keinesfalls mehr verlieren. "Wäre auch echt Schade um Dich", zwinkerte er ehe sie antrabten. Das gefiel Elena so gut, dass sie rasch sicherer und somit auch mutiger wurde. Im leichten Galopp schaukelten sie den Waldweg entlang und Damon hätte selbst schreien können vor Glück, weil er einen solchen Moment mit Elena (wieder-) erleben durfte. "Hör auf Dich zu bedanken. Ich hab ja schließlich auch was davon."
Damon würde durch die Hölle gehen, um nochmals so einen Tag zu erleben. Sie war seine Elena. Das Leuchten in ihren Augen und ihre lebensfrohe Art bestärkten ihn in all seinen Hoffnungen. "Du gehörst einfach auf ein Pferd, Elena." Sie war glücklich, das Pferd war glücklich und Damon sowieso. Er hoffte, dass sie das nun öfters auch von sich aus wollen würde. Ob das helfen würde sich zu erinnern, wusste Damon nicht. Vielleicht würde die Ruine des Salvatore Anwesens etwas in Elenas Innersten ansprechen.
Wieder im Schritt näherten sie sich diesem Ort. Die verwitterten Säulen des einstigen Eingangsportals standen noch und die Stufen die zur Villa führten waren gerade noch zu erahnen. Vom Haupthaus standen nur noch die Grundmauern und selbst die eroberte sich die Natur zurück. Im Portal hielt Damon an und saß ab. "Das war sie mal... Die herrschaftliche Salvatore Villa", verkündete Damon und dachte an damals, als er voller Stolz mit Stefan und Elena an seiner Seite zurückgekehrt war um sie seinem Vater als seine Frau vorzustellen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Mi 04 Nov 2015, 22:04

Bei jedem Anderen hätte Elena diese Worte nur für eine Floskel gehalten. Aber bei Damon war Elena fast sicher, dass er es wirklich ernst meinte. Woher auch immer diese enge Verbundenheit kam und wie viel auch immer von seiner Geschichte tatsächlich wahr war, nicht mal Elena konnte leugnen, dass sie beide eine besondere Verbindung hatten. Vermutlich machte es ihr auch deswegen keine Angst, dass Damon ihre Nähe suchte, es gefiel ihr sogar, auch wenn sie das noch nicht mit Worten ausdrückte. Ihr Lächeln verriet es wohl bereits. Deswegen genoss sie nun auch einfach die Zeit, in der sie gemeinsam ausritten und Dank Dancer gelang das sogar ziemlich gut. So langsam drängte sich aber auch in Verbindung mit dem Reiten eine Frage auf, denn inzwischen hatte Elena ja gesehen, wie ein richtiger Anfänger auf dem Pferderücken saß. "Wie kann es sein, dass ich mich an gar nichts mehr erinnere und trotzdem hier mit Dancer reiten kann?", fragte sie Damon. Es war vermutlich das erste Mal, dass sie von sich aus irgendwie eingestand, dass sie vielleicht tatsächlich Damons Frau Elena sein könnte. Bisher hatte sie versucht das eher abzustreiten. Inzwischen musste sie aber eingestehen, dass es einfach zu viele Parallelen gab. Was sie mit diesem Wissen anfangen sollte, wusste Elena allerdings noch nicht so genau.
Nun waren sie aber scheinbar an Damons Ziel angekommen, denn er brachte Colonell zum Stehen. Elena sah sich neugierig in der Ruine um und stieg dann ebenfalls ab. "Hier habt ihr früher gelebt?", fragte sie. Viel war von den alten Mauern nicht mehr übrig, aber trotzdem versuchte Elena sich vorzustellen wie es wohl einmal ausgesehen hatte. Die Pferde banden sie mit Stricken hier am Eingang an, ehe sie weiter auf das Grundstück gingen. "Wie hat es damals ausgesehen?", fragte Elena, die nun am Eingang der übrig gebliebenen Mauern stand. Erinnerungen wurden dadurch zwar keine erweckt, aber zumindest ihre Neugierde. "Wo war dein Zimmer?", wollte sie wissen. Dass Damon hier wohl nicht all zu glücklich gewesen war konnte Elena sich vorstellen, denn die Beziehung zu seinem Vater war wohl alles andere als gut gewesen. Trotzdem hatte er sie zu diesem Ort gebracht. "Warst du auch mit deiner Frau hier?", Elena drehte sich wieder zu Damon um und sah ihn an. Er hatte mal erzählt, dass sie beide gemeinsam eine Farm gekauft hatten und zu gerne hätte Elena gewusst, ob auch davon noch etwas übrig war. Ihn danach zu fragen traute sie sich im Moment jedoch noch nicht, denn diese Erinnerung war für ihn sicherlich schwer und Elena wusste durchaus zu schätzen, dass Damon sie an seiner Vergangenheit teilhaben ließ.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Do 05 Nov 2015, 13:15

Wenngleich Elena es auch nicht sagte, Damon wurde das Gefühl nicht mehr los, dass sie es genoss Zeit mit ihm zu verbringen. Sie lächelte immer mehr, wurde immer ausgelassener und ihre Augen wirkten längst nicht mehr so traurig wie früher. Ziemlich viel Hoffnung machte ihm aber ihre nächste Frage. Es war das erste Mal, dass sie selbst die Möglichkeit in Erwägung zog, seine Elena von früher zu sein, beziehungsweise dazu ein Frage stellte. Leider tappte da aber auch Damon ziemlich im Dunkeln. "Das wird Klaus uns verraten müssen. Ich weiß es nicht. Oder aber wir fragen eine Hexe. Vielleicht weiß sie was es mit diesem Zauber auf sich hat. Die sind nur im Allgemeinen bei Vampiren nicht sehr auskunftsfreudig. Die einzige Hexe die mir womöglich Antwort geben würde, wohnt in New Orleans." Wenn alles in einer Sackgasse endete, würden sie aber wohl oder übel dorthin fahren, um Genaueres herauszufinden. Indessen hatte Damon seine eigene Theorie. "Ich glaube, dass dein Unterbewusstsein sich an nahezu alles erinnert. Darum klappt es auch einfach so mit dem Reiten." Da sollte sie ohne erst Mal richtig küssen ... Wer wusste schon, woran Elena sich dann alles erinnern würde.
Darum war er aber auch hier mit ihr, weil er hoffte, dass es Elena erinnern wurde. Damon begann einfach zu erklären. " Hier war der Eingang... Man ging dann direkt in den Salon und dahinter war die Küche und die Vorratskammer. Oben waren unsere Zimmer", weil es aber längst keine Treppe mehr gab, konnten sie nicht mehr nach oben gehen. "Mit Elena war ich auch hier. Guiseppe mochte sie sehr. Er dachte wohl, Elena könne aus einem Taugenichts wie mir auch noch etwas machen." Hatte wohl nicht geklappt. Danach war alles nur noch schlimmer geworden, denn Elena war gestorben und die Salvatore Söhne zu Vampiren geworden ... Erschossen vom eigenen Vater.
Damon sah Elena nachdenklich an und zuckte plötzlich die Schultern. "Sind nur noch ein paar alte Steine... Hier auf der Treppe... Hab ich Elena geküsst. Ich war ausnahmsweise einmal Stolz meine Braut hier zu zeigen. Soll ich es dir mal vormachen?" Grinste er verwegen. Nein, diesmal stand sein Entschluss. Er würde Elena erst wieder küssen, wenn es von ihr ausging. Stattdessen hatte er eine neue Idee. "Unweit von hier ist eine Rennstrecke aus Wiesen, auf der Elena immer trainiert hat. Wollen wir dorthin reiten? Kannst mal sehen, ob du mich schon schlagen kannst", forderte Damon Elena heraus.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Do 05 Nov 2015, 20:34

Von den Hexen hatte Damon schon mal gesprochen. Elena erinnerte sich noch daran, dass er damals schon vermutet hatte sie könnten vielleicht ein paar nützliche Informationen haben. Scheinbar war es allerdings nicht so einfach eine Hexe zu finden, die bereit war ihnen weiterzuhelfen. Was das anging hatte Elena allerdings eine neue Information. "Meine Freundin Bonnie ... sie ist eine Hexe!", erzählte sie Damon deswegen. Nachdem Stefan am Wochenende allen erzählt hatte, dass Elena bescheid wusste und so das Übernatürlich zum Thema geworden war, hatte sie sowohl mit ihren Freundinnen, als auch mit Jeremy über diese neuen Entwicklungen gesprochen. Dabei hatte nicht nur Caroline erzählt, wie es zu ihrer Verwandlung gekommen war (und das könnte Damon vermutlich auch interessieren...), sondern Bonnie hatte ebenfalls erzählt, welches Geheimnis ihre Familie verbarg. "Offenbar liegt es in ihrer Familie!", so ganz hatte Elena aber noch nicht begriffen, wie das funktionierte. "Ich fürchte aber, sie ist noch sehr unerfahren. Sie hat es wohl selbst erst vor einer Weile herausgefunden!", berichtete sie weiterhin. Was Damon über das Unterbewusstsein sagte, gab Elena zu denken. Vielleicht fühlte sie sich deswegen ja so wohl in seiner Nähe. Leider rückte das Unterbewusstsein sein Wissen nicht einfach so raus...
Als Damon dann berichtete, wie es früher ausgesehen hatte, hörte Elena aufmerksam zu und versuchte sich vorzustellen, wie es wohl ausgesehen hatte. Damon schien sich zu erinnern als sei es gestern gewesen. Was er über seinen Vater und Elena berichtete, brachte sie zum Schmunzeln, immerhin schienen sie so eine leichte Verbindung gehabt zu haben. Damons nächster Vorschlag brachte Elena zum Grinsen. "Ich kann es mir auch so gut vorstellen!", das war zwar eine Absage, brachte sie aber auch dazu sich nun bildlich auszumalen, wie sie hier früher gestanden hatten. Dass Damon es nicht so ganz ernst meinte merkte Elena, weil er trotzdem Abstand hielt. Dass er keine Angst hatte vor Berührungen hatte er ja bereits mehrmals bewiesen.
Sein nächster Vorschlag brachte sie wieder auf ein anderes Thema und einen Moment lang sah Elena ein bisschen überrascht aus. Dass sie heute gleich ein kleines Pferderennen reiten würde, hatte sie nicht erwartet. Andererseits ... Dancer war brav und Damon hatte sie bisher nichts machen lassen, was sie nicht konnte. Deswegen nickte Elena schließlich. "Ja gut ... lass es uns ausprobieren!", stimmte sie zu und gemeinsam ging es zurück zu den Pferden. Als sie aufgesessen waren, folgte Elena einfach Damons Weg. "Bist du früher auch Rennen geritten?", wollte sie von ihm wissen, weil er bisher immer nur von seiner Frau berichtet hatte. "Und seid ihr mit euren eigenen Pferden gestartet?"
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Fr 06 Nov 2015, 18:10

"Hm", machte Damon und zog eine Schnute. Er überlegte, merkte aber schnell, dass er alleine mit seinen Überlegungen nicht weit kam. "Eine unerfahrene Hexe ist damit womöglich überfordert." Er kannte Boonie nun zwar etwas besser vom Wochenende am See, aber da hatte sie ihm gegenüber sehr reserviert gewirkt und wahnsinnig skeptisch. "Hast sie jemand in der Verwandtschaft der auch Hexe oder Hexer ist?" Fragte Damon, denn jemand mit mehr Erfahrung wäre wirklich hilfreich. Damon wollte nicht umsonst die Hühner scheu machen und Bonnie war ihn seinen Augen ein Kücken. Aber wenn Elena schon sagte, dass es in ihrer Familie lag, gab es vielleicht Hoffnung.
Leider gab es auf das Angebot des Kusses mal wieder eine Abfuhr. "Dann ist deine Fantasie begabter als meine. Ich hätte meine Erinnerung gerne aufgefrischt." Ja, er war echt arm dran.
Dafür fand seine Idee mit der ehemaligen Rennstrecke Anklang. Damon prüfte nochmals Dancers Sattelgurt und hielt dagegen bis Elena wieder sicher im Sattel saß und die Zügel aufnahm. "Ich bin als Junge dann und wann ein Rennen geritten. Aber Elena war besser und einfach leichter. Aber ich ritt andere Wettbewerbe wie Barrell Race oder auch Flag Race gemeinsam mit Elena.", erzählte Damon und irgendwie tat es ihm gut darüber zu sprechen. "Elena hatte Starlight, die Stute von der ich dir erzählt habe. Sie war sehr talentiert. Wir werden ja gleich sehen, ob etwas davon auch in Dancers Genen schlummert." Sie ritten erst ein Stück an der alten Plantage entlang, ehe sie lange Wiesen erreichten. "Elena hat vor allem sehr erfolgreich den Hengst meines Vaters Steeldust geritten. Auch der Stand in Dancers Papieren.... Wir werden also gleich sehen wie sinnvoll unsere geplanten Anpaarungen waren", lächelte Damon und war tatsächlich gespannt. Erstens weil Elena endlich wieder an seiner Seite ritt und Zweitens weil in diesem Pferd ein kleines Stück Hoffnung von damals überlebt hatte. "Ich lass dich voraus gehen... Nur wenn du Probleme bekommst, sehe ich zu, dass ich Dancer anhalte." Damon wollte keinesfalls, dass Elena etwas geschah. Nur hoffentlich hatte der gute Colonell auch genug Gene, die ihm Beine machten. Damon wartete darauf. Dass Elena angaloppierte und nickte ihr zu.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   Fr 06 Nov 2015, 19:53

Besonders begeistert sah Damon nicht aus, als Elena von Bonnie berichtete. Offenbar brauchte er also nicht nur irgendeine Hexe, sondern eine mit bestimmten Fähigkeiten. Da kannte Elena sich allerdings zu wenig aus, als dass sie ihm hätte helfen können. Zumindest Damons Frage konnte sie beantworten. "Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube ihre Oma ist auch eine Hexe!", ganz so viel hatten die Freundinnen dann aber doch nicht darüber gesprochen. "Grandma Bennett ist aber schon ziemlich alt, ich weiß nicht, ob sie uns da noch helfen kann!" Und eigentlich traute Elena sich auch nicht sie danach zu fragen, aber zumindest bei Bonnie konnte sie vielleicht mal vorfühlen. "Vielleicht kennt Stefan ja eine Hexe?" Damon schien seinem Bruder zwar nicht all zu viel zuzutrauen, aber Elena hielt sehr viel vom jüngeren Salvatore. Um Hilfe bitten konnten sie ihn ja wenigstens mal.
Hilfe hätte Damon gerne auch bei der Nachstellung von alten Erinnerungen gehabt, doch ganz so weit war Elena noch nicht. Ein bisschen rumalbern konnte man ja aber trotzdem. "Eine Runde Mitleid für den armen kleinen Damon!", versuchte sie möglichst ernsthaft ihr Beileid zu bekunden. Dabei tätschelte sie ihm auch noch die Schulter und grinste dann aber. "So gut wie du dich noch an das Haus erinnerst, weißt du sowas sicherlich erst recht noch!", bemerkte sie dann. Zu gerne hätte auch Elena gesagt, dass sie sich an irgendwas erinnerte, doch da war leider nichts.
Dann aber ging es weiter mit den Pferden und Damon berichtete von früher. Wie stolz er auf seine Frau war konnte Elena selbst jetzt noch raushören. Aber auch Damon passte gut in solche Wettbewerbe. Vielleicht konnte sie ihn ja dazu überreden mal wieder bei sowas anzutreten. Elena würde sich auf jeden Fall mal schlau machen. Nun ging es aber erstmal um ein kleines Rennen und so ein kleines bisschen aufgeregt war Elena nun doch. "Muss ich auf irgendwas achten?", fragte sie Damon noch, während sie an den Plantagen entlang ritten. Dann breiteten sich die Wiesen vor ihnen auf und Elena konnte sich auf Anhieb vorstellen, dass die Pferde hier ordentlich Tempo machten. Auf Damons Startsignal hin, gab Elena dann wieder die Hilfe zum Galopp. Dancer sprang gemütlich an, doch dieses Mal genoss sie nicht einfach die gleichmäßige Bewegung. Stattdessen stand Elena im Sattel auf und beugte sich ein bisschen nach vorne über den Hals. "Na komm, zeig was du kannst!", flüsterte sie Dancer ins Ohr. Es folgte noch ein Küsschen und dann schien er begriffen zu haben, was von ihm verlangt wurde. Elena konnte sich gerade noch in der Mähne festhalten, als er antrat und fast schon über die Wiese flog. Der Wind peitschte ihr um die Ohren und Elena lachte vor Glück, weil sie das selbe Gribbeln im Bauch hatte wie kurz vor einem Flugzeugstart. Dancer preschte über die Wiese davon und Elena ließ ihn einfach machen. Erst nach einer ganzen Weile sah sie sich um, ob Damon überhaupt noch dabei war.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 10:48

"Eine Bennett?,." Platzte es aus Damon heraus. "Die gab es früher hier auch schon. Katherine Pierce... Dieses Miststück, die hatte eine Bennett in ihren Diensten." Damon fragte sich sofort, ob es da einen Zusammenhang gab. "Das Alter einer Hexe zeigt höchstens an, wie mächtig sie ist. Diese Oma Bennett würde ich mir also gerne einmal genauer anschauen", entschied Damon und konnte doch noch keinen Zusammenhang erkennen. Man würde abwarten müssen. So und anders.
Ja und was bekam er dan!"?!? Mitleid! Was wollte er mit Mitleid? Ein Vampir wie er wollte Achtung. Darum verdrehte er nur gekonnt die Augen und konzentrierte sich lieber auf das Rennen, das sie im Begriff waren anzuzetteln. "Bleib oben und hält ihn an, wenn du Angst bekommst", war der einzige Rat, den er geben konnte. Als sie starteten daher Dancer und Elena aber schnell von hinten. Damon sah wie Elena sich nach vorne beugte.und das Pferd laufen ließ. Dancer tat genau das und zarteste durch. Damon auf Colonell sah nur noch die Muskelmasse von Dancers Hinterteil und schon flog ihm der Dreck um die Ohren. Er konnte seine Wallach antreiben wie er wollte, Elena war einfach nicht aufzuholen. Sie ritt als hätte sie nie etwas anderes getan. Kein Anfänger wäre dazu in der Lage. Ein solcher würde sich verzweigt vor Angst um Sattel festklammern. Elena tat aber das Gegenteil. Sie saß im leichten Sitz und gab Dancer die Zügel. Das Pferd flog nur so dahin und Damon hatte keine Chance die beiden einzuholen. Erst am Ende der Wiesen wurde Dancer langsamer und Damon holte auf.... Allerdings aushungre weil Elena ihn nicht erneut antrieb. Damon ritt neben sie und ließ sein Pferd traben. "Und jetzt sag mir nochmal, dass Du das noch nie gemacht hast."sie saß stachelnd auf dem Palomino und schien vollkommen glücklich. Damon kannte diesen Anblick.... So hatte seine Frau noch jedem guten Ritt ausgesehen.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 15:24

Weil Damon plötzlich aufhorchte, wurde auch Elena aufmerksamer. "Kennst du sie?", wollte sie von ihm wissen, doch da kam die Erklärung auch gleich schon hinterher. Diese Hexenlinie hatte es also auch schon zu Damons Zeiten gegeben? Das wunderte Elena nun doch ein bisschen, aber vielleicht konnte sie Bonnie ja mal nach einem Stammbaum fragen. "Hatte diese Hexe auch etwas damit zu tun?", wollte Elena wissen, weil Damon nicht gerade begeistert aussah. Ob sie ihm Bonnies Oma tatsächlich vorstellen sollte, wusste Elena nicht so recht. Zum Einen, weil sie mit der alten Dame selbst nicht besonders viel zu tun hatte und zum Anderen, weil sie ein bisschen Angst davor hatte was Damon tun würde, wenn Granny ihn tatsächlich an die Hexe von damals erinnerte. "Ich spreche mal mit Bonnie!", antwortete Elena deshalb eher unverbindlich.
Nun ging es eh erstmal um die Pferde und auch Elena war gespannt darauf, was Dancer zu bieten hatte. Weil Damon scheinbar darauf vertraute, dass sie das hinbekam und weil Dancer bisher immer brav gewesen war, traute Elena sich auch das Pferd einfach laufen zu lassen. Der Wallach hatte daran sichtlich Spaß, machte sich lang und flog über die Wiese davon. Elena konnte gut verstehen, warum Damon das so gerne tat und vermutlich auch, warum seine Frau das trotz anderer gesellschaftlicher Maßstäbe getan hatte. Erst nach über der Hälfte stellte sie fest, dass Colonell weit hinter ihr lag und scheinbar Mühe hatte überhaupt dran zu bleiben. Als das Ende der Wiese in Sicht kam, wurde Dancer von alleine wieder ein bisschen langsamer. Zusätzlich setzte Elena sich wieder in den Sattel und bremste sanft ab, so dass er erst in einen leichten Trab und schließlich in den Schritt fiel. Lachend klopfte Elena ihm überschwänglich den Hals. Noch immer schlug ihr Herz wie wild und das Adrenalin pumpte durch ihre Adern, denn so ein Erlebnis hatte sie noch nie gehabt ... zumindest nicht, dass sie sich erinnern könnte. "Das ist besser als Fliegen!!", stellte sie fest, als Damon wieder neben ihr war. "Er ist so unglaublich schnell!", um ehrlich zu sein hatte sie damit nicht so richtig gerechnet, denn in der Reitbahn hatte er eher einen entspannten Eindruck gemacht. "Scheinbar hattet ihr den richtigen Riecher bei eurer Zucht!" Schließlich hatte auch Elena begriffen, dass es Damon auf schnelle Pferde abgesehen hatte und wenn das hier das Ergebnis war, dann hatten sie ihr Ziel wohl erreicht. "Wie landet ein so talentiertes Pferd in einem Schulbetrieb?" Wenn Elena da an die Anfänger dachte, die Damon ihr gezeigt hatte, tat es ihr fast ein bisschen leid um den Wallach.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 18:22

Die Erklärung woher er eine Bennett Hexe kannte hob sich Damon für die Zeit nach dem Rennen auf. Jetztließen sie die Pferde laufen...und wie die liefen. na ja zumindest Dancer lief. Colonell schien aus dem zweiten Gang nicht so recht in den dritten Gang wechseln zu können. Damon drosch ihm die Zügel auf den dicken Quarter Popo, aber das half wenig. Elena war die strahlende Siegerin. Erst als sie durchparierte konnte Damon sie einholen und.... Es war für ihn ein Anblick in den er sich sofort verlieben würde, wenn er es nicht schon längst getan hätte. Ihre braunen Haare waren leicht zerzaust, die braune Augen lebendiger als je zuvor und ihre ganze Körperhaltung war voller neuem Selbstbewusstsein. Und dann sagte sie einen Satz, der ihm bekannt vorkam: Das ist besser als Fliegen. Das hatte seine Elena damals auch gesagt. Wenn das nicht seine Elena war, würde Damon sofort das Keuschheitsgelübde ablegen und auch von Bourbon abstinent leben.
"Den Riecher hatten wir wohl wirklich. Dancer ist ein wirklich gutes Pferd." Damon hatte nicht geahnt, dass es wirklich Nachfahren von ihren damaligen Pferden gab. Selbst im Nachhinein dankte er Grayson und Jermey dafür. "Ich schätze Dancer ist aufgrund seiner Gutmütigkeit Schulpferd geworden. Wir haben neben guten Eigenschaften als Rennpferd auf einen guten Charakter geachtet. Scheint als wäre auch dieser Plan aufgegangen. Damon tätschelte dem armen Colonell... Der konnte ja auch nichts für sein genetisches Erbgut. "Verglichen mit Dancer ist Colonell eine lahme Ente." War so, könnte man eben nichts machen. Dennoch ging es jetzt wieder im gemütlichen Schritt weiter.
"Wegen der Bennett Hexe... Katherine Pierce hatten damals eine Zofe, die eine Bennett und eine Hexe war. Ich kann nicht direkt behaupten, dass sie etwas damit zu tun hatte, aber ich schätze, ihr haben wir immerhin diese netten Tageslichteingenzu verdanken." Damon winkte mit der Hand, an der sich auch der Ring befand. "Ob sie ist Elenas Tod.... Oder eben diesem Zauber etwas zu tun hatte.... Ich kann es Dirnnicht sagen. Aber das würde bedeuten, dass sie mit Klaus unter einer Decke steckte und das... Glaube ich nicht. Die Urvampire sind doch nochmal eine ganz eigene Kategorie." Mehr konnte er dazu nicht sagen. Noch nicht zumindest. Aber langsam geigte es ihn, dass er nicht mehr mehr wusste. Wenn Stafen sich bereit erklärte für ein paar Tage auf Elena Acht zu geben, würde er nach New Orleans fahren und sich schlau machen.
Bevor er darüber genauer nachdenken konnte, durchzuckte ihn einschärfen Schmerz an der Schulter und holte ihnvom Pferd. Damon viel auf den Boden und tat sich schwer seine Sinne zu sammeln. Ein hölzerner Pfeil ragte aus seiner Schulter. Da wusste jemand was er tat und eigentlich hätte dieser jemand ziemlich sicher sein Herz treffen wollen. "Elena Hau ab!" Keuchte Damon der noch nicht wusste, woher die Gefahr kam.... Doch diese zeigte sich nun. Aus dem Wald trat ein junger Mann in schwarzer Lederkluft. Ein Vampirjäger...
"Das ging wohl daneben, was Damon? Aber warte, ich mache gleich wieder gut. Ach und... Viele Grüße von Maggie!" Er sagte es freundlich, fast gelangweilt und spannte dabei erneut seine Armbrust, während Damon versuchte sich aufzurappeln.
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BeitragThema: Re: Geisterstunde   So 08 Nov 2015, 19:20

Dass Colonell nicht als Rennpferd geboren war, konnte man sehen. War ja aber auch nicht unbedingt nötig, denn es gab genug Reiter, die es eher gemütlich angehen lassen wollten. Für Damon war das heute eher ein Nachteil, aber er nahm es seinem Pferd wohl nicht übel. Ging ja auch eher um den Spaß an der Geschwindigkeit und sie wollten sehen, was Dancer zu bieten hatte. Der hatte seine Reiterin definitiv nicht enttäuscht. "Was bekommt denn der Sieger von einem Pferderennen?", wollte Elena breit grinsend wissen. Es war definitiv ein unfaires Rennen, aber auch Damons Idee, also musste er jetzt damit leben. Auch er war der Meinung, dass Dancer sehr gut gelungen war. "Meinst du wir können herausfinden, ob es noch mehr Nachkommen von euren Pferden gibt?", wollte Elena wissen. Die Chancen standen gut, dass noch mehr Fohlen in dieser Zuchtlinie geboren worden waren und vielleicht lohnte es sich ja ein bisschen zu suchen. "Vielleicht weiß Ann ja etwas!", immerhin musste sie ja wissen woher Dancer stammte.
Nachdem sie gemütlich im Schritt den Rückweg antraten berichtete Damon auch, woher er die Bennetts kannte. Elena hörte aufmerksam zu und war doch ein bisschen froh darüber, dass die Vorfahrin von Bonnie nichts mit dem Tod von Damons Frau zu tun gehabt hatte. Dass sie für diese Katherine gearbeitet hatte, konnte man ihr ja nicht direkt vorwerfen und Damon sagte selbst, dass er sie nicht verdächtigte. Wenn sie die Tageslichtringe verteilt hatte, hatte sie ja sogar geholfen. "Kennst du ihren Namen? Vielleicht taucht sie ja in einem Stammbaum auf? Oder es gibt sogar noch Aufzeichnungen von damals!" Elena wusste, dass es bei den Bennetts viele alte Bücher gab, sicher auch einige magische. Wenn irgendwas über diesen Zauber zu finden war, dann wohl in diesen Büchern. "Vielleicht können wir ja mal gemeinsam mit Bonnie sprechen ... wobei ich fürchte, dass sie dir gegenüber ein bisschen skeptisch ist!" Ob das nun an der Tatsache lag, dass er ein Vampir war oder irgendwas mit Damon Persönlichkeit zu tun hatte, konnte Elena nicht sagen.
Ehe sie überhaupt eine Vermutung anstellen konnte, stöhnte Damon plötzlich auf und rutschte vom Pferd. Erschrocken sah Elena ihn an, bis sie den Pfeil in seiner Schulter entdeckte. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck und auch Dancer wurde unruhig. Damons gekeuchte Worte hörte Elena zwar, reagierte aber gerade mit dem Gegenteil. Sie würde ihn sicher nicht einfach hier liegen lassen. Elena brauchte einen Moment länger, bis sie den schwarz gekleideten Mann entdeckte, der aus dem Wald trat. Scheinbar hatte er gezielt auf Damon geschossen und ... er kannte sogar seinen Namen? Verwirrt sah Elena von Einem zum Anderen, merkte aber schnell, dass nun keine Zeit war um lange zu überlegen. Der Fremde meinte es ernst und zumindest so viel wusste Elena inzwischen: Ein Holzpfeil ins Herz war sogar für Vampire tödlich. Dementsprechend stand fest, dass Damon hier weg musste und das so schnell wie möglich. Schnalzend und rufend sorgte Elena bei den Pferden für noch mehr Unruhe, so dass auch Colonell anfing zu tänzeln. Das entstehende Durcheinander nutzte sie, um sich ein Stück runter zu beugen und Damon einen Arm entgegen zu strecken. "Komm schon ... du musst hier rauf! Los!" Wenn er erstmal hinter ihr auf dem Sattel saß, würde Dancer sie schon schnell genug wegbringen .... hoffentlich!
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