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 Letzte Momente

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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Fr 01 Apr 2016, 22:39

Damon kniete sich neben das Sofa und sah Elena an. Jetzt erinnerte der sonst so impulsive Vampir an ein Häufchen Elend und es war ihm total egal ob Caroline und Stefan ihn dabei sahen oder nicht. Elenas Leben war vorbei und seines auch. Sie waren verbunden für immer und wenn er ihr nur noch in den Tod folgen konnte war das sein Weg. Auf Carolines Frage antwortete er deshalb nicht, der wollte nicht laut aussprechen, dass Elena tot war. Das konnte und durfte nicht sein, ganz einfach. Caroline zeterte und jammerte, aber Damon schien es gar nicht zu hören. Er war in seiner eigenen Trauer verloren und nicht in der Lage an jemand anderen zu denken.
Nur als Stefan ihm die Hand auf die Schulter legte reagierte er und hob den Kopf um seinen Bruder mit verweinten Augen anzusehen. Ja Elena hatte es schon einmal geschafft, aber diesmal … ihr Körper zeigte keinerlei Lebenszeichen mehr, wurde rasch kühler und Damon hatte keine Ahnung wie dieses Wunder funktionieren sollte. „Wie?“ fragte er Stefan verloren und fassungslos. Wie sollte Bonnie helfen? Sie war eine junge Hexe und noch dazu nicht besonders fähig wenn man Damon fragte. Wie sollte also ausgerechnet sie das Ruder herum reißen? Vielleicht wollte Damon sich auch nur keine Illusionen hingeben. Er fühlte sich müde, kalt und leer. Ohne Elena machte nichts mehr in seinem Leben Sinn. Gar nichts!
„Tut was ihr nicht lassen könnt“, murmelte Damon verloren in seiner Trauer, streichelte Elena immer wieder über die Wangen und konnte nicht aufhören um sie zu weinen.
Stefan nahm aber Caroline an die Hand und rief Bonnie an. Das tat er aber erst als sie draußen waren. „Lassen wir Damon einen Moment für sich“, sagte er zu Caroline als Bonnie zugesagt hatte zu kommen. Stefan wollte draußen mit Caroline warten, denn Damon konnte gerade niemand mehr helfen. „Ich räume nur eben … Leiche weg“, fügte er leise hinzu. Gemeint war damit natürlich nicht Elena, sondern Katherine.

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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 16:46

Auf Caroine stürzte ein Haufen verschiedener Gefühle ein, mit dem sie so gar nicht umgehen konnte. Jeder der drei hatte seine eigenen Methoden um damit umzugehen, aber wirklich fertig wurden sie mit der Trauer alle nicht. Damon versank in seiner Dunkelheit, Caroline versuchte sich mit irgendwas abzulenken, was nun zu tun wäre und Stefan versuchte seinem Bruder zu helfen. Auf jeden Fall brauchte Damon nun auch den Beistand, denn Stefan war alles was ihm blieb. Letztendlich ließ Caroline sich dann aber wieder in die Küche schieben, denn Damon brauchte tatsächlich einen Moment für sich. Auch Caroline wurde nicht ruhiger, die Tränen liefen ihr über die Wangen und die Hände zitterten, weil der Schreck immer noch tief saß. Deswegen war es ihr auch wichtig, dass Bonnie herkam. Selbst wenn sie nichts für Elena tun konnte -Caroline hoffte jedoch, dass sie es konnte- dann waren sie wenigstens zusammen. 
Trotzdem umarmte sie nun auch Stefan, denn sie brauchte einfach Halt und er war der Einzige, der ihr das geben konnte. Als er meinte sie sollten Katherines Leiche wegräumen nickte sie leicht. "Ich hoffe sie schmort für immer in der Hölle!" Es gab ja die Unterschiedlichsten Theorien für das Leben nach dem Tod und bei Vampiren war es wohl besonders fraglich, aber wenn es sowas wie eine Hölle gab, dann hatte Katherine die eindeutig verdient.
Es war kalt und dunkel. Elena konnte sich nicht orientieren, sie wusste auch nicht was passiert war, aber es war unendlich dunkel und ihr war so kalt. Ganz leise, irgendwo weit weg hörte sie jemanden. Irgendwer sprach mit ihr und so nach und nach wurde die Stimme lauter und klarer. Es war Damon und er hörte sich gar nicht gut an. Schlagartig fiel Elena wieder ein was passiert war: Jemand hatte Damon angegriffen, er hatte reglos auf dem Boden gelegen. Aber er hatte die Augen wieder aufgemacht, es war ihm doch besser gegangen .... was war dann passiert? Elena begann gegen die Dunkelheit zu kämpfen und schlagartig konnte sie die Augen öffnen. Sie spürte einen Druck auf der Brust, holte röchelnd Luft und hustete. Sie fühlte sich als wäre jemand mit einem LKW über sie drüber gefahren, was war nur los? Ihre Kehle war trocken und der Hals brannte, weshalb wieder nur ein Keuchen zu hören war als sie versuchte etwas zu sagen.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 18:58

Damon hatte den Kopf hängen lassen und bereitete sich darauf vor diese Welt zu verlassen. Stefan hatte Caroline das war gut so. Nur für seinen Bruder zu bleiben, ohne die Hoffnung Elena wieder zu sehen, das konnte er nicht. Doch dann hörte er ein Geräusch... ein Atemzug und dann ein Herzschlag. Zuckartig hob er den Kopf und sah, dass Elena wieder lebte! Sie hustete und Damon war sofort bei ihr. „Elena?“ fragte er besorgt und streichelte ihre Wange, fasste ihre Hände und sah sie an. Sie wirkte orientierungslos und Damon wusste gerade nicht mal, ob sie wirklich bei sich war und sie ihre Sinne beisammen hatte. „Elena...“, flüsterte er leise und streichelte sie wie man ein Kind streicheln würde, das aus einem schlimmen Traum erwachte. Damon verstand gar nichts. Sie war doch tot gewesen. Sie hatte sein Blut nicht getrunken. Oder hatte sie doch ein paar Tropfen bekommen? „Wie... wie kann das sein?“ fragte er mehr sich selbst und nahm den Blick nicht von Elena, weil er Angst hatte, sie könnte doch wieder sterben. Es war ein Wunder. Und zwar eines an er nicht zu glauben gewagt hätte.
„Stefan? Caroline?“ rief er weil er seinen Augen kaum traute und von ihnen die Rückversicherung haben wollte, dass er nicht träumte. Konnte das sein, dass Elena lebte und wieder bei ihnen war. Über ihren Zustand aber sich Damon ganz und gar nicht im Klaren. War die Kugel noch drin? War das geheilt, weil sie doch etwas von seinem Blut getrunken hatte. Damon wusste es nicht. Aber was er wusste war, dass er froh und erleichtert war, dass sie wieder da war... und hoffentlich auch blieb. „Atme, Elena, einfach ruhig atmen. Ich bin da“ versuchte er sie zu beruhigen, streichelte sie weiter und ließ Elena keine Sekunde los oder aus den Augen. „Alles wird gut... hörst du mich?“ fragte er sie weiter und hoffte, dass sie vollends zu sich kam. Noch wagte er nicht komplett aufzuatmen und Entwarnung zu geben. Aber ein wenig Hoffnung keimte natürlich.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 19:38

Die ersten Atemzüge waren schwer, es fühlte sich an als hätte sie eine Ewigkeit lang die Luft angehalten. Deswegen schnappte Elena recht hektisch nach Luft, bis Damon sie beruhigte. Er war da, er berührte ihre Wange und er redete mit ihr. Ruhig atmen ... langsam atmen .... immer wieder wiederholte Elena die Worte, bis sich ihre Atmung wieder normalisierte. So langsam realisierte sie auch, dass sie im Haus der Salvatores auf dem Sofa im Wohnzimmer lag. Aber warum? Damon war doch verletzt worden, wieso lag sie nun auf dem Sofa? "Wasser..", bat Elena, weil ihre Kehle so trocken war, dass sie kaum sprechen konnte. Erst als sie einen Schluck getrunken hatte, wurde es ein bisschen besser, aber so richtig war der Durst nicht gelöscht. Auf Damons Frage hin nickte sie leicht, denn hören konnte sie ihn gut. Sie verstand nur einfach nicht so richtig was los war. "Was ... was ist passiert?", fragte Elena deswegen, als sie ihre Sprache wieder gefunden hatte. 
So langsam setzte Elena sich auf, denn bis auf die trockene Kehle fühlte sie sich eigentlich ganz gut. Aber natürlich machte sie sich Sorgen um Damon, denn gerade noch hatte er leblos vor ihr auf dem Boden gelegen. "Was ist mit dir? Geht es dir gut? Was ist passiert?", fragte Elena, denn natürlich wollte sie sicher gehen, dass es Damon gut ging. Er sah allerdings wieder relativ fit aus und nur deswegen blieb Elena relativ ruhig. Ihr fiel aber natürlich auf, dass er vollkommen verheult war und auch sonst komplett fertig aussah. 

Ehe Damon antworten konnte, tauchten auch Stefan und Caroline auf, die Blondine brach sofort wieder in Tränen aus und fiel Elena um den Hals. "Wie kann das sein? Ich hab gedacht wir hätten dich verloren?", schluchzte Caroline. Elena verstand das nicht so richtig, nahm ihre Freundin aber natürlich in den Arm. Auch Stefan sah ziemlich überrascht aus, sah aber auch kurz zu Damon, denn der sah schon deutlich besser aus als vorher. "Elena ... kannst du dir das erklären?", fragte Stefan, aber sie schüttelte nur ahnungslos den Kopf. Dabei ging aber Caroline ein Licht auf und plötzlich wurde sie ganz aufgeregt. Sie wischte sich die Tränen weg, aber da kamen schon die nächsten. "Gestern .... Elena hat sich in die Hand geschnitten .... beim Kochen!", stammelte sie los. "Ich hab ihr mein Blut gegeben!" Und damit war nun auch klar was los war. Caroline wusste aber nicht so recht, was sie darüber denken sollte und auch Stefan wirkte bedrückt. "Ich dachte es wäre zu lange her, ich hätte nicht gedacht dass...." Nun war es Elena, die nicht mehr so richtig wusste worum es ging. "Kann mir jetzt endlich jemand erklären was hier los ist?"
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 21:20

Damon beobachtete wie Elena langsam wieder zu sich kam. Während dieser ganzen Zeit hörte er nicht auf mit ihr zu reden, sie zu streicheln und zu küssen. Einmal hatte er das Gefühl, dass es ihr half und zum anderen beruhigte es auch ihn. Als sie Wasser verlangte brachte es ihr Caroline und Damon stützte Elena, damit sie sich nicht auch noch verschluckte. Ihre Stimme fand sie dank des Wassers wieder. „Katherine hat dich angeschossen“, erklärte Damon und sah sie immer noch verwundert an. Sie war tot gewesen, ihr Herz hatte kein Blut mehr durch ihre Adern gepumpt. Da war er sich ganz sicher. „Mach dir keine Sorgen um mich. Mir geht es sehr gut. Und um Katherine musst du auch nicht mehr nachdenken. Sie ist nun ein wenig … kopflos.“ Damon versuchte diesen lahmen Scherz.
Dann ging die Ursachenforschung los. Caroline und Stefan fanden durch den kurzen Dialog heraus, wie dieses Wunder, das keines war, zustande kam. Damon gefiel das nicht... Elena ein Vampir? Das hatte sie nie gewollt. Aber besser als tot. Wenn dann musste man es pragmatisch sehen. Trotzdem brauchte es einen Moment bis Damon das verstand was das alles nach sich zog.
Elenas Frage war daher berechtigt und obwohl Damon sich einmal wünschte nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und er krampfhaft überlegte wie er es schonend verpacken konnte. Heraus kam: „Du wirst ein Vampir Elena.“ Zack die Bohne... Damon blinzelte, als könne er selbst nicht glauben das gesagt zu haben. „Du weißt ja, wenn ein Mensch mit Vampirblut im Kreislauf stirbt, erwacht er nach einiger Zeit wieder. Nimmt er dann Menschenblut zu sich, ist die Verwandlung komplett.“ Damon wusste, dass es schwer werden würde. Aber Caroline hatte es geschafft. Elena würde es auch schaffen. Am liebsten würde er gleich Menschenblut holen. Zunächst einmal sollte Elena das verdauen, was geschehen war. „Wir stehen dir bei... wir sind bei dir“, versicherte ihr Damon und sah zu Caroline und Stefan die nickten. Natürlich würden auch sie Elena beistehen. Das war sicher auch nötig, aber nicht unmöglich.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 21:47

Damons Beistand half Elena und weil er sie anlächelte, streichelte und küsste gab ihr das Sicherheit. Das musste doch heißen, dass alles irgendwie in Ordnung war und so blieb auch Elena ruhig. Sie bekam Wasser und fühlte sich eigentlich normal, weshalb es eine Weile dauerte, bis sie die Situation überblicken konnte. Als Damon es dann aber erklärte wurden ihre Augen groß. Elena sah an sich herunter, doch da war keine Wunde und Schmerzen hatte sie auch nicht, wie also.... "Ihr habt mich geheilt!", mutmaßte sie und versuchte immer noch sich daran zu erinnern, was eigentlich passiert war. Scheinbar ging es ihr aber gut, denn von einer Schussverletzung konnte Elena nichts spüren, also war schon alles gut. Was Damon über Katherine sagte ließ sie dann aber erstaunt zu ihm sehen. "Hast du sie .... getötet?", fragte Elena. Traurig war sie darüber nicht gerade, aber erstens hatte sie damit gerechnet, dass Klaus das schon längst getan hätte und zweitens war das bestimmt nicht so einfach. Wie es aussah hatte Damon es aber geschafft und deswegen nickte Elena leicht, denn das war auf jeden Fall eine Sorge weniger.
Dafür kam aber schnell die nächste Sorge, denn was Caroline da andeutete gefiel Elena so gar nicht. Erst hoffte sie noch, dass sie einfach das Falsche dachte. Aber Dank Damon stellte sich heraus, dass Elenas Vermutung richtig war. So langsam begriff sie, dass sie hier und jetzt gerade gestorben war. Sie war tot. Das musste Elena erstmal verdauen und deswegen sah sie nun auch wieder vollkommen verunsichert zu Damon. Er war der Einzige, der ihr in einem solchen Moment Sicherheit geben konnte. Er versicherte ihr auch, dass er für sie dar war und ihr helfen wollte. Elena ging aber ein weiterer Gedanke durch den Kopf: "Ich kann kein Vampir sein!"
Einen Moment lang war es still. Caroline und Stefan wechselten einen Blick, aber keiner wusste so recht was er sagen sollte. "Ich kann kein Vampir sein!!", wiederholte Elena deshalb. Sie konnte sich absolut nicht vorstellen, wie es nun weiter gehen konnte. "Ich kann kein Blut trinken..." Denn dann müsste sie einem Menschen etwas tun, sie würde vielleicht sogar einen Menschen umbringen und damit könnte Elena einfach nicht Leben. So langsam kamen ihr die Tränen, denn das bedeutete für sie, dass sie hier und heute sterben würde.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 02 Apr 2016, 22:49

Leider lag Elena falsch. Niemand hatte sie geheilt. Damon sah die aufsteigende Angst in Elena und wollte sie beruhigen aber so ganz gelang ihm das jetzt nicht mehr. Er widersprach ihr trotzdem nicht gleich, sondern beantwortete lieber ihre anderen Fragen. „Ja, ich habe sie getötet.... Katherine wird uns nie wieder belästigen.“ Stolz war Damon nicht darauf, es war ihm gleichgültig, dass sie tot war. Er wollte nur Sicherheit für Elena. Das war alles was zählte. Womöglich war jedoch genau das jetzt nicht genug.
Ihre Verunsicherung war greifbar und darum ließ Damon ihre Hand nicht los. „Wir schaffen das Elena. Hab kein Angst... wir sind alle für dich da.“ Er konnte verstehen dass sie Bedenken hatte, aber alles war besser als der Tod. „Doch du kannst das.“ Damon sah Elena mit sicherem Blick an. „Caroline kann es, Stefan kann es... da kannst du es auch.“ Es war natürlich eine gewaltige Änderung im Leben. Damons Blick ging zu Caroline und Stefan in der Hoffnung auf Unterstützung. „Du kannst es schaffen Elena“, sagte Stefan, wobei diesem ein wenig mehr Überzeugung in der Stimme nicht geschadet hätte, fand Damon.
Caroline blinzelte benommen. „Ich weiß, dass du das kannst Elena. Ich brauche dich.“ Gut, das klang schon besser fand Damon und so drückte er die Hand seiner Freundin. „Siehst du... und du kannst Blutkonserven trinken wie Caroline, oder auch Eichhörnchen jagen, wie Stefan. Ganz wie es dir gefällt.“ Weil Elena jetzt aber weinte, nahm Damon sie in den Arm und streichelte ihren Rücken. „Möchtest du einen Moment für dich?“ fragte er. Wobei er sie nur ungern allein lassen würde. „Oder wollen wir zwei raus gehen an die frische Luft?“ bot er ihr an und hoffte, dass es schnell dämmerte, sonst wäre ihr die Sonne womöglich jetzt schon unangenehm.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 03 Apr 2016, 16:18

Dass Katherine tot war, war die einzige gute Nachricht des Tages. Elena verstand es trotzdem noch nicht so ganz. "Aber warum hat sie das gemacht? Man schießt doch nicht einfach so auf irgendwelche Leute! Warum war sie überhaupt hier?" Gut, vielleicht war das ein bisschen naiv, denn Katherine erschoss sehr wohl einfach mal so irgendwelche Leute. Aber Elena konnte sich das nicht so richtig vorstellen und wenn sie schon sterben musste, dann wollte sie wenigstens wissen warum. Es musste zumindest einen Grund geben. 
Schnell gab es aber ein wichtigeres Thema, denn sowohl Caroline, als auch Stefan und Damon waren sicher, dass Elena ebenfalls ein Vampir sein konnte. Damon schien gar nicht daran zu zweifeln, dass es so kommen würde. Caroline versuchte zumindest ihre Freundin zu überreden und natürlich ging es Elena elendig schlecht dabei, wenn sie daran dachte ihre Freunde hier zurück zu lassen. Lediglich Stefan schien zumindest zu verstehen, warum sie sowas sagte. Elena hätte selbst nicht erklären können, warum sie es so sehr ablehnte ein Vampir zu sein. Ihre drei besten Freunde waren Vampire und sie kamen zurecht, mehr oder weniger jedenfalls. Es war auch nicht, dass Elena sie für das verachtete was sie taten. Aber für sich selbst konnte sie sich das absolut nicht vorstellen. Sie würde es schon nicht ertragen jemanden zu verletzten, doch der Gedanke daran einen Menschen zu töten machte ihr solche Angst, dass sie alles dafür tun wollte um das zu verhindern. Die sicherste Variante war da eindeutig kein Vampir zu werden.
Auf Damons Vorschlag hin nickte sie, denn ein bisschen frische Luft konnte nicht schaden. "Lass uns raus gehen!" Sie trank noch das restliche Wasser und ging dann mit Damon in den Garten. Weil die Sonne heute irgendwie blendete, setzte Elena sich mit ihm auf eine Bank im Schatten. Elena fühlte sich müde, ihre Augen taten in der Sonne weh und der Durst verging immer noch nicht. Am liebsten hätte Elena sich einfach in ihrem Bett vergraben. Decke über den Kopf und alles wird wieder gut. 
So leicht war es aber leider nicht und Elena war bewusst, dass sie mit Damon darüber sprechen musste. "Damon ... ich meinte das ernst, ich kann kein Vampir sein!", wiederholte sie dann nochmal. Sie erwartete nicht von ihm, dass er es akzeptierte, aber trotzdem musste sie es ihm sagen. "Ich .... ich habe nicht die Selbstbeherrschung von Caroline. Ich weiß, wie schwer es für Stefan ist und ich sehe doch, wie sehr ihr alle euch manchmal quält!", ein Vampir zu sein hatte auch Vorteile, aber es gab eben auch die Schattenseiten. "Ich kann das nicht ... ich will das auch gar nicht!"
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 03 Apr 2016, 17:24

„Katherine braucht keinen Grund um Böses zu tun. Sie tut es einfach“, stellte Damon sachlich fest als ginge es um die Einkaufsliste. Sehr wahrscheinlich war es verletzte Eitelkeit, weil Stefan sie weiter ablehnte, ebenso wie Damon. Außerdem hatte er Katherine in dem Moment vergessen in dem er den Abzug gezogen hatte. Aus und vorbei!
Elena war ihm wesentlich wichtiger. Und um sie ging es jetzt. Ein Vampir zu werden hatte Elena nie auf ihrer To Do Liste gehabt und das wusste auch Damon. Seiner Meinung nach war das aber immer noch sehr viel besser als tot sein. Aber unendlich viel Zeit um sich jetzt zu entscheiden hatte sie nicht. Zeit für ein wenig Zeit draußen war aber noch und so nahm Damon ihre Hand und führte sie nach draußen. Da kam auch schon Bonnie eeeeeeeendlich mal angedüst. Damon hielt seine Hand mit dem Tageslichtring hoch und wedelte damit. Stefan und Caroline sollten das Hexchen schon mal dazu bringen einen anzufertigen. Dann wäre das Problem schon mal gelöst.
Draußen setzten sie sich in den Schatten und Damon legte die Hand um Elena. Sofort wiederholte sie, dass sie kein Vampir sein konnte. „Ach Selbstbeherrschung wird überbewertet“, winkte er erst einmal ab. „Du wirst es lernen... du hast Care den Orga Bär und Stef das Psycha Tier. Und du hast mich für die wirklich guten Dinge im Leben“, zwitscherte Damon und wackelte verheißungsvoll mit den Augenbrauen. „Du kannst das und du willst das“, sagte er und nahm ihre Hände in seine um sie zu küssen. Er wollte jetzt nicht jammervolle Dinge sagen wie: Ich kann ohne dich nicht leben, oder denk nur an Jenna und Jeremy. Sie überleben das nicht. Damon wollte, dass Elena um ihrer selbst Willen leben wollte. Wobei wenn gar nichts anderes mehr ging würde er es wohl auch auf die Masche versuchen.
„Elena... Vampir zu sein ist nicht das Ende der Welt. Ich weiß, dass du es nie geplant hattest. Ich weiß, das es nicht leicht wird. Aber du hast Freunde die so gerne für dich da sein wollen. Und du hast Pläne. Du willst den Abschluss machen, aufs College gehen, eine Ärztin werden. Willst du all das hin werfen nur weil dir nun die blöde Katherine einen Stein in den Weg gelegt hat?“ Ok der Stein war in dem Fall eher ein Gebirge aber man musste es ja nicht gleich dramatisieren. Elena konnte es trotzdem schaffen, es waren schon viel größere Chaoten als sie zum Vampir geworden, Damon zum Beispiel. Erwartungsvoll sah er sie an und lächelte leicht. „Komm, kleiner Tiger... schön weiter kämpfen.“
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 03 Apr 2016, 18:33

Am liebsten hätte Elena jetzt erstmal auf 'Pause' gedrückt, um durchzuatmen und darüber nachzudenken, was hier gerade passierte. So hatte sie es sich eindeutig nicht vorgestellt und Elena hätte schreien können vor Wut, weil das alles so schrecklich unfair war. Aber sie konnte rein gar nichts dagegen tun, außer sich mit der Situation abzufinden und eine Entscheidung zu treffen. Eigentlich dachte Elena für sie sei klar wie es nun weiter ging, aber scheinbar hatten ihre Freunde etwas dagegen und das konnte sie ja sogar verstehen. Bonnie tauchte nun auch auf, doch Damon schickte sie erstmal ins Haus zu den anderen und Elena war froh darüber, dass sie ihr nicht auch noch erzählen musste was los war. Bonnie war gegenüber Vampiren am skeptischsten und Elena hätte nicht vorhersehen können, wie Bonnies Entscheidung ausgefallen wäre. 
Trotzdem setzte sie sich nun erstmal mit Damon draußen auf die Bank. Elena versuchte mit ihm über ihre Lage zu sprechen, aber so richtig funktionierte das nicht. Elena hatte das Gefühl, dass Damon sie dabei nicht so richtig ernst nahm. Für ihn war klar wie es nun weiter gehen sollte und er schien nicht richtig wahrzunehmen, was Elena darüber dachte. Natürlich konnte sie ihn verstehen, denn für sie wäre es das Schlimmste ihn zu verlieren. Aber sollte sie deswegen so ein Leben führen? Wenn sie nachher nicht zurecht kam, wie sollte es dann weiter gehen? 
Dass ihre Freunde ihr helfen würden bezweifelte Elena nicht, denn das hatten sie immer schon getan. Aber in einem Punkt musste sie Damon widersprechen. "Nein .... nein ich will das nicht. Ich wollte das nie!" Elena schüttelte den Kopf. "Keiner von euch wollte das. Niemand hat sich das so ausgesucht!" Letztendlich hatten sie sich nicht dazu entschieden, sondern aus mangelnder Kontrolle das Blut getrunken. Elena aber hatte die Chance sich zu entscheiden, denn hier gab es kein Blut, dass sie zum Trinken verlocken könnte. Aber Damon hatte noch mehr zu bieten. Natürlich wollte sie dieses Leben und vor allem wollte sie ein Leben mit ihm, mit ihrer Familie und ihren Freunden. Doch war all das jetzt noch machbar? "Wie lange wird es dauern bis ich wieder in die Schule gehen kann ohne Gefahr zu laufen jemanden umzubringen?", denn dass sie daran zerbrechen würde brauchte Elena nun nicht zu sagen. "Und Medizin studieren? Glaubst du wirklich, dass das möglich sein wird? Wie viele Vampire kennst du, die dazu in der Lage wären?" Elena kannte das Risiko und im Moment war sie nicht bereit dazu es einzugehen. "Du hast es selbst gesagt .... früher oder später tötet jeder Vampir!"
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 03 Apr 2016, 21:11

Damon merkte zwar, dass Elena ihm zuhörte, aber dass sie es ihm abkaufte, das glaubte er nicht. Aber so konnte das hier doch nicht enden. „Ich weiß, dass du das nicht wolltest“, sagte er und drückte ihre Hand. Sie hatte auch recht, niemand von ihnen wollte es. „Es gibt so Vieles was niemand möchte und doch passiert es. Ansteckende Krankheiten, Unfälle die passieren, Krebs... niemand will das, aber es passiert. Manchmal geht es schief und der dem das passiert, der gibt den Kampf auf. Aber es gibt andere und die kämpfen... und sie kämpfen so lange bis sie wieder so glücklich wie möglich in dieser neuen Situation sein können. Alles wird anders... aber das heißt doch nicht, dass es sich nicht lohnt zu kämpfen.“ Und das entsprach nach Damons Ansicht absolut der Wahrheit.
Immerhin stellte sie dann ein paar Fragen mit denen Damon etwas anfangen konnte. „Du wirst nicht lange brauchen. Ein paar Tage.... so wie Caroline. Du musst nur einfach vor der Schule genug trinken und dann hältst du es locker bis zum Abend aus. Du kennst es doch von mir. Einmal am Tag ein paar Schlucke Blut, das ist alles... das ist doch nichts Schlimmes.“ Ja gut, niemand konnte wissen, ob Elena wirklich so ein Vorzeigevampir wurde wie Caroline, aber davon ging er jetzt einfach mal aus. „Selbst ich konnte nach wenigen Tagen wieder unter Menschen.“ Vor allem um von ihnen zu trinken, aber das behielt er für sich. „Natürlich kannst du Medizin studieren. Du kannst alles was du willst. Na ja fast alles... Kinder... du weißt schon. Das geht nicht mehr. Elena vertrau dir selbst und gib dir die Chance. Du kannst doch nicht alles hinwerfen. Dann hat Katherine letztendlich doch gewonnen. Sogar Stefan hat schon Medizin studiert.... und während dieser Zeit hat er niemand angefallen oder ist zum Ripper geworden. Vampire töten... aber das tun auch Menschen. Unbeabsichtigt bei einem Verkehrsunfall zum Beispiel. Vielleicht wirst du auch nie töten. Caroline … hat sie jemals getötet?“ Nicht das Damon wüsste. Blondie war eh der Ausbund an Tugend. Vielleicht war sie ja trotzdem das richtige Vorbild für Elena.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 03 Apr 2016, 21:37

So schnell gab Damon nicht auf und Elena schwirrte so langsam der Kopf. Sie fühlte sich müde und ihr wurde ein bisschen schwummrig, immer wenn die Sonne durch die Bäume auf sie hinunter schien. "Alles was du aufzählst sind schlimme Ereignisse, die in den meisten Fällen zum Tod führen. Und wenn sie das nicht tun wird daraus ein vielfach schwierigeres Leben!", wand Elena ein. Im Moment fühlte sie sich nicht gerade, als hätte sie die Kraft zu kämpfen. "Ich hab schon viel mitgemacht, was andere Menschen umgehauen hätte. Aber für was? Immer wenn ich eine Sache überstanden habe kommt die nächste. Vielleicht ist das mein Schicksal .... ich hätte schon damals mit meinen Eltern ertrinken sollen und seit dem gab es für mich mehr Gelegenheiten zu sterben als normal ist ... " Warum sie plötzlich so niedergeschlagen war wusste Elena selbst nicht, denn gestern Abend, als Damon endlich zurück gekommen war, war Elena wirklich glücklich gewesen. Da hatte es sich nicht angefühlt als sei ihr Leben nicht mehr lebenswert. 
Damon versuchte all ihre Bedenken zu beseitigen, doch so leicht ließ Elena sich nicht abfertigen. Natürlich konnte auch ein junger Vampir unter Menschen, aber das war immer auch verbunden mit einem großen Risiko. "Ich bin nicht Caroline .... niemand ist wie Caroline. Und du machst das schon seit über hundert Jahren. Kannst du die Leichen noch zählen?", gut ja das war gemein, aber es unterstützte Elenas Theorie. "In der Schule, bei mir Zuhause, überall hier im Dorf .... das sind meine Freunde, meine Familie. Was mache ich, wenn sich jemand schneidet, hinfällt und ein Knie aufschürft .... Nasenbluten bekommt?" Elena hatte keine Ahnung wie es sich anfühlte das Blut zu riechen und unbedingt zu wollen. Aber sie wusste wie sehr die Vampire manchmal kämpfen mussten und sie traute sich das nicht zu. "Und ein Verkehrsunfall ist ja wohl was anderes!", mit einer Hand fuhr Elena sich durchs Haar. Verzweiflung, Angst und Trauer machten sich in ihr breit und irgendwie war alles um so vieles stärker als sonst, dass sie einfach nicht wusste wie sie damit umgehen sollte.
Die ganze Situation überforderte sie komplett, weshalb Elena nun auch wieder aufstand. "Ich bin müde ... ich muss mich ein bisschen ausruhen!", sagte sie und ging wieder Richtung Haus. Einfach eine Weile die Augen schließen, das konnte doch nicht schaden. Wie viel Zeit sie hatte wusste Elena nicht, im Moment dachte sie aber nicht darüber nach. Sie würde doch sicher merken wenn es so weit war und sie eine endgültige Entscheidung treffen musste.... oder?
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Mo 04 Apr 2016, 17:14

Damon zuckte die Schultern: „Welches Leben ist schon einfach?“ fragte Damon, der hier nichts dramatisieren wollte. Wobei … genau genommen war es sehr dramatisch, aber der Vampir wusste, dass einer von ihnen beiden nicht den Kopf verlieren durfte. Nicht wie bei Katherine... sondern man sollte schlichtweg die Gedanken zusammen halten. So weit der Plan. Was die Umsetzung anbelangte, da war Damon noch unschlüssig.
Er merkte auch wie niedergeschlagen Elena inzwischen wirkte. Darum rutschte er näher an sie heran und legte den Arm um sie. „Ich weiß Elena... es ist mehr als gut für dich ist. Aber kampflos aufgeben kommt für dich nicht in Frage“, flüsterte er und streichelte mit dem Zeigefinger ihre Wange. „Und wenn du mich fragst wofür du das tust? … Für dich... tu es für dich! Tu es für das College, den Abschluss an der Uni, die Möglichkeiten die du hast, die Reise nach Europa die du mit mir oder mit deinen Freundinnen unternehmen wirst.“ In erster Linie musste sie es für sich tun, aber es konnte langsam nicht schaden die anderen auch zu erwähnen. Elena zweifelte zu sehr. Mehr als gut war in dieser Situation. „Und du könntest es auch für Jeremy tun, für Jenna.... für Bonnie und Caroline, für den Langweiler Matt und den Streber Stefan … und ein bisschen auch für mich.“ Er hatte weitergelebt, weil er dieses kleine bisschen Hoffnung gehabt hatte Elena eines Tages wieder zu sehen. Dennoch würde er sein Leben beenden wenn Elena nun aufgab, denn dann war alle Hoffnung dahin. Das erwähnte Damon aber nicht. Es war ganz einfach nicht erwähnenswert. Sein Leben bedeutete nichts mehr, wenn er Elena verlor.
„Ich kann die Leichen zählen, Elena... ich kann es …. aber die Zahl würde dich erschrecken. Einfach weil ich unberechenbar und impulsiv bin... zumindest so lange ich dich nicht habe. Aber so bist du nicht. Nasenbluten wird dich nicht interessieren... du wirst sogar Ärztin werden können. Als Vampir verstärkt sich das was du ohnehin schon bist. Und du bist zuverlässig, warmherzig und mitfühlend. Daraus kann gar Nichts schlechtes entstehen. Wie soll das gehen?“ fragte Damon. Sie wurde hoffentlich kein solcher Ausbund an Tugend wie Lexi oder Caroline... ein wenig mehr Pep wäre nicht schlecht.
Doch Elena stand auf und wollte sich hinlegen. Damon sah ihr nach. Sehr viel Zeit hatte sie nicht mehr und dass sie jetzt schon müde wurde bewies das. Aber er ließ sie trotzdem erst einmal gehen, folgte ihr aber in einem gewissen Abstand. Vielleicht musste sie sich erst einmal alles durch den Kopf gehen lassen. War ja auch in wenig wild und viel.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Mo 04 Apr 2016, 21:38

Als Damon seinen Arm um sie legte, ließ Elena ihren Kopf auf seine Schulter sinken und schloss für einen Moment die Augen. Genau so fühlte sie sich sicher und geborgen. Das war genau das was sie brauchte und deswegen gönnte Elena sich den Moment Ruhe. Damon sprach trotzdem weiter und was er sagte berührte sie nun doch sehr. Ob sie die Kraft hätte das für sich zu tun wusste Elena nicht. Niemand konnte sagen was die Zukunft brachte und ob sie all diese Dinge überhaupt jemals tun würde, egal ob als Mensch oder als Vampir. Aber dann erwähnte er all ihre Freunde und spätestens jetzt wurde Elena nachdenklich. Sie alle hatten schon so viel Leid erlebt, hatten Menschen verloren und Verluste erlitten. Was würde passieren, wenn sie das nun nochmal erleben mussten? Würden sie sich wieder davon erholen? Elena wurde immer unsicherer und wusste nun so langsam wirklich nicht mehr was sie tun sollte. Am liebsten hätte sie einfach die Zeit zurück gedreht um erst gar nicht darüber nachdenken zu müssen. 
Damon bewies sehr viel Geduld für sie und blieb aber trotzdem hartnäckig. Er wusste scheinbar genau welche Knöpfe er bei ihr drücken musste und Elena zweifelte so langsam daran, ob sie wirklich dabei war die richtige Entscheidung zu treffen. Was war denn, wenn Damon recht hatte? "Was macht dich da so sicher?", fragte sie ziemlich hilflos, hob leicht den Kopf und sah zu Damon auf. Für ihn schien es gar keine Frage zu sein, dass sie es zusammen schaffen würden, aber Elena war da einfach nicht so sicher. Gerne hätte sie einfach so positiv gedacht wie Damon, aber das war irgendwie nicht so leicht. Trotzdem war sie ihm dankbar für seinen Beistand, doch nun brauchte Elena einfach ein bisschen Zeit für sich.
Ihr Plan war sich in Damons Zimmer eine Weile hinzulegen, einfach um Kraft zu sammeln und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Vielleicht war es dann leichter eine Entscheidung zu treffen. So weit kam sie aber nicht, denn in der Küche wo die anderen saßen lagen noch die Blutbeutel auf dem Tisch, die Caroline vorhin für Damon geholt hatte. Elena roch zum ersten Mal das Blut, spürte wieder das Kratzen in ihrer Kehle und empfand auf einmal einen Durst, den sie so noch nie gefühlt hatte. Langsam ging Elena auf den Tisch zu, aber sollte sie das wirklich tun? Dem nachgeben?
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Di 05 Apr 2016, 10:03

Damon merkte, dass Elena langsam ans Ende ihrer Kräfte kam. Sie lehnte sich an ihn und er wusste genau, dass sie jetzt einfach nur ihre Ruhe haben wollte. Leider könnte diese Ruhe nun schnell tödlich werden, deshalb ließ Damon sie gewähren. „Was mich so sicher macht?“ fragte Damon als sie ihn müde ansah und lächelte verliebt und mit diesem Blick der nur Elena gehörte. „Du... du machst mich so sicher.“ Elena konnte sich selbst nicht so kennen, wie er sie kannte. Aber sie war eine liebenswerte Persönlichkeit und nicht nur für ihn das Beste was ihm passieren konnte, sondern für viele andere auch. „Du hast diese fürsorgliche Ader, du bist immer für andere da... herr je Elena, wie soll daraus ein Monster werden? Das geht nicht. Nur weil du ein Vampir wärst, verlierst du dich doch nicht selbst. Es ändert sich Vieles, dass will ich gar nicht leugnen, aber du wirst immer Elena bleiben.“ Er wusste, dass es schwer war und er hätte es ihr gern erspart. Aber aufzugeben erschien Damon falsch, weil Elena einfach kein Mensch war der einfach aufgab. Eine Krise und Selbstzweifel waren durchaus erlaubt, aber dann sollte sie sich wieder aufrappeln.
Damon wartete im Garten und gab ihr ein wenig Zeit. Ein paar Stunden hatte sie sicher noch, aber sie würde immer schwächer werden.
Bonnie hatte Caroline und Stefan vor der Türe getroffen und erfahren was passiert war. Sie war schockiert und weinte ein paar stumme Tränen. Elena hatte ihrer Meinung nach genug durchgemacht. Was sollte nun noch kommen? Trotzdem machte sie nach Carolines Vorgaben, denn modisch und schön sollte es ja trotzdem sein, einen Tageslichtring für Elena. Als sie sich wieder im Griff hatte, ging sie hinein und sah wie Elena auf den Tisch mit Blutbeuteln zu ging. Bonnie lächelte verkrampft und wischte sich ihre Tränen weg. So tapfer wie möglich ging sie auf ihre Freundin zu. „Hast du dich schon entschieden?“ fragte die junge Hexe leise und in dieser Frage lag kein Vorwurf, sondern eher die Hoffnung dass Elena blieb. Auch sie wollte ihre Freundin auf keinen Fall verlieren.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Fr 08 Apr 2016, 15:49

Was Damon sagte berührte Elena, denn im Moment glaubte er mehr an sie als sie selbst es tun konnte. Ob es deswegen richtig war sich dafür zu entscheiden wusste sie trotzdem nicht, aber es tat gut zu wissen, dass jemand hinter ihr stand. Im Moment hatte Elena nämlich das Gefühl ziemlich verloren zu sein und dank Damon wurde das ein kleines bisschen besser. Trotzdem brauchte sie jetzt noch eine Auszeit, denn Elena wusste einfach nicht wie es nun weiter gehen sollte. Sie hatte nie darüber nachgedacht wie es sein würde als Vampir zu leben, einfach weil sie sich das nicht gewünscht hatte. Ganz kurz musste sie wieder an Twilight denken, denn da war die Situation eine andere. Um ewig zusammen bleiben zu können hatte sie in Vampir werden wollen. Das brachte Elena durchaus darüber nachzudenken, was sich an ihrer gemeinsamen Zukunft mit Damon ändern würde. Dieser Gedanke machte die Entscheidung aber nur noch wesentlich schwieriger, denn natürlich wollte sie Damon nicht verlieren, aber musste sie dafür wirklich sterben?
Im Haus hatte Elena sich eigentlich hinlegen wollen, doch da hatte sie den Blutbeutel entdeckt und ohne, dass sie irgendwas dagegen tun konnte steuerte sie direkt darauf zu. Zum ersten Mal konnte sie Blut so richtig riechen und das Brennen in ihrer Kehle nahm wieder zu. Fühlte es sich so an, wenn man ein Vampir war? Elena kam nicht dazu weiter darüber nachzudenken, denn Bonnie tauchte auf und ganz automatisch machte Elena einen Schritt zurück. Sie wusste ja was ihre Freundin über Vampire dachte, auch wenn sie bei Stefan, Caroline und eigentlich auch bei Damon inzwischen eine Ausnahme machte. Auch Bonnie sah ziemlich mitgenommen aus und einen Moment lang sahen sie sich mit Tränen in den Augen an. Bei ihrer Frage senkte Elena dann den Blick und schüttelte leicht den Kopf. "Bonnie ... ich weiß einfach nicht was ich machen soll...", gestand sie. Doch mit jeder Sekunde wurde es schwieriger dem Blut zu widerstehen, weshalb Elenas Blick immer wieder zu den Blutbeuteln ging.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Fr 08 Apr 2016, 16:59

Bonnie blinzelte immer wieder Tränen weg, weil sie innerlich zerrissen war. Sie wollte nicht, dass Elena ein Vampir wurde, aber sie wollte noch sehr viel weniger, dass sie Elena für immer verlor. Beides schien ihr keine Option zu sein. „Ich will das alles nicht“, stammelte die junge Hexe und merkte wie ihr Blick immer öfters zu den Blutbeuteln ging. Lange hatte Elena sicher keine Zeit mehr. Außerdem sah ihre Freundin erschöpft und blass aus. „Es tut mir Leid, dass ich dir nicht helfen kann. Es gibt keinen Zauber um das aufzuhalten oder rückgängig zu machen was passiert ist.“ Bonnie hatte als Hexe nur begrenzte Möglichkeiten und auch im übersinnlichen Universum gab es begrenzte Möglichkeiten. Und gegen eine tödliche Verletzung gab es keinen Zauber, aber einen kleinen Hoffnungsschimmer vielleicht. Bonnie wagte nur kaum ihn auszusprechen. „Aber … vielleicht... finden wir eines Tages etwas, was es rückgängig macht... ich will es dir nicht versprechen... aber nur weil wir noch nie davon gehört haben, heißt es ja nicht dass es das nicht gibt.“ Bonnie hoffte, dass es nicht zu viel versprochen war und vorsichtig genug verpackt war. Sie ging zum Schrank, holte ein Glas und öffnete selbst den Blutbeutel um ihr einzuschenken. Langsam schob sie Elena das Glas hin. „Ich will dich nicht verlieren, Elena“, flüsterte die Hexe gebrochen, aber wenn das die einzige Möglichkeit war, Elena am Leben zu erhalten, dann sollte sie diese Chance nutzen.
Damon kam in dem Moment herein und verzog das Gesicht, weil er Bonnie sah. Er erkannte aber durch das Glas Blut auch, dass Bonnie etwas anderes im Sinn hatte, als Elena abzuraten. Trotzdem wollte er Elena eine weitere Option zeigen. Der Vampir ging langsam zu ihr und sah Elena an. Dann nahm er den Tageslichtring ab und legte ihn auf den Tisch. „Solltest du es nicht wollen, Elena... dann geh ich dennoch mit dir“, sagte Damon leise. Mit ihr leben war zwar sein Wunsch, aber er würde mit ihr auch in den Tod gehen wenn es ihr Wunsch war. Ausnahmsweise würde er es mal respektieren, was jemand anderes wollte. Er sah sie an und lächelte leicht. Das sollte keine Erpressung sein, aber er hatte so lange ohne sie leben müssen, das er es jetzt keinesfalls mehr wollte. Und das war etwas was hoffentlich Elena akzeptierte.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 09 Apr 2016, 10:35

Es war Bonnie anzusehen wie schlecht es ihr damit ging und das trieb auch Elena die Tränen in die Augen, weshalb sie ihre Freundin erstmal in den Arm nahm. "Was passiert ist, ist nicht deine Schuld. Du sollst dir keine Vorwürfe machen!", flüsterte sie Bonnie dabei zu. Dadurch wurde die Situation auch nicht besser, aber Elena wollte nicht, dass es ihren Freunden deswegen so schlecht ging. Sie wollte ihnen nicht noch mehr Kummer machen, denn sie alle hatten eigentlich schon genug durchgemacht. Dass aber sogar Bonnie ihr zu verstehen gab, dass sie sich für das Leben als Vampir entscheiden sollte war für Elena eine Überraschung. Die Hexe war von Natur aus gegen Vampire und doch war ihr das lieber als Elenas Tod. Das gab ihr nun wirklich zu denken. Vielleicht hatte sie ja tatsächlich eine Chance das alles zu schaffen, wenn all ihre Freunde so hinter ihr standen. Tatsächlich hatte Bonnie aber noch mehr aufmunternde Gedanken. "Meinst du wirklich sowas könnte möglich sein?" Schließlich gab es Vampire schon seit einer Ewigkeit und bisher hatte niemand davon gehört, dass jemand wieder zurück verwandelt wurde. Allerdings war der Gedanke auf jeden Fall sowas wie ein Licht am Ende des Tunnels, vielleicht würde ihr ja genau das helfen durchzuhalten.
Als Bonnie den Blutbeutel aufriss konnte Elena aber sowieso nicht mehr richtig klar denken. Der Geruch stieg ihr in die Nase und automatisch verstärkte sich der Durst. Vermutlich hätte sie einfach gleich danach gegriffen, denn nicht mal Elenas Selbstbeherrschung reichte aus, um dem zu widerstehen. Doch genau in diesem Moment tauchte Damon mit einer Nachricht auf, die Elenas Augen groß werden ließ. Er wollte mit ihr sterben? Sie wusste, wie groß ihre Liebe zueinander war, aber damit hatte sie trotzdem nicht gerechnet. Einen Moment lang konnte sie Damon einfach nur ansehen, aber eins stand für Elena fest: Er durfte nicht sterben. Genau genommen hatte Damon doch gerade erst wieder angefangen richtig zu leben, er hatte sich Stefan wieder angenähert und angefangen wieder mehr er selbst zu sein. Das wollte Elena jetzt nicht kaputt machen und deswegen griff sie nach dem Glas und trank das Blut. Im ersten Moment fühlte sie sich noch ganz normal, aber dann veränderte sich alles. Ihre Wahrnehmung verstärkte sich, der Durst wurde noch größer, aber vor allem waren da tausende Erinnerungen, die plötzlich auf sie einprasselten. Elena hatte keine Ahnung woher sie kamen, doch plötzlich war da ein ganzes Leben, an das sie sich vorher nicht erinnert hatte.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Sa 09 Apr 2016, 14:24

„Ich weiß nicht, ob es möglich ist, Elena... aber es wird für mich ein Ansporn sein eine gute Hexe zu werden.“ Bonnie hatte immer noch Tränen in den Augen, aber da war auch die Entschlossenheit Elena auch in Zukunft beizustehen. „Und nur weil wir noch nichts davon gehört haben, heißt das doch nicht, dass es das nicht gibt.“ Wenn Bonnie etwas in ihrem Leben gelernt hatte, dann das. Bestätigend drückte sie nochmals Elenas Hand, aber da kam Damon und Bonnie hätte ihn am liebsten schon wieder erwürgt. Auch sterben zu wollen setzte Elena nur weiter unter Druck, band Bonnie, aber da hatte der Vampir schon gesagt was er zu sagen hatte.
Dafür sagte Elena nichts mehr... sie griff nach dem Glas Blut, das Bonnie ihr eingeschenkt hatte. Damon hielt die Luft an, so schnell ging das und dann legte er intuitiv seinen Arm um Elena. Davor steckte er sich nur rasch den Ring wieder an. Er hatte keine Ahnung was nun in Elena passierte und vor sich ging. Er hatte damals eine Art black out gehabt, als Stefan ihm das Mädchen gebracht hat, von dem er trinken sollte. Dann hatte er getrunken und alle Sinne waren erhöht. Es war wie ein Rausch gewesen und dem hatte er sich eine Weile hingegeben. Nicht wie Stefan... der umgehend ein Ripper geworden war. Aber Damon hatte seinen Spaß durchaus gehabt. „Komm, setz dich, Elena“, bat er und brachte sie zum Sofa. Bonnie kam mit und setzte sich auf die andere Seite. Elena schien neben sich zu stehen, aber Damon war froh, dass Bonnie blieb. So sah Elena gleich, dass sich auch ihre menschliche Freundin nicht von ihr wich. Im Gegenteil, Bonnie lächelte sie an und zog den Ring aus der Tasche, den sie vorhin angefertigt hatte. „Elena, schau mal, ehe Damon dir einen Ring ansteckt, tu ich es lieber“, sagte sie und steckte ihr den Tageslichtring an. „Wenn dir der Stil nicht gefällt, beschwere dich bitte bei Caroline“, weinte Bonnie, aber diesmal vor Erleichterung, weil Elena bleiben und nicht sterben würde und das war alles was gerade zählte.
Damon hatte keinen Sinn für Ringe oder Gestichel. Er sah Elena besorgt an. „Wie geht es dir? Möchtest du mehr Blut?“ bot er an und schob seinen Jubel darüber, dass er Elena doch nicht verlieren würde auf. Sie musste auch glücklich werden mit diesem Leben. Aber dafür hatte sie ja ihn!
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 10 Apr 2016, 17:53

Vielleicht war das blöd, aber Bonnies Beistand war genau das, was Elena noch gefehlt hatte. Sie war kein Fan von Vampiren und sie würde sicherlich nicht jedem dazu raten diesen Schritt zu gehen. Doch wenn sogar sie glaubte, dass es die bessere Entscheidung war, dann glaubte das auch Elena. Dankbar lächelte sie ihre Freundin an, denn Bonnie schien die Hoffnung nicht aufzugeben und das würde Elena ihr nicht vergessen. "Du bist jetzt schon eine unglaublich gute Hexe!", stellte Elena aber doch nochmal klar. Gegen den Tod konnte auch Bonnie nichts tun, aber das verlangte ja niemand. Aber sie war immer da wenn ihre Freunde sie brauchten und genau deswegen wagte Elena jetzt den Schritt das Blut zu trinken. Der Moment danach war völlig normal, Elena wunderte sich über den Geschmack des Blutes, doch sie fühlte sich nichts viel anders. Aber schon in den nächsten Sekunden veränderte sich alles. Was die größte Veränderung war, hätte Elena nicht sagen können. Natürlich veränderte sich ihr Körper, ihre Gehör, ihre Sehkraft, ihre Empfindungen, einfach alle Sinne waren anders und Elena war beinahe überwältigt von dem Gefühl, wie sie die Welt nun wahrnahm. 
Am Rande bekam sie mit, wie Damon sie zum Sofa brachte, wie Bonnie sich auch jetzt wieder neben sie setzte und wie sie einen Ring bekam. Es dauerte einen Moment bis Elena begriff, dass dieser Ring sie vor dem Sonnenlicht schützen würde, denn dem konnte sie sich nun nicht mehr einfach so stellen. "Der ist sehr schön!", antwortete Elena mit einem Lächeln. Sie wusste, dass Bonnie ihn gemacht hatte und das hieß ja auch schon viel. Nun gab es aber eine weitere Veränderung und die war fast noch wichtiger. Alles was Damon hin und wieder erzählt hatte aus seinem früheren Leben als Mensch tauchte plötzlich auch wieder in Elenas Erinnerung auf. Die angeschossene Schulter, der freche junge Mann mit den schönen Augen, Faithful, Starlight, die Entführung, die Hochzeit und die Ranch am See. Alles war mit einem Schlag wieder da als sei es nie weg gewesen. Erst als Damon fragte, ob sie noch mehr Blut brauchte sah Elena ihren Freund wieder an. Sie nickte ganz automatisch, denn der Durst war nicht verschwunden. Eigentlich wollte sie aber nicht, dass Damon aufstand, deswegen griff sie nach seiner Hand. "Damon ... ich weiß es wieder. Unsere Hochzeit in der kleinen Kapelle, die Lake View Ranch .... einfach alles!", woher diese Erinnerungen so plötzlich kamen wusste Elena allerdings nicht, dafür war es einfach zu viel auf einmal.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   So 10 Apr 2016, 21:03

Bonnie lächelte bescheiden, als Elena sie eine 'unglaublich gute' Hexe nannte. Sie schrieb es sich nie auf die Flagge was sie konnte und was sie war. Aber sie tat was sie konnte für ihre Freunde und das würde sich auch nicht ändern, wenn Elena ein Vampir war. Sicher war es auch einen Teil Caroline geschuldet, dass Bonnie einige Vorurteile über Bord geworfen hatte. Deshalb konnte sie sich jetzt auch zu Elena und Damon auf das Sofa setzen und ihr den Ring geben und - glücklicherweise - gefiel er Elena auch.
Verständlicher Weise war Elena überfahren von der ganzen Situation. Damon wurde darum selbst ganz still. Als sie nickte und noch mehr Blut trinken wollte, stand Damon schon wieder halb auf und wurde dann doch von Elena zurück gehalten. Das was sie nun sagte ließ ihn den Atem anhalten. Damon schluckte trocken und sah zu Bonnie. Das sollte sie besser nicht hören, noch nicht... erst musste Elena wieder klar denken können. „Bonnie, lass uns bitte einen Moment alleine“, bat Damon überraschend höflich. Weil Bonnie jedoch merkte, dass es Ernst war tat sie ihnen den Gefallen. „Ich bin draußen bei Stefan und Caroline“, sagte sie und würde sich später wieder um Elena kümmern.
Damon aber nahm Elenas andere Hand und sah in ihr überraschtes Gesicht. Sie wirkte wie geschockt. Deshalb nahm er ihre Hand und küsste sie. Wenn ihr Tod gerade eben diese Erinnerungen wieder belebt hatten, musste es sie wie eine eiskalte Welle erwischen. Er wusste es schon immer, hatte es nie vergessen. Für Damon war es ein Teil seiner Vergangenheit, der ihm unendlich wichtig war. Für Elena aber war es eine fremde Welt... und sie wusste nun, dass ein Teil ihres bisherigen Lebens eine Lüge gewesen war. „Ich bin da, Elena.... ich war immer da und werde immer da sein“, flüsterte Damon leise. Das wusste sie nun hoffentlich. Er war die einzige Konstante im Leben die sie hatte. Die hatte sie dafür aber bombensicher. „Rede mit mir“, bat er. „Ich glaube ich habe es von Anfang an gewusst... aber wie kommst du damit zurecht?“ Sie sollte keine Sekunde alleine sein mit ihren Gedanken. Diese Erinnerungen und der Wandel zum Vampir waren viel, vielleicht zu viel für Elena. Damon nahm sich vor nun extra gut auf sie aufzupassen.
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Mo 11 Apr 2016, 20:40

Warum genau Damon Bonnie wegschickt wusste Elena nicht, aber sie hinterfragte es auch nicht. Vielleicht war es einfacher, wenn sie erstmal alles alleine besprechen konnten, denn abgesehen von Stefan wusste sonst niemand von diesem früheren Leben. Vielleicht hatte er es Caroline inzwischen erzählt, aber Elena selbst hatte mit ihren Freundinnen nicht darüber gesprochen. Erstens wusste sie nicht, wie sie es ihnen beibringen sollte und zweitens wusste sie selbst nicht, wie sie damit umgehen sollte. Damon hatte ihr einiges erzählt und irgendwie war er ja auch überzeugend, aber gleichzeitig tat Elena sich selbst schwer damit das zu glauben. Wie sollte sie es da jemand anderem erzählen?
Letztendlich war das nun aber nicht mehr von Bedeutung, denn nun wusste sie wieder alles als wäre es nie weg gewesen. Sie lächelte Bonnie leicht zu, als diese nach draußen ging und sah dann aber wieder zu Damon. Elena wusste absolut nicht was sie sagen sollte, dafür wusste Damon aber scheinbar immer das Richtige und deswegen konnte Elena ihn einfach nur einen Moment lang ansehen. Wie konnte er nur immer diese Geduld aufbringen so mit ihr zu reden. "Es tut mir so unendlich leid!", sagte Elena schließlich, ehe sie Damon umarmte und ihr Gesicht an seiner Schulter verbarg. "Du warst immer für mich da und ich habe dir so lange nicht geglaubt!!" Damon hatte eine ganze Weile gebraucht, bis sie ihm seine Geschichte  abgenommen hatte und so wirklich überzeugt war Elena wohl auch nicht gewesen, einfach weil es so schwer war das alles zu glauben. Nun wusste sie aber wieder was wirklich passiert war und nun tat es Elena unendlich leid, weil sie ahnte was ihr Damon all die Zeit durchgemacht hatte.
Auch jetzt reagierte er einfach vollkommen richtig und Elena wusste wirklich nicht mehr was sie sagen sollte. Sie hatte Damon auch als Mensch wirklich geliebt, doch jetzt wo sie wieder wusste, was sie schon alles gemeinsam durchgemacht hatten wurde dieses Gefühl noch viel stärker. Elena legte ihre Hände an Damons Wangen und küsste ihn zu allererst. Das gab ihr Sicherheit und es sagte wohl mehr als die meisten Worte. "Was hast du nur durchmachen müssen?!", flüsterte sie dann. Elenas Finger streichelten über Damons Schläfe und sie lächelte traurig. Jetzt wo sie sich ganz genau an den Damon erinnerte, den sie damals kennen gelernt hatte bemerkte sie erst wie sehr er sich verändert hatte. Es gab aber noch eine Sache, die Elena nun wusste. "Es war Klaus ... er hat mich manipuliert!" Auch daran erinnerte sie sich jetzt wieder. Klaus hatte die ganze Zeit gewusst was Sache war, aber er hatte es für sich behalten und versucht sie auseinander zu bringen. Es war allerdings schon fast erstaunlich wie viel Mühe er sich dabei gegeben hatte, diese Illusion zu erzeugen. "Aber ... ich verstehe immer noch nicht wie das möglich ist!"
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Di 12 Apr 2016, 10:31

„Dir muss gar nichts Leid tun, Elena“, sagte Damon und erwiderte ihre Umarmung. Er konnte sich gut vorstellen, dass es in ihr drunter und drüber ging. „Du hast es dir so nicht ausgesucht“, ergänzte er und war der Meinung, dass sie sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren sollte. Die Vergangenheit war längst vorbei. Jetzt ging es um ihre Zukunft. Damon würde nun mehr denn je dahinter her sein, dass ihre Träume wahr wurden. Sie hatte damals nicht studieren können, dafür sollte sie es jetzt tun und all die anderen Dinge zu denen es damals nicht mehr gekommen war. Aber das brauchte Zeit und die hatten sie jetzt auch hoffentlich schon beinah im Übermaß. Leider gab es aber eben auch ohne sterblich zu sein für einen Vampir genug Möglichkeiten um ins Gras zu beißen.
Damon streichelte Elenas Rücken und küsste ihren Kopf. „Mach dir keine Vorwürfe. Das kann als Vampir fatal werden“, riet er ihr, denn auch das würde jetzt seine Aufgabe sein, sie auf dieses neue Leben als Vampir vorzubereiten. Noch wusste er zu wenig über ihre Gefühl, aber er würde es herausfinden. Und Bonnie, Stefan und Caroline musste er ebenfalls ins Boot holen. Elena durfte in der nächsten Zeit nicht alleine sein, damit sie nicht doch Dummheiten anstellte, die sie später bereuen würde. Ihre Hand an seiner Wange bestärkte ihn in dem Kampf, dem er sich nur zu gerne stellen würde. Und der Kuss bestätigte es. „Es ist ganz egal was ich durchgemacht habe, Elena. Wir haben uns jetzt. Schau nicht zurück.... ich meinte was ich sagte, ehe du das Blut getrunken hattest. Du hast dein ganzes Leben vor dir. Reisen, Uni, einen Job als Ärztin. Das ist jetzt das Ziel. Und ich werde ein Teil davon sein“, flüsterte er und grinste schräg um das Ganze aufzulockern. „Auch da bleibe ich bei meiner Aussage... ich bleibe bis du mich in die Wüste schickst und selbst dann werde ich immer mal wieder anklopfen.“ Daran würde sich für Damon nichts ändern. Elena musste jetzt erst einmal lernen wieder Boden unter die Füße zu bekommen und mit diesem neuen Leben zurecht kommen. Das war wohl auch die Krux an der Sache... Elena musste herausfinden, was in ihrem Leben echt war und was eine Manipulation. „Wie kann ich dir nicht sagen, aber so weit ich das beurteilen kann, ist die Manipulation einige Jahre alt. Sehr vieles was du hast ist also real... zumindest die letzten zwei bis drei Jahre. Deine Freunde sind real, Jeremy und Jenna sind real und leider auch der Unfall deiner Eltern. … Na gut … da bleibt auch die Frage warum Grayson dem Grayson von damals so ähnelte.“ Damon war weder Wikipedia noch ein Lexikon. Doch vielleicht konnte man es herausfinden. „Wir werden versuchen es vor Klaus so lange wie möglich geheim zu halten, dass du ein Vampir bist. Du gehst einfach weiter in die Schule und alles wie gehabt.“ Wenn das mal nur so einfach ging...
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Di 12 Apr 2016, 20:43

Woher Damon die Kraft nahm jetzt so positiv zu sein wusste Elena nicht, aber es tat ihr unheimlich gut. Er bestärkte sie in allem, versuchte ihre Sorgen wieder wegzuwischen und irgendwie funktionierte das sogar. Die Situation wurde dadurch zwar auch nicht einfacher, aber immerhin war Elena nicht alleine und das war ein verdammt gutes Gefühl. Deswegen lächelte Elena sogar ein bisschen, als er nochmal versicherte, dass sie ihr Leben noch vor sich hatten. Sie wollte auch daran glauben, dass sie ihre Träume trotz allem noch verwirklichen konnte. Im Moment hatte Elena aber noch ziemlich mit dem zu kämpfen, was sie verloren hatte. Sie hatten sich schon ein gemeinsames Leben aufgebaut, sie hatten die Ranch und die Pferde. Elena wagte es nicht zu fragen was daraus geworden war, denn noch mehr Verluste verkraftete sie dann heute doch nicht mehr. "Ich habe sicher nicht vor dich wegzuschicken!", versicherte sie leise lachend, ehe sie Damon nochmal küsste. Egal wie schwierig alles war, im Moment schien alles leichter zu sein wenn er da war und deswegen wollte Elena sicherlich nicht darauf verzichten.
Auch sonst schien er noch einiges auf Lager zu haben, was Elena aufmunterte. Egal wie viel in ihrer Vergangenheit schief gegangen war, sie hatte hier und jetzt ihre Freunde und ihre Familie, mehr brauchte sie nicht. Ganz leicht würde es trotzdem nicht werden und das war Elena durchaus bewusst, weshalb sie Damon schon wieder ein bisschen skeptischer ansah. "Meinst du denn wir können das vor Klaus geheim halten?" Der schien seine Spitzel schließlich überall zu haben und sonst wusste er ja auch alles. "Und bist du sicher, dass ich zur Schule gehen kann?", Elena war das nicht so richtig geheuer, denn sie wollte ihre Mitschüler sicher nicht in Gefahr bringen. Nicht auszudenken, was passieren könnte... Elena schüttelte leicht den Kopf als könnte sie die Gedanken damit abschütteln. "Also ... was ist denn jetzt der erste Schritt? Also ich meine ... was muss ich machen?" Hier zu sitzen fühlte sich nicht so richtig anders an. Da war zwar immer noch der Durst, aber ansonsten fühlte sie sich wie immer. Wie also lernte man ein richtiger Vampir zu werden?
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BeitragThema: Re: Letzte Momente   Di 12 Apr 2016, 22:02

„Na da hoffe ich, dass das so bleibt“, lachte Damon, als Elena behauptete ihn nicht weg schicken zu wollen. Er wusste ja selbst, dass er nicht in die Kategorie Schwiegermuttertraum fiel. Er war impulsiv und unberechenbar und würde das wohl auch für immer bleiben. Andererseits es gab keine Schwiegermutter... nur Tante Jenna und mit der kam er eigentlich ganz gut zurecht. Den Kuss erwiderte er und sah Elena wieder an. Er merkte durchaus dass sie ihn brauchte. Nicht nur als Freund, wie ihn ein Mädchen nun mal gern hatte, sondern wirklich als Partner mit Rückgrat. Aber das war er schon einmal für sie gewesen und Damon konnte es für Elena wieder sein. Das hatte er zumindest fest vor.
Natürlich hatte sie noch Fragen und Damon versuchte sie ehrlich zu beantworten. Dramatisieren wollte er aber auch nichts. „Wie sollten es versuchen. Und es wird nicht so leicht für sie werden. Wenn du in der Schule ganz normal mitmachst und isst und all das, wird es so schnell nicht auffallen. Und ja, ich glaube, dass du es kannst. Caroline und Stefan werden bei dir sein. Sie wissen wie man erkennt wann ein Vampir die Beherrschung verliert. Und wenn dir das nicht reicht, bewerbe ich mich als Sportlehrer.“ Damon grinste dabei, aber sehr wahrscheinlich würde er auch das tun, wenn es Elena half. Elena wollte auch gleich los legen und Damon lachte breit und schief. „Recht hast du... lass uns ausgehen“, beschloss er und stand zuerst auf und brachte ihr ein weiteres Glas Blut. „Trink das... und dann noch eins. Sag einfach wann du dich gut und normal fühlst. Auch ein Vampir hat nicht ständig Durst. Du musst nur regelmäßig trinken, dann ist es leicht sich auch auf andere Dinge zu konzentrieren.“ Damon drückte ihr das Glas in die Hand und wartete bis sie getrunken hatte. „Satt?“ fragte er, denn das musste jeder Vampir anfangs herausfinden wie viel er brauchte. „Kann sein dass so kurz nach der Verwandlung der Durst etwas größer als normal ist. Das pendelt sich ein.“ Damon ging mit Elena nach draußen und verkündete dem Komitee vor der Haustür. „Wir gehen ein wenig spazieren. Euch Vögel treffen wir dann im Grill.“ Somit war die Sache klar. Er aber nahm Elenas Hand. „Gehen wir in den Wald, du musst lernen deine Geschwindigkeit zu kontrollieren.“ Am Anfang überschätzte man sich gern.
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