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 New Orleans

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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: New Orleans   So 14 Aug 2016, 20:43

Damon war heilfroh als Elena sich wieder regte. Er half ihr sich aufzusetzen und starrte auf die Blutlache auf dem Teppich… Elenas Blut. Das war mehr als knapp gewesen. Stefan war wirklich bereit gewesen sie umzubringen. „Stefan hat dir den Arm gebrochen und dein Blut getrunken. Er brach mir die Beine, damit ich zusehen musste wie du verblutest“, begann Damon tonlos. Dass es so enden würde, hatte er nicht gedacht. Das war schlimmer als alles was er sich je ausgemalt hatte. „Doch dann kam Lexi. Sie sorgte dafür, dass Stefan kein weiteres Unheil anrichten kann. Sie heilte uns mit ihrem Blut und sagte, ich solle ihn nicht wieder suchen.“ Damon sah Elena an und streckte die Hand nach ihr aus, dann zog er sie aber ganz an seine Brust. „Ich dachte, ich hätte dich verloren, Elena!“ flüsterte er heißer und musste noch mehr weinen. Das hätte er nicht verkraftet. „Es geht nicht um Stefan….er ist jetzt bei Lexi. Wenn ihm jemand helfen kann, dann sie. Ich habe schon oft Jahrzehnte ohne Stefan verbracht… ich werde es wieder schaffen. Wir können ihm nicht helfen. Aber Elena… dich … dich will ich nicht verlieren. Keinen Tag, erst Recht keine zehn Jahre. Du bist alles was zählt.“ Das hatte er jetzt immerhin erkannt. „Lass uns abreisen. Ich möchte nicht mehr hier bleiben. Leiber fahren wir noch für ein paar Tage nach Savannah, ehe wir wieder nachhause gehen.“ Und … etwas flammte in ihm auf… sie hatten Vampirblut in sich… sie könnten wieder Vampire werden. Ob Elena das klar war? Damon wartete aber noch einen Moment, bis sich alles wieder etwas beruhigt hatte, ehe er das ansprechen würde. So oder so hätten sie ungefähr 24 Stunden bis das Vampirblut von ihrem Körper vollständig absorbiert war.

„Gute Einstellung“, nickte Hailey, weil Nicki sagte, sie brauche keinen Handtaschen Köter. Bei der Ausführung dessen wie ihr Hund sein sollte grinste Hailey. „Also ich bin groß genug, ich habe Köpfchen und ich würde auf dich aufpassen. Stubenrein bin ich auch und ich haare nur ganz wenig. Bis du einen passenden Hund findest, könntest du ja mich nehmen.“ Hailey grinste beidem Vorschlag über beide Ohren und blinzelte unschuldig. In einer Sache hatte Nicki aber vollkommen recht, nach dem Überfall würde ihr ein Hund gut tun, damit jemand immer bei ihr war und aufpasste. Er würde ihr einfach einstweilen Cooper mitgeben, wenn sie unbedingt wieder alleine wohin musste. Vielleicht ließ sie sich aber auch eines Besseren belehren und nahm ihn mit?
Seine Chancen verbesserten sich womöglich gerade wegen der Bananen. „Ich kann nicht so gut kochen. Ich esse nur selber gut und wenn man meist nicht mehr als eine Feuerstelle hat, beginnt man herum zu probieren. Immer den Eintopf vom Militär… den willst du nicht essen.“ Hailey aß gerne gut, auch wenn man ihm das nicht ansah. Jetzt löffelte aber auch er den süßen Nachtisch, mit dem er bei Nicki zumindest ins Schwarze getroffen hatte. „Ich war vier Jahre beim Militär. Es war ja nicht alles schlecht. Ich habe Damon kennen gelernt und Chris… schon allein das war es wert.“ Hailey war durchaus ein loyaler Freund. „Und man kommt rum… aber nun reicht mir das erst einmal. Willst du hier bleiben in Mystic Falls, oder zieht es dich woanders hin?“ fragte er Nicki nebenbei.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: New Orleans   So 14 Aug 2016, 21:45

Auch wenn sich alles noch unwirklich anfühlte, hörte Elena aufmerksam zu was Damon erzählte. Alles war so schnell gegangen und niemand hatte mit dem gerechnet, was heute passiert war. Im Endeffekt war es natürlich leichtsinnig gewesen sich Stefan so überstürzt zu stellen. Aber trotzdem war Elena zu tiefst erschüttert, weil sie das Stefan niemals zugetraut hatte. Trotz allem hatte sie nie geglaubt, dass der Ripper auch Stefans Innerstes so sehr veränderte, denn dass er ihr oder seinem Bruder etwa tun würde war einfach unmöglich. Nun war sie eines besseren belehrt worden und ob Elena sich von diesem Schreck erholen würde, wusste sie jetzt noch nicht. 
Nun ging es aber um etwas ganz anderes, denn Elena konnte sehen wie sehr Damon in dieser Situation leiden musste. Sie drückte leicht seine Hand, als er meinte sie verloren zu haben und dann brach alles aus dem sonst so ruhigen Damon heraus. Elena klammerte sich an ihn, um ihm die Sicherheit zu geben die jetzt nötig war. "Ich bin hier!", flüsterte sie ihm zu. Den Tod konnte niemand verhindern und auch Elena konnte nicht versprechen, dass so etwas nie wieder passieren würde. Aber willentlich würde sie Damon auf jeden Fall niemals verlassen, so viel stand fest. "Ab jetzt passen wir besser auf!", stellte Elena fest. Bisher hatte sie sich um Damon nur wenig Sorgen machen müssen, aber das war jetzt eben anders. Deswegen nahm sie nun auch alle Vorschläge an, die Damon machte. "Ja, lass uns gehen...." Sie würde ihn später nochmal nach Stefan fragen, aber dass er nun bei Lexi war, war nicht das schlechteste. Ehe sie aufstand, legte Elena aber nochmal ihre Hände an seine Wangen. "Wir überstehen das!"; flüsterte sie ihm zu und küsste Damon dann liebevoll.

Wenn Hailey so grinste sah er aus wie ein kleiner Junge, der gerade irgendwas angestellt hatte. Nicki musste automatisch auch lächeln, weil das irgendwie ansteckend war. Dafür, dass er eben noch behauptet hatte keine Frau zu wollen, flirtete er nun doch sehr offensiv. Nicki musste sich aber eingestehen, dass sie nichts dagegen hatte. Irgendwie gefiel ihr Hailey und deswegen durfte er auch ein bisschen mehr als manch anderer. "Wenn du auch noch bei Fuß gehen kannst, denke ich mal drüber nach!", scherzte sie nun ebenfalls. Noch wurde aber nur Cooper gekrault, der freute sich aber mindestens genauso sehr über die Streicheleinheiten. Was das Essen anging hatte Hailey eine plausible Erklärung und über den Eintopf konnte Nicki wieder lachen. Überhaupt schien sie in seiner Gegenwart wesentlich fröhlicher als sonst oft. "Dann kann ich ja froh sein, dass du mir nur die guten Sachen vorsetzt!", stellte Nicki fest.
Was das Militär anging wurde Hailey ein bisschen ruhiger und Nicki konnte sich vorstellen, warum das so war. "Chris war mal hier, ist aber schon ungefähr ein Jahr her .... das ist vielleicht ein Aufschneider!", stellte Nicki fest. Aber ja, nett war er schon auch irgendwie. Was die Reisen anging wurde Nicki wieder neugieriger. "Wo warst du überall?", fragte sie Hailey und beantwortete dann auch gleich seine Frage. "Ich würde schon gerne noch ein bisschen was sehen, aber im Moment habe ich keinen Grund Mystic Falls zu verlassen.... ich habe hier ein Zuhause gefunden!", gab Nicki zu und ließ damit zum ersten Mal wenigstens ein bisschen hinter ihre Fassade blicken, denn genau das Gefühl eine Heimat zu haben hatte ihr lange gefehlt.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: New Orleans   Mo 15 Aug 2016, 21:42

Dass Elena geschockt war, konnte Damon sehen, aber jetzt war nicht die Zeit um ihr viel Trost zu spenden. Sie hatten überlebt, das musste fürs erste reichen. Er würde sich später um sie kümmern. Jetzt wollten sie hier nur noch weg. Aber zuerst erkannte wohl Elena wie es um Damon stand und lag ihm in den Armen. Zugegeben, Damon konnte das eben selbst gut gebrauchen und deshalb erwiderte er diese Umarmung. Die klammerten sich aneinander und realisierten was geschehen war und wie knapp sie dem Tod diesmal von der Schippe gesprungen waren. „Noch besser?“ fragte Damon. „Wir haben doch schon extra gut aufgepasst“, sagte er …. Seiner Meinung nach hatten sie das auch. Der Plan war doch ganz gut gewesen, oder?
Nun entschieden sie aber endgültig zu gehen. Damon spürte wie sie nochmals die Hände an seine Wangen legte und ihn küsste. Er erwiderte den Kuss und langsam kamen sie wohl wieder richtig zu sich. „Natürlich überstehen wir das“, bestätigte auch Damon. Sie hatten schon ganz anderes geschafft. Und dass Stefan jetzt bei Lexi war, war etwas womit Damon leben konnte. „Wir wissen jetzt, dass Stefan hier und in dieser Zeit existiert. Wir wissen, dass es nicht unmöglich ist, ihn zu finden. Und wir wissen, dass er bei Mutter Theresa ist. Also … alles in allem sind wir jetzt doch etwas schlauer“, so konnte man es auch sehen und Damons Glas war grundsätzlich halb voll. Sie packten eilig ihre Koffer. Damon bezahlte an der Rezeptzion, danach ließen sie sich in einer Kutsche zum Bahnhof fahren. Dort mussten sie ein wenig auf den Zug warten. Damon hielt Elenas Hand und sah sie an. „Du weißt schon, dass wir nun Vampirblut im Körper haben…. Wir könnten…. Wieder Vampire werden“, sagte er nachdenklich und konnte wohl nicht ganz verheimlichen, wie verlockend das für ihn wäre.

Hailey merkte gar nicht, dass er flirtete. Er mochte Nicki und da kam das ganz automatisch. Wirkliche Hintergedanken hatte er trotzdem nicht, dazu hatte er zu viel Respekt vor ihr und ihrem Schicksal. Dazu mussten sie sich wirklich noch viel besser kennen lernen. „Ich könnte es lernen, das Beifuß gehen“, nickte Hailey eifrig und wünschte sich für einen Moment an die Stelle von Cooper, der gerade genießend die Augen schloss, weil Nicki offenbar richtig gut kraulen konnte. „Na also hör mal, für dich ist nur das Beste gut genug“, raspelte Hailey weiter Süßholz. Nicki wirkte gelöster und richtig fröhlich und es gefiel ihm sie so zu sehen. Wenn man das mit einem Steak und einer süßen Nachspeise erreichen konnte, konnte sie das täglich bekommen.
Mit Chris hatte sie also schon Bekanntschaft gemacht und bezeichnete ihn als Aufschneider. Oh, da musste Hailey nun aber aufpassen. „Ein Glück bin ich keiner!“ bestätigte er sich sicherheitshalber schnell selbst. Na, hoffentlich war das glaubwürdig. Da war das Thema Reisen unverfänglicher. „Ich war schon an er Westküste und die Ostküste rauf und runter. Mein Bedarf an Reisen ist auch erst einmal gedeckt. Außer die Schiffsreise mit dir natürlich.“ Das war für Hailey schon mal in Stein gemeißelt. „Woher kommst du denn? Hast du keine Familie mehr?“ fragte er, was er bisher noch nicht gewagt hatte zu fragen. Aber es wirkte so, als ob Nicki wirklich gerne einen Ort hätte der ein Zuhause war. Und eigentlich…. Ging es ihm ganz genauso.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Di 16 Aug 2016, 10:37

Einen Moment brauchten sie einfach beide die Nähe des jeweils anderen, aber dann wollten sie endgültig hier weg. Nur als Damon behauptete sie hätten gut aufgepasst, musste Elena die Augenbrauen hochziehen. "Wir haben uns in einer zwielichtigen Bar von einem nicht besonders vertrauenerweckenden Werwolf abschleppen lassen, sind mitten ins Anwesen der Mikaelsons marschiert und haben dann einen Ripper in einem Hotelzimmer eingesperrt! ", fasste die mal die Tatsachen zusammen. Dem ursprünglichen Plan gut aufzufassen entsprach das nicht so richtig. "Also ich weiß du hast da andere Maßstäbe, aber vorsichtig war das jetzt nicht gerade!", stellte Elena fest. Nun half aber gar nichts mehr und deswegen konnten sie nun einfach nur noch verschwinden. Immerhin sah Damon das ganze mal wieder positiv und so nickte auch Elena. "Hoffen wir, dass sie ihm helfen kann!" So ganz wollte aber auch Elena noch nicht aufgeben, denn eine Idee hätte sie da noch. Jetzt war aber nicht die Zeit darüber zu sprechen, vielleicht wenn sie wieder daheim waren. Kaum hatten sie alles zusammen gepackt und bezahlt, standen sie auch schon am Bahnhof. Weil sie sich jetzt nicht mehr so richtig wohl fühlte, blieb sie dicht bei Damon und hielt die ganze Zeit seine Hand, jedenfalls bis Damon eine Tatsache aussprach, die Elena sicher nicht bedacht hatte. "Willst du das etwa?", fragte sie überflüssigerweise. Damon war anzusehen, dass er angetan war von dieser Idee. Elena dagegen hatte kein einziges mal daran gedacht wieder ein Vampir zu werden  und begeistert war sie auch jetzt ganz sicher nicht. Es gab da noch einen Verdacht, den Elena hatte. Wenn er sich bestätigte, dann war für sie ausgeschlossen wieder ein Vampir zu werden. Noch war sie aber nicht sicher genug, um es Damon zu sagen...

Eigentlich blockte Nicki schnell ab, wenn jemand versuchte sie näher kennen zu lernen. Elena war da eigentlich die große Ausnahme, aber selbst mit Damon sprach sie nur selten über persönliches. Bei Hailey fühlte sie sich aber sehr wohl und deswegen war sie auch ein bisschen offener als sonst. Die Reiseberichte fielen eher kurz aus und Haileys Bemühungen ihr zu gefallen trugen durchaus Früchte. Deswegen antwortete sie nun auf seine Fragen, auch wenn sie dabei weiter an Coopers Fell herum zupfte. "Ich wurde nicht weit von hier in Atlanta geboren. Meinen Vater kenne ich nicht, meine Mutter hat immer gesagt er sei Seefahrer gewesen", erzählte Nicki. "Ich glaube aber eher er war ein Landstreicher oder so", ein besonders positives Bild hatte sie jedenfalls nicht von ihm, da machte Nicki sich gar nichts vor. "Meine Mum hatte .... Probleme. Sie starb schließlich an einer Alkoholvergiftung als ich sechs Jahre alt war!" Von dem Zeitpunkt an war Nicki alleine gewesen, jedenfalls bis Grayson sie aufgegabelt hatte. Im Endeffekt war das für sie aber nicht das Schlechteste gewesen.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Di 16 Aug 2016, 20:56

„Ja gut ok… es war vielleicht alles ein wenig spontan“, räumte Damon ein. „Aber für Manches gibt es eben keine zweite Chance.“ Ja, so klang das schon richtig gut. Dass ihr ganzer Plan nicht aufgegangen war, wollte er einfach nicht zugeben. Dass seine Pläne selten aufgingen wusste Damon eigentlich…. Aber eigentlich war er auch nicht ein Mann und konnte das nicht zugeben. „Ich muss mich eben erst wieder daran gewöhnen kein Vampir zu sein, obwohl wir ja jetzt die Möglichkeit hätten wieder welche zu werden, möchte ich nur noch mal der Vollständigkeit halber erwähnen.“ Damon babbelte mal wieder ohne Punkt und Komma, wie so oft wenn er vom eigentlichen Schlamassel ablenken wollte.
Händchen haltend standen sie am Bahnhof und Damon war genauso froh wie Elena, diese Stadt verlassen zu können. Nur die Vampir Idee… die kam nicht ganz so gut an. „Na ja … also wir hätten uns nicht so leicht überrumpeln lassen, hätten uns besser wehren können, hätten Stefan nicht seinen Triumph gegönnt…. So ein paar Kleinigkeiten wären durchaus von Vorteil. Aber du siehst gerade ungefähr so begeistert aus wie ein Kälbchen, der eben erfährt, dass es morgen Schnitzel sein wird. Also… gut lassen wir es…. Vermutlich würde uns Grace wegen dem ganzen Karma Müll und der zweiten Chance Sache eh nur eins auf den Deckel geben. Alsoooooo lassen wirs“, sagte Damon nachdem er einmal tief durchgeatmet hatte. Da kam auch schon der Zug und sie stiegen ein. Damon verräumte ihr Gepäck und war doch froh, dann in den gemütlichen Sesseln des Zugs zu sitzen. Er hielt immer noch Elenas Hand. „Jetzt schau nicht so…. Hurra, wir leben noch!“ jubilierte er leise und küsste Elena. Damon war selbst erleichtert und wusste, dass er blubberte wie ein Wasserfall… aber das war einfach auch nur die immense Unsicherheit.

Hailey kam nicht umhin Mitleid mit Nicki zu haben, obwohl er das gar nicht wollte. Sie saß vor ihm und zupfte im Fell von Cooper herum. Sie kam also aus ärmlichen Verhältnissen und war stets vernachlässigt worden. Weil er aber wusste, dass sie sein Mitleid sicher nicht wollte. Legte er seine Hand nur kurz auf ihre und drückte sie sanft. Dabei sah er ihr in die Augen und versuchte mit Blicken zu sagen, dass er bewunderte was sie nun war. „Ob dein Vater Seefahrer war oder nicht, finden wir heraus, sobald ich dich auf einem Schiff habe. Wenn dir nicht schlecht wir, war er einer“, sagte Hailey lächelnd, grinste und ließ ihre Hand weiter im Fell des Berhardiners kraulen. Trotzdem wollte Hailey ihr irgendetwas Schönes geben. Ihm war aber klar, dass Pralinen nicht das richtige waren. Da würde er gut überlegen müssen. „Du könntest mir trotzdem mal Atlanta zeigen. Was war dort dein Lieblingsort?“ fragte er und hoffte, dass sie dort eine kleine Zufluchtsstätte gehabt hatte.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Di 16 Aug 2016, 21:41

Es zeigte sich, dass Elena un Damon eine sehr unterschiedliche Auffassung von den Geschehnissen hatten. Damon sah das alles nicht mehr so eng und meinte, dass es eben manchmal so war. Elena sah ihn ein bisschen schräg an und sagte lieber nichts mehr dazu. Dass Damon eher dazu neigte alles in einem kreativen Chaos anzugehen und Elena zumindest in Ansätzen versuchte den Plan auch in die Tat umzusetzen, war auch vorhin schon klar gewesen. Dieses Mal war es aber gründlich schief gegangen und Damon hatte auch gleich eine Erklärung dafür: Das schwächliche Dasein eines Menschen. Elena war von diesem Gedanken ziemlich überrumpelt, weil sie sich er Illusion hingegeben hatte, dass auch Damon in diesem Leben wieder ziemlich glücklich war. Natürlich fehlte Stefan, aber sonst war alles nahezu perfekt und zumindest Elena fühlte sich, als sei sie nie weg gewesen. Dass es für Damon wesentlich schwieriger war hatten sie auch vorher gewusst, aber eigentlich war es gut gelaufen.
Die Begeisterung seiner Frau für diesen Gedanken konnte Damon aber sehen und ja, Elena fühlte sich tatsächlich wie kurz vor der Schlachtbank. Deswegen saß sie nun auch erstmal ziemlich stumm im Zug, sah aus dem Fenster und wusste nicht recht weiter. Damon sagte zwar gleich, dass er darauf verzichten würde und versuchte sie ein bisschen aufzuheitern, aber einfach vergessen konnte Elena das einfach nicht gleich wieder. Sein Kuss riss Elena ein bisschen aus ihren Gedanken und so sah sie Damon an, ganz so schnell war es aber nicht erledigt. "Willst du das wirklich wieder?"; fragte sie dann. "Ich meine, als Vampir war auch nicht alles leicht. Nach allem, was wir in den letzten Monaten erlebt haben. Willst du wirklich wieder ein Vampir sein?" Elena wollte es ganz offensichtlich nicht, aber sie liebte Damon zu sehr um so egoistisch zu sein. Wenn er nicht darauf verzichten konnte, würde wohl auch sie sich damit auseinander setzen müssen. 

Für Nicki war es fast schon seltsam darüber zu sprechen, weil sie es sehr selten tat. Elena und auch Grayson kannten ihre Geschichte mit allen Höhen und Tiefen, Damon vermutlich auch das Meiste. Aber sonst sprach Nicki eigentlich nicht über ihre Vergangenheit, denn auf die Zeit bevor sie dank Grayson die Ausbildung zur Arzthelferin gemacht hatte, war Nicki nicht besonders stolz. Auch wenn sie von den dunkelsten Zeiten nichts erzählt hatte, erwartete sie nun schon beinahe ein bisschen Mitleid und vielleicht mehr Distanz, einfach weil sie aus ganz anderen Verhältnissen stammte als Hailey. Aber es kam ganz anders. Hailey sah sie an und Nicki konnte Bewunderung in seinem Blick sehen, was sie durchaus verwirrte. So saß sie einen Moment lang einfach nur da und sah in die blauen Augen. Dann aber lächelte sie tatsächlich ein bisschen, denn Hailey schaffte es sie wieder aufzumuntern. "Dann hoffe ich mal er war doch einer...."
Was seine nächste Frage anging war Nicki allerdings nicht in der Lage gleich eine Antwort zu geben. Die meisten Erinnerungen daran waren nicht besonders schön, weshalb sie erst wieder ein bisschen um Coopers Ohren herum kraulte, ehe sie antwortete. "Es gab einen kleinen Park in der Nähe des Zimmers, in dem wir gelebt haben als ich klein war. Dort gab es immer ein paar Hasen, die sich im Gebüsch versteckt haben oder auf den Wiesen gefressen haben. Dort war ich oft!", erzählte sie. "Was war dein Lieblingsort als Kind?"
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BeitragThema: Re: New Orleans   Mi 17 Aug 2016, 21:04

Elenas schrägen Blick ignorierte Damon mal. Er sah alles etwas lockerer. Sie eben nicht. So war das nun mal. Seinen nächsten Vogel schoss Damon aber gleich wieder mit seiner Vampir Idee ab. Elena war regelrecht geschockt und Damon merkte einmal mehr, dass Elena ihm mehr wert war als alles andere. „Nein ich will es nicht. Ich will mit dir glücklich sein und das als Mensch. Elena, ich war nur so lange Vampir, dass ich länger brauche um mich davon zu verabschieden. Du weißt ja wie das mit Gewohnheiten ist.“ Das war sicher keine Entschuldigung, vielleicht jedoch eine Erklärung. Ob er sie damit wieder versöhnte, wusste Damon nicht. „Also Thema vom Tisch. Ab ans Meer, ja? Oder willst du lieber nachhause?“ fragte Damon. Ihm war es eigentlich egal. Zuhause fühlte er sich wohl und es gab genug zu tun. Aber das Meer und die Annehmlichkeiten eines schönen Hotels waren nicht zu verachten.
Damon nahm die Hände seiner Frau und sah wie unglücklich sie war. „Jetzt schau nicht so… wir haben es versucht, es ging schief. Andererseits so schief nun auch wieder nicht. Stef ist jetzt bei Lexi und sie hat es bisher noch jedes Mal hinbekommen ihn den Kopf wieder gerade zu rücken. Also… so schlecht ist es vielleicht doch nicht gelaufen.“ Damon gestand sich selbst Misserfolge auch höchst ungern ein. So klang es zumindest wieder besser. Während der Zug weiter fuhr, wartete Damon auf Elenas Reaktion.

Hailey merkte, dass seine Reaktion nicht unbedingt die war, die sie erwartete hatte. Sie schien erst verwirrt, dann lächelte sie aber und Hailey schätzte, dass er doch irgendwas richtig gemacht hatte. Ihre Geschichte interessierte ihn und die Achtung die er jetzt für sie empfand sprach dafür, dass er gerne mehr über Nicki erfahren würde. Nur drängen wollte er sie nicht. Das war ein Anfang und der war doch ganz gut. „Das werden wir testen… auf dem Schiff“, zwinkerte er Nicki zu und ließ die Hand wieder los. Cooper hatte ihn schon ganz vorwurfsvoll angesehen. „Du magst Tiere gern, hm?“ fragte er, weil ihre Erinnerung auch mit Hasen zu tun hatte. „Ich hatte auch einen Lieblingsort ja. Aber das war kein Park. In unserer Nähe gab es einen See. Ziemlich groß, tief und sehr klar. Man konnte bis auf den Grund sehen und ich habe dort viel geangelt. Dabei konnte ich gut nachdenken und manchmal auch Biber beobachten.“ Das war nichts Besonderes, wusste Hailey, aber er hatte diesen ruhigen Ort gemocht. Langsam wurde es hier draußen kühl und der Nachtisch war auch schon verzehrt. „Also was ist… möchtest du noch herausfinden ob ich tatsächlich massieren kann?“ fragte Hailey unternehmungslustig. „Oder möchtest du noch ein wenig … spazieren humpeln?“ fragte er und würde sicher aufpassen, dass Nicki sich nicht überanstrengte.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Mi 17 Aug 2016, 21:43

Zwar hatte Damon es nur wie beiläufig angesprochen, aber so schnell konnte Elena das Thema nicht wieder fallen lassen. Für sie war es schwer abzuschätzen, wie sehr Damon wirklich wieder ein Vampir werden wollte. Er war genaugenommen nur ihretwegen wieder in diese Zeit zurück gekehrt und nun musste er als Mensch leben. Nochmal sagte er ihr, dass es nur eine fixe Idee, eine Gewohnheit war. Trotzdem war Elena noch ein bisschen angespannt, weshalb sie ihn jetzt ebenfalls sehr eindringlich ansah. Ihre Stimme war leise, aber bestimmt, weil es Elena wichtig war das zu sagen. "Ich möchte nicht, dass du irgendwas für mich aufgibst. Ich möchte, dass du glücklich bist!", erklärte sie ihm. Elena streckte sich ein bisschen und küsste Damon, um ihren Worten den nötigen Nachdruck zu verleihen. "Wenn es wirklich dein Wunsch ist als Vampir zu leben, dann .... finden wir eine Lösung. Ich will nicht, dass du irgendwann etwas bereuen musst, nur weil ich dir im Weg stand!" Sie beide liebten einander und das egal zu welcher Zeit oder an welchem Ort. Daran gab es eigentlich keinen Zweifel. Elena fürchtete aber, dass das alleine vielleicht irgendwann nicht mehr ausreichen konnte. Damon versicherte ihr, dass er als Mensch leben wollte, sich aber einfach nur noch nicht richtig daran gewöhnt hatte. "Aber du würdest mir sagen, wenn sich daran etwas ändert oder?", fragte Elena nochmal, einfach um sicherzugehen. Er sollte genauso glücklich sein wie sie, egal was dazu notwendig war. Elena versuchte sich an einem Lächeln. "Kann ich irgendwas tun, um es leichter für dich zu machen?", fragte sie dann noch.
Dann aber entspannte auch sie sich zumindest ein bisschen. Elena verschränkte ihre Finger mit Damons und lächelte wieder ein bisschen offener. "Lass uns an den Stand fahren, nur für zwei oder drei Tage!" Sie hatten sich eine Auszeit wohl verdient. Was Stefan anging versuchte Elena Damons Beispiel zu folgen und optimistischer zu sein. "Meinst du er wird uns suchen, wenn er wieder.... Stefan ist?", fragte sie noch. Aber es gab da noch einen zweiten Gedanken, der Elena nicht so richtig losließ. Die Frage war nur ob Damon das hören wollte so kurz nachdem er vorgeschlagen hatte wieder ein Vampir zu werden. "Damon.... ich habe ein bisschen in den Büchern meines Onkels gelesen!" Dass der sich mit Vampiren beschäftigt hatte, wusste Damon ja. "Er hat etwas von einem.... Heilmittel geschrieben. Etwas, was einen Vampir wieder in einen Menschen verwandelt. Hast du schon mal davon gehört?"

So ein kleines bisschen musste Nicki doch zugeben, dass es sich gut anfühlte, als Hailey seine Hand auf ihre legte. Meistens mochte sie Berührungen nicht so gerne, aber bei ihm fühlte es sich nach Beistand an. Deswegen zog sie die Hand auch nicht weg und lächelte sogar. "Ja, ja ich mag Tiere. Sie sind ehrlicher als die Menschen!", meinte sie und weil Cooper das scheinbar genauso sah, legte er seinen Kopf auf ihr Bein, damit Nicki auch ja weiter kraulte. Das tat sie auch, während sie ein bisschen aus ihrer Vergangenheit erzählte. Sie war sicher, dass auch bei Hailey noch einiges verborgen war, worüber er nicht so einfach sprach. Aber sie hatten heute wohl schon einen großen Schritt gemacht und das freute scheinbar beide. Deswegen hörte Nicki nun auch gut zu. "Gibt es den See denn noch?", fragte sie, weil Hailey noch nicht erwähnt hatte woher er eigentlich kam. Sein Angebot von vorhin hatte er noch nicht vergessen und weil er es nun nochmal wiederholte, gab Nicki sich geschlagen. "Also wenn du wirklich so gut bist, wäre ich ja dumm das auszuschlagen!" Deswegen sammelte sie nun auch ihre Krügen ein, um ins Haus zu gehen, denn hier draußen war es inzwischen zu kalt.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Do 18 Aug 2016, 21:18

Elenas Blick war sehr intensiv und Damon hatte das Gefühl wieder ganz gigantisch etwas versiebt zu haben. Es tat ihm jetzt schon Leid und mit jedem Wort das er sagte, schien er mehr Unheil anzurichten. "Elena… in einer Partnerschaft verändert man sich zwangsläufig. Was nicht heißt, dass man versuchen sollte den anderen zu ändern. Das hast du nie versucht und dafür bin ich dir auch sehr dankbar. Ich war weit über hundert Jahre alleine und froh ein Vampir zu sein, einfach weil der Dinge einfacher macht und die Überlebenschancen erhöht. Wäre ich Mensch gewesen, wäre ich längst tot und hätte dich nie wieder gefunden.“ Damon wollte damit nicht schon wieder das Vampir Dasein Lobpreisen. Er wollte bloß Elena etwas verständlich machen. „Aber… so lange ich Mensch war, wollte ich nur mit dir leben und dich lieben, kaum warst du wieder da …. Wollte ich auch wieder nur dich lieben und mit dir leben. Daran hat sich nichts geändert. Ich brauche einfach länger um wieder in dieses Leben zu finden.“ Damon glaubte daran dass es so war. Elena hatte die ganze Zeit in ihrem unfreiwilligen Tiefschlaf verbracht. Als sie wach war, war sie immer noch ein Mensch gewesen und nur für kurze Zeit ein Vampir. Jetzt war sie wieder hier in ihrem alten Leben und machte dort weiter, wo sie nach ihrem Gefühl erst vor wenigen Monaten aufgehört hatte.
Damon konnte nur hoffen, dass sie ihm glaubte. Wenn nicht… wusste er auch nicht weiter. „Ich bereue nichts und du stehst mir sicher nicht im Weg.“ Damon sah sie an und es war absolut ehrlich gemeint. „Ich würde es dir sagen, wenn ich etwas ändern will… darauf kannst du dich verlassen.“ Der Zug ratterte weiter und Damon wünschte sich er hätte nichts gesagt über das Vampir Dings. „Du musst gar nichts tun, Elena. Ehrlich“, sagte Damon geduldig aber zunehmend ratlos. So war er eben. Impulsiv und manchmal unberechenbar. Das konnte mal lustig und spontan wirken oder eben auch Diskussionen wie diese mit sich bringen. Er konnte nur hoffen, dass das Elena auch hier und jetzt wieder so hinnahm.
Dann wurde sie wieder etwas entspannter, ebenso wie er und sie verschränkten die Finger. Immerhin stimmte sie ein paar Tagen am Meer zu. Aber auch Elena dachte jetzt noch an Stefan. „Ich hoffe es…. Wenn er sich nicht in Grund und Boden schämt, weil ihm klar wird, was er getan hat. Aber ich hoffe, dass Lexi Schadensbegrenzung betreibt.“ Ob es so sein würde, blieb abzuwarten. Was sie dann aber erzählte ließ Damon ungläubig den Kopf schütteln. „Nein, davon habe ich noch nie gehört. Wie soll das gehen?“ fragte er überrascht.

Hailey war froh, dass sie ihm die Hand nicht entzog und sogar lächelte. Ihre schroffe Art war eher Fassade, das aber womöglich mit gutem Grund. Nur die Tiere, die hatten den Menschen gegenüber die Nase vorn. Hailey bohrte nicht weiter nach, weil er fand, dass sie heute schon beiden große Schritte aufeinander zu gemacht hatten… für ihre Verhältnisse. „Na, komm, dann bringe ich dich mal ins Bett. Hier räume ich später auf“, sagte Hailey und natürlich kam Cooper mit. Kurz testete er das Bett in dem Nicki hier schlief. Es war nicht zu weich. „Das Bett ist gut, leg dich einfach mit dem Bauch drauf“, bat Hailey und wartete bis Nicki das taten hatte. Er deckte sie bis zu den Hüften zu, an die Beine wagte er sich eh nicht, bis nicht alles besser verheilt war. „Einfach da liegen und genießen“, riet er ihr und begann Nicki an den Schulter zu massieren. Er war vorsichtig, aber seine Finger fanden die Verhärtungen zielsicher. Er machte vor allem mit dem Daumen kreisende Bewegungen, bis er merkte, wie die Muskulatur sich entspannte. Dann erst knetete er leicht ihre Haut und Muskeln am ganzen Rücken. Dabei entspannte er selbst. Nur ihre Bluse störte ein wenig, auf blanker Haut und mit etwas Massage Öl wäre es effektiver, aber er hätte auch gar nicht gewagt sie dazu aufzufordern. „Und? Gut?“ fragte er leise, damit sie nicht wieder richtig wach wurde, falls Nicki schon halb am Schlafen war.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Do 18 Aug 2016, 22:02

Mit gerunzelter Stirn sah Elena ihren Ehemann an und wusste nun auch nicht, was sie machen sollte. Nichts bereuen, nichts ändern, nichts tun..... aber so richtig daran gewöhnt hatte Damon sich eben auch noch nicht. Was Elena nun damit anfangen konnte wusste sie auch nicht so richtig. Da wäre es ihr fast lieber gewesen, Damon hätte nun ihr nun irgendeine Aufgabe gegeben. Irgendwas, was sie tun konnte um es leichter für ihn zu machen. Aber daraus wurde nichts. Trotzdem war Elena sehr berührt von Damons Worten, denn so deutlich sagte er doch selten wie viel er für sie empfand. Dass Damon seine Frau zum Mittelpunkt seines Lebens gemacht hatte war eigentlich kein Geheimnis und doch bescherte es Elena jetzt eine Gänsehaut. Genau deswegen bohrte sie nun nicht weiter, sondern nickte einfach nur leicht. Elena rutschte über die Sitzbank ein bisschen näher zu Damon, schlüpfte unter seinen Arm und lehnte sich an seine Seite, weil das vermutlich mehr sagte als tausend Worte. Sie war einfach nur froh, dass Damon wieder bei ihr war und dafür würde sie auch alles aufgeben, sollte es notwendig sein. Solange sie aber hier gemeinsam Leben konnten, wollte Elena es genießen. Wie es für Damon war nach all den Jahren wieder hier zu sein konnte sie sich kaum vorstellen und deswegen wollte sie ihm auch helfen. Das Thema wurde abgeschlossen mit einem liebevollen Kuss, aber ganz so schnell würde Elena das sicher nicht vergessen. Wenn Damon diesen Plan aber umsetzen wollte, hätte er eh nur knapp vierundzwanzig Stunden, also hätte er wohl nicht so schnell aufgegeben. 
Stefan wollte sie trotz allem immer noch in ihrem Leben haben, aber eben als den Stefan, den  Elena so gut kannte. Wenn er das wieder wahr, würde er aber sicherlich vieles bereuen. Zu gerne hätte Elena Kontakt zu Lexi aufgenommen, damit sie wussten wenn es so weit war, aber das ging ja nun nicht. "Was  meinst du wie lange es dauern wird?", wollte sie nun aber doch von Damon wissen. Letztes Mal hatte es ein paar Wochen gedauert, bis Stefan zumindest wieder er selbst war, solange kein Blut in der Nähe war. So schnell würde es dieses Mal aber wohl nicht gehen. Das Heilmittel war trotzdem ein interessantes Thema. "Ich erinnere mich nicht mehr so richtig... ich habe es eigentlich nur überflogen, aber ich meine es war die Rede von einer Flüssigkeit. Wenn ein Vampir sie trinkt, wird er wieder zum Mensch!"

Der Abend war mit Sicherheit anders verlaufen als gedacht, aber Nicki konnte es wirklich sehr genießen. Weil sie eben auch deswegen so gute Laune hatte, ließ sie sich schließlich auf das kleine Abenteuer ein. Nur bedienen lassen wollte Nicki sich nicht und deswegen half sie noch beim Abräumen. Als zumindest das Gröbste aufgeräumt war, ließ sie sich von Hailey in ihr Zimmer bringen. Da war Nicki nicht sonderlich zimperlich, denn sie war ja nur zu Gast hier. In ihren eigenen vier Wänden mochte sie Besuch allerdings nicht so gerne. Nicki legte sich auf den Bauch, legte den Kopf zur Seite und wartete gespannt darauf was Hailey nun zu bieten hatte. Zu ihrer Überraschung fühlte sich das tatsächlich ziemlich gut an und so wurde Nicki langsam ein bisschen schläfrig. "Mhhm!", machte sie ziemlich entspannt und lächelte sogar ein wenig. "Scheint als könntest du doch mehr als Kochen und bei Fuß gehen!", stellte sie schmunzelnd fest.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: New Orleans   Fr 19 Aug 2016, 21:13

Ob Damon etwas gesagt hatte was richtig war, wusste er nicht. Ob er es noch schlimmer gemacht hatte leider auch nicht. Elena sah ihn unschlüssig an, schlupfte dann aber unter seinem Arm durch, somit konnte es nicht gar so schlimm sein. Er legte seinen Arm automatisch fester um Elena und küsste sie auf die Haare. Wenn er es so betrachtete… ihm war es egal ob Elena ein Mensch und Vampir war. Er liebte sie so und anders… Hauptsache war, dass sie glücklich war. Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss und Damon hoffte, dass sie ihm seine Umstandskrämerei nachsah. Damit ließ auch er dieses Thema ruhen.
Elena konnte Stefan aber noch nicht vergessen. Genauso wie Damon. „So viel ich weiß, waren seine ersten Ripper Anfälle, also die zu dieser Zeit, die schlimmsten. Es dauerte Monate oder Jahre, bis er wieder gefahrlos unter Menschen leben konnte. Genau weiß ich es nicht, da er von Lexi begluckt wurde. Sie geht aber auch immer sehr auf Nummer sicher.“ Lexi liebte die Menschen und wollte auch in Stefans Sinne nicht, dass etwas Schlimmes geschah. Das Heilmittel wäre für Stefan also sicher ein Segen. Er wäre als Mensch besser aufgehoben und hing mit aller Gewalt an seiner Menschlichkeit. „Bei welchem Onkel hast du davon gelesen. Einem Onkel in dieser Zeit, oder in der anderen?“ fragte Damon, wenn es im nächsten Jahrtausend war, hatten sie ein Problem. Dann kamen sie so einfach wohl nicht mehr daran. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, sollten wie sie für Stefan finden… ihm wäre damit sehr geholfen.“ Und ihnen auch … dann könnte Stefan bei ihnen leben und damit wäre auch ihre Sehnsucht nach dem jüngeren Salvatore gestillt. Eigentlich mochten sie ja den Eigenbrötler.

Hailey musste schmunzeln, als Nicki ihn lobte… auf ihre Art, versteht sich. Sie driftete langsam in dem den Schlaf hinüber, das merkte er. „Ich kann noch viel mehr… lass dich mal überraschen“, flüsterte er leise und wollte sie nicht mehr wacher machen. Sie brauchte ihren Schlaf, dann wurde sie schneller gesund. Er massierte jetzt sanfter, fuhr nur noch mit leichtem Druck über den Rücken und hatte durchaus vor sie ins Reich der Träume zu schicken. Als Hailey merkte, dass ihr Atem tiefer und sehr gleichmäßig wurde, zog er die Decke von der Hüfte weiter hoch bis über ihre Schultern, rieb aber nun auf der Decke noch ein paar Mal über den Rücken, damit die Berührung nicht abrupt aufhörte. Jetzt wurde er aber immer langsamer, stand schließlich auf und bedeutete Cooper zu bleiben. So war sie nicht alleine, denn das widerstrebte ihm irgendwie. Aber selbst zu bleiben, gehörte sich nicht. Recht wäre es ihr vermutlich auch nicht.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Fr 19 Aug 2016, 21:41

Einfach war das alles sicher nicht, aber gemeinsam würden sie es überstehen. Dass es vielleicht Jahre dauern konnte, bis sie Stefan wiedersahen gefiel Elena natürlich nicht. Aber zumindest konnten sie sicher sein, dass Stefan nicht alleine war. Lexi hatte es damals geschafft, vielleicht würde sie es auch dieses Mal schaffen. Elena kam durchaus auch der Gedanke, dass es wirklich besser wäre sie mischten sich nicht ein. So etwas in der Art hatte die Hexe ihnen ja gesagt und irgendwie hatte Stefan damals ja seinen Weg gemacht.... was, wenn sie es nur schlimmer machten. Rausfinden würden sie das aber nicht und deswegen erzählte Elena nun auch von dem Heilmittel. "Es war ein Buch in der Neuzeit. Ich habe es erst gelesen, nachdem ich euch kannte!", vorher hätte Elena sicherlich nicht mal geglaubt was sie da las. "Aber es war die Rede von einer Urhexe, also muss es auch in dieser Zeit schon existieren!", allerdings gab es das Heilmittel bestimmt nicht im Supermarkt. In den nächsten Tagen versuchten Elena und Damon aber eher sich wieder ein bisschen zu entspannen und runter zu kommen. Am Strand gelang es ihnen auch ganz gut einfach mal an nichts anderes zu denken und so waren sie wieder wesentlich entspannter, als sie nach Hause zurück kehrten. Dort wurde natürlich von kaum etwas berichtet, denn Stefan und seine Geschichte würde hier nur für viele offene Fragen sorgen.
Nun hatte Elena aber ganz andere Dinge im Kopf. Seit sie in New Orleans waren, waren wieder ein paar Wochen vergangen. Von Stefan hatten sie wie erwartet nichts mehr gehört, dafür aber zumindest ein paar kleine Hinweise auf das Heilmittel gefunden. Fest stand, dass sie eine Hexe finden mussten. Im Moment dachte Elena aber so gar nicht mehr daran, denn Starlight würde bald ihr Fohlen bekommen und Elena war aufgeregter als an ihrem Hochzeitstag. Schon seit Tagen beobachtete sie die Stute ganz genau, kümmerte sich noch mehr als sonst und hatte sich im Stroh ein Lager für die Nacht gebaut, wo natürlich auch Damon übernachtete. Bisher war allerdings nichts passiert, doch: "Damon, Damon! Heute hatte sie schon die ersten Tropfen am Euter. Nun kann es wirklich nicht mehr lange dauern!", verkündete Elena, als sie zu ihrem Mann ins Haus gestürmt kam. 

Seit dem Überfall waren nun schon knapp zwei Monate vergangen und so langsam erholte Nicki sich wieder. Die Verletzung am Bauch war verheilt, hatte aber eine kleine Narbe hinterlassen. Das Bein wurde auch immer besser, die Krücken brauchte sie nicht mehr. Ein bisschen schonte sie noch, humpelte deswegen leicht und wenn sie zu viel machte, schmerzte es abends manchmal. Das war es Nicki aber meistens wert. Dank Hailey und seinen Massagekünsten ging es ihrem Rücken trotz allem aber gut und ja, so langsam gewöhnte Nicki sich durchaus an seine Nähe. Hin und wieder mal unternahmen sie etwas kleines zusammen, aber so ganz hatte Nicki ihre Mauern noch nicht fallen lassen. Elena beobachtete das natürlich und zog ihre Freundin ein bisschen damit auf, wie Mädchen das eben machte. Nicki stritt dann zwar alles ab, aber Elenas Sticheleien machten sogar dem kleinen Dickkopf klar, dass Hailey für sie vielleicht ein bisschen interessanter war, als die meisten anderen Männer. 
Cooper hatte in ihr inzwischen auf jeden Fall eine Freundin gefunden und ein paar Leckereien hatte Nicki eigentlich immer dabei. So war sie mit dem Bernhardiner auch heute eine kleine Runde gelaufen, während Hailey mit Damon die Bestellungen für Veritas durchging. Mit Cooper fühlte Nicki sich mehr als sicher und deswegen kam sie auch ziemlich entspannt zurück ins Haus. "Beinahe hätte er einen Hasen gefangen!", berichtete sie, auch wenn Cooper dafür wohl viel zu langsam war.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 12:37

Das mit dem Heilmittel war interessant, aber sich mit einer Urhexe anzulegen gefiel Damon absolut nicht. Er sah nur selbst immer mehr ein, dass es sinnvoll wäre sich hier mit einer Hexe anzufreunden, um zumindest ein paar Antworten zu erhalten. Vielleicht sollte er es mal mit Bonnie Bennetts Vorfahren versuchen. Die lebten bereits in Mystic Falls, waren aber als ehemalige Sklaven nicht so gut auf Weiße zu sprechen. Damon behielt es mal im Hinterkopf, denn ob Grace sich jemals wieder zu ihnen verirren würde, war fraglich.
Die Zeit am Meer verging für Damons Geschmack viel zu schnell. Er vergaß es tatsächlich rasch wieder ein Vampir werden zu wollen. Sie saßen am Strand, gingen zum Lieblingsitaliener, holten sich Eis und spazierten abends über die Strandpromenade. Und natürlich besuchten sie auch die Bucht. Aber dann war es auch wieder gut nachhause zu gehen. Immerhin gab es viele Pläne und viel zu tun. Dafür sorgte auch Starlight, die bald ihr Fohlen bekommen sollte. Damon schlief mit Elena schon seit einigen Nächten im Stall, damit sie das Ereignis nicht verpassten. Gerade schrieb Damon zusammen mit Hailey Bestellungen für Veritas, als Elena herein gestürmt kam und ihm zum Lachen brachte. Sie war aufgeregt wie ein kleines Kind. Er fand das niedlich, dass sie sich so auf das Ereignis freute und ahnte jetzt schon, dass sie das Fohlen sehr schnell ins Herz schließen würde.
„Selbst wenn diese Harztropfen kommen, kann es noch Tage dauern“, sagte Damon und wollte ihre Euphorie etwas bremsen. Aber er lächelte immer noch und stand auf um sie in die Arme zu schließen und ihr einen Kuss zu geben. Für Damon stand fest, dass Elena hier her gehörte. Sie liebte dieses Leben und hatte alle Möglichkeiten und außerdem noch ihren Vater. Grayson und Elena hingen oft zusammen, auch weil sie die Arbeit teilten. Jeremy würde hier auch nicht so leicht unter die Räder gerade, weil es keine Drogen gab. Deshalb kamen auch die Geschwister wieder besser miteinander aus. Ärztin konnte Elena auch hier sein. Damon fand auch immer mehr Gefallen an dieser Zeit. Hailey und er hatten viele Pläne und begannen langsam einen nach dem anderen umzusetzen. An Stefan dachte Damon trotzdem ständig. Aber das Beste war, ihm die Zeit mit Lexi zu geben und zu lassen, abzuwarten und zu versuchen eine Hexe kennenzulernen.
„Starlight spannt uns ganz schön auf die Folter“, stellte er fest, küsste Elena nochmals und nahm ihre Hand. „Na, komm. Sehen wir nach.“ Hailey konnte die Bestellungen auch alleine fertig machen. Sie gingen zum Stall und da lag Starlight schon. Die eigentlich schlanke Palominostute hatte in letzter Zeit eher Ähnlichkeit mit einem Fass. „Oh … ich glaube es wird ernst….“, musste jetzt auch Damon erkennen. „Komm setzen wir uns einfach auf unser Lager und warten. Wenn es keine Probleme gibt ist es am Besten, man lässt sie einfach in Ruhe.“ So viel wusste immerhin auch Damon über Pferde.

„Na toll“, da saß er nun alleine und durfte den Papierkram machen. Hailey rechnete noch einmal nach, konnte aber nichts finden, was sie vergessen hätten. Doch da kam auch die Rettung in Form von Nicki und Cooper. Eigentlich hätte er noch eine Überraschung für sie besorgen wollen, aber nun war sie schneller gewesen. Nicki war ihm inzwischen sehr wichtig. Sie unternahmen immer wieder etwas gemeinsam, er massierte sie gern und genoss ihre Gesellschaft. „Beinahe… und dann hätte er den Hasen zu Tode geschleckt.“ Hailey wusste um die Gutmüdigkeit seines Hundes. „Aber wenn du jetzt schon da bist, können wir auch zusammen los. Ich habe eine Überraschung für dich“, sagte Hailey. Lange hatte er darüber nachgedacht, aber nun erschien ihm dieses Geschenk genau richtig. „Komm, ich spanne den Wagen an und dann kann´s los gehen. Damit spannte er Nicki absichtlich etwas auf die Folter.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 19:11

Im Grunde genommen wusste Elena ja, dass sie sich ein bisschen kindisch aufführte. Es war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Außerdem war es sowohl ihr, als auch Starlights erstes Fohlen, also konnte man ja nicht wissen was passieren würde. Es konnte so viel schief gehen und es gab so viel zu beachten und und und.... Elena jedenfalls war aufgekratzt und hätte wohl noch einen viel größeren Zirkus veranstaltet, wenn Damon sie nicht immer mal wieder ausbremste. In dieser Hinsicht zeigte er aber sehr viel Geduld und Verständnis für seine Frau. Vermutlich dürfte sich aber niemand anderes in Damons Umfeld so aufführen wie Elena jetzt. An irgendwelche Bestellungen könnte sie nun sicher nicht denken, aber dafür hatten sie ja Hailey. Der hatte sich als Verwalter für Veritas schon verdient gemacht und Elena war auch aus anderen Gründen froh, dass er hier geblieben war. Beide Jungs lachten ein bisschen, aber da grinste Elena nur noch mehr. Damons Kuss wurde von ihr übermütig erwiderte. Im Moment könnte Elena einfach platzen vor Glück, auch wenn es mit Stefan noch ein bisschen besser gewesen wäre. Sie legte ihre Arme um Damon und protestierte gleich, als er wieder auf die Bremse trat. "Ja das weiß ich auch. Aber ich kenne Starlight nun schon seeehr gut und ich sehe ihr das an!", behauptete sie da einfach mal. Widerspruch war zwecklos, aber das versuchte Damon zum Glück auch gar nicht erst. Elena drückte seine Hand und dann ging es auch schon zum Stall. "Siehst du, hab ich ja gesagt!", das musste sie nun einfach loswerden. Schlagartig war Elena aber vollkommen angespannt, denn jetzt ging es wirklich los und .... HILFE! "Meinst du sie schafft das? Aber sie hat es ja noch nie gemacht? Sind das jetzt schon die Wehen? Was meinst du wie lange es noch dauert?", Elena flüsterte zwar, um Starlight nicht zu stören, die Aufregung war aber trotzdem zu hören. "Sie braucht noch mehr Stroh! Nicht, dass sich das Fohlen an der Boxenwand anhaut!" Eigentlich hatte Elena schon seit zwei Wochen mehr Stroh in Starlights Box als im ganzen restlichen Stall. Letztendlich setzte sich dann aber neben Damon und hielt seine Hand, als hätte sie selbst gerade Wehen.... das war aber auch nicht zum Aushalten.

Nicki bekam gerade noch mit, wie Elena und Damon verschwanden. Auf das Fohlen war sie schon auch gespannt, aber das ließ sie nun die beiden machen. Lieber lieferte sie Cooper wieder bei seinem Herrchen ab. "So ungefähr!", stimmte sie Hailey lachend zu, denn den Hund kannte sie so langsam nun auch. Konnte zwar gefährlich aussehen, tat aber keiner Fliege was zu leide. Bei seiner nächsten Ankündigung wurde Nicki dann aber hellhörig. "Eine Überraschung? Was denn?"; fragte sie und wusste nicht so recht, ob sie nun skeptisch oder optimistisch sein sollte. Hailey ließ aber nichts raus, also würde sie sich wohl gedulden müssen. "Na gut, kann ich dir helfen?"
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 20:00

Langsam hatte Damon selbst ein Dauergrinsen im Gesicht, weil Elena so euphorisch war. Er mochte sie so … genau so! Sie wirkte so lebenslustig und mit allem hier verwurzelt, dass ihnen eh niemand mehr ihre Geschichte abnehmen würde.
Ausbremsen ließ sich Elena von Damon eh nicht. Er sah zu wie sie durch den Stall wuselte und diesmal hatte sie auch recht. Damon merkte auch wie die Anspannung in Elena rasant zunahm. Sofort machte sie sich Sorgen. Damon legte einfach die Arme um Elena, damit sie nicht gleich wieder zu Starlight flitzte. „Elena…. Ein Pferd weiß das instinktiv. Auch wenn es das erste Mal ist. Ist doch bei Frauen auch nicht anders…das geht ganz von selbst. Meistens flutscht es nur so.“ Damon war kein Experte…eigentlich war er noch nie bei einem Menschen dabei gewesen. Bei Pferden schon öfters. Nie hatte es Probleme gegeben. So und weil Damon da schon ein paar Mal dabei gewesen war, sah er sich nun höchst persönlich die Stute an. Immerhin interessierte es ihn ja auch. Damon legte die Hand auf den Bauch, sah sich die Scheide an und nickte zufrieden. Dann tätschelte er die Stute am Hals und tat so, als ob sie ihm etwas zuflüstern würde. „Ist gut, ich sags Elena“, erwiderte Damon aber so laut, dass Elena es hören konnte.
Er setzte sich wieder zu ihr ins Stroh. „Ich soll dir von Starlight sagen, dass sie nicht noch mehr Stroh braucht, weil sie Angst hat ihr Fohlen nachher nicht zu finden, wenn sich das Stroh bis an die Decke türmt.“ Das Stroh ging Damon bis über die Knie. Das sollte wohl reichen. „Außerdem geht es bereits los. Ich habe schon die Hufe gesehen. Das ist genau richtig so….bleib jetzt einfach noch ein paar Minuten sitzen… so lange nun nichts Unerwartetes geschieht… dauert es nicht mehr lange. Und …. Es wäre gut, wenn du mir die Hand nicht zerquetschst. Ich brauche sie noch.“ Langsam drückte Elena nämlich wirklich ordentlich zu. Damon ließ sie nun aufstehen und über die Boxenwand sehen. Mehr aber auch nicht. Starlight schien sehr gut alleine klar zu kommen. Langsam sah man die Hufe in der Eihaut…. Dann den Kopf und dann mit einem letzten Schwupps war das Pferdekind da. „Na sag ich doch… flutsch“, grinste Damon und öffnete Elena die Tür. Nun konnte sie schauen und knuddeln. „Ich mache für die Mama ein Leckeres Hafer Apfel Mash… das muss eh ne Stunde ziehen, dann freut sie sich.“ Immerhin war das auch eine reife Leistung für einen Maidenstute. Starlight stand auf und sah sich genau an, was da aus ihr heraus geflutscht war und leckte dann ihr Fohlen, das langsam zum Leben erwachte.

„Ja, klar kannst du mir helfen“, sagte Hailey und freute sich, dass Nicki eh schon gut gelaunt war. Er gab auch ihr Arbeit, weil sie ohne eh nicht zufrieden war. Aber er achtete darauf, dass sie sich nicht überanstrengte. Sie holten sich eines der Kutschpferde von der Koppel und spannten es gemeinsam an den Wagen. Einen Ritt wollte Hailey ihr noch nicht zumuten, außerdem wäre es auf dem Heimweg auch auf dem Pferd gar nicht so einfach. Warum… das würde Nicki gleich herausfinden. „Jetzt sei nicht so neugierig“, sagte er und lug auch Cooper mit auf die Ladefläche. Sie fuhren zu einer nicht weit entfernten Schaffarm. „Dort habe ich vor ein paar Wochen eine Ladung Holz vom Sägewerk hingebracht. Leider lief der letzte Markt für den Bauern nicht so wie erhofft und der konnte nicht alles bezahlen. Darum…. Holen wir heute den Rest ab. Keine Sorge, ist mit Damon abgesprochen.“ Hailey verriet nicht mehr, aber als sie auf die Farm fuhren tollte eine Horde Border Collie Welpen im Hof herum. Hailey hielt die Kutsche an. „So, wir sind da… einer davon ist deiner. Aussuchen darfst du aber selber“, sagte er nun und freute sich selbst, als würde er einen dieser Hunde bekommen. Cooper sprang vom Wagen und tobte sofort mit den Welpen als wäre auch er ein Riesenbaby. Hailey war der Meinung, dass diese clevere Rasse genau richtig war für Nicki. Es waren liebe Hunde, aber sie hatten auch einen ordentlichen Beschützerinstinkt.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 20:42

Ob Damon nun wirklich so ein Experte war was Geburten anging bezweifelte Elena da doch mal ein wenig. Bei den Pferden schien er sich sehr sicher zu sein und das beruhigte auch seine Frau durchaus. Er erklärte ihr ruhig, was passieren würde und dass sie sich keine Sorgen machen musste. Starlight schien tatsächlich zu wissen, was sie tun musste. Ob Menschen diesen Instinkt auch hatten, stellte Elena allerdings in Frage. Seit ein paar Wochen hatte sie nun schon diese Vermutung, aber seit einigen Tagen war sie sich eigentlich ganz sicher. Sie war schwanger. Nur Damon hatte sie noch nichts gesagt, weil Elena einfach nicht wusste, wie sie ihm das beibringen sollte. Fest stand aber, dass Elena so gar nicht wusste was zu tun war und der Gedanke an eine Geburt ließ sie jetzt schon in Panik ausbrechen. Dazu war im Moment einfach keine Zeit, denn nun ging es um Starlight. Elena beobachtete, wie Damon ihren Bauch abtastete und dann zufrieden nickte. Schien also alles gut zu sein und das beruhigte Elena zumindest ein kleines bisschen. Sie merkte selbst, dass sie sich albern aufführte und deswegen lachte sie leise über Damons Worte was das Stroh anging. Seine Hand ließ sie schon fast erschrocken los, weil sie selbst nicht gemerkt hatte, wie fest sie drückte. Eins stand aber fest: Ohne Damon würde sie wohl durchdrehen! Elena atmete einmal tief durch und lehnte sich dann zu Damon rüber, um ihm einen Kuss zu geben. "Danke, dass du bei mir bist!", sagte sie leise, denn Elena wusste durchaus zu schätzen, was er hier für sie tat. 
Für Elena war kaum zu glauben, was sie hier gerade erlebte und dann, dann war es endlich geschafft und das Fohlen lag müde, aber gesund im Stroh. Elena hatte Tränen in den Augen, einfach weil es für sie etwas unheimlich besonderes war. Damon hatte ihr Starlight damals zur Verlobung geschenkt und zu der Stute hatte sie von Anfang an eine ganz besondere Beziehung. Beinahe ehrfürchtig blieb Elena noch am Eingang stehen und beobachtet, wie Starlight ihr Fohlenabschleckte. Langsam hob es den Kopf, schüttelte sich und versuchte schon auf die Beine zu kommen. So ganz gelang das noch nicht, die Beine wackelten, knickten immer wieder weg, doch das Kleine gab nicht auf und so stand es schließlich auf seinen eigenen Beinen, auch wenn es noch sehr unsicher war. Die kleine Stute stakste zu seiner Mutter und suchte nach der ersten Milch. "Hast du schon mal etwas so schönes gesehen?", fragte Elena, die sich immer noch an der Boxentüre festhielt. Vermutlich hätte Starlight auch einen Esel zur Welt bringen können, für Elena wäre es trotzdem perfekt gewesen. 

Nicki war natürlich gespannt auf Haileys Überraschung, aber sie bekam noch keine Hinweise. Deswegen half sie erstmal dabei die Kutsche vorzubereiten, ehe es losgehen konnte. Nicki saß neben Hailey, während Cooper sich auf der Ladefläche breit machte. Nun erklärte Hailey wenigstens mal, wohin es gehen sollte. So wirklich erkannte Nicki aber noch nicht, was er damit sagen wollte. "Wie jetzt? Wir spielen Schuldeneintreiber?", fragte sie doch ein bisschen ernüchtert. Da hatte Nicki sich etwas amüsanteres vorgestellt. "Oder willst du Schäfchen zählen?" Im Grunde genommen würde sie ja sogar das mitmachen, solange sie eben etwas zu tun hatten. Aber wenn Hailey es schon so groß ankündigte.... Dann aber bogen sie auf den Hof und sofort kam ihnen eine ganze Horde schwarz-weißer Welpen entgegen. Nicki machte große Augen und dann.... kam es noch viel besser. Einen Moment lang sah sie Hailey einfach nur an. "Wirklich?" Das waren nicht nur irgendwelche Hunde. Die Schäfer züchteten die Hunde mit Bedacht und selbst Nicki wusste, dass es schwer war solche Hunde zu bekommen. Genau deswegen ließ sie nun auch alle Vorsicht fallen, fiel Hailey um den Hals und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Danke, Danke, Danke!", flüsterte sie ihm zu. Dann aber hielt es Nicki nicht mehr auf dem Wagen und sie machte es wie Cooper, spielte mit den Hunden und sah sich dabei alle ganz genau an. Am Ende entdeckte sie einen etwas kleineren Welpe, der im Gras lag und gleich mit dem puscheligen Schwänzchen wackelte, als Nicki sich zu ihm setzte. Die Hundin ließ sich den Bauch kraulen und schleckte an ihrer Hand. "Ich glaube die hier passt zu mir!", entschied sie sich.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 21:17

Was Elena wusste und was ihr durch den Kopf ging, konnte Damon nicht ahnen. Er hing mit seinen Gedanken im hier und jetzt und somit im Pferdestall. Seine Worte beruhigten sie aber und Damon drückte Elena ebenfalls an sich und küsste sie erleichtert. Zwar hatte er nicht mit Schwierigkeiten gerechnet, aber jetzt spürte auch er Erleichterung. Seine Hand überlebte es auch und es gab ein dickes Dankeschön. „Mich wirst du auch nicht mehr los“, flüsterte er, weil er sich ein Leben ohne Elena nicht mehr vorstellen konnte. Langsam dämmerte auch ihm, dass es vollkommen gleich war ob sie in dieser Zeit lebten oder einer andere…na ja ok, das finstere Mittelalter musste es vielleicht nicht direkt sein. Oder ob sie Vampir waren oder Mensch. Hauptsache sie hatten sich. Als Elena zu weinen begann, küsste er sie auf die Wange, entließ sie dann aber erst einmal zu ihren Pferden. Das Pferdekind gefiel auch Damon. Es brauchte nicht lange, dann stand es auf den Beinen. Starlight leckte es immer noch ab, während es schon begann nach dem Euter zu suchen. Erst am falschen Ende, aber dann zeugte ein lautes Schmatzen davon, dass es angedockt hatte. Der kleine Schweife peitschte begeistert hin und her. „Na ja … Steel oder Choci ist schon auch sehr schön, wenn sie kraftvoll über die Koppel fetzen.“ Damon sah das pragmatisch. Aber ja, der Anblick berührte Damon durchaus. „Sie sieht aus wie Starlight… bin gespannt wie sie sich entwickelt.“ Damon wollte natürlich als Züchter auch wissen, was das Fohlen vom Hengst und was von der Mutter vererbt bekommen hatte. „Wie soll die Kleine denn heißen?“ fragte er. Es war Elenas Fohlen, vermutlich war sie jetzt schon unverkäuflich, also war es allein ihre Sache, wie das Pferd hieß. Damon stellte sich hinter Elena und legte die Arme um sie und das Kinn auf ihre Schulter. So konnte sie gucken und er sie im Arm halten. Wie die Arme aber so auf ihrem Bauch lagen, stellte er einmal mehr fest, was ihm irgendwie seit einiger Zeit auffiel. Elena hatte ein wenig zugenommen. Nicht, dass sie dick war. Ihr Bauch war immer sehr flach … und nun etwas runder. Machte ja nichts. Das Essen schmeckte ihr halt, nahm er an.

„Neiiiin, weder werden wir Schuldeneintreiber, noch bin ich schon so müde, dass ich Schäfchen zählen müsste.“ Das sagte Hailey noch, ehe sie ankamen. Die Art wie Nicki auf die Überraschung reagierte, zeigte Hailey, dass er ins Schwarze getroffen hatte. „Wirklich!“ nickte er und strahlte selbst übers ganze Gesicht. Damon hatte sofort zugestimmt. Dem Bauer war geholfen und Nicki glücklich. Verloren hatte also keiner etwas. Hailey war dennoch froh, weil er sich gerade einen solchen Hund hätte nicht leisten können. Noch nicht. Aber zuerst brauchte er ein Pferd, hatte er beschlossen. Natürlich hätte er ihr auch einen Mischling holen können, aber für Nicki sollte es etwas Besonderes sein und ganz davon abgesehen gefielen diese Hunde auch Hailey. Zack – zum ersten Mal fiel Nicki ihm um den Hals und gab ihm sogar einen Kuss auf die Wange. Sofort kribbelte es im ganzen Körper. „Bitte…. Gern geschehen…“, stammelte Hailey, aber da war Nicki auch schon bei den Welpen. Hailey ließ sie die Hunde in aller Ruhe kennen lernen und spielte mit Cooper und den Welpen. Erst als Nicki im Gras bei einer kleinen Hündin saß, setzte er sich zu ihr und sah ganz verliebt (in beide) zu wie sie sich kennen lernten. „Wenn du das Gefühl hast… dass sie es ist…. Ist es richtig“, gab er zu, so hatte er auch bei Cooper entschieden. Für ihn war die Beziehung zwischen Mensch und Hund etwas Einzigartiges. Geradezu magisch. Von jetzt bis zum Ende in hoffentlich vielen, vielen Jahren, teilte man sein Leben mit diesem Tier. „Wie soll sie heißen?“ fragte er und streichelte auch über das weiche Welpenfell.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Sa 20 Aug 2016, 22:14

Auch wenn manch einer sie dafür vielleicht ein bisschen schräg angeschaut hatte, für Elena war das hier schon sehr romantisch. Starlight stand mit ihrem Fohlen in der Box, die frisch gebackene Mama kümmerte sich rührend um ihr Kind und für Elena zweifelte nicht einen Moment lang daran, dass sie eine sehr gute Mutter werden würde. Elena schmiegte sich in Damons Arme und freute sich, dass er diesen Moment mit ihr genießen konnte. Er hatte allerdings gleich noch ein paar Alternativen zu bieten und Elena schmunzelte, weil Damon eben andere Prioritäten setzte. "Das wird schon noch, stimmts?", fragte Elena das Fohlen, das immer noch ein bisschen wackelig da stand, aber immerhin schon mal die Milchbar erreicht hatte. "Du wirst mal genauso schnell wie dein Daddy!" Wenn man Elena fragte, wurde dieses Fohlen sowieso absolut perfekt, aber als Ersatzmama war sie da auch nicht ganz objektiv. Deswegen musste ja auch ein möglichst passender Name her. So leicht war das aber gar nicht, denn den Namen behielt man schließlich ein Leben lang. "Ich glaube sie soll Samba heißen!", meinte Elena dann. Schnell, rhythmisch, elegant und mitreißend. Das passte doch einfach. "Wie findest du das?", wollte sie aber auch Damons Meinung hören. Immerhin war es auch sein Pferd und Elena wolle, dass sie es zusammen groß zogen. Genau diese Gedanken sorgten aber auch dafür, dass Elenas Hormone nun ein bisschen durcheinander kamen. Sie standen hier im Stall, vor sich Mutter und Fohlen. Damon hatte sie im Arm, die Hände auf ihrem Bauch und nun konnte Elena es einfach nicht länger für sich behalten. "Damon.... ich muss dir noch etwas sagen!", startete sie deswegen unsicher. Elena legte ihre Hände auf seine und verschränkte ihre Finger mit seinen. Vielleicht auch damit Damon nun nicht gleich abhaute. Ihr Blick lag aber trotzdem weiter auf dem Fohlen. "Wir bekommen noch mehr Nachwuchs .... ich bin nämlich schwanger!" So, kurz und schmerzlos. Jetzt musste Damon sich nur noch genauso freuen wie bei den Pferden, wenn die Trächtigkeit endlich fest stand und dann war alles gut ... oder so ähnlich.

Auch als Hailey es nochmal bestätigte, konnte Nicki ihr Glück kaum fassen. Seit sie ein kleines Kind war, hatte sie sich einen Hund gewünscht, aber nie die Möglichkeit dazu bekommen. Nun kam es so unverhofft und trotzdem war sie sofort hin und weg. Vermutlich hätte Nicki jeden dieser Welpen mitgenommen, denn einer war knuffiger als der andere. Aber Unterschiede waren durchaus auch erkennbar und deswegen fiel am Ende auch die Wahl auf eine eher unscheinbare Hündin, die aber sofort neugierig auf die beiden Besucher zuging. Nicki streichelte sie und beobachtete den tollpatschig wirkenden Welpen, als er um sie herum watschelte. Hailey schien ihre Entscheidung zu unterstützen und deswegen lächelte Nicki ihn gleich wieder glücklich an. Das hier war nun also ihr Hund.... so ganz konnte sie es noch nicht glauben. Der Name war aber schnell gefunden. "Kira!", erklärte sie. Das war eine Freundin aus Kindertagen gewesen, die sie leider nie wieder gesehen hatte. Die kleine Kira wedelte mit dem Plüschpopo und animierte Cooper zum Spielen. "Wie kann ich das wieder gut machen?", fragte Nicki, die wirklich zu schätzen wusste was Hailey hier für sie tat. Er hatte nicht nur die finanziellen Mittel aufgebracht um ihr diesen Hund zu kaufen, er hatte sich auch zu Herzen genommen was sie einst über ihren Wunschhund gesagt hatte.
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BeitragThema: Re: New Orleans   So 21 Aug 2016, 12:12

Sie beide genossen diesen friedlichen Augenblick, indem für Elena dieser kleine Pferdetraum wahr geworden war. Mutter Natur erledigte eigentlich alles von selbst. Stute und Fohlen fanden sich und alles würde seinen normalen Gang gehen. Starlight schien sofort in ihren Mutterpflichten aufzugehen. Damon war durchaus auch romantisch veranlagt, aber für Elena war dieser Moment sicher noch wichtiger, weil es ihr Lieblingspferd war, das hier Mutter geworden war und dann noch so ein hübsches Fohlen. „Der Name Samba ist gut. Könnte gut zu ihr passen. Eine lahme Schnecke wird’s wohl eher nicht werden.“ Nicht bei der Mutter und dem Vater. „Sie soll in erster Linie dein Pferd sein, … aber ich finde den Namen auch gut.“ Damon wollte dass jeder von ihnen auch ‚eigene‘ Pferde hatte. Nicht weil sie nicht teilen wollten, sondern einfach auch weil die Geschmäcker bei den Pferden etwas unterschiedlich waren. Damon mochte Hengste und Wallache lieber. Elena kam auch gut mit den zickigeren Stuten klar.
Als sie so da standen, sagte Elena etwas, was Damon zunächst gar nicht verstand. Sie klang unsicher, als sie es sagte. Damon spürte wie sie ihre Hände auf seine legte. Noch mehr Nachwuchs? Welche Stute stand noch aus? Damon konnte darüber aber gar nicht weiter nachdenken, da platzte die Bombe schon. „Was?“ fragte er. „Wie?“ Er konnte gerade sprichwörtlich eins und eins eben nicht mehr zusammenzählen. Elena ansehen konnte er auch nicht, weil sie immer noch mit dem Rücken vor ihm stand.
Na ja, das wie konnte er sich denken. Sie lebten ja nicht gerade enthaltsam. Aber er hatte nie darüber nachgedacht was bei Menschen dabei normalerweise passieren konnte, weil bei Vampiren nun mal grundsätzlich nichts passierte. Auch das hatte er schlichtweg verlernt. Damons Gehirn war wie leer. Da war keine Freude und auch keine Reue… einfach nichts. War das normal. „Bist du dir sicher?“ fragte er leise und tonlos. Nur sehr langsam setzte sein Verstand wieder ein. Vielleicht hatte Elena sich getäuscht. War es das was Damon wollte? Dass sie sich getäuscht hatte? Nicht mal das wusste er. Dann kam langsam ein Gefühl auf…eins mit dem er eigentlich hätte rechnen müssen. Angst um Elena. Damon löste sich aus ihrem Griff und stellte sich vor sie. Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und sah in ihre braunen Augen. War sie bereit Mutter zu sein? War er es? Aber über allem war nun die Sorge. „Wehe dir passiert etwas dabei!“ war dann alles was Damon sagte. Im Moment sah er in diesem Nachwuchs nur eine potentielle Gefahr.

„Hallo Kira“, nickte Hailey als er den Namen für die Kleine erfuhr. Es war ein lebendiges und vertrauensvolles Hündchen. Noch konnte man nur erahnen wie viel Intelligenz und Instinkt in diesem kleinen Fellknäuel schlummerte. „Du hast eine gute Wahl getroffen“, meinte Hailey der ein wenig Ahnung von Hunden hatte. „Man sollte nicht unbedingt den Frechsten aus einem Wurf nehmen. Zu viel Selbstbewusstsein kann später oft auch zu Dominanz werden. Deine Kira ließ sich gerade ganz leicht von dir auf den Rücken legen, das zeigt, dass sie von Natur aus bereit ist sich unterzuordnen. Aber sie ist auch kein Angsthase, weil sie sogar Cooper zum Spielen auffordert. Dabei kennt sie ihn nicht und er ist viel größer. Ich glaube, sie passt wirklich sehr gut zu dir.“ Hailey wünschte Nicki, dass sie für die nächsten 15 Jahre oder länger eine wirklich gute Freundin gefunden hatte, die ihr Leben zudem ein Stückchen sicherer machte. „Hast du etwas falsch gemacht?“ fragte Hailey und grinste dabei. „Also … nein. Darum musst du auch nichts gut machen. Nimm dir nun einfach Kira mit und habt ein schönes Leben, das ist alles was ich möchte.“ So sah Hailey das. „Sie ist schon über acht Wochen. Du kannst sie gleich mitnehmen. Sie hat Cooper und Cap und Capper. Viele große Brüder“, lächelte Hailey und war selbst ganz verzaubert. Irgendwann würde er sich auch noch so einen Border Collie holen. „Große Hunde sind, wenn sie normal im Kopf sind, sehr lieb und tolerant mit Welpen. Sie wird sie schnell in ihren Bann ziehen.“ Da machte er sich keine Gedanken.
Der Farmer kam und Hailey teilte ihnen mit, welchen Hund sie nehmen würden. Er nickte und holte die Papiere. „Da haben sie sich einen Juwelen heraus gepickt, Miss… die Hündin ist schlau, menschenbezogen und mutig“, stellte er fest und man merkte, dass er seine Hunde kannte. Die Tatsache, dass die Hündin sonst eher klein und unscheinbar war, täuschte den Züchter nicht. Bei Broder Collies kam es auf anderes an. „Nur… sollten sie ihrer eines Tages überdrüssig werden. Bitte bringen sie sie mir wieder. Ein Border … sollte nicht an irgendjemand gegeben werden.“ Der Farmer hing an seinen Hunden, wusste aber auch, dass das keine Sofa Hunde waren. Einmal streichelte er den Welpen noch. „Machs gut, Kleine.“
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BeitragThema: Re: New Orleans   So 21 Aug 2016, 16:05

Schon jetzt konnte Elena sich vorstellen, wie Samba sich eines Tages bewegen und reiten lassen würde. Bis dahin war es zwar noch eine Weile, aber so ein bisschen träumen konnte man ja schon mal. "Das glaube ich auch. Sie wird ein ganz schnelles Pferdchen und intelligent noch dazu!" Daran bestand einfach mal kein Zweifel. "Jetzt soll sie aber einfach nur eine lange und glückliche Kindheit haben!" Elena hatte gar nicht vor zu früh mit dem Fohlen zu arbeiten. Sie war der Meinung, dass die Pferde ihre Zeit brauchten, um reifer zu werden und sich zu entwickeln. Eine Beziehung aufbauen und ein paar Grundlagen üben konnte man jedoch schon früher und das würde Elena mit Sicherheit auch tun. Als Damon meinte Samba sollte ihr Pferd werden lächelte sie wieder sehr glücklich. Für Elena hatte zwar festgestanden, dass sie dieses Fohlen nicht verkaufen könnte, aber so direkt hatte sie noch nicht mit Damon darüber gesprochen. "Aber du hilfst mir ein bisschen mit ihr, oder?", fragte Elena gleich. Starlight hatte sie auch roh bekommen und die Stute hatte sich wunderbar entwickelt. Aber Damon hatte eben doch mehr Erfahrung mit den Pferden und Elena war seine Meinung sehr wichtig, denn bei diesem Pferd wollte sie einfach nichts falsch machen. 
Dann aber wechselte Elena das Thema, einfach weil ihr der Moment passend vorkam. Kaum hatte sie die große Neuigkeit ausgesprochen, war sie sich da aber nicht mehr so sicher. Damon versteinerte hinter ihr schon fast und auch Elena spannte sich ein bisschen an, weil sie absolut nicht sagen konnte wie Damon reagieren würde. Zuerst reagierte er gar nicht, dann stellte er zwei eher sinnlose Fragen. "Ich bin schwanger!", wiederholte Elena deswegen nochmal. Wie das passiert war erklärte sie nun aber nicht ausführlicher, denn das würde Damon sich schon denken können. Aufklärung hatte es sicher auch bei ihm schon mal gegeben. Die Spannung ließ nicht nach und Elena konnte beinahe hören, wie es in Damons Kopf arbeitete, sie wusste nur einfach nicht was er dachte. Bei seiner nächsten Frage nahm Elena seine rechte Hand und fuhr damit nochmal über die kleine Wölbung an ihrem Bauch, die nun wohl eine andere Bedeutung bekommen hatte. "Ziemlich sicher!" Eigentlich war Elena überrascht, dass es Damon nicht schon früher aufgefallen war, denn sie versteckte ihren Körper nicht gerade vor ihm. Elena war aber klar, dass Damon absolut nicht damit rechnete und deswegen ließ sie ihm nun die Zeit, um diese Nachricht zu verarbeiten. 
Schließlich tat sich dann etwas, Damon drehte sie zu sich, sah sie an und Elena wartete mit einem zaghaften Lächeln. Aus seinem Blick konnte sie nicht viel lesen und auch seine Worte halfen ihr nicht weiter. Ausgelassene Freude hatte Elena nun nicht gerade erwartet, aber das? Ein bisschen unsicher was sie nun damit anfangen sollte, legte Elena die Stirn in Falten. "Das ist alles was du dazu sagen willst?" Klang eher als hätte sie sich entschieden ab sofort dem free climbing nachzugehen oder sowas.... 

So glücklich war Nicki schon lange nicht mehr gewesen und schon jetzt konnte sie den Blick kaum von Kira abwenden. Damit hatte Hailey ihr wirklich ein ganz besonderes Geschenk gemacht und Nicki würde sich etwas einfallen lassen, um sich dafür zu bedanken. Aufmerksam hörte sie sich an, was Hailey über die Hunde sagte und natürlich merkte sie sich das alles. "Cooper scheint jetzt schon angetan zu sein!", meinte sie, weil der große Rüde sich neben ihnen ins Gras gesetzt hatte, während Kira um ihn herum hüpfte und aussah, als wollte sie den Berg erklimmen. Der Farmer schien ein guter Mann zu sein und auch wenn Nicki noch ewig hier sitzen könnte, nun war es wohl Zeit sich zu verabschieden. "Ich glaube kaum, dass es je dazu kommen wird!", versicherte Nicki. Sie würden den Hund wirklich nicht mehr hergeben. "Aber ich werde es nicht vergessen!", versprach sie noch, gab dem Farmer die Hand und nahm Kira dann auf den Arm. "Na? Kommst du mit zu uns nach Hause?"
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: New Orleans   So 21 Aug 2016, 21:23

„Das wird sie sicher haben. Mama Starlight und Mama Elena passen auf sie auf“, lächelte Damon, wollte es aber nicht ins Lächerliche ziehen, denn auch erhielt nichts davon Pferde zu früh einzureiten. „Natürlich helfe ich dir mir ihr und du mir mit den jungen Hengsten. Wir können uns gegenseitig unser Leid klagen.“ Jetzt klangen sie schon fast wie zwei gestreßte Eltern. Dass sie genau das bald werden würden, konnte Damon zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
Sekunden später ging es aber darum und weil Elena verständlicherweise mit seinen gestammelten, dämlichen Fragen nichts anfangen konnte. Darum bekam er nochmals gesagt, was Sache war. Schwanger… Für Damon stand die Zeit still. Sie legte seine Hand wieder auf ihren Bauch und Damon fragte sich selbst warum er ausgerechnet daran überhaupt nicht gedacht hatte. Wie naiv war er gewesen? Sie wiederholte die Aussage, die seine Welt aus den Fugen hob. Damon sah Elena an, als sie sich zu ihm umdrehte und ihn fragend ansah. Damon ahnte, dass das hier nicht lief wie Elena sich das gewünscht hatte. Er selbst war heillos überfordert. Noch ehe er wieder Fuß fassen konnte, kam die nächste Frage von Elena und Damon hatte jetzt schon das Gefühl einfach nur die falsche Antwort darauf geben zu können. Es war das Erste was ihm in dem Kopf kam… Elena durfte dabei nichts geschehen. „Es ist … ich habe Angst um dich… das habe ich immer“, gab Damon zu und er liebte sie sehr viel mehr als das ungeborene Kind. „Ich weiß nicht was ich sagen soll… das kommt so plötzlich, Elena.“ Damon biss die Zähne zusammen. Nun, das war sicher nicht das was sie hören wollte. „Ich … ich habe nur einfach nie daran gedacht.“ Damon hörte selbst die dumm das klang. Wenn man Sex hatte und ein Mensch war, musste man zwangsläufig daran denken. Vor allem wenn man noch dazu verheiratet war. „Wie lange weißt du es schon, Elena?“ fragte er und sah sie dennoch liebevoll an. „Wie weit ist die Schwangerschaft fortgeschritten?“.

Damit gab der Farmer sich zufrieden und verabschiedete die beiden. Hailey stand auf und sah höchst zufrieden, wie Nicki ihr Hundekind nun herzte. „Na klar kommt sie mit.“ Ihre neue Hunde- und Menschenfamilie wartete ja schon auf sie. Hailey half Nicki mit Kira auf den Wagen und ließ auch Cooper aufspringen. „Wir fahren gleich noch beim Metzger vorbei. Dort hole ich immer die Schlachtabfälle für die Hunde.“ Cap, Capper und Cooper waren große Hunde, sie brauchten einiges. „Für Kira ist es wichtig, dass sie abwechslungsreiches Futter bekommen, so lange sie im Wachstum ist. Knochen, Innereien, Fleisch, Knorpel, aber auch Gemüse wie Kartoffeln und Karotten. Das ist gut für sie.“ Hailey wollte dass Nicki ganz lange eine gesunde Hündin hatte und dafür konnte man einiges tun. Darum fuhr er zum Metzger seines Vertrauens und bekam dort einen Sack, der nicht so gut roch. „Keine Sorge…. Wenns richtig stinkt, schmeckt es erst richtig gut“, grinste er und stellte den Sack zu Cooper, der begeistert schnüffelte und sofort zu sabbern begann. „Ehm… keine Sorge… Border Collies sabbern nicht.“ Wenigstens etwas. Bernhardiner waren da doch extrem.
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Elena Gilbert

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BeitragThema: Re: New Orleans   So 21 Aug 2016, 21:57

Das Fohlen war für Elena zwar immer noch ganz besonders wichtig, aber nun drehte sich alles erstmal um den eigenen Nachwuchs. Elena wusste, dass es eine Überraschung war. Aber auf sowas konnte sie Damon ja auch nicht schonend vorbereiten. Entweder man war schwanger, oder eben nicht. Punkt. Das schien bei Damon aber noch nicht ganz durchgesickert zu sein und deswegen musste Elena noch ein paar Erklärungen abliefern. Sie hatte im Gegensatz zu ihm schon mehr Zeit gehabt sich an den Gedanken zu gewöhnen und im Grunde genommen war es auch Elenas Wunsch gewesen irgendwann mal Kinder zu bekommen. Aber jetzt war das doch ein bisschen verfrüht und auch für sie überraschend gekommen. Weil sie deswegen doch auch ziemlich unsicher war, hoffte sie nun auf aufbauende Worte von Damon, aber die kamen nicht. Eigentlich hätte Elena aber damit rechnen müssen. 
Immerhin fragte er sie nicht wie sie das Problem nun wieder los wurden oder etwas ähnliches. Das war ja schon mal Positiv und seine Sorge sprach ja nur für die starke Liebe zwischen ihnen. Deswegen nahm sie ihm die eher verkorkste Reaktion auch nicht übel. Sie griff nach seinen Händen, einfach weil sie diese Verbindung nun selbst brauchte. "Zusammen schaffen wir das schon!", natürlich konnte auch sie nicht wissen, ob irgendwas schief gehen würde, aber es wurden täglich Babys geboren, warum sollte das ausgerechnet bei ihnen schief gehen....? Elena versuchte wieder zu lächeln, stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste Damon aufmunternd. Irgendwie würde das schon werden, hoffentlich.... Nun stellte er immerhin schon mal ein bisschen koordinierte Fragen, die Elena auch beantworten konnte. "Seit ungefähr einer Woche bin ich mir ganz sicher!", erzählte sie ihm. Vermutet hatte sie es schon deutlich länger, aber sowas wie einen Schwangerschaftstest gab es zu dieser Zeit ja noch nicht. War also schwierig sowas schon früher festzustellen und weil sie eben wusste, dass Damon aus allen Wolken fallen würde, wollte Elena keinen Fehlalarm machen. "Ich denke Ende dritter, vielleicht schon Anfang vierter Monat!", beantwortete sie die letzte Frage. Elena drückte leicht Damons Hände. Er hatte noch gut ein halbes Jahr Zeit sich an den Gedanken zu gewöhnen, dann wurde es ernst. "Mein Vater sagt, bisher sieht alles gut aus!", gestand sie noch, denn Grayson hatte sie schon vor ein paar Wochen um Hilfe gebeten.

Auf dem Wagen behielt Nicki ihr neues Familienmitglied einfach auf dem Schoss. Natürlich hätte sie Kira auch zu Cooper auf die Ladefläche setzen können, aber das brachte sie einfach nicht fertig. Sie konnte gar nicht mehr aufhören das weiche Fell zu streicheln, hörte aber dabei gut zu, was Hailey ihr erzählte. "Hattest du schon immer Hunde?", fragte Nicki, weil er scheinbar wirklich viel wusste. Sie würde sich das aber auf jeden Fall merken. Den Besuch beim Metzger überließ sie Hailey, weil das nun nicht sonderlich appetitlich roch. "Und das wollt ihr wirklich fressen?", fragte sie Cooper und Kira gleichzeitig. Bei Cooper war das keine Frage, der hätte sich scheinbar gleich darüber her gemacht. Kira hob zwar das Köpfchen und schnupperte interessiert, blieb aber bei Nicki sitzen. "Sollte ich sie Cap und Capper erstmal 'vorstellen'? Oder machen die Hunde das selbst?" Nicki wollte ja auf keinen Fall, dass ihrem kleinen Hund etwas passierte, auch wenn die Schäferhunde der Salvatores ja sehr zuverlässig und freundlich waren.
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Damon Salvatore

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BeitragThema: Re: New Orleans   Mo 22 Aug 2016, 17:03

Ziemlich schnell hatten die das freudige Ereignis mit der Fohlengeburt abgehakt und schon ging es um ganz anderen Nachwuchs. Damon sah auf seine Hände, die Elena ergriffen hatte und sah sie an. Was sollte das nur werden? WIE sollte das nur werden? Er war einfach nicht zum Vater gedacht. Elena sah das scheinbar positiver und unbefangener. Sie streckte sich und küsste Damon. „Na ja, bei der Geburts hilfts wenig, wenn ich presse“, stellte Damon fest und versuchte sich an seinem bekannten, schiefen Grinsen. Und recht weit war sie auch schon fortgeschritten die Schwangerschaft. „So weit bist du schon? Und du hast nichts gesagt? …. Und ich hab nichts bemerkt?“ rätselte Damon und sah immer wieder zu ihrem Bauch. Dafür dass da ein Baby drin sein sollte, war es wirklich ein verdammt kleines Bäuchlein. „Grayson weiß es?!?“ fragte er verwundert. Sie hatte es ihrem Vater gesagt, aber ihm nicht? Und auch Grayson hatte sich in den letzten Wochen völlig normal verhalten. „Wolltest du das? Jetzt …schon? Fühlst du dich bereit?“ fragte Damon. Er war es jedenfalls nicht. Er würde der mieseste Vater aller Zeiten sein. Damon wusste nicht mal wie man ein guter Vater war. Wie auch? Mit einem Mal fühlte er sich überfordert, überfahren und total ratlos. Ein Zurück in die andere Zeit oder auch eine erneute Verwandlung als Vampir waren nun endgültig dahin. „Ich … ich glaube ich kann das nicht“, gab er letztendlich zu und ließ die Schultern sacken. Besser Elena wusste das, Damon wollte ihr nichts vormachen.

„Ja, eigentlich hatte ich immer einen Hund. Es geht nicht mehr ohne, wenn man einmal damit anfängt.“ Hailey machte keinen Hehl aus dieser Liebe zu den feuchten Nasen. „Zum Glück wurden sie alle immer recht alt. So dass es noch nicht allzu viele waren. Cooper ist mein dritter Hund.“ Und auch der größte und der haarigste und der der am meisten sabberte. Nicki hielt ihr Mädchen auf dem Schoß und die Kleine schien sich schon recht wohl zu fühlen. Das Fleisch wurde geholte und Hailey erzählte weiter. „Gequetschen Hafer kannst du auch mit unterrühren. Das ist auch gut für die Verdauung. Cap und Capper sind gute Hunde. Ich denke du kannst sie ihnen einfach dazu setzen, aber wenn du willst machen wir das gemeinsam. Noch können sie nicht viel mit ihr anfangen, aber in ein paar Wochen spielen sie sicher gemeinsam.“ Hailey freute sich jetzt schon auf den Anblick. „Du musst dir nur überlegen wie du mit Kira zusammen leben willst. Wenn du sie einmal ins Bett lässt bleibt sie da für immer. Ich persönlich finde das nicht schlimm. Die anderen Hunde durften das bei mir auch. Nur Cooper nicht, weil ich sonst keinen Platz mehr habe und er so sehr sabbert. Allerdings brauchen Welpen Körperkontakt. Bis jetzt hat Kira immer mit ihren Geschwistern oder ihrer Mutter zusammen geschlafen. Ich habe bei Cooper drei Monate auf dem Boden geschlafen und mir dort ein Lager gerichtet. Ich kann dir aber auch Cooper leihen, dann kann sie nachts mit ihm kuscheln.“ Da vertraute er Cooper voll und ganz. Er liebte Welpen. Sie hatten Narrenfreiheit bei ihm und kuscheln tat er eh gern.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Mo 22 Aug 2016, 21:24

Wie sonst auch oft versuchte Damon es mit Sarkasmus, aber das zeigte Elena wenigstens, dass noch nicht alles verloren war. Sie schmunzelte leicht und drückte nochmal seine Hand. "Es würde schon vollkommen reichen, wenn du bei mir wärst!", bat Elena, die zwar irgendwie mit dem Gedanken zurecht kam ein Kind zu bekommen, die Geburt aber sicher nicht alleine durchstehen würde. Bis dahin war es jedoch noch eine ganze Weile und sie hatten noch Zeit sich auf solche Einzelheiten vorzubereiten. Nun musste Damon erstmal diese Nachricht verdauen und Elena hatte doch noch ein bisschen Angst, dass Damon ihr irgendwann umkippen würde. 
Damons nächste Fragen waren durchaus berechtigt und deswegen versuchte Elena auch das zu beantworten. "Naja ganz sicher kann ich es nicht sagen, aber es spricht einiges dafür!" Grayson hatte ihr erklärt, auf welche Hinweise sie achten musste. "Ich wollte dich nicht verrückt machen, ehe ich nicht sicher bin. Passiert ja auch sonst mal, dass meine Peride unregelmäßig kommt. Die ersten zwei Monate hab ich es selbst nicht gemerkt, weil so viel passiert ist!" Sie waren in New Orleans gewesen, am Strand geschwommen, sie hatten mit den Pferden gearbeitet. Die Zeit war so schnell vergangen und es hatte immer irgendwas zu tun gegeben. "Hast wohl gedacht deine Frau nimmt langsam zu!", neckte Elena Damon ein kleines bisschen. Sie nahm es ihm nicht krumm, dass er nichts gemerkt hatte, denn auch sie war erst seit kurzem sicher, dass es sich um eine Schwangerschaft handelte. Als Elena dann gestand, dass sie es ihrem Vater schon gesagt hatte, fürchtete sie schon Damon könnte sauer sein. "Ich hab seinen Rat gebraucht, weil ich mir nicht sicher war und... ich wollte nicht gleich alle verrückt machen!" Grayson war zwar kein Kinderarzt, aber das konnte er trotzdem.
So langsam schien die Nachricht bei Damon durchzudringen, aber die Fragen hörten nicht auf. Elena bemühte sich immer noch alle zu beantworten, auch wenn sie genauso aufgekratzt war. Ihr tat es einfach gut endlich mit Damon darüber sprechen zu können. "Du weißt ja, dass ich Kinder wollte .... irgendwann. Jetzt bin ich auch noch nicht darauf vorbereitet, aber ... ich bin das Risiko eingegangen!" Ihr war durchaus bewusst gewesen, was passieren konnte, wenn sie miteinander schliefen. "Ich bin furchtbar aufgeregt und ich weiß auch nicht genau, was da auf uns zukommt, aber .... trotzdem freue ich mich!" Elena lächelte ehrlich und sah Damon nun wieder eindringlicher an. Sie legte ihre Hand an seine Wange und nun war wohl deutlich in ihrem Gesicht zu lesen, wie sehr sie Damon liebte. "Mach dir nicht so viel Druck. Wir haben noch viel Zeit uns darauf vorzubereiten und ... wie du vorher bei Starlight gesagt hast, die Natur weiß schon, wie das geht. Wir machen sicher nicht alles richtig, aber ich weiß, dass wir es schaffen können!".

All die Tipps nahm Nicki gerne an und auf Haileys Hilfe setzte sie da durchaus. Cooper war ihrer Meinung nach gut gelungen und auf jeden Fall ein glücklicher Hund. "Ja das wäre toll, machen wir es zusammen!" Sie war bestimmt noch viel zu aufgeregt, um die richtigen Signale zu erkennen. So langsam näherten sie sich der Ranch und Nicki streichelte wieder über da weiche Fell. "Da ist dein neues Zuhause!", flüsterte sie Kira zu. Hailey nächster Tipp war schnell beantwortet. "Sie darf im Bett schlafen!" Da war mehr als genug Platz und Kira würde sicherlich ein sauberer Hund werden. Aber Nicki wusste auch, dass ihre Hündin Kontakt zu Artgenossen brauchte. "Aber ich nehme auch gerne Cooper für eine Weile zu uns, wenn ihr das hilft sich einzuleben. "Du sollst ja aber auch nicht alleine sein!" Für Nicki war dieser Hund auch deshalb ein so großer Wunsch, weil sie von heute an nicht mehr allein sein musste und sie vermutete ein bisschen, dass Hailey auch deswegen immer einen Hund hatte.
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BeitragThema: Re: New Orleans   Mo 22 Aug 2016, 22:14

„Na ja weg laufen werde ich nicht“, sagte Damon als ginge es zur Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Nein er würde bei Elena bleiben und das gemeinsam mit ihr durchstehen, auch wenn Damon keinen Plan hatte wie. Dabei wollte er gerne anders sein und reagieren. Elena hätte es reagiert und sie wirkte gerade so hoffnungsvoll. Damon merkte, dass er dem Leben selbst nicht vertraute. Zu oft hatte es ihm einen miesen, fiesen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Kind hieß eine potentielle Gefahr mehr, jemand den er liebte und verlieren konnte.
Als Elena wieder in seinem Arm lag, nickte Damon. „Ja, das hab ich gedacht, aber das wäre mir auch egal.“ Ein wenig Gewichtszunahme war nichts, was ihn abschrecken würde. Er liebte Elena und wenn es etwas mehr Elena wurde, hätte er nichts dagegen. „Und was sagt Grayson? Ist alles in Ordnung mit dir?“ fragte Damon, denn seine ganze Sorge galt nach wie vor Elena. Das Kind war im Moment eine Zellsammlung, mehr nicht. Elena war sehr viel aufgeregter und glücklich bis in die Haarspitzen. Man sagte oft, dass schwangere Frauen besonders schön waren und Damon würde das gerade bei diesem Anblick nicht abstreiten. Elenas Wangen waren gerötet und die Augen strahlten vor Glück. Leider kam dieses Glück nicht so recht bei ihm an. Sie legte ihre Hände an seine Wangen und Damon sah auch wie groß ihre Liebe zu ihm war. Vielleicht sollte er sich einfach mal trauen… aber so ganz einfach ging das bei Damon nicht. „Es ist schon so viel passiert. Ich habe einfach Angst, dass wieder etwas schief geht.“ Damon war Experte darin etwas zu versenken… und ausgerechnet er sollte nun für ein neues Leben verantwortlich sein… Armes Kind. Er konnte nicht in sich als Vater vertrauen. Aber er wusste auch, dass er es für Elena versuchen würde. Sie glühte regelrecht vor Glück und das konnte er ihr nicht nehmen, indem er jetzt nur schwarz malte. „Was solls… nun ist es passiert… wir werden sehen was das wird.“ Ok Euphorie sah anders aus, aber Damon konnte gerade nicht aus seiner Haut.

„Gut, das wird schon“, ermutigte Hailey die frisch gebackene Hundebesitzerin. Natürlich waren es auf der Lake View Ranch alles große Hunde. Aber er hatte keine Verhaltensauffälligkeiten bemerkt. Ihre Entscheidung hatte er beinahe erwartet. Kira durfte mit ins Bett. „Nein, dann braucht sie Cooper Nachts nicht auch noch. Kira ist ein Hütehund… du bist jetzt ihre kleine Herd. Sie wird sehr schnell wissen, dass ihr zusammen gehört.“ Hailey wusste, dass der Hund Nicki gut tun würde. Er hoffte aber auch, dass es nichts an ihrer Freundschaft änderte. „Wir können jeden Tag ein wenig Gassi gehen und ich sage dir worauf du achten musst, wenn du das möchtest.“ So… das wäre doch eine Perspektive. „Ich kann aber auch mit Cooper in dein Zimmer ziehen…. Dann hat Kira eine etwas größere Herde“, schwupps und das war ausgesprochen noch ehe er denken konnte. Hailey wurde knallerot. „Ja also im Moment für ich sie drei Mal täglich füttern. Eine Hand voll. Und du musst tagsüber alles zwei Stunden raus gehen mit ihr. Wenn sie spielt, geht’s noch schneller. Wenn sie gefressen hat auch. Nachts wenn sie schläft können es auch mal vier oder fünf Stunden sein.“ Schnell redete er weiter, ehe er selbst noch über sein Angebot nachdenken konnte.
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